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Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#472073
Hallo,

mein U 411.110 soll in neuem Glanz erstrahlen. Da es Bj. 12.1959 ist, muss das Fahrgestell und diverse andere Teile in Chassisrot lackiert werden, damit es dem Werksausgangszustand entspricht. Also Chassisrot, DB 3575 lt. Farbtabelle.

Nun sagt der Lackier in der Mercedes LKW-Werkstatt, in der ich die Lackierung machen lasse, dass er unter DB 3575 zwei leicht unterschiedliche Farbtöne findet. Darüber habe ich trotz intensivem Suchen hier im Forum nichts finden können.

Ist das schon mal einem von Euch begegnet? Farbproben sehe ich erst morgen, wollte aber trotzdem mal hören.

Danke und Gruß,
Christoph
#472076
Hallo Christoph
Es ist durchaus üblich das es unter der selben Farbnummer (farbcode) 2-3-oder mehr Farb Nuancen gibt. Zum Beispiel wenn das Kfz in anderen Ländern vertrieben wird oder das die Farbe nach einiger zeit in der Produktion den neuen Basis Farben angepasst wird.
Mach dir deswegen kein Kopf.
Der Unterschied ist meist kaum wahrzunehmen und nur dann interessant wenn du etwas anlackieren möchtest. Also wenn ein Teil schon lackiert ist.
Ich muss solche Farbbestimmungen (Beruflich)ständig machen und das ist dann nicht ganz so einfach.
Gruß Jürgen
#472096
Hallo Jürgen,

sehr interessant.

Inzwischen war ich in der Lackierwerkstatt und habe mir Farbproben angesehen. Die sehen viel "brauner" aus, als ich das Chassisrot in Erinnerung habe. Einen genau passenden RAL-Ton haben wir in der Farbkarte nicht gefunden. Es war aber viel näher am braunen 8000-er Bereich als an irgendeiner roten 3000-RAL Tönung.

Ist es möglich, dass sich die Basisstoffe so stark geändert haben, dass bei gleicher Mischung wie vor 50 Jahren heute ein ganz anderer Farbton dabei heraus kommt?

Ebenso habe ich mir sagen lassen, dass das so genannte "Ochsenblutrot", das häufig als Fahrgestellfarbe genannt wird, bei Mercedes die Nummer DB 3538 hat. Das war wohl in den 80-er und 90-er Jahren die Farbe der LKW-Fahrgestelle.

Im (schon nicht mehr ganz so) neuen Buch von Carl-Heinz Vogler über den 411 ist auf Seite 55 ein Bild eines neu lackierten Fahrgestells in Chassisrot - DB 3575. Das sieht in der Tat "rot" aus.

Wenn Du oder jemand anders helfen könnte, wäre ich sehr dankbar. Ich habe die Farbmuster zusammen mit dem Buchbeispiel gescannt, stelle ich später hier ein. Da sind dann zwar auch viele Ungenauigkeiten drin, aber vielleicht hilft es ja.

Christoph
#472098
Hallo Christoph

Heutzutage geht ja das meiste über Wasser basierende Farben und mit einem Pigment lese Gerät ( wir hatten vor 3 Wochen eins zur Probe) kann man alle Farben nachmischen , auch Ral Töne.
Must nur ein Muster haben.
Da reicht aber leider kein ausgedrucktes Blatt Papier.
Grüße Jürgen
#472100
Hallo
das ist ein DB-Farbton, den du in der RAL-Tonkarte nicht findest. Du wirst auch mit dem Farbscanner nicht wirklich weiterkommen, da der Lack mittlerweile stark gealtert ist.
Ich habe einen Fahrzeug-Lack-Katalog von Glasurit, in dem die Lackmuster mit Originalfarbe gezeigt werden. Der Katalog ist aus 04.86 und führt beide Farben unter Ochsenblut, wobei 3538 etwas mehr purpuranteil zeigt und 3575 eine Nuonce mehr braunton.
Da in Gaggenau früher die LKW-Produktion ansässig war, wurden verständlicherweise die LKW-Farben verwendet.
Ich würde mich eher auf die Farbrezepturen der Hersteller verlassen statt irgendwelcher zweifelhaften Farbanalysen eines ausgeblichenen Lackfetzen.
Die wasserbasierenden Lacke werden überwiegend in der Serienfertigung verwendet und waren damals kein Thema.
#472104
Hallo
Angeblich kann das Farblesegerät sogar ein gealterten Lack simulieren.
Vielleicht in 5 von zehn Proben( laut Hersteller eine höhere Genauigkeit)

Nicht falsch verstehen:
Aber hier in diesem Fall sollte Mann das nicht so genau nehmen. Oder?
Ganz original geht sowieso nicht mehr .



In unsrer Datenbank haben wir wie auch andere Lackierer alle alten und neuen Farbtöne von so ziemlich allen Fahrzeugen und Herstellern.
Das ist kein Geheimnis von Mercedes.
Grüße Jürgen
#472106
Hallo und danke für Eure Antworten.

In der Tat, zu genau will ich es auch gar nicht nehmen. Ich bin aber trotzdem neugierig, was für ein Farbton es wohl gewesen sein könnte. Wenn ich Euch und "meinen" Lackierer richtig verstanden habe, führen die heutigen, anderen Basisstoffe bei ansonsten unveränderter Rezeptur dazu, dass das, was immer noch DB 3575 genannt wird, heute anders aussieht, als es mit den alten Basisstoffen ausgesehen hätte.

Wirklich interessant wäre daher, wie man heute die Rezeptur verändern müsste, um den alten Originalton zu bekommen. Habt ihr dazu eine Idee?

Christoph
#472110
Hallo Christoph

Es gibt viele Farbmischsysteme (wir haben das 900+)und jedes System hat für zum Beispiel dein Rahmenrot eine eigene Rezeptur. Die auf ein anderes Farbmischsysteme erstellte Rezeptur würde nicht zum gewünschten Ergebnis führen.
Man kann sie nicht dahingehend vergleichen.

Dazu musst du entweder die Originale Rezeptur mit den damals originalen Farben mischen lassen oder anhand von Farbkarten oder auslesen sehen ob es was identisches in den jetzt üblichen Wasserfarben gibt.

Grüße Jürgen
#472112
Hallo
selbst wenn man die originalen Rezepturen hat, wird diese heute sehr schwer oder gar nicht mehr möglich sein, da die Rohstoffe, auch wegen den Auflagen zum Verfahren, Umweltverträglichkeit und Toxizität, nicht mehr alle lieferbar sind.
Natürlich versuchen die Hersteller heute, den Originalton mit den derzeitigen Verfahren und Bestandteilen so genau wie möglich wieder zu erreichen. Die Frage ist dabei jedoch, mit welchem Aufwand das Ergebnis im vertretbarem Kostenrahmen zu erreichen ist.

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