Herzlich willkommen

Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#499505
Hallo Franz und alle anderen,

das Symbol verwirrt nicht, wenn es sich bei dem Temperaturabgriff um einen Schalter handelt und nicht um einen Geber.

Gehen wir mal davon aus, dass bis zu einer gewissen Wassertemperatur nachgeglüht oder gundsätzlich geglüht wird. Dann öffnet der Schalter oberhalb der Temperatur und unterbindet das Glühen. Unterhalb ist er geschlossen und glüht/glüht nach. Da der Schalter als "normal closed/in Ruhe geschlossen" dargestellt ist, passt diese Annahme.

Bei einem Geber könnte abhängig von der Wassertemperatur die Glühzeit/Nachglühzeit geregelt werden. Aber ich glaube so kompliziert ist man nicht vorgegangen, zumal in dem Relais dann eine Kurve/Funktion von Glühzeit zu Wassertemperatur hinterlegt sein müsste.

Gruß
Markus
#499532
Hallo zusammen,

ich habe zumindest schon mal rausgefunden, dass im originalen Kabelsatz die Klemme 2 auf Masse gebrückt ist. Das geht aus der Orginal-Anleitung von Heiko hervor. Sobald ich das (bestellte) Steuergerät habe, werde ich versuchen, die Funktion zu ergründen.

Gruß Sebastian
#499535
Einen Temperatur Fühler kann man glaube ich noch optional anschließen, meine dass ich irgendwo etwas gelesen habe, glaube es war bei Dieselend oder so, aber geht auch so einwandfrei.

Die original LED für in den Salzstreuer ist übrigens auch nicht mehr lieferbar, hatte damals bei Bosch nachgefragt
#500473
Hallo zusammen,

ich wollte kurz eine Wasserstandsmeldung abgeben. Es ist tatsächlich so, dass über die Klemme 2 die Glühzeit beeinflusst werden kann. Liegt Kl. 2 auf Masse, beträgt die Nachglühzeit ca. 180...220 sec. Öffnet der Schalter und Kl. 2 liegt nicht mehr auf Masse, beträgt die Nachglühzeit nur noch ca. 15 sec.

Die aktuelle Planung sieht vor, den herkömmlichen Glüh-/Anlass-Zugschalter durch zwei Taster mit integierter LED zu ersetzen. Man könnte auch den alten Schalter lassen, was für mich folgende Nachteile hätte:
- leicht zieht man zu weit, sodass der Anlasser kurz angesteuert wird - das bringt die Zeitsteuerung durcheinander
- Ich müsste zusätzliche Kontrollleuchten einbauen

Also, geplant sind zwei Taster, einer rot, einer grün, jeweils mit integrierter LED.
- Der Zündschlüssel muss stecken, sodass Kl. 15 Spannung führt.
- Drückt man den roten Taster, startet der Vorglühvorgang. Solange das Vorglühen läuft, leuchtet der Taster auch rot. Die LED im grünen Taster leuchtet ebenfalls. Das zeigt an, dass die Glühkerzen "aktiv" sind.
- Erlischt die LED im roten Taster, kann mittels Druck auf den grünen Taster der Anlasser betätigt werden.
- Die LED im grünen Taster leuchtet noch solange, wie die Glühkerzen angesteuert werden. So sieht man auch, wie lange nachgeglüht wird.
Natürlich kann man das ganze auch beschleunigen, wenn man das Vorglühen nicht abwartet und direkt grün = Motor-Start drückt. Durch die Zweistufigkeit mit Zündschlüssel und dem roten Taster verhindere ich, dass sofort beim Stecken des Zündschlüssels der Vorglühvorgang startet.

Offen ist noch die Frage, welchen Grenzwert ich für den Schalter -S16 nehme. Ich habe derzeit zwei:
- "Schließen 35°, Öffnen 50°"
- "Schließen 45°, Öffnen 60°"
Was am besten geht, werde ich experimentell ermitteln. Vielleicht brauche ich auch noch andere Werte.

Soweit der Plan. Nach Einbau kann ich mehr sagen.

Gruß Sebastian
Dateianhänge:
Schaltplan Entwurf.JPG
Schaltplan Entwurf.JPG (58.67 KiB) 2287 mal betrachtet
#504748
Hallo zusammen,

bei mir steht der Umbau auf Schnellglühkerzen noch an. Nachdem ich einiges dazu gelesen habe, treibt es mir Sorgenfalten auf die Stirn. Es besteht ja offenbar eine nicht unerhebliche Gefahr, dass die Kerzen beim rausdrehen abbrechen. Je nach Position wäre das ja ziemlich sche....

Nun habe ich gelesen, dass man den Motor vorher ordentlich warm fahren soll. Bis ich dann aber soweit bin, dass es losgeht, ist er ja wahrscheinlich wieder kalt (Stichwort Generator abbauen, evtl. Ansaugbrücke raus etc.). Platzmäßig ist es ja ziemlich mau.

Kennt Ihr Interflon Fin Super? Hier wird genau die Kerzenproblematik beschrieben. Was haltet Ihr davon?

Wie sind Eure Erfahrungen mit dem Glühkerzenwechsel? Wie geht es am sichersten?

Gruß Sebastian
#504750
Hallo Sebastian,

es ist zwar ziemlich eng dort, aber mit Ratsche, kurzer Verlängerung, evtl. Kardangelenk und Zündkerzennuss ist der Wechsel kein Problem. Im ungünstigsten Fall kann man von der Kerzennuss was abdrehen.

Nur wenn die Kerzen schon seit Jahrzehnten nicht mehr rausgeschraubt wurden, können die erforderlichen Drehmomente entsprechend heftig sein. Dann aber nicht verkanten!
#504751
Hallo Sebastian,


ich weis leider oder vielleicht glücklicher Weise nicht, was Du alles gelesen und gehört hast.
Ich habe damals bei meinen beiden OM636 mir überhaupt keine Gedanken dazu gemacht und die Kerzen einfach heraus und wieder hinein geschraubt. Dazu habe ich ausser den Anschlussleitungen nichts weiter abgebaut. Dabei habe ich einen Zündkerzenschlüssel verwendet.
#504758
Hallo Sebastian,
Die Glühkerzen am OM 636 brechen nicht ab!
Das passiert nur bei den neueren Glühkerzen in modernerneren Dieselmotoren,
Dort werden extrem lange und dünne Glühelemente verbaut auf Grund der Konstruktionbedingungen.
Dadurch sind diese natürlich auch nicht so stabil wie die guten alten M18x1,5 Gewindekerzen im alten OM636.



Gruß
Jochen
#504762
Hallo Sebastian,

ich habe jetzt bei 5 OM636 Schnellglühkerzen eingebaut. Einige gingen etwas schwer heraus, aber gebrochen ist nie etwas. Ein guter passgenauer SW21 Steckschlüssel (tiefe oder lange Ausführung) oder ein Zündkerzenschlüssel reichen. Der Generator war auch nicht im Weg. Ich habe immer von der Motorhauben.- und Innenhaubenseite gearbeitet.

Selbst bei meinem Frosch aus 1954, wo der Motor so aussah, als wenn nie etwas daran gemacht wurde gingen die Kerzen gut heraus.

Gruß
Markus
#504777
Guten Abend zusammen,

es hat alles gut funktioniert, danke nochmal für Eure Antworten. Manchmal macht man sich einfach zu viele Gedanken :wink: Das Ganze war an einem Vormittag erledigt.

Anbei ein paar Bilder. Soweit ich es "trocken" testen konnte, funktioniert alles. Wenn das Kühlsystem wieder aufgefüllt und der Generator montiert ist, mache ich einen echten Test. Dann kann ich auch Erfahrungen zum Thermosensor geben (Reduktion der Nachglühzeit bei betriebswarmem Motor).

Gruß Sebastian
Dateianhänge:
Die neuen Schnellglühkerzen mit neuer Verdrahtung
Die neuen Schnellglühkerzen mit neuer Verdrahtung
IMG_5316.JPG (94.46 KiB) 2198 mal betrachtet
Sammelklemmen PS: der gelbe Draht ist nur provisorisch ;-)
Sammelklemmen PS: der gelbe Draht ist nur provisorisch ;-)
IMG_5314.JPG (99.62 KiB) 2198 mal betrachtet
Bosch Glühzeit-Steuergerät
Bosch Glühzeit-Steuergerät
IMG_5313.JPG (96.13 KiB) 2198 mal betrachtet
#508093
Hallo zusammen,

der Umbau ist nun abgeschlossen. Ich habe den Thermoschalter am Zulaufrohr des Kühlers befestigt, siehe Bild. Es handelt sich um den Typ ESKA 36TXE21-611810 (Conrad #532826) mit der Öffnungstemperatur 50 °C und der Schließ-Temperatur 35 °C. Es ist nicht perfekt, weil der Sensor eine ebene Oberfläche hat, das Rohr naturgemäß rund ist, aber es funktioniert gut.

Somit erkennt die Bosch-Steuerung, dass der Motor bereits auf Betriebstemperatur ist und reduziert die Nachglühzeit auf ca. 15 Sekunden.

Vielleicht hilft es ja dem ein oder anderen mal weiter....

Gruß Sebastian
Dateianhänge:
Unimog 411-003.jpg
Unimog 411-003.jpg (68.9 KiB) 2140 mal betrachtet
IMG_5904.JPG
IMG_5904.JPG (91.05 KiB) 2140 mal betrachtet

Hallo Thilo! Vielen Dank fuer die Info and den Lin[…]

Mautpflicht der Mogs

Habe gerade auf Online-Antrag die Verlängerun[…]

Pannen beim Diesel entlüften U406

Hallo Helmut, erst jetzt hab ich deine Ände[…]

Hallo Flo, das habe ich dieses Jahr auch bei meine[…]