Herzlich willkommen

Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#6104
Hallo,

wie wird eigentlich \"fachgerecht\" ein tank entgast zum schweißen ?
ist zwar schon mal diskutiert worden, das thema, aber unter \"entgasen\" finde ich überhaupt nix ...

was ich bisher gemacht habe: geleert (okay, leert sich selber, das leck ist unten :-)ausgebaut, 1 woche offen liegen lassen, dann mit konzentrierter spülmittelbrühe mehrfach ausgewaschen, mit heißluft-fön ausgetrockent (durchgeblasen).

reicht das ?

ach ja, und womit schweißt man am besten ? ich hätte schutzgas verwendet, oder was ist besser ? (der riß ist neben dem unteren befestigungsblech, das muß also gut halten - kleben oder dichtmittel dürfte damit wohl flachfallen)

ach ja, es handelt sich übrigens um einen benzintank von einer motorhacke, ausnahmsweise kein mog-tank :-) aber damit das posting hier berechtigung hat: die hacke wird gelegentlich mit dem mog transportiert ...

danke !

Andreas
#30174
Hallo Andres,

ich habe schon des öfteren diverse Tanks geschweißt. Je nach Art von Tank bzw. Schweißstelle gibt es mehrere Möglichkeiten.
Entleeren muß man auf alle Fälle :) Ich habe die Tanks dann immer noch mit Druckluft ausgeblasen. ACHTUNG- es kann leicht entzündliches Bezin-Luftgemisch entstehen!
Wenn die Schweißstelle nicht sehr groß ist, reicht ein feuchter Lappen, der den Schweißbereich großzügig abdeckt. Das funktioniert ganz gut bei PKW-Tanks, die eine einfache Form haben.
Einen ziemlich rostigen Motorradtank habe ich mal von innen gesandstrahlt, danach kann man gefahrlos schweißen.
Eine weitere Möglichkeit, speziell bei verwinkelten Tanks, ist den Tank mit Stickstoff zu fluten.
Den Tank mit Wasser zu füllen, ist nicht so gut, zumal Wasser die Schweißnaht negativ beeinflusst.
Schweißen würde ich grundsätzlich nur mit MAG ( \"Schutzgas\" ). Die Wärmeeinbringung ist bei diesem Verfahren am geringsten.
Generell ist beim Schweißen von Tanks größte Vorsicht geboten, da so ein Teil zur Bombe wird, wenn sich noch ein Benzin-Luftgemisch darin befindet!
Man sollte sich der Risiken bewußt sein, bevor man sich an so eine Arbeit wagt...

Viel Erfolg auf alle Fälle!

Gruß,
Christian
#30179
Gib einfach mal Tank ein oder <a href=\"http://www.unimog-community.de/modules. ... 5#pid25149 \">klick hier</a> das wurde tatsächlich schon öfters besprochen
#30204
Hallo,

--> helmut: danke. ich meine, das war genau die diskussion, die ich gesucht hatte ...

ansonsten: daß es gefährlich ist und daß man dabei in die luft fliegen _kann_, weiß ich selber.
was mich interessiert, war eben die erfahrung, wie man tanks ausreichend sauber bekommt, so daß keine kraftstoffgase mehr entstehen können und man eben _nicht_ in die luft fliegt. d.h., alle öl/kraftstoffreste, welche vergasen können, müssen raus sein.
sprich: was macht die kühler-reparaturbude ?
(ich hab\' mal bei einer angefragt - einheitspreis 50.- egal was, so scheint es. für so viel geld kann ich\'s auch selber !)

wenn ich\'s also richtig zusammenfasse:
- gründlich auswaschen mit spülmittellösung, dann ausfönen
oder
- evtl. innen sandstrahlen (wohl nur für größere tanks ...)
und/oder
- beim schweißen mit co2, wasser oder druckluft fluten.

ich bin mir nur eben nicht sicher, ob man eine naht mit MAG richtig dicht bekommt, ohne zuviel wegzubrennen oder klumpen draufzusetzen. irgendwie gehts aber auch bei original-behältnissen, also muß es beim reparieren auch gehen ! (zumal in meinem fall der tank nicht vergammelt ist, im gegensatz zum meisten karosserieblech)

also, ich hab den kank gewaschen und ausgefönt - es rieht nix mehr nach sprit. nächste woche werde ich also mal dran schweißen (warscheinlich ohne wasser oder druckluft). wenn ich mich nicht mehr melde, dann hat\'s BUMM gemacht :-)

frohen sonntag noch !
Andreas
#30213
Hallo Andreas
Ich arbeite bei einer Automobilfirma und habe 10 Jahre Tanks hartgelötet bis sie alle aus Kunststoff geworden sind. Die Tanks bestanden aus einem Ober und Unterteil die durch Rollnahtschweißen, das sind zwei große runde Kupferscheiben die sich drehen und durch Strom ähnlich dem Punktschweißen verschweißt worden sind. Alle anderen Öffnungen, Einfüllstutzen, Entlüftungsleitungen usw. sind hartgelötet worden entweder mit Silberlot oder mit Messing je nach Material.
#30215
Hallo Konrad,

das mit dem rollenschweißen ist interessant - ich hab\' mich eh schon gefragt, wie die beiden halbschalen aufeinandergekleistert werden bei den blechtanks !
daß die stutzen hartgelötet werden, ist auch interessant ... macht aber sinn. das lot saugt sich in den spalt, ohne daß das tankmaterial mit schmilzt wie beim schweißen.

gut, hartlöten hab\' ich mir auch schon überlegt, aber hier ist in der mitte des bodens ein riß, direkt neben dem befestigungswinkel. da der tank direkt über dem motor sitzt, schwingt er ziemlich, d.h. ich müßte dann mindestens noch ein blech drüberlöten, um genug auflagefläche zu bekommen. außerdem habe ich keinen autogenbrenner (mehr).
mit weichlöten hat\'s schon jemand versucht, aber das hat natürlich nicht gehalten.

wie bekommt man das blech eigentlich so blank, daß man hartlöten kann ?

mfg,
Andreas
#30252
Hallo,

zu den ganzen Sicherheitsmaßnahmen (Tank leeren, ausspülen) hat ein Mechaniker noch die Abgase von einem PKW mit einen Schlauch in den zu schweissenden Tank geführt. Darauf angesprochen meinte er, dadurch hat er keinen Sauerstoff mehr im Tank, somit ist die Explosionsgefahr zusätzlich vermindert.
Was sagen die Experten zu dieser zusätzlichen Maßnahme?

mit Schraubergruss Dieter
#30254
hallo,

... und auf diese weise wird dann auch bald wieder eine mechaniker-stelle frei, wenn sich der guteste damit vergast hat :-)

nein, ernsthaft: die saubere lösung wäre stickstoff oder co2 (schutzgas), aber das abgas ist natürlich billiger. gemäß der theorie gehe ich davon aus, daß es nicht mehr genug sauerstoff enthält, um ein zündfähiges gemisch zu bilden - damit keine explosionsgefahr im tank. also schlauch rein und kräftig auf die tube drücken :-)
praktische erfahrungen habe ich natürlich keine... hört sich aber plausibel an.
es stinkt halt ...

also weiter an die tankexperten: lohnt der aufwand ?

mfg,
Andreas
#30257
Warum in die Ferne schweißen, wenn das gute klebt so nah.
Flüssigmetall in Verbindung mit Glasfasergewebe ist dicht und dürfte der Schweißnaht an Schwingungsfestigkeit nicht nachstehen.

Thorsten
#30261
Gegen die \"Preisfrage\" kann ich natürlich nicht an.
Im Verein sind damit aber schon etliche Tank wieder auferstanden aus Ruinen.
Samt einlaminierter Befestigungen.

Der härteste Fall, war der Tank von Heinz seinem Normag.
Er hatte sich bei der Besichtigung darüber gefreut, dass der Tank innen so schön sauber sei. Doch Täuschung wars. Er hatte den unter dem Tank liegenden Werkzeugkasten gesehen ...

Thorsten
Pleullagermuttern M180

Hallo ihr Beiden, schlüssig sind die Angaben […]

@ Thomas: Wieso sollte sich das Bj. ändern? […]

Hallo ihr, also ich hab im gleichen Kreis mal VL/R[…]

Zeigt her Eure Trenkle

Hallo Thomas, Da hast du mit dem Fahrerhaus aber […]