Herzlich willkommen

Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#477983
Hallo,

wir beabsichtigen einen TLF3000 auf Fahrgestell Unimog 5023 zur Planen.
Nun kam jedoch die Frage auf, ob es dabei Sinn macht ein Automatikgetriebe zu verbauen?

Vom Grundsatz würde ich sagen hochgeländegängig=Schaltgetriebe
Grundsätzlich wird in unserem Bereich jedoch bei Großfahrzeugen eher zum Automatik tendiert.

Was sagen die Experten dazu?
#478031
Ein echtes Automatikgetriebe mit Wandler wie ein Allison wäre das Beste im Gelände. Ob Du das für einen zivilen 5023 bekommst ist fraglich, in einem LF10 Atego 4x4 haben wir es gerade bekommen. Für das Dingo Fahrgestell (U50xx) gibt es wohl auch so was. Wir haben auch TGMs (RW und TLF3000) mit automatisierten Schaltgetriebe, beide auch mit dem optimierten Ds Programm.

Wir hatten vor 3 Jahren 2x U5000 zum Testen da, auch für TLF 3000. Die Schaltzeiten im leichten Gelände bergauf waren sehr lange, sollen aber im neuen 5023 verkürzt sein. Mit dem alten Doppel H z.B. im U1300 ist man schneller beim Schalten wenn es nicht gerade der Gruppenwechsel von 4 auf 5 oder andersrum ist.

Wenn Du wirklich ein nahezu nach FW Norm "geländegängiges" TLF 3000 haben willst, und nicht nur "geländefähig" kommst Du in D um den U50xx nicht herum. Wenn Ihr in einem Bundesland seid, welches noch Euro5 für die Feuerwehr zulassen darf, nimm einen U5000 mit 3,25m Radstand. Den gibt es beim U5023 leider nicht mehr.

Wichtig sind meiner Meinung nach für ein TLF 3000 auf U50xx:
- große/ hohe Räder mit evtl. 395/85 R20 Michelin XZL (Freigang Schneeketten?, Achtung mit manchen Aufbauern, die tun sich mit größeren Radhäusern im Koffer sehr schwer)
- Reifendruckregelanlage
- Seilwinde vorne zur Selbsbergung im Notfall, da reicht auch eine elektrisch WARN M15000. (oder WARN Series ...)
- Dachluke über Beifahrer zum Ablöschen
- Bremsleitungen brandgeschützt
- Wattiefe 1,2m
- das ganze Auto so leicht und kompakt wie möglich
- Leistungssteigerung mit Mercedes klären, 230 PS sin im Vergleich zu den LKWs mit 290 ein Witz.

Wie schreibt Ihr das aus, dass da auf jeden Fall ein Unimog raus kommt?

Gruß
Lorenz
#478040
Hallo,
Nun kam jedoch die Frage auf, ob es dabei Sinn macht ein Automatikgetriebe zu verbauen?
Falls überhaupt jemand ein vollautomatisches Getriebe im U5023 anbietet, wird das noch exotischer sein als der Unimog an sich. Das dürfte, selbst wenn es als SA von Mercedes ab Werk angeboten wird, über kurz oder lang spätestens bei der Ersatzteilversorgung Probleme geben. Ich würde da beim Seriengetriebe bleiben. Entgegen einem LKW ist beim U50xx das Getriebe aufgrund der Gesamtkonstruktion des Mogs nicht einfach nur ein Getriebe, es enthält auch noch das Verteilergetriebe sowie die Anlenkung der Achsen (Schubrohre). Damit ist das wesentlich komplexer als ein einfach zwischen Motor und Verteilergetriebe gehängtes LKW-Getriebe.
- Leistungssteigerung mit Mercedes klären, 230 PS sin im Vergleich zu den LKWs mit 290 ein Witz.
Das Problem ist eher, dass man ausgerechnet bei Feuerwehren einerseits sehr gelängegängige Fahrzeuge will, andererseits aber natürlich auch noch straßentaugliche Bereifung. Das ganze dann mit möglichst viel Nutzlast. Anschließend wundert man sich, dass die Karre aufgrund viel zu hohen Gewichts erstens keinen Hering mehr vom Teller zieht und zweitens schon in einer nassen Wiese hoffnungslos untergeht. Meist auch dadurch, weil man trotz Unsummen für's Fahrzeug keine paar Tausend Euro mehr übrig hat, um den Fahrern eine Geländeschulung zukommen zu lassen. Mit den maximal möglichen 14,5t ist der U5023 jedenfalls hoffnungslos untermotorisiert, selbst im Vergleich zu einem 30 Jahre alten U1300L ist das schon so, im Vergleich zu einem aktuellen LKW erst recht. Ist aber ein altbekanntes Unimog-Problem, auch der U20, bei Feuerwehren trotz seiner nicht allzu weit gehenden Geländetauglichkeit komischerweise gern genommen und auf gut 9t vergewaltigt, ist dann mit 150 oder 177PS auch keine Rakete gewesen. Hat man gern als Ersatz für TLF8/18 oder TLF8-W auf U1300L genommen, obwohl der U20 an die Geländegängigkeit des 1300L nicht im geringsten rankommt.
Wie schreibt Ihr das aus, dass da auf jeden Fall ein Unimog raus kommt?
Das dürfte bei entsprechender Formulierung der Ausschreibung kaum ein Problem sein. Sowas baut sonst keiner...

Gruß,
Michael
#478043
Hallo Michael,
ich hab doch gewusst, dass ein paar Bekannte hier auftauchen :-).

- Ich bin zum ersten Mal mit dem U5000 vor 2 Jahren mit dem Telligent Getriebe bei uns im Wald gefahren (zum Glück nicht auf einer rundgeschliffenen Unimog Teststrecke) und war davon sehr entäuscht. Die Schaltzeiten bergauf waren unterirdisch langsam - zumindest in dem Modus wo man noch selber kuppelt.Vollautomatisch habe ich nicht probiert, da der eine Vorführer das nicht hatte und ich die Kameraden nicht verwirren wollte und hoffe dass es dort wenigstens schneller geht?

- ich habe ja oben schon geschrieben: "so leicht wie möglich, kompakt wie möglich und große, hohe Räder mit Luftregelanlage drauf". Man sollte noch ergänzen möglichst nur Normbeladung und Waldbrandzusatz mit den D Schläuchen und Löschrucksäcken und kein Kilo mehr. Dann müsste man bei 3000 Liter um die 12 Tonnen landen, das verkraftat der U50xx noch gut. Die Reifengröße 365/85 R20 ist aber da schon überfordert, daher meine Wahl mit 395/85R20, das ist ein bisschen besser (14R20 wäre noch besser, wenn es beim Mog offiziell geht?).
Wenn man sicher gehen will, schreibt man nach maximalen erlaubten Bodendruck (Kilo/qcm) aus, dann können die Aufbauer keine kleinen Räder verwenden. Als Aufbauer würde ich mal enger mit Schglingmann oder Lentner im Vorfeld reden, die sind beide recht flexibel und haben auch schon Norm TLF 3000 auf U50xx gebaut.

Wegen der Straßentauglichkeit ist es so, dass ein TLF 3000 ja ein Sonderfahrzeug ist, was nicht bei jedem Brandeinsatz wenn es z.B. einen Zimmerbrand in der Innenstadt hat auf der letzten Rille um die Straßenkurve fetzen muss. Da muss man halt der Geländebereifung wie auch immer die aussieht (XZL oder Acker) und dem hohen Schwerpunkt und weichen Rahmen/ Federung des Unimogs etwas Tribut zollen und mit 15% weniger Geschwindigkeit in die Kurve gehen wie das MLF, LF10 oder LF 20 welches den Erstangriff macht und schon weiter vorne ist. Dafür sieht es dann in Wald und Feld ganz anders aus.

Die 230PS sind wirklich traurig, vor allem wenn man sieht, dass der Unimog im Vergleich zum 4x4 LKW mit 290 oder 300 PS schon 45% teurer ist, da könnte schon etwas mehr Leistung dabei sein. So wie beim aktuellen Hellgeth Umbau mit dem 6 Zylinder müsste es ab Werk sein und auch permanenter Allrad ab Werk als Serie. Der permanenete Allrad würde gerade bei Einsatzfahrten auf nassen oder winterlichen und kurvigen Straßen für mehr Sicherheit sorgen. Die LKWs wie MAN TGM und IVECO können auch permanent.

Dass der U20 öfters von der Feuwerwehr genommen wurde ist nicht komisch sondern naheliegend. Es gibt nicht viele kompakte Fahrgestelle die wirklich schmal sind und als TLF 2000 genommen werden können. Gerade im Mittelgebirge entscheidet oft nicht die extreme Geländegängigkeit das direkte Erreichen des Brandherdes, sondern die Breite der Fahrzeuge bzw. der Enge der nicht oft befahrenen Wege. Da könnte ein U20 oder jetzt U2xx weiter kommen als ein U40xx. Bemach gibt es im Moment auch nicht mehr, Sprinter 6x6 ist jetzt auch nicht wirklich wendig und geländegängig - da bleibt nicht viel übrig.

Also haut rein Jungs ! :-)
Grüße aus dem Odenwald!
#478054
Guude,

Ich würde versuchen über einen deutschen Feuerwehrverband die französische Feuerwehr zu befragen. Bei denen laufen über 1.000 moderne Mogs und bereits auch schon einige U5023 als Tanklöscher. :mog5

Es gibt auch einige deutsch-französische Fw 'Partnerschaften, das könnte auch weiterhelfen.

Mehr als einen Aufbauhersteller befragt könnte auch das eine oder andere an Erkenntnis bringen, u.A. auch eine Probefahrt.

Gut Mog! Justus.
#478068
Hallo,

ich bin gerade ziemlich nonstop mit einem leistungsgesteigerten U 4000 und dem Standard-Teligent-Getriebe plus Split (Hellgeth) in die Mongolei und zurück gefahren und glaube, daß das Teligent-Getriebe eine erhebliche Verbesserung und Beschleunigung der Schaltvorgänge darstellt.

Es erfordert allerdings eine Umstellung im Kopf des Fahrers.

Statt wie üblich bis zur Schaltdrehzahl zu beschleunigen, auszukuppeln, dann den nächsten, gewünschten Gang zu wählen und dann wieder einzukuppeln sollte (muß) man beim Teligent-Getriebe, wenn man es eilig hat, folgendermassen vorgehen:

Schon zu Beginn der Beschleunigung den nächsten (oder übernächsten Gang) vorwählen und dann bei Erreichen der Schaltdrehzahl nur noch bis zum Endanschlag aus- und wieder einkuppeln.

Der vorher ausgewählte Gang wird dann ohne jede Verzögerung und meines Erachtens deutlich schneller als beim Vorgänger-Getriebe eingelegt.

Dieser besondere Schaltrhythmus stellt sich natürlich nicht sofort ein.

Ob es für den Fahrer eines Feuerwehrfahrzeugs, das nicht täglich benutzt wird, ideal ist, bei jedem der seltenen Einsätze aufs Neue mit einem "besonderen" Schaltrhythmus konfrontiert zu werden...


Gruß

Rolf
#478095
Hallo,
Die Schaltzeiten bergauf waren unterirdisch langsam - zumindest in dem Modus wo man noch selber kuppelt.Vollautomatisch habe ich nicht probiert, da der eine Vorführer das nicht hatte und ich die Kameraden nicht verwirren wollte und hoffe dass es dort wenigstens schneller geht?
Ich bin nur den aktuellen U5023 vor kurzem gefahren, nur im vollautomatischen Modus auf der Straße. Dafür aber den gut ausgerüsteten Vorführer, den man auf Werksbildern mit Kran und großem Streuer hintendrauf sieht (die auf den Bildern auch oft zu sehende Frontseilwinde war nicht montiert). Ich kann nicht sagen, wie schwer der mit dem ganzen Zeug war, ich hatte den Verdacht, dass da noch ein Ballastgewicht im Streuer lag, zumindest kam's mir von den Fahrleistungen her so vor. Die Schaltzeiten kamen mir da zumindest nicht kürzer vor als bei einem 2005er Atego mit Telligent, den ich ab und an mal bei der Feuerwehr fahre. Oder anders gesagt: Ich war etwas enttäuscht.
Wegen der Straßentauglichkeit ist es so, dass ein TLF 3000 ja ein Sonderfahrzeug ist, was nicht bei jedem Brandeinsatz wenn es z.B. einen Zimmerbrand in der Innenstadt hat auf der letzten Rille um die Straßenkurve fetzen muss. Da muss man halt der Geländebereifung wie auch immer die aussieht (XZL oder Acker) und dem hohen Schwerpunkt und weichen Rahmen/ Federung des Unimogs etwas Tribut zollen und mit 15% weniger Geschwindigkeit in die Kurve gehen wie das MLF, LF10 oder LF 20 welches den Erstangriff macht und schon weiter vorne ist. Dafür sieht es dann in Wald und Feld ganz anders aus.
Sehe ich auch so.
So wie beim aktuellen Hellgeth Umbau mit dem 6 Zylinder müsste es ab Werk sein und auch permanenter Allrad ab Werk als Serie. Der permanenete Allrad würde gerade bei Einsatzfahrten auf nassen oder winterlichen und kurvigen Straßen für mehr Sicherheit sorgen. Die LKWs wie MAN TGM und IVECO können auch permanent.
Naja, wenn schon Permanent-Allrad, dann aber mit schaltbarer Längssperre. Das haben auch nicht alle LKW. Permanent-Allrad muss aber nicht sein.
Dass der U20 öfters von der Feuwerwehr genommen wurde ist nicht komisch sondern naheliegend. Es gibt nicht viele kompakte Fahrgestelle die wirklich schmal sind und als TLF 2000 genommen werden können. Gerade im Mittelgebirge entscheidet oft nicht die extreme Geländegängigkeit das direkte Erreichen des Brandherdes, sondern die Breite der Fahrzeuge bzw. der Enge der nicht oft befahrenen Wege. Da könnte ein U20 oder jetzt U2xx weiter kommen als ein U40xx.
Der U40xx in der Euro5-Variante ist auch mit 3,25m Radstand relativ kompakt darstellbar gewesen, im Prinzip mit nahezu den gleichen Abmessungen wie der U1300L, nur ein wenig schwerer, und kaum größer als der U20. Aber teurer. Das dürfte auch der Hauptgrund gewesen sein, warum viele auf den umgeschwenkt sind, stand ja auch "Unimog" drauf, die meisten kennen die Unterschiede nicht.

Gruß,
Michael
#478104
Hallo
Ich würde da beim Seriengetriebe bleiben. Entgegen einem LKW ist beim U50xx das Getriebe aufgrund der Gesamtkonstruktion des Mogs nicht einfach nur ein Getriebe, es enthält auch noch das Verteilergetriebe sowie die Anlenkung der Achsen (Schubrohre).
auch beim Unimog ist in Verbindung mit dem Allison ein getrenntes Verteilergetriebe verbaut. Bei dem Getriebe handelt es sich um die von Allison angebotenen Standardversion, die wie beim LKW direkt an den Motor angeflanscht ist. Das Getriebe ist sicherlich hundertfacher Stückzahl gegenüber dem UG3/100 gebaut, insofern wäre also das Unimog-Getriebe der Exot. Das Getriebe arbeitet in tauenden von Bussen und tut auch im Dingo II seinen Dienst.
Das Problem beim Euro6-Motor ist die Einbauposition als Mittelmotor, da bleibt für das Getriebe zu wenig Platz bis zum Verteilergetriebe.
Die 230PS sind wirklich traurig, vor allem wenn man sieht, dass der Unimog im Vergleich zum 4x4 LKW mit 290 oder 300 PS schon 45% teurer ist, da könnte schon etwas mehr Leistung dabei sein. So wie beim aktuellen Hellgeth Umbau mit dem 6 Zylinder müsste es ab Werk sein und auch permanenter Allrad ab Werk als Serie.
Wenn man solche Forderungen stellt, sollte man sich bewusst sein, was das technisch bedeutet und letztendlich kostet. Der Permanente Allrad sitz im Verteilergetriebe und baut relativ lang, was für die Belastung des Gehäuses durch die Schubkugel vermutlich zu Problemen führen würde. Beim UGN tritt dieses Problem nicht auf, da das Getriebe durch die Lenker von den Achskräften verschont bleibt.
Wenn die Antriebskraft des OM936 auf die Schubkugeln drückt, und die unter einem Adrenalinstoß stehenden Fahrer dann alles geben, ist der Bruch schon vorprogrammiert. Man müsste alles massiv verstärken, was wiederum die Nutzlast drastisch senken würde. Der Unimog ist schon eine Wollmilchsau, aber Eierlegen kann er noch nicht, auch wenn die Feuerwehrhauptmänner sich das noch so gerne wünschen. Bezahlen will und kann ein solches Konstrukt niemand, das in die Preisliga von Einzelanfertigungen vorstößt und tatsächlich dann evtl 10 Mal pro Jahr gebaut würde.
Naja, wenn schon Permanent-Allrad, dann aber mit schaltbarer Längssperre. Das haben auch nicht alle LKW.
"Längssperre" habe alle Unimogs, ob mit oder ohne Längsdiff.
#478118
Servus,

wir haben in der Feuerwehr Iveco, MAN und Mercedes von Bj. 1986 bis 2015 alle mit permanenten Allrad und alle haben eine Längssperre und mindestens Quersperre hinten, sonst würde es ja auch keinen Sinn machen. Welche LKWs haben Permanent und keine Längssperre?

Wie hält denn der U5030 von Hellgeth auf Dauer wenn das Gehäuse des Mitteldiffs zu schwach ist? Baut der zusätzliche Längslenker ein?
Oder vertraut der darauf dass die Rallyfahrer nicht voll beladen rumfahren.
Der Mittelmotor ist mir sowieso ein großes Rätsel. Warum man das nicht anders bauen konnte. (Euro 6 Giftfabrik :-( )

Es gibt viele Situationen im feuchten/ tiefen Gelände wo man einfach Schwung braucht um durch oder hoch zu kommen und mit 230 PS bei 14 Tonnen mit automatisierten Schaltgetriebe sieht man da z.B. im Vergleich zu einem Iveco mit 300 PS, großen Reifen, Allison und lieferbaren kurzen Radstand und günstigerem Preis etwas alt aus. Gerade auch als ungeübter Fahrer.


Trotzallem ist der U5023 als Fahrgestell für ein TLF3000 für mich die 1. Wahl, weil er bis auf die geringe Motorleistung sonst nur Vorteile hat.
Mit Telligent und der Option automatisiert und auf jeden Fall mit der Reifendruckregelanlage, denn die ist der größte Trumpf.

Dass der U4000 als TLF 2000 nicht so oft genommen wird, liegt an den Erbsenzählern. Ein TLF 3000 auf LKW kostet genauso viel wie ein TLF 2000 auf Unimog. Was kauft der Erbsenzähler jetzt ? :-)

Gruß

Lorenz
#478137
Hallo,
auch beim Unimog ist in Verbindung mit dem Allison ein getrenntes Verteilergetriebe verbaut. Bei dem Getriebe handelt es sich um die von Allison angebotenen Standardversion, die wie beim LKW direkt an den Motor angeflanscht ist. Das Getriebe ist sicherlich hundertfacher Stückzahl gegenüber dem UG3/100 gebaut, insofern wäre also das Unimog-Getriebe der Exot. Das Getriebe arbeitet in tauenden von Bussen und tut auch im Dingo II seinen Dienst.
Soweit ok, das Getriebe selbst ist eher weniger das Problem, wenn es ein Standardteil ist. Aber um das an der Stelle im Mog einbauen zu können, muss da einiges gegenüber dem Seriengetriebe modifiziert werden. Das fängt bei der Motoraufhängung, die dann das Getriebe mittragen muss an und hört beim dann speziellen Verteilergetriebe auf. Wenn man auf exakt das zurückgreifen kann, was im Dingo verbaut wurde, dürften zumindest die Kinderkrankheiten extremer Einzelstücke nicht vorhanden sein. Trotzdem garantiert mit extremen Mehrkosten behaftet, sicherlich mehr, als einen Standard-LKW mit Automatikgetriebe auszurüsten.
Das Problem beim Euro6-Motor ist die Einbauposition als Mittelmotor, da bleibt für das Getriebe zu wenig Platz bis zum Verteilergetriebe.
Eben, da stellt sich die Frage, ob das überhaupt geht.
"Längssperre" habe alle Unimogs, ob mit oder ohne Längsdiff.
Schon klar, daher hab ich da ja auch von LKW geschrieben.
wir haben in der Feuerwehr Iveco, MAN und Mercedes von Bj. 1986 bis 2015 alle mit permanenten Allrad und alle haben eine Längssperre und mindestens Quersperre hinten, sonst würde es ja auch keinen Sinn machen. Welche LKWs haben Permanent und keine Längssperre?
Gibt's alles. Bei LKW ist üblicherweise auch die Quersperre Sonderausstattung. Auch im Feuerwehrbereich kenne ich welche, die keine Quersperre geordert haben. Bei Längssperre vermutlich das gleiche.
Wie hält denn der U5030 von Hellgeth auf Dauer wenn das Gehäuse des Mitteldiffs zu schwach ist? Baut der zusätzliche Längslenker ein?
Oder vertraut der darauf dass die Rallyfahrer nicht voll beladen rumfahren.
Nun, Rallyefahrzeuge baut man i.d.R. relativ leicht, zumindest wird da keiner mit 14t rumfahren. Auch sind Rallyefahrzeuge nicht gerade auf lange Haltbarkeit ausgelegt.
Der Mittelmotor ist mir sowieso ein großes Rätsel. Warum man das nicht anders bauen konnte. (Euro 6 Giftfabrik :-( )
Hätte man vermutlich auch irgendwie können, schlimmstenfalls mit Neukonstruktion des kompletten Fahrerhauses. Dann aber wäre der Mog wahrscheinlich endgültig unbezahlbar geworden.
Es gibt viele Situationen im feuchten/ tiefen Gelände wo man einfach Schwung braucht um durch oder hoch zu kommen und mit 230 PS bei 14 Tonnen mit automatisierten Schaltgetriebe sieht man da z.B. im Vergleich zu einem Iveco mit 300 PS, großen Reifen, Allison und lieferbaren kurzen Radstand und günstigerem Preis etwas alt aus. Gerade auch als ungeübter Fahrer.
Stimmt, zumal der "ungeübte" Fahrer weit vor dem Fahrzeug aufgibt, also die Fähigkeiten des Unimog vermutlich gar nicht voll ausnutzen können wird. In dem Fall müßte man fast zum Iveco raten...
Dass der U4000 als TLF 2000 nicht so oft genommen wird, liegt an den Erbsenzählern. Ein TLF 3000 auf LKW kostet genauso viel wie ein TLF 2000 auf Unimog. Was kauft der Erbsenzähler jetzt ?
Eben. Nur kann man dann erst Recht Erbsen zählen und gleich einen kleineren LKW kaufen.

Gruß,
Michael
#527993
Hallo zusammen,

dieses Thema ist schon etwas älter, aber ich möchte das mal wieder aufleben lassen.

Ich habe folgendes Problem bzw. Frage.

Wir sollen ein neues TLF 3000 bekommen. Es hieß auch die ganze Zeit es soll auf den U5023 realisiert werden.... Nun kommt aber unsere Kommune und sagt, wir überdenken dieses noch. Denn laut Buschflurfunk soll ein Aufbauhersteller gesagt haben: Wir liefern euch ein TLF 3000 auf Atego 4X4 und der ist absolut gleichwertig wie auf dem U5023 auch im Bezug auf Geländegängigkeit usw. und ihr spart mal eben 50.000€....

Jeder weiß, wenn es um Geld einsparen geht bei Kommunen wird jeder hellhörig im Rathaus.... Denn wenn es mehr kostet als unbedingt nötig, muss dieses auch gut Argumentiert werden. Jetzt suchen wir Argumente um dieses zu widerlegen... Bzw. um die Mehrkosten von 50.000€ zu rechtfertigen.

Eben als Info. Wir sind eine ländliche Gemeinde. Mit viel Landwirtschaft und zum teil auch Moorboden. Aber alles hauptsächlich Flach. (Wenn ich Deiche und die Mülldeponie nicht beachte ;-)
Unser jetziges TLF ist ein 8/18 auf U1300. Daher möchten wir unbedingt ein Unimog wieder haben. Jeder hier weiß ja, was man einmal gehabt hat möchte man auch nicht wieder hergeben.

Ich hoffe, ihr könnt mich da etwas unterstützen.

Danke und Gruß
Sebastian
#527994
Hallo,
Denn laut Buschflurfunk soll ein Aufbauhersteller gesagt haben: Wir liefern euch ein TLF 3000 auf Atego 4X4 und der ist absolut gleichwertig wie auf dem U5023 auch im Bezug auf Geländegängigkeit usw. und ihr spart mal eben 50.000€....
Tja, das kann je nach Aufbauhersteller und dessen Konzept sogar stimmen. Ein Unimog ist nur dann wirklich geländegängiger als ein Atego 4x4, wenn man ihm nicht durch einen verkorksten Aufbau einen Teils seiner Geländegängigkeit nimmt. Da werden oft auf Unimog-Fahrgestellen tiefgezogene Aufbauten, lange Hecküberhänge, ungünstige Schwerpunktlage (zu hoch oder zu weit auf der Hinterachse), vollständige Ausreizung der zulässigen Gesamtmasse inkl. 10% Zugabe für Feuerwehrfahrzeuge bei gleichzeitig kleinstmöglicher Bereifung oder ähnlicher Unsinn gebastelt. Wenn man das so macht, bringt jeder halbwegs gut gebaute 4x4-LKW mit Singlebereifung und Sperren vorn und hinten nahezu das gleiche für weniger Geld. Insbesondere dann, wenn man keine geschulten Fahrer hat, die die Fähigkeiten eines Unimog auch kennen und nutzen können.

Viele Feuerwehren haben TLF8/18 auf U1300L durch andere Fahrzeuge ersetzt, meist durch wesentlich größere TLF, oft auf normalem 4x4-LKW-Fahrgestell, teils auch mit Staffelkabine (obwohl so gar nicht mehr genormt). Einige merken auch, dass das zwar schöne TLF sind, leider aber eine ganz andere Sache als ein kleines, wendiges TLF auf U1300L. Kommt halt drauf an, was man braucht. Für Wald- und Flächenbrände ist das nix, als Wasserbomber auf der Autobahn schon. Nicht umsonst scheinen immer mehr Feuerwehren ihre U1300L-TLF zu hegen und zu pflegen. Bei etwas pfleglichem Umgang dürfte man die auch noch lange erhalten können, die Ersatzteillage ist ja noch recht gut, im Gegensatz zu anderen Fahrzeugen (wir mussten gerade einen 1996er Sprinter mit Teilen vom Schrottplatz wieder instandsetzen, da ein neuer ABS-Steuerblock nicht mehr lieferbar ist).

Gruß,
Michael
#527995
Moin Sebastian

50.000 Euro wegzuargumentieren wird schwer aber ist nicht unmöglich!
Lasst doch mal den netten Aufbauhersteller mit seinem Atego kommen und sehr zu dass ihr einen Unimog als Vorführer habt. Dann lasst die beiden mal vor den Augen der Gemeindesparfüchse hintereinander über eure beschriebenen Feldwege, Deiche (auch mal quer) und nach Möglichkeit auch Moorböden fahren.... Am Besten macht ihr gleich ein Seil zwischen beide dann muss man nicht aussteigen wenn der Atego sich eingräbt....

Nur in der Theorie würde das bei uns nicht funktionieren.... Nur durch Praxis...

Habt Ihr Wald? falls ja einfach mal ne tiefe Rückegasseraussuchen und durch... Der Mog kann das....

Bei uns am Fuße des Schwarzwaldes kann ichdir 100 Stellen zeigen die ohne Mog nicht erreichbar wären... Allerdings werden wir auch keinen mehr bekommen. Leider....

Ich drücke Dir / Euch die Daumen und würde mich freuen vom Ergebniss zu hören!

Grüßle Michael
#528016
Hallo Sebastian,
Argumente:
- mit dem U kannst Du schneller abseits der Straße fahren, weil der Fahrer hinter dem Vorderrad sitzt, bei Frontlenkern vor dem Vorderrad. Die Beschleunigungen in Richtung Dach sind beim U. wesentlich geringer
- der U. hat Standard Anbaupunkte für z.B. Winde, Vorbaupumpe, Schneepflug etc., der vordere Überhangwinkel wird weniger beeinflußt, als bei gleichgroß bereiften Frontlenkern
- Bodenfreiheit größer -> Rückegassen befahrbar
- Reifendruckregelanlage, der angepasste Reifendruck ist viel wichtiger als die meisten Fahrer glauben
- Lenkeinschlag größer weil keine Blattfedern den Freiraum beim Einlenken begrenzen
- 2,35m Breite, Fahrerhaus noch schmaler, wichtig bei engen Waldgassen

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Christoph

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