Herzlich willkommen

Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#466137
Hallo Unimog-Community :)
Mein Name ist Benny und ich komme aus der Nähe von Bremen. Ich möchte mir am Wochenende einen Unimog (406) zulegen und muss das Fahrzeug recht weit überführen. Da ich komplett neu in diesem Thema bin, wollte ich mal fragen was es bei einer Strecke von ca.800 km zu beachten gibt. Nehme mir eine Fettpresse mit und besorge vor der Abfahrt noch zwei Liter Öl. Hat jemand einen Abschmierplan für das Fahrzeug und sollte ich sonstige Dinge einpacken/beachten? Ich freue mich über jede Hilfe und Information und sage vielen Dank vorab :danke
#466142
Servus,

ich hab mir vor gut zwei Jahren meinen ersten Mog, einen 421 gekauft und den auch über mehr als 200 km nach Hause
auf eigener Achse überführt.

Ich rate dir dringen vor der Abfahrt sämtliche Flüssigkeitsstände zu prüfen, also Kühlwasser, Motoröl, Getriebeöl, Hinterachsöl
Vorgelege, Hydrauliköl, Bremsflülssigkeit (evlt. hab ich was vergessen).

Für Unterwegs würde ich ein paar Liter Motoröl mitnehmen, nen Kanister mit Wasser (wobei man die beiden Sachen auch
relativ problemlos anner Tanke bekommt) mindesetns nen Liter Getriebeöl.
Ersatzlampen für Blinker und Lichter schadet sicher auch nicht, die Fettpresse und vorher abschmieren ist ne gute Idee.

Ach ja, damit du das Öl auch "rein" bekommst brauchste natürlich auch etwas Werkzeug.

So eine Lange Strecke würde ich nicht ohne Begleitfahrzeug in Angriff nehmen. Zum einen ist im Mog nicht so viel Platz
für die ganzen "Kleinteile" und auf der Pritsche kannste die Sachen schlecht sichern. Ich weis jetzt nicht wie schnell so
ein 406er ist, aber rechne mal mit Pausen mit !deutlich! über 8 Stunden bei 800 km Entfernung. Da würde ich fast überlegen
ne Übernachtung einzuplanen.

cu

Johannes D.
#466143
Hallo Benny,
auf alle Fälle Kraftstofffilter, wenn möglich passende Keilriemen.
Wenn abschmieren, dann die Schubkugeln am Getriebe. (Gummibalg-Getriebe) Falls er lange stand, oder nur Kurzstrecke, nicht voll ausfahren am Anfang. Wo holst du den Mog? Bei 800 km...südlich? 8)
#466144
Hallo Ben ???,

Ohne den Zustand des Mogs zu kennen ist das schwer. Hoffen wir mal, dass er in gutem Zustand ist und nicht länger gestanden hat. Denn speziell bei Zweitem würde ich von deinem Vorhaben abraten.

Aber sonst folgendes:
Habe meinen damals 52 Jahre alten Mog und 29 Jahre alten Trac auf eigener Ache jeweils ca 250km heimgeholt. Hat beide Male geklappt und ich habe mir jedes mal vorgenommen, es nicht mehr zu tun. Aber diese Vorsätze halten nicht sehr lange.

Was du brauchst, sind gute Nerven, einen Beifahrer und etwas Glück :lol:
Grundsätzlich so viel Werkzeug wie du mitnehmen kannst. Dazu Kabelbinder, Abschleppseil, Überbrückungskabel,... Getreu dem Motto was man dabei hat braucht man nicht. Zangen, Schraubenzieher, Schlüssel, Rätschkasten, Schmiermittel, Kabel,... Du weißt leider vorher nicht, was kommen könnte. Aber mit ausreichend Material und etwas Improvisierungskunst bekommst du einigess sicher wieder hin.
Dann die Ölstände. Diese sind bei einer so langen Fahrt nicht zu vernachlässigen und sollten von Anfang an passen. Das macht bei Unimog Freude, sind ca. 10 eigene Ölhaushalte. Je nach Vertrauen zum Verkäufer und Zustand musst du entscheiden, was du alles prüfst.

Zu Empfehlen ist gerade die ersten Kilometer immer mal wieder anzuhalten und rund um den Mog zu gehen. Tropft irgendwas oder wird irgendwas extrem heiß im Vergleich zu anderen Stellen.

Hartmut424 schrieb in einem anderen Fred:
Der ADAC ist nur bis 3.5t zgG umsonst, darüber ist er sehr teuer.
Also überlege wen du anrufst.

Viele Grüße aus Shanghai,
Matthias

PS: Bei meinen beiden Überfühungen ist beides mal die Batterie sauer geworden (oder war es schon vorher). Die
Beiden sind mit ihrer Batterie nur noch einmal beim Abholen angesprungen. Daher empfehle ich die Kiste nie auszumachen. War echt spaßig, den Trac auf ebener Tankstelle anzuschieben
#466146
Hallo Benny
Ich Sage dir jetzt schon " das wird ein Abenteuer ".
Nimm auch genug Verpflegung mit .
Meinen kleinen Westfalia habe ich damals mit Hilfe eines Bekannten und einen Hanomag der genauso alt war ( bj. 65 ) über eine Wegstrecke von 450 km geholt.
Schon Auf dem hinweg ist uns der Vorderreifen vom Hanomag geplatzt und wir haben ein Zwilling nach vorne gebaut.
Mit also nur noch 5 Alten Reifen habe ich 450 km Blut und Wasser geschwitzt und uns in sämtlichen Gräben der Wegstrecke gesehen.
Die Sorge galt nur der wertvollen Fracht.
Bist du im ADAC ?
Als + Mitglied weist du dann wenigstens das ihr nach Hause kommt.
Grüße Jürgen
#466147
hallo benny

ich habe mitte 2014 einen 416.117 von norditalien über die alpen in die nähe von münchen überführt.
vollkommen blauäugig, das erste mal unimog gefahren und gehofft alles möge gut gehen.
im ergebnis muss ich matze zustimmen: ich würde es nicht mehr tun aber die guten vorsätze sind oft erstaunlich kurzlebig.
wenn du dir den mog bringen lässt sind zwei sachen in etwa festgelegt: er steht bei dir vor der tür ohne wenn und aber, du bist an die € 1.000, vielleicht weniger los und hast minimum einen tag gewonnen, an dem du vielleicht was anderes produktives unternehmen kannst.
holst du den mog, den du nicht kennst, kann 'alles' passieren. meiner blieb nach 150 km erst mal stehen weil der dieselfilter zu war - und dann noch über 10 weitere male, weil sich der filter immer neu zugesetzt hat. und die temperatur war manchmal arg im oberen bereich.
ich will dir nicht von deinem vorhaben abraten. es ist ein abenteuer - und ein abenteuer ist nur ein abenteuer weil's auch schief gehen kann. meine vorredner haben denke ich alles benannt was man an werkzeug mitnehmen sollte. ich hatte einen guten beifahrer mit begleitfahrzeug und war gottfroh darum !
mir fällt noch ein: wie schnell fährt dein mog ? vielleicht nicht über 80 km/h ? willst du autobahn oder landstrasse fahren ?
was bleibt: 1. mach dir einen plan B für die situation 'der mog fällt während der fahrt aus, man weiss nicht was ist, er muss abgeschleppt werden und eine möglicherweise tagelange reparatur ist erforderlich' 2. toi toi toi dass alles klappt und mögest du heil und eine erfahrung reicher mit dem mog zurückkommen.

alexander
#466149
Hallo Benny,

meine Erfahrungen decken sich mit denen meiner Vorredner. Insgesamt vier Überführungen über mehrere 100 km habe ich hinter mir. Zwei sind mit jeweils guter Vorbereitung (selbst durchgeführtem "Kundendienst") mit viel Glück glimpflich verlaufen. Die anderen zwei auf Tieflader wären ganz sicher in die Hose gegangen, wie sich nach Ankunft im Probebetrieb erwies.

Als Neueinsteiger würde ich das hohe Risiko, das auch mit hohen Folgekosten verbunden sein kann, jedenfalls vermeiden.

Übrigens soll ab 01.04.2015 gelten, dass auch für Kurzzeitkennzeichen eine gültige HU vorliegen muss.
#466161
Hallo Benny,

es wurden hier schon öfter's Anfragen debattiert, wie viel der Transport eines Mog kostet. Teils wurden da Preise ab 300,-€ genannt. Dafür das Risiko über 800km eingehen, rentiert sich m.E. nicht. (wo steht die Kiste eigentlich - das dürfte ja schon südlich von München sein (wenn noch in Deutschland). Allein die Fahrtdauer ist bei einem 406 der fit ist, mit mindestens 2Tagen zu veranschlagen. Wenn Macken auftreten - unkalkulierbar.

mfG
Axel

PS:
Bist du im ADAC ?
Der ADAC hilft dir beim 406 regulär gar nix da über 3,5to. Direkte Info des ADAC, sobald das Wort "Unimog" auch nur im Ansatz ausgesprochen wurde, kam die Entgegnung "Sonderfahrzeug, das betreuen wir nicht".
Einfach nach solchen Debatten hier suchen oder noch einfacher die Statuten des ADAC durchlesen :wink:
#466167
Hallo und vielen vielen Dank für die zahlreichen Antworten und Ideen. Ich bin nun verunsichert ob das wirklich so eine gute Idee ist und doch ist es ein kleines Abenteuer. Ich rechne für die Strecke mit ca. 30 Stunden Fahrzeit inklusive Pausen und etwas Schlaf. Bevor ich los fahre, werde ich mir das Fahrzeug genau ansehen und die Flüssigkeitsstände überprüfen. Sollte es zu einer Panne kommen muss ich improvisieren und im Fall der Fälle doch noch auf einen Transport zurück greifen. Wie prüfe ich die Flüssigkeitsstände der Getriebe? Beim Pkw muss das Öl ja am Gewinde der Einfüllöffnung stehen...ist das hier auch so? Also nochmal vielen Dank Gruß aus dem Norden... Benny
Hier der Link
http://suchen.mobile.de/lkw-inserat/uni ... lse&noec=1
#466170
Hallo Benny,

ein wenig Abenteuer mag ich auch. :wink:

Aber wenn der Mog in letzter Zeit lange stand oder nur als Hofhund gehalten wurde, würde ich darauf verzichten.
#466171
Hallo Benny,
ich muss mich den vorigen Komendatoren anschließen. Obwohl ich seit Jahren Unimog fahre, habe ich mein Fahrzeug durch die Spedition Fehrenkötter bringen lassen, das waren damals € 640. Dies umso mehr da Du dich offentsichtlich mit dem Unimog noch nicht auskennst. Ein Service am Unimog ist nicht vergleichbar mit einem PKW.
Wir meinen es gut mit Dir und wir wissen was es heist einen Unimog durchzuchecken.
Gruß
Thomas
#466179
Hallo Benny

Das Getriebe hat auf der rechten Seite hinten einen Oelmessstab, durch diese Oeffnung füllst du auch nach. Wenn du dich mit dem Unimog nicht auskennst, würde ich mir bei Buch und Bild noch schnell eine Bedienungsanleitung bestellen. Dort drin steht auch sehr viel zur Wartung und Fehlersuche - bis zum Wochenende wird das aber kaum mehr hinkommen...
Allzeit Gute Fahrt

Norbert
#466181
Moggälä hat geschrieben:Hallo Benny,

es wurden hier schon öfter's Anfragen debattiert, wie viel der Transport eines

mfG
Axel

PS:
Bist du im ADAC ?
Der ADAC hilft dir beim 406 regulär gar nix da über 3,5to. Direkte Info des ADAC, sobald das Wort "Unimog" auch nur im Ansatz ausgesprochen wurde, kam die Entgegnung "Sonderfahrzeug, das betreuen wir nicht".
Einfach nach solchen Debatten hier suchen oder noch einfacher die Statuten des ADAC durchlesen :wink:
Hallo Alex
Ich hatte das Gespräch mit einem Leitenden Mitarbeiter vom ADAC das ein Unimog wie ein Pkw gehandhabt wird wenn er nicht mehr als 3,5 t wiegt.

Du etwa auch??? Oder ist das Hörensagen was du hier verbreitest. ??
MfG
#466188
Hallo und nochmal :danke an alle!!!
Mir helfen diese Ratschläge wirklich weiter und ich werde einige Kilometer fahren bevor ich mir überlege ob ich ihn dann weiter auf der Landstraße bewege oder doch lieber einen netten Landwirt oder Fahrzeughändler frage ob ich ihn bis zur Abholung durch eine Spedition dort stehen lassen kann. Zeit habe ich wirklich genug und etwas Abenteuer kann auch nicht schaden. Die Möglichkeiten durch den ADAC werde ich morgen mal abklären (goldene Karte?!). Was hat der Mog denn für ein Leergewicht?
Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende und wenn jemand am Samstag gegen 16.00h in der Nähe von Oberstaufen ist und dann auch noch Lust hat mir mit Rat und Tat zur Seite zu stehen... :party :wink:
:danke und Gruß Benny

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