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Spezial-Forum zur Unimog-Baureihe U 404 S.

Moderatoren: stephan, krahola

#205949
Servus zusammen,

wollte euch nur mal auf dem Laufenden halten.

Habe die Kurbelwelle meines Ersatzmotors (M180.954, Schalter) ausgebaut und zusammen mit dem Schwungrad, dem Schwingungsdämpfer des 954 und der vorderen Riemenscheibe des Mogs auf der Drehmaschine laufen lassen. Wollte sie nach alter Manier (so wie wir die Rennmotoren früher immer gemacht haben) wuchten, aber das war nicht nötig, das Teil ist sauber und rund gelaufen. Wer hätte das gedacht, auf die alte Mercedestechnik ist doch immer wieder Verlaß.

Feinwuchten ist bei dem Metallklumpen, der simplen KW-Bautechnik sowie der nur 4-fachen Lagerung sprichwörtlich für die Katz. Ist ja kein Rennmotor.

Grüße vom allgäuer Jochen
#206910
Servus Hendrik,

simpler Trick, den kaum jemand kennt.
Welle einspannen ins Futter, am besten weiche Backen, frisch ausgedreht. Dann andere Seite in die mitlaufende Spitze und die Welle mit dem ganzen Kram erst mal langsam drehen lassen und prüfen, ob sie fest ist.
Dann hochbeschleunigen lassen auf Drehzahl und am Reitstock auf Vibrationen achten. Fängts beim hochdrehen an zu schütteln, dann ist sie net gut gewuchtet.
Dann fängt man einfach mal an, Gewichte aus Knetmasse ranzukleben und prüft, obs besser oder schlechter wird. So tastet man sich an die Sache langsam ran. Wenn sie dann vibrationslos läuft, dann müssen die angeklebten Masse gegen fest verbundene ersetzt werden. Entweder gegenüber bohren oder aber Metallgewichte anbringen. Das macht man so lange, bis sie vibrationslos läuft.
Eine Wuchtmaschine macht genaugenommen nix anderes.

An alle Zweifler: Wir haben so PKW-Rennmotoren gewuchtet, das geht einwandfrei bis gut und gerne 8500U. Hatten so jedenfalls nie einen Motorschaden.

Meinen Mog-Motor haben wir nicht mal wuchtne müssen, er lief schon vibrationslos - trotz 2,3l Welle und Dämpfer sowie Mog-Schwungrad.
Das zeugt von der damaligen Qualität.

Übrigens: Der serienmäßige M110 Kurbeltrieb ist für 8500U gut, auch wenn der Motor schon bei 6650U abregelt. MB ist mit nem 280er W123-Coupe damit Rally gefahren! Wenn ich Spaß haben will, dann fährt mein Coupe auch ohne Drehzahlbegrenzer..:-))

Grüße vom Jochen
#206916
hallo jochen,


klasse die methode ist echt simpel, bis auf die tatsache das sie viel zeit kostet.... aber egal.....

die KW beim lanz bulldog wird unter kennern auch mit dem freiecksschaber
und farbe angepaßt..... das dauert...



den drehzahlbegrenzer beim M110 ... meinst du den kurzschlußläufer im zündverteiler???

gut das meiner schon raus ist...


doppelgenockten gruß aus BN

magnus
#206964
Hallo Jochen,

na dann hast du ja jenseits der Drehzahlgrenze gute Erfahrungen gemacht:-)

Ich habs auch auf der Drehbank gemacht, zwischen zwei leicht drehende Zentrierspitzen! Dann aus verschiedenen Winkeln das Schwungrad loslassen und es dreht sich immer mit dem schwersten Punkt nach unten!
Vorraussetzung die Erdanziehung ist eingeschaltet :D
Dann dort mit Ausgleichsbohrungen die Sache so "wuchten", dass man sie in allen Stellungen loslassen kann und sie nicht mehr zu drehen beginnt...

PS: Hab zur Probe ein Gewicht <10g drangehängt und sie fängt sich an zu drehen....

Es gibt viele Möglichkeiten!!!


MFG Hendrik
#207022
Hallo zusammen,

@Hendrik: Ja, das ist auch ne Methode, ich wollte mal die ganze Welle mit allem testen, da wären 2 Spitzen wohl auch gegangen, aber die hatte ich nicht, außerdem wollt ich Drehzahl haben.
Aber es gibt ja bekanntlich viele Wege, die nach Rom führen.

@Magnus: Ich habe den M110 überwiegend als Einspitzer in meinen Karren, da ist zusätzlich zum Verteilerläufer ein Geschwindigkeitsabnehmer hinten am Tacho dran, der das Kraftstoffpumpenrelais "bei Bedarf" abschaltet...Diese Funktion muß ausgeschalten werden, fertig.

Grüße, Jochen
#207221
Sers Magnus,

haha, ja, sei froh, denk mal dir tät dann das Getriebe unterm Popo rumfliegen...:-)))
Kann mir gut vorstellen, daß der Mog mit 156PS Spaß macht. Ich muß meinen dann mal mit dem 230.6-Moztor und dem Mog-Vergaser messen, denk mal, er hat dann so ca. 100PS. Sollte reichen, ich brauch ihn ja net wirklich, nur fürn Spaß und zum Holz holen mal.
Für alles andere hab ich meinen D177S noch, nicht daß der sich noch verlassen fühlt.

Hab die Welle schon wieder drinnen und bereite grad die anderen Teile vor, dann wird er mal die nächsten Wochen wieder zusammengeschraubt.
Infos folgen.

Ciao, Jochen
#207311
Hallo Jochen,
mbjoe hat geschrieben: @Magnus: Ich habe den M110 überwiegend als Einspitzer in meinen Karren, da ist zusätzlich zum Verteilerläufer ein Geschwindigkeitsabnehmer hinten am Tacho dran, der das Kraftstoffpumpenrelais "bei Bedarf" abschaltet...Diese Funktion muß ausgeschalten werden, fertig.
und ich hatte mich immer gewundert warum das Entfernen der Feder nicht genug Drehzahl liefert. Hast Du da eine Demontageanleitung für das Teil hinter dem Tacho? 280CE/1984

tschüss Peter
#207321
Servus Peter,

nimms Kombiinstrument raus und zieh den Stecker ab. Oder mach einen Schalter rein, dann kannste bei Bedarf ein/aus schalten.

Da ist im Tacho eine kleine Spule drinnen, in der bei erreichen der Maximaldrehzahl eine bestimmte Spannung induziert wird und diese somit das Kraftstoffpumpenrelais (links im Motorraum unter der Kunststoffkappe, in Fahrtrichtung gesehen) abschaltet und bei unterschreiten wieder einschaltet. Der Magnet dazu ist derselbe, der auch für den Ausschlag der Tachonadel sorgt.
Alternativ kannst du auch - zum testen - das Pumpenrelais ganz rausnehmen und die Kontakte durch eine Kabelbrücke ersetzen, dann läuft die Pumpe immer; davon aber rate ich ab, da die Sicherheitsfunktion nicht mehr da ist. Im Falle eines Unfalles z.B. läuft das Ding weiter - Brandgefahr (läuft auch ohne Zündung an!). Beim alten Relais (dem kleinen) sind das die Pins 1+2, beim großen müßten es 7+8 sein, habs grad aber net genau im Kopf. Habe im Handschuhfach die Kabelbrücke liegen und die Pins markiert. Nicht wegen der Drehzahl sondern wegen des Pumpenrelais, es hat ab un zu die Angewohnheit, daß es im heißen Zustand nimmer geht.

Die Feder im Verteilerfinger ist bei mir noch drinnen, der ganze Kram aber schön mit Gießharz verfüllt, da geht nix mehr, es dreht nur noch..:-)))

Ob das nun alles bei deinem 84er Coupe geht, das mußt mal probieren, bei meinen 280ern gehts, da ist aber der neueste Bj. 83.
Halt mich auf dem Laufenden.

Grüße, Jochen
#207458
Hallo Hendrik,
Ich habs auch auf der Drehbank gemacht, zwischen zwei leicht drehende Zentrierspitzen! Dann aus verschiedenen Winkeln das Schwungrad loslassen und es dreht sich immer mit dem schwersten Punkt nach unten!
Vorraussetzung die Erdanziehung ist eingeschaltet Very Happy
Dann dort mit Ausgleichsbohrungen die Sache so "wuchten", dass man sie in allen Stellungen loslassen kann und sie nicht mehr zu drehen beginnt...
Das ist aber nicht gewuchtet. Mit dieser Methode gleichst Du nur die Massen nach dem Hebelgesetz an.: Kraft x Kraftarm

In die "Unwucht" geht aber die Masse x Kraftarm^2 ein.

Beispiel: Um nach Deiner Methode eine Masse auszugleichen, kannst Du eine Masse auf den Radius R bringen oder die doppelte Masse auf R/2. Für das freie Drehen macht das keinen Unterschied. Für die Unwucht sehr wohl.

Deswegen muß man die Welle immer mit der Einsatzdrehzahl drehen und dann die Beschleunigung messen. Der Jochen macht das per Gefühl, Wuchtgeräte messen es synchron zur Drehbewegung. Da weiß man gleich, wo die "Unwucht" ist.


Grüße

Sascha
#207547
Hallo zusammen,

Hendrik wuchtet statisch, das ist aber auch eine sehr wichtige Wuchtungsart. Allerdings ist dann - wie Sascha richtig schreibt - noch nicht unbedingt ein runder Lauf gegeben, denn die statisch ausgeglichenen Massepunkte können in verschiedenen Ebenen liegen und daher während des Betriebes Massenkräfte und Massenmomente n-ter Ordnung erzeugen.

Auf den M180 angewendet ists aber genaugenommen egal, denn der ist ja bekanntlich nur 4-fach gelagert und die Welle ist sehr biegesteif ausgelegt im Gegensatz zu modernen Motoren. Das niedrige Drehzahlniveau und das ohe Grundgewicht kommt dem noch zu gute.

Mein Fazit ist, daß die Werkswuchtung auch mit getauschten Schwungmassen immer noch ausreichend ist; feinwuchten wäre hier nicht zwingend nötig, schadet aber natürlich keinesfalls.

Meine "Gefühlswuchtung" ist sicher mehr als ausreichend bei diesem Motor - im speziellen Fall hat sich ja ergeben, daß das Teil sauber läuft.
Das eingesparte Geld wird nun in die Bremsenüberholung gesteckt..:-)))

Ciao, Jochen

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