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Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#571603
Hallo Zusammen,
es wurde ja schon ein ähnliches Problem hier behandelt aber ich konnte nichts genaues rauslesen was mein Problem bzw. meine Frage betrifft. Vielleicht kann mir aber jemand weiterhelfen, wäre sehr dankbar.
Und zwar, ich hatte bei meinem 421 nie Startprobleme bis ich vor kurzer Zeit zwecks Haarriss am Doppeldieselfiltergehäuse und damit verbundener Undichtigkeit dieses wechselte. Mein altes Gehäuse von Knecht war nicht mehr lieferbar und so habe ich ein anderes, ebenfalls von Knecht bei einer Unimogwerkstatt gekauft und eingebaut. Bei meinem alten Gehäuse war am ersten Filter auch eine Entlüftungsleitung oder Rücklaufleitung verbaut die am neuen Gehäuse fehlt und ich diese einfach kappte und abdichtete. Hab das neue Filtergehäuse extra in ner Werkstatt einbauen lassen weil ich sicher gehen wollte dass es richtig gemacht wird! Als ich mir aber bevor ich das neue Gehäuse in die Werkstatt brachte genauer ansah. sah ich das beim neuen Gehäuse wenn man rechts reinschaut eine Kugel drin ist und beim alten Gehäuse ist sie links.

1. Frage ist im Doppeldieselfiltergehäuse auch wie eine Art Rückschlagventil (Kugel)verbaut?

Hab nämlich auch schon gelesen dass man die Durchflussrichtung beachten soll vorm Einbau.
bei meinem alten Filtergeehäuse ist oben aufm Deckel quasi auch ein Pfeil wo von links nach Rechts zeigt, beim neuen ist aber kein Pfeil erkennbar. Hab aber auf Bildern schon gesehn dass viele MB trac so ein Gehäuse wie ich jetzt drin habe, verbaut haben und da geht die Flussrichtung von rechts nach links.

Fazit: Auf jedenfall startet mein Unimog immer nur ganz kurz (3-5 sek.) wenn ich ihn starten möchte und geht wieder aus. Muss ihn dann entlüften und dann kommt er nach bissle orgeln. Kann dann auch fahren und wenn er nur kurz ausgemacht wird so 2-3 Stunden läuft er auch sofort an. Ist nur wenn er ne Weile steht oder 1-2 Tage.

2.Frage: Kann das sein dass das Filtergeäuse falsch eingebaut wurde bzw. die Leitungen daran falsch angeschlossen wurden sodass die Kugel quasi nicht schließt und mir den Diesel zurücklaufen lässt in den Tank.
Weil die Leitungen jetzt wurden quasi wie beim alten Gehäuse genauso angeschlossen dass die Fließrichtung quasi von links nach rechts ist.
Wie wirkt sich das überhaupt aus, wenn man die Flussrichtung nicht beachtet? Dürfte er dann theoretisch gar nicht laufen?

Sorry für den langen Text und hoffe es versteht jemand was ich meine.

Wäre für Ratschläge sehr dankbar, damit ich nicht zuviel rumschraube wo nicht sein muss und evtl. nur die Leitungen quasi andersrum am Gehäuse anschließen muss. weil zuerst dachte ich schon an das Rückschlagventil an der Einspritzpumpe (das Thema wurde ja schon behandelt) aber da hatte ich eigentlich bisher noch keine Probleme und würde das auch in Ruhe lassen wenns nicht sein muss.

Wie gesagt, bin für jeden Rat dankbar!

Grüße ausm Schwarzwald
Christian
#571604
Hallo Christian,

um ohne Bilder wirklich für einen 421 Laien wie mich zu verstehen was Du meinst sind immer Bilder sehr wichtig. Wenn Die sich nicht einstellen lassen geht dies auch über Systeme wie "Picr.de". Und wenn das alles nicht klappt wären zumindest Teilenummeren des bisherigen und des neuen Filters gut. Die Flußrichtung ist wohl kaum beliebig für eine vernünftige Filterwirkung.
#571613
Hallo Christian,
die Fließrichtung ist von außen nach innen an der Filterpatrone. Es gibt Filtergehäuse Stufenfilter und Parallelfilter. Das leerlaufen hat nichts mit der Fließrichtung zu tun. Ursachen:Leitungen undicht, Schläuche porös, Verwendung der alten Cu Dichtungen ohne ausglühen, undichte Ventile in der Vorförderpumpe, schlecht schließendes Überströmventil an der Einspritzpumpe, zu kurze Rücklaufleitung im Tank, undichte Verschraubungen/ Verbinder.
Gruß Georg
#571615
Hallo Christian
wenn am Filtergehäuse eine Entlüftungsleitung vorhanden ist, so handelt es sich um die "alte" Leitungsführung, dann ist an der Einspritzpumpe noch eine Entlüftungsschraube.
Bei der "neuen" Leitungsführung entfällt die Überlaufleitung am Filter. Die Rücklaufleitung an der Einspritzpumpe ist mit einer Hohlschraube mit integriertem Vordruckventil angeschlossen.
Das System ist ohne weiteres umbaubar, man muss aber das Vordruckventil nachrüsten. Der Vorteil dieser Version ist u.a. dass man ohne öffnen einer Leitung die Anlage entlüften kann. Die Luft wird dann mit dem Kraftstoff über das Vordruckventil in den Tank gedrückt, ist etwas mühselig aber geht. Wenn die beiden Becher vor dem Einbau gefüllt werden geht es besser, aber es besteht die Gefahr ungefilterten und verschmutzten Diesel in die Pumpe zu drücken.

Die Parallelfilteranlagen waren wegen der größeren Durchflussmenge bei den höhereren Motorleistungen erforderlich.
#571628
Ganz herzlichen Dank schonmal für die Tipps. Werde auf jeden Fall die Kupferdichtringe nochmal auswechseln und eben doch auch das Überlaufventil an der Einspritzpumpe auwechseln und einfach probieren. Was einfach bisschen blöd ist, ist mit den Leitungen, dass die so blöd draufgepresst sind und man da zur Montage einer neuen Leitung so ne Zange haben sollte dass man sie drauf bekommt. Weil erwärmen soll mans ja nicht sonst wirds wieder nicht dicht.

Werd aber trotzdem mal noch Versuchen die nächsten Tage hier ein Foto vom alten und neuen Filtergehäuse reinzustellen.

Vielen Dank nochmal für die Tipps!

Grüße Christian
#571632
Hallo
Enztalmog hat geschrieben:Was einfach bisschen blöd ist, ist mit den Leitungen, dass die so blöd draufgepresst sind und man da zur Montage einer neuen Leitung so ne Zange haben sollte dass man sie drauf bekommt.
zwei Holzbrettchen im Schraubstock gegeneinander gepresst, für ne 8er Leitung ein7,8er Loch ggf ein 7,5er und auf 8mm aufgebohrt und für 10er Leitung 9,8er Bohrung genau in die Trennstelle gebohrt. Dann Leitung mit den Holzbrettchen in den Schraubstock gespannt und Nippel eintreiben. Billig easy, geht auch ohne Spezialwerkzeug.
#571635
Moin,
Brettchen funktioniert definitiv. Habe da schönes Hartholz genommen und es in der Standbohrmaschine gebohrt, dann wird es auch ein schönes gerades, rundes Loch. Heute würde ich wie bei einigen Zangen eine Stufenbohrung anfertigen, also so dass der geweitete Schlauch mit dem Stutzen auch im Brett sitzt. Dann kann die Leitung nicht abknicken beim einschlagen.
Inzwischen habe ich per Zufall so eine Zange bekommen - die hat auch Stufenbohrungen.

Gruß
Alex
#572248
Hallo Miteinander,

so wie es aussieht hab ich jetzt mein Problem gefunden und konnte es lösen und möchte einfach kurz meine Erfahrung mitteilen falls Jemand das ähnliche Problem hat oder mal hat und dann darauf auch schaut bzw. Beachtung schenkt.
Und zwar war die Ursache eine verschmutzte bzw. zugesetzte Hohlschraube an der Dieselleitung wo am Ansaugröhrchen am Kraftstofftank sitzt. Also die Hohlschraube wo quasi die Dieselleitung am Tank sowie das Ansaugröhrchen wo im Tank dann ist verschraubt. Hatte ja ewig gesucht und Kupferdichtringe getauscht sowie die Leitung durchgeblasen und etliche andere Dinge versucht bis ich durch Zufall die Hohlschraube anschaute und feststellte dass diese verdreckt war.
Habe diese gesäubert und seither keine Probleme mehr. Auch nach längerer Standzeit springt er wieder tadellos an und läuft prima.
Bin so froh und dankbar, denn ich wusste schon fast nicht mehr weiter. Was doch manchmal so ne "Kleinigkeit" ausmacht.

Wünsche allen Unimog und MB trac Freunden und Fahrern noch ein schönes Wochenende und auch nochmals herzlichen Dank an Diejenigen wo mir auch Tipps geschrieben hatten als ich mein Problem hier schilderte.

Herzliche Grüße
Christian
#572252
Hallo zusammen,
hatte über dieses von Christian geschilderte Problem hier bereits mehrfach geschrieben, da leider eine Menge "Erfahrung" damit gesammelt auf meinen Reisen: Ring an der Leitung und Hohlschraube prüfen. Zurückblasen hilft nur kurzzeitig,
Mit Mog Grüßen
Roland
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