.... und wieder zwei abgebrannt

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.... und wieder zwei abgebrannt

Beitragvon Bernd-Schömann » 02.12.2012, 13:23

Moin moin,

vorletzte Woche war ich Sonntags unterwegs und ständig kam im Radio das bei so und so man vorsichtig fahren soll wegen dichten Rauchschwaden die die Sicht auch auf der Autobahn verhindern.
Zwei Tage später kam dann der Anruf.
Hallo abgebrannt mit Unimogs und Schlepper und Werkzeug usw usw.
Und bedauerlicherweise nix versichert. Weder Teilkasko noch Inahltsversicherung für Werkzheug und Material. Schadenssumme die nicht versichert war ca. 120.000 €. Geschätzer Versicherungsbeitrag wenn man alles korrekt versichert hätte:
300,00 - 400,00 € im Jahr. Liebe Freunde ,die Teilkasko Versicherung deckt Brand Schäden!! Diese ist je nach Zulassungsart und Motorstärke für 10,00 bis 100,00 € zu haben.
Inhaltsdeckungen für Werkstätten und Garagen sind auch schon für 100,00 € zu haben bei einer Deckungssumme von z.B. 50.000 €.
Der Inhalt (also Werkzeug und Material) ist wenn die Garage oder Werkstatt am Haus ist, sogar über die Hausrat mitversichert - nur sollte man da die Versicherungssumme im Auge behalten, denn oft ist das Werkzeug und Material mehr Wert als der Hausrat. Wenn man nur 50.000 € Hausrat Versicherungssumme hat - dann ist das Werkzeug und Material auch unter Umständen schon nicht mehr gedeckt.
Ausserdem ist das Material wie zuvor erwähnt nur über Hausrat versichert wenn die Garage oder Werktstatt in Sichtweite (ca. 250 m maximal lt. Gerichtsurteilen) ist. Ist die Scheune, Werkstatt usw weiter als 250 m entfernt, greift die Hausrat von bedingt bis gar nicht. (Bedingt: Es gibt so genannte Aussenversicherung mit Limits - die in aller Regel schon bei 1.000 bis 2.000 € Summe enden)

Also denkt dran, richtig versichern kostet nicht viel Geld aber wenn's mal brennt - kostets richtig viel Geld.

Weihnachten und Sylvester stehn schon vor der Tür, die Tage mit den meisten Feuerwehreinsätzen im Jahr.

Schönen ersten Advent an alle.

LG
Bernd
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Beitragvon ret » 02.12.2012, 13:55

Moin Bernd,

ein sehr interessantes Thema! :wink:

Dazu habe ich gleich eine Frage.

Wie kann ich ein Gebäude und seinen Inhalt versichern, wenn es von einer Privat-Person als Garage gebaut wurde, jetzt aber fast ausschließlich als Werkstatt für die privaten Fz. genutzt wird?

Was sagt der Versicherer, wenn in dieser Garage (kein offenes Feuer erlaubt) durch Schweißarbeiten ein Feuer ausbricht?

Wie erkläre ich die Lagerung von Ölen, Farben usw.?
Liebe Grüße,

Reiner (jetzt mit Edelmog)

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Beitragvon Bernd-Schömann » 02.12.2012, 14:27

Moin Reiner,
sofern es nur privat genutzt wird, würde ich dem Versicherer natürlich mitteilen dass es privat vermietet ist und als Garage verwendet wird. Es ist auch kein Problem dort sein Hobby "Unimog oder Schlepper " auszuüben. Wenn die Garage gewerblich vermietet ist als Werkstatt - dann muss man das zwingend angeben - denn im Schadenfall besteht sonst kein Versicherungsschutz.

Der Mieter sollte eine Haftpflicht Versicherung haben - schon aus eigeninteresse - in dieser sollten in jedem Fall die Mietsachschäden mitversichert sein.

Wenn in dem Gebäude - egal ob nun Wohngebäude oder Garage - noch Material oder Werkzeuge oder sonstiges deponiert ist und einen Wert darstellt, würde ich dies auch in jedem Fall gegen Feuer / Diebstahl versichern.

Ich hoffe die Antwort hilft.

Ansonsten gerne auch mal in der Woche anrufen.

Danke
Bernd
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Beitragvon ret » 02.12.2012, 15:19

Moin Bernd,

danke für die Antwort, auch wenn sie mir nur die nicht neue Erkenntnis gebracht hat, dass ich eigentlich "alles" versichern sollte :lol:


Nicht deshalb, sondern weil ich meinen Ansprechpartner gern "vor Ort" habe,

werde ich Dich nicht mit Anrufen "nerven" :wink:


Dir auch eine schöne Adventszeit!
Liebe Grüße,

Reiner (jetzt mit Edelmog)

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Beitragvon Bernd-Schömann » 02.12.2012, 18:48

Reiner,
ich mach meinen Job gern, ich berate auch gern. Ich freue mich auch über jeden Kunden. Natürlich bin ich auch hier wegen dem Werbeeffekt aber wir haben soviel zu tun dass ich mit ruhigem Gewissen sagen kann, ich muss nich jeden Kunden an mich binden - will ich auch gar nicht.
Stell dir mal vor , plötzlich wären wir auf der ganzen Welt einer Meinung und jeder käme mit jedem aus!
Mann wäre das langweilig, alle hätten einen Unimog 404 S ;-) . Jeder wäre Versicherungsmakler und jeder wäre bei jedem Kunde oder so ähnlich......

Ich bin in der Versicherungsbranche ein sogenannter Queeinsteiger, in meinem ersten und Lieblingsberuf habe ich Landwirt gelernt. Aber als Arbeitersohn hatte man in den 70 ern keine Chance in die Landwirtschaft reinzukommen - ausser über Heirat und zu meiner Zeit gabs den Hübschen Landmaschinenkalender nicht - nur Plyboy und Pirelli Kallender.
Jedenfalls wurde ich dann vor 27 Jahren von meinem Versicherungsfuzzie voll über den Tisch gezogen - traditionell und verschissen wie zu dieser Zeit üblich und so Mies wie der Ruf der Versicherungen eben ist und war. Und durch dieses Ereignis kam ich dann selbst in die Branche und habe 10 Jahre lang im Innendienst gelernt wie man abzockt. Vor 12 Jahren habe ich mich selbständig gemacht und mir geschworen: So nicht. Ich bin kein heiliger, aber für mich ist ehrlichkeit und offenheit (bezogen auf das Versicherungsgeschäft) oberste Maxim geworden!

Ich freue mich für dich wenn du dann auch gut beraten und gut aufgehoben bist.

Es sprach das Wort zum Sonntag:
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Beitragvon ret » 02.12.2012, 19:35

Moin Bernd,

es ist alles gut und ich habe überhaupt nichts gegen Dich und, wie Du Deinen Job machst.

Wenn dem so wäre, hätte ich es ganz deutlich ausgesprochen :lol:


Dein Wort zum Sonntag solltest Du aber unbedingt noch einmal editieren :D

Da steckt eine richtig gute Steilvorlage drin
Liebe Grüße,

Reiner (jetzt mit Edelmog)

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Beitragvon tüsimog » 02.12.2012, 21:37

Moin Forum,
da es grad hier so wunderbar in den von Bernd aufgezeigten Kontext passt:
Am Donnerstag (29.11) hat der Dachdecker in unserem Sportverein ausprobiert ob Stroh brennt. Völlig überrraschenderweise ging das auch! etwa ne halbe Stunde später sah das ganze dann so in der Reithalle aus:

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Foto: M. Kuchler
Unser Vereins- Schlepper (Case- IH 955, mein "Pflegekind") gefahren von einem Feuerwehrmann mit schwerem Atemschutz beim Ausräumen der abgeworfenen Rundballen. Nach dem kein Atemschutz mehr erforderlich war hab ich dann selber noch sechs Stunden nasse Ballen und schaumgetränkten Strohmatsch rausgefahren....
Von den Schäden durch Feuer und Schaum hier mal gar nicht bzu sprechen, alle Pferde (ca 40) sind gottseidank rechtzeitig rausgekommen und der Dachdecker mit der Rauchvergiftung ist aus dem Krankenhaus wieder raus...
Eigentlich hatten wir nur den Dachdecker bestellt, jetzt haben wir viel Arbeit....

Grüße zum Tage, versichert Euch schön
Thomas

Edith hatte die vergessene Angabe eingefügt.....
"Gute Technik ist auch immer Schön" (Claude Dornier)
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Re: .... und wieder zwei abgebrannt

Beitragvon Saarmogler » 11.05.2014, 21:26

Hallo,

ich möchte dieses interessante Thema nochmal hochziehen und einige Fragen anhängen, zu denen der Herr Schömann sicherlich qualifiziert antworten kann.

Wenn mir ein Unimog der TK versichert ist im Schuppen abbrennt (oder auch bei Unfall usw.), wie hoch wird denn die Schadenssumme des Fahrzeuges beziffert?
Bei KFZ ist es ja leider so, dass der Restwert immer sehr gering ist, den die Versicherung zahlt, meist wesentlich geringer als der Wert, den auch ein altes Auto für einen persönlich hat. Es mag alt sein, aber für den Betrag des Restwertes kann ich kein gleichwertiges Ersatzfahrzeug anschaffen.

Ich möchte bei einer solchen Versicherung einfach sichergehen, dass ein z.B. Unimog, der sagen wir mal mit etwa 10k€ gehandelt wird (in der Community oder sonstwo), auch im Schadensfall von der Versicherung mit einem solchen Wert ersetzt wird und dass es im Nachhinein nicht heißt: "Das alte Ding war eh nichts mehr wert".
Bin ich generell auf der sicheren Seite, wäre ein Wertgutachten hilfreich, wie würde sich die Versicherungsprämie dann verhalten?

Fragen über Fragen, ich freue mich auf die antworten der Fachleute!

Viele Grüße
Thorsten
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Nur wer gegen den Strom schwimmt, kann die Quelle erreichen!

Beruf? AckerKrumenWendeTechniker!
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Re: .... und wieder zwei abgebrannt

Beitragvon Unimog120089 » 12.05.2014, 19:59

Hallo Thorsten,

ich habe meine U1200 auch TK - Versichert. Ich habe damals ein Wertgutachten machen lassen. Dieses hat mich 100€ gekostet. Somit wird dann auch der entsprechende Wert dann ersetzt. ( Was passiert wenn so ein Gutachten beispielsweise 10 Jahre alt ist weiß ich jetzt auch wieder nicht).
Also ein Wertgutachten kann nie schaden :wink:

Ich hoffe ich konnte ein stück weit weiterhelfen?
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Re: .... und wieder zwei abgebrannt

Beitragvon amuell » 24.05.2014, 21:21

Hallo miteinander,

als ich 2013 meinen Unimog einer Totalsanierung unerzogen habe (bzw. habe lassen), hab ich auch, soweit möglich, alle Kabel mit wechseln lassen. Hintergrund war folgender: Eines Tages, als ich mal wieder in der Wertkstatt war, hielt einer der Mechaniker ein Bündel Kabel in der Hand ... und als er die Hand mit den Kabeln zur Faust ballte, waren da nur noch Brösel! Der Kunststoff der Kabelummantelung hat nach fas 40 Jahren keine Elastizität mehr. Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn eines der Kabel auf Masse gekommen wäre. Fazit:
Natoknochen einbauen lassen, dann erst ging es mit der Sanierung weiter. Nichts anderes - Strom weg! Es wurden zwar eine Vielzahl von Kabeln erneuert, aber alle kriegst du einfach nicht gewechselt.
So ein Schalter kostet nicht die Welt, aber es gibt enorme Sicherheit.
Viele Grüße
Axel - Nordbayern
PS: Seht euch mal die Kabel der PKW neuester Generation mal an. Litzen - so dünn wie Haare! Klasse! Da will ich mal sehen, was in 15 Jahren auf uns zukommt. Kabelbrüche ohne Ende!
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