Unimog im Container verschiffen?

Hier geht es um Umbauten & Reisen mit dem Unimog.

Moderator: -Martin.Glaeser-

Unimog im Container verschiffen?

Beitragvon gerhard2 » 11.06.2012, 19:04

Hallo Forum,

bei der Suche nach technischen Daten und Modellen des Unimogs bin ich auf dieses Forum gestoßen und habe mich umgehend angemeldet. Bisher bin ich leider noch nicht Besitzer eines Unimogs, ziehe aber einen 416er in Betracht. Dieser soll dann die Aufgabe unseres älteren Landcruisers übernehmen. Das Problem bei (Pkw-) Geländewagen ist einfach die geringe Zuladung und ohne Veränderungen am Chassis recht wenig Platz. Die Baureihe 416 erscheint mir da als gute Wahl eines Fahrzeugs mit robuster Technik ohne Elektronik, guter Nutzlast und ausreichend Platz.
Der Knackpunkt ist aber, dass der 416er von seinen Abmessungen her praktisch noch in einen Container passen könnte (USA, Kanada, Süd- und Mittelamerika, evtl. Australien), wenn man mit der Höhe einen "guten Einfall" hat. Hat jemand in dieser Richtung schon Erfahrungen gesammelt? Oder Aufbaulösungen gefunden? Bei meiner Suche im Forum/Netz war ich bisher nicht 100%-ig erfolgreich. Evtl. habe ich auch etwas übersehen? :roll:

Grüße
Gerhard
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Beitragvon -Martin.Glaeser- » 12.06.2012, 09:44

Hallo Gerhard,

ich treffe jetzt vielleicht nicht genau den Punkt deiner Frage,
aber falls es um die Verschiffung von Fahrzeugen geht, die als Wohnmobil zu einer Weltreise genutzt werden,
dann frage doch mal *da* nach: SeaBridge aus Duesseldorf.
Die bieten als Seitenlinie zu ihren WoMo Globetrotter Touren auch Fahrzeugverschiffungen an, nach USA, CAN, S-AM, S-AFR und Ozeanien.

Die waren auch am Daerr Globetrotter Treffen vergangenes Wochenende.

Die haben in ihrem Katalog auch eine Formel zur Kostenermittlung.
Beispiel USA-Ostkueste:
Laenge x Breite x Hoehe = Volumen
===> Volumen multipliziert mit der Frachtrate 43 Euro/Kubikmeter
========> zzgl. Treibstoffzuschlag 25%
==============> zzgl. Zoll + Hafengebuehren rd 400-500 Euro

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Beitragvon Nieswurz » 12.06.2012, 10:41

Moin,

also USA/Kanada sind auch gängige Linien mit Ro/Ro-Schiffen, das sollte auch nicht viel teurer als Container sein, bezieht man die Umschlagskosten mit ein.

Ansonsten gab es hier im Forum mal jemanden, der den Mog auf PKW-Felgen gestellt hat um ihn in den Container zu bekommen.
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Beitragvon ulli » 12.06.2012, 10:52

Moins,

KLICK MICH ich bin zwar "nur" ein 404, aber von den Maßen (Länge, Breite, Höhe) nicht so weit vom 416 entfernt. Kommt natürlich auf die Höhe des Koffers an. Der gezeigte 404 hat eine "Stehhöhe" von 146cm! - also mehr eine Bück- oder Kriechhöhe :lol:

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Beitragvon gerhard2 » 12.06.2012, 17:36

@Martin,
@Michael,

Danke für den Link, den habe ich noch nicht entdeckt. Überhaupt bin ich ja leider noch ziemlich am Anfang mit meinen Planungen.
Einen Transport im Container würde ich aber unbedingt dem Transport roll on/off bevorzugen, man muss sich wesentlich weniger Sorgen machen und kann große Teile der Ausrüstung gleich mit in den Container packen.

@Uli,

auch Dir vielen Dank für den Link. Die Idee mit den Pkw(?)-Reifen finde ich nicht schlecht. Ich Genua habe ich gesehen, dass Baumaschinen mit richtigen Holzrädern verladen werden. Damit war aber das Fahren von nur 50 m kein Vergnügen! Ich hatte bisher an Originalfelgen mit irgendeinem Mantel gedacht. Gestört hat mich daran das unnötig hohe Gewicht nach dem Rädertausch, das man währen der Reise dabei hat.

Eine Innenhöhe von 1,46 m ist schon übel. Das würde ich gerne vermeiden. Ich glaube, wir werden vielleicht einfach zu alt für sowas. :(
Die Lösungen mit telekopierbaren Koffern finde ich persönlich aber auch zu aufwendig. Ein Klappdach möchte ich wegen Geräusch, Sicherheit und Isolierung auch nicht so gerne. Ich dachte an ein Stecksystem. Während der Fahrt ist eine "zusätzliche Reihe" heraus genommen. On Tour ist sie drin. Der Montageaufwand sollte mit zwei Personen nicht länger als 20-30 Minuten dauern. So könnte man auch ein Türe in normaler Höhe einbauen.
Kennt jemand so Euch so eine Lösung? Bisher habe ich das noch nicht gesehen.

Gruß
Gerhard

P.S.: Ausgerechnet dieses Jahr war ich nicht auf dem Daerr-Treffen! :x
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Beitragvon u411grube » 15.06.2012, 22:19

Hallo Gerhard,

ich würde dir auch empfehlen (wie bereits Ulli zuvor) einfach kleinere Räder dranzuschrauben. Ich habe für meinen 416 Stahlräder die im Durchmesser ein wenig größer als die Bremstrommeln / Scheiben sind. Dazu habe ich 2 kurze U-Schienen um in den Container fahren zu können (kleiner Absatz), diese sind noch mit Schleifpapier ausgekleidet um nicht zu rutschen.

Gruß Werner
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Beitragvon ulli » 16.06.2012, 09:06

Moin Gerhard,

mit vier kräftigen Spanngurten (Profi-Version) die Achsen gegen den Rahmen ziehen bringt auch noch einmal gut 10cm weniger Höhe.

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Beitragvon Helmut-Schmitz » 16.06.2012, 10:26

Hallo

Dämpfer losschrauben, anheben Federn raus und nur einen Gummiklotz dazwischen bringt mehr. Vor allem entfällt die Gefahr, dass der Gurt auf See reißt und den Mog an die Containerdecke katapultiert wird.
Wichtig auch, nicht an den Achsen (Felgen) laschen, sonst ist u.U. die Schubkugelglocke hinüber.
Ich Genua habe ich gesehen, dass Baumaschinen mit richtigen Holzrädern verladen werden

Sowas gab es beim Mog auch und nannte sich "Schwarzwaldräder" bei SA 679/R90
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Beitragvon ulli » 16.06.2012, 10:41

Helmut-Schmitz hat geschrieben:.. nur einen Gummiklotz dazwischen bringt mehr. .


den Gummiklotz braucht es nicht, die serienmäßigen Anschlagpuffer sollten reichen und bieten zudem noch eine gute Führung gegen Verrutschen in Längsrichtung.
Es ging mir bei der Spanngurt-Methode auch nicht um den gesamten Transport, sondern um das Einfahren in und das Ausfahren aus dem Container, da die Einfahrtshöhe einige cm niedriger ist als die Innenhöhe. Wenn die so erreichte Höhenreduzierung den gesamten Transportweg erhalten bleiben soll, würde ich zusätzlich eine metallische Sicherung analog Federspannern anbringen - auf die alleinige Sicherung durch Spanngurte würde ich bei mehreren tausend km Seetransport auch nicht vertrauen.
Das Aushängen der Stoßdämpfer und die Demontage der Federn ist allerdings sehr zeitaufwändig - aber mehr als 2 flache 22er Schraubenschlüssel und einen Wagenheber braucht man dazu nicht und es hält die Schrauben gangbar :lol:

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Beitragvon gerhard2 » 16.06.2012, 14:03

Hallo,

Kompliment, Ihr habt wirklich gute Ideen, die ich bisher noch nicht gekannt habe. Die Sache mit den Spanngurten ist so genial wie einfach. Hätte ich das schon früher gewußt, wäre es schon viele Male einfacher gewesen auf die Carthage nach Tunis zu fahren. Für das Pkw-Deck braucht man weniger als 2,35 m. Mit Dachträger ist das nicht so einfach; Hat schon öfters Kniieeitsch gemacht, war eben nicht genug Luft aus den Reifen.

Inzwischen hat sich noch eine weitere Frage aufgetan, für die ich noch keine (exakte) Antwort gefunden habe: Ich habe gelesen die Wattiefe (Island) beim 435 ist 1,2 m. Ist es richtig, dass das nicht bei allen Fahrzeugen so ist? Und wie ist das beim 406/416?

Grüße
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Beitragvon Helmut-Schmitz » 17.06.2012, 12:10

Hallo

für die Wattiefe 1,2m gibt es für die große Baureihe (BW) eine besondere SA.
Das beinhaltet wasserdichte Scheinwerfer, doppelt abgedichtete Radlager, Luftvüberdrucksystem für Achsen und Getriebe.
Für die anderen Baureihen gibt es das nicht. Bedenke dass so simple Dinge wie Scheinwerferreflektoren nach dem Wassereintritt hinüber sind.
Auch die zentrale Achsentlüfungen an der Schubkugel sollten nicht geflutet werden sondern hochgezogen werden.
Mit entsprechendem Fachwissen kann man eine Überdruckanlage eines Gaskochers (ca 50mbar) realisieren.
Am Unimog gibt es unendliche Kombinations- und Umbaumöglichkeiten aus den anderen Baureihen.
Die Federn eines beladenen Mogs mit einem Spanngurt nochmals ein Stück nieder zu zurren wird ein Kraftakt, da wird sich nicht mehr viel machen lassen. Vor allem bleibt die Blocklänge der Feder immer noch, die kann ja nicht platt gequetscht werden.
Das Fahrzeug auf See nur auf die Anschlaggummis zu setzen ist für die Achsen keine wirklich gute Lösung.
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Beitragvon gerhard2 » 18.06.2012, 22:13

Hallo Helmut,

vielen Dank für die Infos. Beim Niederzurren der Federn symathisiere ich mehr mit einer Art Federspanner. Das dürfte auch sicherer sein als ein Spanngurt. Evtl. kann man diese Art Federspanner auch maschinell antreiben, wenn eine Energiequelle in der Nähe ist, sonst fallen einem irgendwann, so nach 2 cm Federweg, die Hände ab.

@all,
Das Hochlegen der Achsentlüftungen, wie bei einem normalen Geländewagen, ist schon klar. Die Idee mit dem Gas-Druckminderer ist wieder richtig gut, wenn im Moment auch nicht so wichtig. Ein absolutes Muss-Kriterium ist aber die Möglichkeit in den Container verladen zu können. Evtl. könnte man so auch einen 435 in einen Container bekommen? Über 7,5 t sollte er möglichst auch nicht haben.

Auf alle Fälle wollte ich mir am Wochenende einen 416er mit mit 100 PS und Lkw-Zulassung ansehen. Keine Ölsardine und Rost auch o.k. Leider war der nur gute 60 km/h schnell. Ich dachte, die 416er sind alle schneller als 80 km/h? Autobahnfähig sollte der Mog schon sein. Liegt das nur an den Achsen?

Grüße
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Beitragvon schnullercruser » 20.06.2012, 15:02

Was das Verladen in einen Container angeht, habe ich hier http://www.unicat.net/pdf/MD52h-UnimogU40006x6-sh-de.pdf noch was gefunden. Ganz unten sieht man, wie ein Unimog 4000 6x6 in einen Container passt. Nur leider ganz und gar nicht meine Preisklasse.
Viele Grüße aus Nordhessen,
Jörg
(2018 - 414 km, 85,8 h, 53 Li/100km, Ø2,56 Li/h, Ø4,82 km/h)
(2019 - 253 km, 60,7 h, 55 Li/100km, Ø2,33 Li/h, Ø4,17 km/h)
(2020 - 362 km, 91,9 h, 68 Li/100km, Ø2,71 Li/h, Ø3,94 km/h) :shock: :D
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Beitragvon gerhard2 » 21.06.2012, 18:05

Hallo,

an das Absetzen des Aufbaus habe ich auch schon gedacht. Ich halte den Aufwand jedoch für nicht ganz unerheblich. Allerdings ist ein wirklich interessanter Aspekt, dass nur die Vorderräder gegen "Beilagscheiben" (oder Schwarzwald räder? :wink:) ausgetauscht werden müssen. Ich denke auch, dass der Aufbau nur mit einer Schiene sicher verladen werden kann.

Das Fahrzeug an sich ist natürlich sensationell, wenn auch schon fast ein bischen unmoralisch. Allerdings auch nicht ganz MEINE Preisklasse. Ich habe mir gestern wieder ein neues Objekt der Begierde angeschaut: 416, 110 PS, 75 km/h, 6-Gang, keine Sperren, Zapfwellengetriebe - aber keine Zapfwellen, kein Kipper, keine Anhängerkupplung, Rahmen/Technik o.k., Hütte eine Ruine, Winterdienst, kein TÜV. Preis so um die 5000,-. Ist er das wert?

Grüße
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Beitragvon lugge » 21.06.2012, 19:52

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