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Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#462356
""...der Motor wurde lauter, das war ein klopfendes Geräusch.""


Das habe ich am 401 er auch gehabt.
Nach dem Einspritzdüsenwechsel ca. 20km gefahren und dann hat es auf einmal n Schlag zu hören gegeben.

Ein Unimog Spezl aus Nürnberger Gegend hat mich dann darauf hingewiesen, dass vllt. Luft in der
Einspritzleitung ist. (ohne dass er da schon vom Düsenwechsel wusste)

Ich hab dann die 4 Einspritzleitungen an der Einspritzpumpe nochmal manuell entlüftet.
(Vorgehensweise steht im Werkstatthandbuch)
Und eine Düse hat tatsächlich nicht richtig abgespritzt. (merkst du über den Widerstand beim entlüften)
Diese eine dann rausgeschraubt und beim Schrauber Spezl am ESD-Gerät (genaue Bezeichnung nicht geläufig)
abgedrückt. Ergebnis, die Düse hat bei ca. 30Bar, statt der eingestellten 115Bar abgespritzt,
Grund: gelöster Rostkrümel o. Ä. hat sich in der Düse abgesetzt.
Auseinander gebaut, gereinigt und hatte wieder 115Bar.

Jetzt läuft der Motor wieder gut.


Vllt. ist ja bei dir auch, warum auch immer, Luft im System.

Viel Erfolg bei der weiteren Fehlersuche.
MFG Role
#462391
Hallo zusammen,
nach einer winterlichen Schrauberaktion mit meinem Kumpel haben wir jetzt die Vermutung (Hoffnung?) dass es "nur" am Anlasser liegt.
Nach dem starten (ohne Lima, Wasserpumpe udn Hydraulik) läuft der Motor ca. 10-15 sekunden normal,
dann setzt das laute kreischende Geräusch ein.
Nach einem neuen Start das selbe.

Die Vermutung ist, dass der Anlasser nicht richtig ausrückt, bzw der Freilauf nicht richtig funktioniert.

Es ist echt schwierig die Geräuschquelle zu lokalisieren,
durch das Metall überträgt sich das Geräusch auf den ganzen Motor.

Heute Nachmittag wird der Mog in die Halle geschleppt, dann bau ich den Anlasser aus (bei der Westfalia Hütte müssen da einige Bleche weg..).

Ich werde das dann zuerst mit einem gebrauchten Anlasser testen.
Passen alle Anlasser vom OM636?
Ich habe gelesen dass der Anlasser vom Ponton nicht passt. Stimmt das?

Falls jemand noch einen gebrauchten Anlasser hat den er loswerden möchte bitte kurze Info 8) .

Hoffnungsvolle Grüße
Thomas
#462397
Hallo!

Ich denke nicht das hier der Anlasser Schuld ist, normalerweise wenn er probleme mit dem "einrücken" hat dann fährt der direkt nach dem der motor läuft über die Zähne und das Geräusch müsste ab diesem Zeitpunkt da sein, das dieser dann erst nach deiner beschriebernen Zeit von allein einkuppeln möchte halte ich für sehr unwahrscheinich.

Eine viel zu früh öffnende Düse könnte sehr wohl ein Klopfen verursachen, hast du das gefühl das er noch auf allen Zylindern gelaufen ist?
Als du die Glühkerzen ausgebaut hattest war der Motor aber schon leicht durchzudrehen?

LG
#465372
Hallo,
leider komme ich im Moment fast nicht dazu am Unimog weiter zu machen.

Aber gestern konnte ich den Fehler weiter eingrenzen :? .

Der Motor läuft mit dem neuen Anlasser deutlich besser an,
das Geräusch ist aber immer noch vorhanden.

Wenn ich die Einspritzleitung am vorderen (der direkt am Kühler) Zylinder löse ist das Geräusch fast weg, bzw. nicht mehr zu hören.
Mache ich diesen versuch bei den anderen Zylindern ändert sich an dem Geräusch nichts.

Somit weis ich jetzt dass an diesem Zylinder was im argen ist.

Als nächsten Schritt plane ich die Einspritzdüse mit einer von einem anderen Zylinder zu tauschen.
Wandert der Fehler mit liegts an der Einspritzdüse (die sind ca. 1 jahr alt),
wenn nicht geht die Suche weiter.

Dann kann es meiner Ansicht nach an den Ventilen, der Nochenwellenlager oder der Kurbelwellenlagerung liegen.
Einen Kolbenfresser glaube ich eher nicht, sicher aussschließen kann ich das aber natürlich noch nicht.

Habt ihr weitere Ideen?
Ist der Ansatz die Düsen zu tauschen der richtige?

Grüße und einen schönen Tag!
Thomas
#465377
Wenn ich die Einspritzleitung am vorderen (der direkt am Kühler) Zylinder löse ist das Geräusch fast weg, bzw. nicht mehr zu hören.
Moin Thomas,

wenn Du es nicht mehr hörst, woher weißt Du dann, dass es nur "fast weg" ist? :)


Düsen tauschen kann nicht verkehrt sein.

(Der Vordere Zyl. ist übrigens der 1. Zyl.)
#465380
Hallo Thomas,

wenn Du schon an die Düsen gehst, mach am besten alle raus, kennzeichne sie nach Zylindern und sieh' sie Dir genau an. An den unterschiedlichen Verfärbungen oder Ablagerungen lassen sich oft schon Unregelmäßigkeiten erkennen, die dann gezielt weiter erforscht werden können. Einen einzelnen "Ausreißer"-Zylinder müsste man so jedenfalls finden können.

Z. B. ein abgebrochener Zapfen an der Düsennadel deutet auf eine defekte Kugel in der Vorkammer hin und die "Anlassfarben" ermöglichen Rückschlüsse auf die Betriebstemperaturen der einzelnen Zylinder.
Dateianhänge:
P1110498_klein.jpg
P1110498_klein.jpg (77.82 KiB) 890 mal betrachtet
#466764
Hallo,
ich habe soeben die Kompression an meinem Motor gemessen.

Ich bin ziemlich geschockt...

Zylinder 1: 12 bar
Zylinder 2: 16 bar
Zylinder 3: 16 bar
Zylinder 4: 13 bar.

Das ist ja auf allen Zylindern deutlich zu wenig (22 = normel, 18 Verschleißgrenze).
Zuerst habe ich die Ventile eingestellt (Einlass 0,2, Auslass 0,25).
Dann die Glühkerzen rausgedreht, Einspritzpumpe auf 0 Förderung (Hebel gezogen),
Dann die Drosselklappe voll auf.
Gemessen habe ich bei kaltem Motor.

Der Motor läuft (hat aber keinen Zug am Berg).
Auf der Ebene erreiche ich ca. 60 Km/h nach einiger Zeit.

Wie mach ich jetzt am besten weiter?

Grüße und frohe Ostern!
Thomas
#466768
Hallo Thomas,

wenn Du weiter analysieren möchtest, nimm den Zylinderkopf ab und lasse ihn untersuchen. Die Laufbüchsen der Zylinder kannst Du dann auch beurteilen (lassen) (Reparaturstufe?).

Wenn der Zylinderkopf in Ordnung ist oder wieder in einen ordentlichen Zustand versetzt werden kann (Vorkammern, Ventile, ...), ggf. instandsetzen (lassen). (Ein guter Zylindekopf an sich ist auch schon was wert.)

Der Rumpfmotor nudelt dann bis zum Exitus stoisch weiter. Oder Du lässt ihn auch vom Instandsetzer behandeln oder besorgst Dir einen mutmaßlich Guten irgendwo anders her.
#466770
Hallo,
gibts ne Möglichkeit herauszufinden ob es am Kopf (also den Ventilen) oder an den Zylindern liegt?

Wenn es am Kopf liegt: Woher kommt das? Sind da einfach die Ventile nicht mehr dicht?
Kann man die beim OM 636 durch neu einschleifen wieder dicht bekommen
(das habe ich an meinem 1Z Golf TDI Motor auch gemacht)?

Wenns am Block liegt hilft ja vermutlich nur neue Büchsen und Übermaß-Kolben. Oder?

Wir haben hier um`s Eck einen guten Motoren-Instandsetzer (http://www.zoellner-motoren.de/),
da werde ich nächste Woche mal fragen was er für die Überholung (nur den Kopf oder komplett) haben möchte.

Grüße
Thomas
#466772
Hallo Thomas,
gibts ne Möglichkeit herauszufinden ob es am Kopf (also den Ventilen) oder an den Zylindern liegt?
Ja, wenn Du einen cm³ Motoröl in jeden Zylinder gibst und die Kompressionsprüfung wiederholst, kannst Du die Leistungsfähigkeit des Zylinderkopfes alleine beurteilen. Denn dann werden die Kolbenringe vorübergehend "abgedichtet".

Jeder Motoreninstandsetzer ist wohl besser als Du selbst befähigt, einen Motor zu beurteilen und ggf. instandzusetzen.
#466784
Ich kenne noch die Methode: Nach Demontage des Zylinderkopfes gibt man auf jeden Kolben ca. 1/2 cm hoch Motoröl. Nach einem halben Tag sieht man, ob das Öl noch vorhanden ist. An dem Zylinder, an dem kein Öl mehr ist, hast Du ein Problem. Falls das Öl weiterhin an allen vier Zylindern da ist, ist im Bereich Zylinder/Kolben alles in Ordnung - man setzt die Prüfung dann am Zylinderkopf fort.
Falls die Experten hier im Forum vor dieser Prüfung warnen, machs mir nicht nach!
Gruß
Wolfgang
#470723
Hallo,
ich habe den Motor zwischenzeitlich ins Jenseits befördert...

Der Motor lief ja noch.
Also habe ich die Bandsäge dran gehängt und lustig Holz gesägt.

Nach ca. 1,5 Stunden gab es dann einen großen Knall...

Ich habe jetzt ein ca. 10 cm großes Loch zwischen Motorblock und Ölwanne (vorne am 4 Zylinder) :mauer .

Ich habe einen Irion Stapler mit gutem OM 636 gekauft (Kompression ca. 21bar auf allen Zylindern).

Am Unimog ist die Hütte runter, der alte Motor draußen.
Am Stapler ist der Staplermast weg und der Motor draußen.

Bei nächster Gelegenheit bau ich den Motor um (am Stapler ist das Lüfterrad oben an der Wasserpumpe, eine 3 rillige Riemenscheibe usw.).

Jetzt wird auch die Hydraulikanlage für den Staplermast erweitert und die Hütte komplett auf Vordermann gebracht, bis der Mog wieder Fit ist wirds also vermutlich noch bisschen dauern...

Gruß
Thomas
#470726
Hallo Thomas,
den Staplermotor würde ich mir trotzdem
genau anschauen! Es gibt glaube ich kaum
noch gut erhaltene Motoren nach so vielen
Jahren und gerade Stapler sind die schlecht
gepflegtesten Fahrzeuge im Betrieb!
Habe letztens erst Staplermotor auf Mog
umgebaut und Schrott festgestellt.
Ölwanne muss ja eh runter, also wenigstens
mal an den Pleul wackeln, noch besser gleich
neu lagern (geht ohne Kopf runternehmen)

Grüße Sven
#470781
Hallo,
ich habe jetzt beide Motoren nebeneinander dastehen.
Es gibt ein paar wenige offensichtliche Dinge die getauscht werden müssen (Riemenscheiben, Lüfterrad, Krümmer, Drosselklappe).

Gibt es Teile die nocht getauscht werden sollten / müssen?

Am Freitagabend gehts weiter!

Gruß Thomas

@ Sven: warum muss die Ölwanne eh runter?
In meinem Mog war ein Industriemotor verbaut, der hat die gleiche Ölwann wie der Staplermotor, ich denke die kann ich so lassen?

Hier noch ein Bildchen von dem Motorschaden:
Dateianhänge:
Motorschaden_01.jpg
Motorschaden_01.jpg (77.69 KiB) 645 mal betrachtet

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