Herzlich willkommen

Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Der Mogler steht im Vordergrund: Unimogtreffen, Ausfahrten, Berichte, TV-Tipps, Unimog-Witze.
#327868
Hallo Zusammen!

Ich stelle mir schon seit einiger Zeit die Frage: Was veranlasst einen erwachsenen
Menschen dazu, sich ein tonnenschweres, Geld und Zeitvernichtendes Fahrzeug als
Hobby zuzulegen?
Schreibt in diesem Beitrag doch mal kurz eure Geschichte nieder, was euch am Unimog
fasziniert, wann und wo ihr eure Begeisterung für den Unimog entdeckt habt und wie
ihr zu eurem Unimog gekommen seid.

Ich mach dann mal den Anfang:

Bei mir liegt die Faszination für den Unimog wohl in meiner frühesten Kindheit.
Auf dem Hof auf dem mein Vater arbeitete und auf dem wir auch einige Jahre wohnten
gab es auch einen Unimog. Es war ein 421er, mit offenem Fahrerhaus und Frontlader.
Da meinen Eltern anscheinend das Geld für einen Babysitter fehlte, setzte mich mich
mein Vater einfach kurzerhand auf den Beifahrersitz:-) Ich habe sozusagen die ersten
Jahre meines Lebens auf einem Unimog verbracht. Leider mußte der Unimog irgendwann in
den 90ern aus betriebswirtschaftlichen Gründen verkauft werden, was mich damals sehr
traurig machte:-(

Die Jahre vergingen und zwangsläufig rückten auch andere Interessen in mein Leben
(Mädels, Moppeds,etc), trotzdem dachte ich noch lange zurück an die schöne Zeit im Unimog.
An einem Frühlingstag im Jahr 2007 ist es dann geschehen: Ich fuhr gerade von der
Arbeit nach Hause, als an einer Kreuzung ein 406er an mir vorbeifuhr. Ich weiß nicht
was es war, aber irgendetwas hat mich dazu bewegt dem Unimog zu folgen! Ich fuhr ihm dann
etwa 25km hinterher, bis er irgendwann in einen Waldweg abbog. Seit diesem Moment war
für mich klar: Ich muß einen Unimog haben! Ich sammelte jedes Schnipselchen Information
über den Unimog, verfolgte die Angebote im Internet und wann immer ich einen Unimog hab
fahren sehen, hab ich kurzerhand gewendet und fuhr ihm nach! Im Oktober letzten Jahres war
es dann endlich soweit: Ich hab meinen Traum-Unimog (einen 406.200,Bj.76) gefunden!
Auch wenn der Zahn der Zeit schon an ihm genagt hat, war es Liebe auf den ersten Blick!
Ich freue mich schon, wenn es endlich wärmer wird und ich mit der Restauration beginnen kann.

Ich habe mal ein altes Foto eingescannt, das mich bei meiner Lieblingsbeschäftigung in meiner
Kindheit zeigt,ich bin der kleine Bub in dem roten Pulli:-)

Ich frage mich auch, was wohl aus dem schönen Kerl geworden ist. Verkauft wurde er damals
an einen Reiterhof in Oberlemb, das liegt im Lahn-Dill-Kreis. Vielleicht erkennt ihn ja
jemand von euch wieder und weiß was aus ihm geworden ist. Ich würde mich über eine
kurze PN freuen.

Viele Grüße aus Hessen,
Olli
Dateianhänge:
Olli_421.jpg
Olli_421.jpg (95.46 KiB) 7620 mal betrachtet
#327877
Schönes Thema, Olli!

Ich bin quasi mit Motorenöl groß geworden:
mit 2 Jahren: Sturz in die Abschmiergrube,
mit 8 Jahren: 1. Autounfall
mit 9 Jahren Sturz in ein Außenborderversuchsbecken
...

Damals überprüften Lehrer noch die Sauberkeit der Fingernägel ... - nun ja, wer schon mal Altöl über den Fingern hatte, weiß, dass das so erstmal nicht wegeht ...

Natürlich habe ich nahezu alles gefahren, was es gibt, sehr schnelle und ganz große Fahrzeuge und da ich das alles irgendwann mal hinter mir hatte, fragte ich mich natürlich auch nach der Alternative.

Alternative wozu? Früher war eine Probefahrt schon eher lang und ging immer über die Autobahn, Ziele waren immer Rasthöfe, wo sich natürlich viele aus der Branche trafen. Insgesammt alles sehr motorisiert: Schneller, weiter, blubberdieblupp

Beruflich war ich als IT-Profi heute hier und morgen dort, der PKW meist nach einem Jahr verschlissen und die eigene Zeit blieb in den zunehmenden Staus immer mehr auf der Strecke - Grund genug manches zu verändern. Heute habe ich keine Minute zur Arbeit, fahre nur in der Freizeit und finde meinen Ausgleich im Wald, aber nicht nur da ...

Vor 2 Jahren hatte mein Holz-Kumpel Pech mit seinem alten Trecker und musste sich einen "neuen" Alten suchen: Einen restaurierter Fend Farmer - Beim Kauf und Transport wurde ich infiziert, Schrauben, die 6 Kanten hatten; Röhrchen, die einem klaren Weg folgten, Hebel und Knöpfe, die überall noch die gute alte Ingenieurskunst erkennen ließen, so gut wie kein Plastik, Dieselgeruch an den Fingern (der Fend schwitzte leicht an der Dieselpumpe) und Kabel, die so minimal verlegt waren, dass sie den Strom quasi vibrieren ließen - kurzum, sowas wollte ich nun auch!

Nur wollte ich einen richtige Trecker, also den Unimog, vermutlich den 404, den ich ja beim Bund fahren durfte - und der da wirklich fantastisch im Gelände abging. Früher gab es hier, quasi um die Ecke, einen Unimog-Händler, der die Vebeg immer leerkaufte; den gab es aber nun nicht mehr. Leicht enttäuscht gegockelt, Forum entdeckt, Typen studiert und schließlich doch lieber den 411er gesucht. Im realen Wald ist mir der 404 einfach zu groß.

Suchen ist schwer, es gibt viele Blender - aber in Holland fand ich einen, der trotz erkennbarer und verborgener Mängel immerhin eine ganz gute Basis bot. Auch da sind die Mogs alt, meiner war für den Tüv so viel zu sehr in Öl eingelegt, aber das ging relativ schnell zu reparieren.

Ja ja, seit dem hab ich viel Spass, in der nach oben offenen Werkstatt ebenso wie beim Fahren. Ich frage mich manchmal, was ich früher eigentlich den ganzen (freien) Tag gemacht habe ;-)

(PS, doch, jetzt fällt es mir wieder ein: Meine hEx wollte immer mit mir zum Shoppen fahren :P )
#327890
Hallo MOGler,

wenn ich meinen UNIMOG-relevanten Werdegang analysiere, mußte es ja so weit kommen, daß ich mir schließlich zum 50. Geburtstag den 411er schenkte:

Als kleines Kind mit STEIFF-UNIMOG gespielt
Als größeres Kind erste Wiking-UNIMOGs gesammelt und je einen grünen und orangen Aufzieh-Blech-UNIMOG (von GAMA?) gehabt (verschwunden, leider)
Als Jugendlicher in Gaggenau gewohnt, Murgdurchfahrten und Testfahrten auf dem Sauberg beobachtet
Als junger Erwachsener Werkstatteinrichtung "gesammelt", Schweißen, Drehen, Fräsen ... gelernt
Maschinenbau studiert
Hobbymäßige und studiumfinanzierende Restaurationen an Motorrädern, PKWs und VW-Bussen (jeweils eine Komplettrestauration BMW R24 Bj. 49, VW 1200 Bj. 66, VW-Bus Bj. 65 für den Eigenbedarf)
Dann hatte ich die Nase voll von Dreck und Rost, alles verkauft
Lange Pause
Ein paar Jahre lang Dampfhammer-Enduro (KTM) gefahren, wegen Risiko und schlechter werdender Kondition wieder aufgehört
Wegen fehlendem Einzylinder-Sound 10,3 l Glühkopfbulldog gekauft und 4 Jahre lang restauriert
Während fehlender Fahrbereitschaft kleinen fahrbereiten Traktor dazugekauft
Traktoren zu langsam und bald ein wenig langweilig
UNIMOG 411 gekauft, 5 Jahre lang mit großem Spaß gefahren, dann Motorschaden, nun 14 Monate Restauration, bald geht’s wieder auf die Straße und ins Gelände
Zwischenzeitlich noch einen 404.1 gehabt, aber das war mindestens ein Brocken zu viel.

Nun bin ich wieder am Reduzieren, aber der UNIMOG bleibt bzw. geht als Letzter und soll mich jedenfalls überleben.

Zusammenfassend: Der UNIMOG 411 war schon von frühester Kindheit an mein Traum, aber Jahrzehnte lang nicht erschwinglich, dann hatte ich Bedenken wegen der komplexen Technik, mich aber trotzdem zum Kauf durchgerungen (ehrlich gesagt habe ich das Schicksal spielen lassen) und es nicht bereut, ganz im Gegenteil!
Der UNIMOG verbindet für mich in idealer Weise handwerkliches Betätigungsfeld, Fahrspaß (besonders im Gelände), praktische Einsatzmöglichkeiten und nicht zuletzt Gelegenheit zum Knüpfen guter und interessanter Bekannt- und Freundschaften. Das finde ich gar nicht „verrückt“, sondern ganz vernünftig!
Dateianhänge:
P7280009klein.JPG
P7280009klein.JPG (37.74 KiB) 7489 mal betrachtet
#327909
Hallo!

Mein erstes Zusammentreffen - im wahrsten Sinne des Wortes - mit einem Unimog hatte ich als kleines Kind: Ich bin damls, so 6/7 Jahre alt, in einem Festzug mitgelaufen als ein entgegenkommender Festwagen, gezogen von einem 401 oder 411 langsam auf einen auf der Straße liegenden Tennisball fuhr. Aber anstatt ihn zu zerdrücken wurde der Ball zum Wurfgeschoß und ist mir voll gegen die Nase gedonnert - ich hatte nie mehr im Leben so heftiges Nasenbluten wie damals.

Danach sind mir die Unimogs immer wieder aufgefallen. Hab' sie gerne gesehen im Straßenverkehr, war irgendwie verbunden mit 'kann alles' und 'kommt überall durch'. Mehr aber nicht; keine Schrauberambitionen, noch nicht mal Heimwerken, dafür Computer.

Das blieb dann so bis zur Bundeswehr 89/90: Dort hab' ich dann das große Los gezogen - Führerschein BCE und dann für den Rest der Zeit U1300L fahren. Mann, hab' ich die Zeit genossen, ich habe ihn geliebt, meinen 2-Tonner. Aber irgendwann war dann auch mal Schluß: Im Fühsommer 1990 das letzte Mal die Tür zugeschlossen und mir gedacht 'Das war's jetzt, das kriegst du nie wieder'.
Das war irgendwie ein Fakt für mich ohne das ich jemals darüber nachgedacht hätte, dass es doch weitergehen könnte.

Dann Studium, immer noch nix mit Schrauberaktivitäten - aber dafür bin ich erfolgreich in die Heimwerkerbranche eingestiegen, immerhin ich konnte jetzt mit Werkzeug schon mal was anfangen.

Dann kam der Tag der Erweckung. Im Frühjahr 2006 stand ich Samstags mittags im Wald und hab' Brennholz gespalten und mich riesig darüber geärgert, immer auf die Hilfe anderer angewiesen zu sein: Fährt dir der Bauer heute noch eine Rolle heim und was musst nicht wieder alles tun, damit er das am kommenden Wochenende auch noch macht - nervig.

Und da ging es mir wie Jake Blues aus dem Film 'Blues Brothers' - die Kirchenszene, in der Jake die Eingebung hat, die Band wieder zusammen zu bringen. Nur das ich keine Musik machen wollte sondern schlagartig wusste, dass ich einen Unimog brauche.
Zum Glück hat das keiner mitgekriegt, sonst hätten mich wohl ein paar nette Männer in weissen Kitteln abgeholt.

Ab dann ging alles ganz schnell: Internetrecherche, wo gibts Mogs und Infos, im Handumdrehen auf die U-Com gestoßen - das war kurz vor dem Jahrestreffen 2006 in Aufenau. Prima, ist ja nicht weit weg, also hinfahren.

Und dort ist es dann um mich geschehen. Hunderte von Bildern gemacht und die Heimreise mit den ersten Betriebsanleitungen angetreten. Eigentlich wollte ich einen kleinen Mog; die Betriebsanleitung vom 411 war aber schon vergriffen, also 421 ausgesucht und wenn man schon dabei ist, auch die vom 406. Spätestens jetzt war auch meiner Frau klar, das es kein Zurück mehr gibt, Sohnemann brauchte ich selbstredend nicht zu überzeugen.

Ein paarmal darüber geschlafen und die Erinnerungen an meinen U1300L vom Bund kamen wieder hoch - egal wie, ich wollte wieder in so einer Kabine sitzen. Also schwere Baureihe statt 411. Ein halbes Jahr später stand dann mein eigener U1000 vor dem Haus.

Nach einem zwischenzeitlichen Tief (irgendwo zwischen 'Du hast Schrott gekauft' und 'das schaff' ich nie') hab' ich die Restaurierung angefangen und siehe da: Geht doch!

Ciao,
Stefan
Zuletzt geändert von Picard am 25.01.2011, 12:56, insgesamt 1-mal geändert.
#327929
Hallo miteinander,

warum hat eigentlich bisher noch nie jemand einen solchen Threat eröffnet – so wie sich das hier entwickelt, können wir irgendwann mal ein Buch daraus machen: „Der Unimog als Hobby – Gefahr und gleichzeitig Balsam für die Seele“.

Also, bei mir ging das so los:

Seit mehreren Jahren liebäugelte ich schon mit einem „alten Trecker oder so“, als ich anno 2004 das Treckertreffen im Freilichtmuseum Lindlar besuchte – in netter Damenbegleitung, wegen deren Interesse als Großstadtkind am historischen Landleben ich eigentlich das Museumswochenende erst aufgesucht hatte. Nach dem üblichen Museumsrundgang und Bewundern alter Erntetechniken, Pferde streicheln und Brot aus dem Steinbackofen probieren zog es mich dann doch auf die Fahrzeugausstellung – mein Wunsch war gegenwärtiger denn je. Schnell stand ich vor einem ausgehängten Zettel, auf dem jemand einen U 406 inserierte und begann, immer interessierter immer engere Runden um die ausgestellten Unimog zu drehen. Das vielleicht ungewöhnlichste und fatalste daran war, daß meine Damenbegleitung energisch auf mich einredete, ich solle doch den Verfasser der Verkaufsanzeige unbedingt anrufen – O-Ton: „Ja wenn Du unbedingt so ein Ding haben willst, ...“

Schon zwei Wochen später war alles perfekt: ein Spontankauf (und rückblickend betrachtet gar kein schlechter), und ich fuhr in meinem eigenen U 406 nach Hause, stolz wie Oskar, aber ohne jegliche Ahnung vom Unimog und ohne Überblick, was ich mir da eigentlich angetan hatte. Sehr schnell wurde mir – von Beruf Dipl.-Verwaltungswirt und damit Schreibtischtäter par Excellence – klar, daß dieser Brocken doch viel mehr war als ein schnuckeliger, kleiner alter Trecker.

Ein Jahr später kaufte ich ein paar Hektar Laubmischwald, um zukünftig meine Heizwärme von der unersättlichen Geldgier der Energieriesen unabhängig selbst erzeugen zu können. Und auf einmal war ich nicht mehr nur Dipl.-Verwaltungswirt im Beamtenverhältnis, sondern gleichzeitig ein ganz offizieller Betrieb der Land- und Forstwirtschaft mit einem Unimog als Arbeitsgerät.

Total geil – unfaßbar, was hatte ich bis dato eigentlich im Leben alles verpasst!?

Der Umgang mit einem technisch absolut einmaligen und faszinierendem Fahrzeug, Schrauberei und immer mehr Begeisterung, wundervolle Arbeit in, mit und für die Natur – ich glaubte manchmal, den Beruf verfehlt zu haben. Und mehr und mehr wuchsen die Kontakte zu anderen Unimog-Verrückten, wurde gefachsimpelt und gemeinsam gebastelt – und gerade diese Kontakte sind eigentlich das, was das Schönste am Unimog-Hobby ausmacht. Mit demjenigen Übeltäter (hallo Dirk...), der mir damals den U 406 verkauft hat, pflege ich seitdem einen engen, freundschaftlichen Kontakt – und ist es vermessen zu sagen, daß aus dieser gemeinsamen Begeisterung für den Unimog und dem Austausch mit weiteren Unimoglern in der Umgebung der Unimog-Stammtisch Kierspe-Berkenbaum (wieder-)geboren wurde?

2007 dann mein erstes Unimog-Treffen: das UVC-Treffen in Venne. Wäre ich da bloß mal nicht hingefahren – alles wurde nur noch schlimmer, meine Begeisterung wuchs immer mehr, und immer mehr, und immer mehr...

Ganz schlimm wurde es, als mein Blick immer öfter auf den U 411 fiel. Alle krampfhaft bemühte Vernunft, so ähnlich Wie „Nein-nein-nein, Du hast schon einen, was willst Du mit einem zweiten...?“ half gar nichts: 2009 stand dann Unimog Nr. 2, der 411er auf dem Hof.

Daß mir zwischenzeitlich aus einer Betriebsaufgabe in der erweiterten Verwandschaft noch ein Eicher 4048A quasi zulief, sei nur am Rande erwähnt.

Inzwischen 3 Zugmaschinen mit zusammen 164 PS für 3,5 ha Wald sind wohl betriebswirtschaftlich das Bekloppteste, was es geben kann – hobbymäßig ist es jedenfalls nicht mehr zu toppen.

So könnte ich hier noch lange weitererzählen – das würde den Rahmen aber wohl sprengen. Wer`s trotzdem hören möchte, mit dem trinke ich auf dem nächsten Treffen gerne ein Bierchen auf zwei.

Ach ja, eins noch: die Damenbegleitung von damals habe ich inzwischen aus den Augen verloren – es lag aber nicht unbedingt am Unimog. Hätte sie mir nur damals bloß nicht so zugeredet...

In diesem Sinne: unimögliche Grüße!
#327940
Hallo Unimog-Freunde,

ich bin total begeistert von diesem Threat, danke an alle die ihre Geschichte hier erzählen.

Ich bin nach dem ersten Beitrag direkt auf den Dachboden gelaufen und habe nach meinen ersten Kontakten mit dem unverwechselbaren und einzigartigen Nutzfahrzeug namens UNIMOG gesucht und ich habe ihn gefunden meinen ersten eigenen UNIMOG einen 403 gekauft Anfang der Achtziger, fabrikneu.
Was soll ich sagen, kann "Mann" diesen Rundungen widerstehen? :schwindelig*

Bild

Bild

Aufgewachsen bin ich in den Achtzigern auf einem Speditionshof zwischen Reifenstapeln und Ölkanistern, im, unter und auf dem UNIMOG, das prägt. :lol:

Bild

Irgendwie war mein ganzes Leben immer irgendwo ein UNIMOG um mich rum, im Winter hat mich der Schneepflug geweckt und im Sommer haben wir mit dem UNIMOG Birkenzweige zum Schmücken der Schützenhalle geholt oder Baumschnitt weg gefahren.

Bild

Nach dem ich bei der Bundeswehr meinen Führerschein bestanden hatte ging es für mich dann so richtig los. :D
"Wer will mit dem U...", "ICH ICH hier wohin?" „…nteroffizier VS-Fahren“. „Schei…!“ :D

Bild

Nach der feierlichen Entlassung aus der Truppe habe ich dann mit meinem Entlassungsgeld direkt etwas für die Rente getan und mir einen 411.110 Bj. 1959 zugelegt.
Das war 2004 und ab da habt ihr hier ja meine Erlebnisse mit dem UNIMOG schon mitgelesen. :D

Bild

Boah, ganz schön viel Text für nen Sauerländer. :lol:
Mehr Bilder gibt es hier: www.theutone.de

Gruß
Patrick
Zuletzt geändert von elektrosmog am 25.01.2011, 19:07, insgesamt 1-mal geändert.
#327944
Hallo zusammen,

manchmal kommt man zum Unimog, wie die Jungfer zum Kind.

Ich bin in einer ehemaligen Porzellanfabrik, hier in nordost Oberfranken
aufgewachsen. Hier gab es ab Mitte der sechziger Jahre eine Unimog 421,
den ich gelegentlich, nicht nur auf dem Fabrikshof fahren durfte.
(Von "Oben her" erlaubt war es nicht).

Daß der Unimog schwere, mit Kohle beladene Luftkipper, in der am Hang
liegenden Fabrik bergauf schleppte, war Alltag, war normal. Daß so ein
Zwerg einen Fernlaster mit Anhänger bergauf durch den Schnee schleppt,
war für mich damals unvorstellbar.
Es war im Winter 66/67, mein erster Winter mit eigenem PKW.

Mitten im Dorf war an einer Steigung ein Lastzug trotz Ketten hängen
geblieben. Als ich da vorbei kam, hat mich der Fahrer abgewinkt
und um Hilfe nachgefragt. Hier kam eigentlich nur der Fabriksunimog
in Frage. Also bin ich wieder zurückgefahren, hab meinem Vater erzählt
was da los ist, und der hat gleich den Unimog raus geschickt.

Es wurde nicht erst diskutiert: Was kostet das, wer bezahlt was, welche Verordnung muß beachtet werden.
Der Schneepflug, ca 1t, einen Haufen Streusplitt hinten drauf, mindestens
1t, + 4 Ketten. Dann gings los. Der Zwerg hat das Gespann in der Steigung
losgezogen, nach rechts durch die Schneehaufen gezerrt, damit man mit der doch recht langen Fuhre nach links in die Hauptstraße kommt.

Fazit: Wenns am Berge dampft und zischt, hats einen LKW erwischt
wenn es aber stampft und dröhnt, ein Unimog Dein Ohr verwöhnt.

Nach weiteren 30 Jahren dann der Kacks. seit Mitte der 90er Jahre habe
ich Brennholz gemacht, mit Pkw und Anhänger. Eines Tages konnte ich
mein Holz, ca 6rm nicht mehr abtransportieren, weil der Rückezug den
Weg für einen Pkw unbefahrbar gemacht hatte.

Trostlos, wenn es nicht so schönes Holz gewesen wäre, hätte ich es trotz der Mühen, einfach liegen gelassen.

Mit der Wut kam die Sturheit, mit der Sturheit die Verbissenheit.
Ca 6rm Holz ca 280 Schritt auf den nächsten befahrbaren Weg getragen.

Nun war die Sache klar, ein Unimog muß her. ebay bemüht, fündig geworden, gekauft, ständig am richten und reparieren, Holz aus Gegenden holen, in denen ich noch nicht mal Pilzesammler getroffen habe.

Weil nun mit zunehmendem Alter, für mich Geschwindigkeit keine Rolle mehr spielt, sind mein U65 und ich ein "Paßgespann"

Gruß Lothar
#327948
Hallo zusammen,

das ist mal ein toller Threat. In Anbetracht der späten Stunde habe ich gerade nicht alles gelesen, mache das aber auf jeden Fall in den nächsten Tagen.

Einige Parallelen zu meiner eigenen "Geschichte" habe ich aber eben schon gesehen.

Einen Unimog wollte ich schon immer. Erste Life-Erfahrungen sind rund 30 Jahre her. In dieser Zeit habe ich große Teile meiner Ferien auf einem befreundeten landwirtschaftlichen Betrieb verbracht. Dort gab es u. a. einen 421 und später einen MB trac 800, auf denen ich begeisterter Beifahrer war.

Später dann durfte ich auf einem anderen Betrieb immer mal wieder den dortige 421 nutzen.
Fast zur gleichen Zeit wollte ich dann etwas Eigenes, was als Schüler damals nur zu meinem, heute noch vorhandenem, MAN 2F1 führte.

Mit dem ersten Geld aus der Ausbildung musste es dann ein Unimog sein. Die Wahl fiehl damals, budgetbedingt, auf einen 404S (2500 DM ohne TÜV, 3500 DM mit Tüv - einige kennen diese Ansage aus den 90ern möglicherweise).

Später musste der 404 dann wieder weichen und ich war einige Zeit moglos.

Mit den ersten richtigen Verdiensten nach dem Studium, folgte dann mein heutiger 401. Möglicherwerweise habe ich hier etwas viel Geld ausgegeben, aber glücklich bin ich noch mit dem Fahrzeug.

Ganz unverbindlich sehe ich mich nach einer Erweiterung des (uniog-)Fuhrparks um.
#327964
hi hi lustige Geschichten...


im Gegensatz zu manch anderen hatte ich nicht das Vergnügen, als Kind mit einem unimog mitfahren zu dürfen...

Irgendwie war mein Lieblingsspielzeug von Playbig ein ADAC-Abschleppunimog und ein Feuerwehrunimog.

Naja durch meine gute Pflege ist der ADAC-Mog auseinandergefallen, sprich die Pritsche und alles andere ist abgefallen. nackert nur mit Fahrerhaus war es mein Trial-Mog und ich fuhr im Garten damit rum....

Irgendwie ist es hängen geblieben und irgendwann fing ich an als erwachsener , mich nach einem Unimog umzusehen....

Als dann noch die private Pferdehaltung hinzukam, war der Entschluss gefallen - ein mog muss her - so wurde es dann ein 406.200...

Gruß

Arne
#328032
Hallo
Ganz Interessant wie ihr zu euren Mogs gekommen seit.

Ich bin folgender maßen dazu gekommen als ich klein war habe ich immer mit dem Alten Steif Mog von meinem Vater gespielt den wir noch aus seiner Kindheit hatten. Außerdem hat mein Vater immer von dem Unimog 404 erzählt den er bei der Bundeswehr gefahren hat. Später dann ging es weiter mit Unimogs Sammeln in 1/87 und Modelbau Eisenbahn und Schiffe. Ab und an wahren wir dann auch noch auf Trecker Ausstellungen und haben dort uns die Fahrzeuge angeschaut. Im Jahr 2007 habe ich dann eine alte TS 2/5 vom Katastrophenschutz auf dem Flohmarkt für wenig Geld gekauft diese habe ich dann Restauriert und wieder zum Laufen gebracht. Als die dann fertig war hatte ich Lust am Schrauben bekommen und suchte irgendetwas weiteres was ich restaurieren konnte.
Aus irgendeinem Grund kam ich dann beim Surfen auf die Internetseite der Osnabrück Dampflokfreunde und die hatten unter der Rubrik Verkaufen ein 411 zu verkaufen den sie als Transportfahrzeug genutzt hatten und jetzt nicht mehr brauchten. Also meinem Vater davon erzählt der hatte natürlich auch sofort Interesse also dahin gefahren und mit dem Vorsitzenden dort gesprochen den mein Vater noch von früher kannte.
Nach dem wir uns das Fahrzeug dann genauer angeschaut haben haben wir dann lange überlegt noch einen bekannten gefragt was der meint der war auch gleich ganz angetanen und hat ihn sich auch nochmal angeschaut und uns auch zum Kauf geraten. Dann haben wir ihn gekauft und zerlegt um ihn zu Restaurieren wo wir auch noch immer bei sind. Dann durch Zufall habe ich einem Kollegen von meinem Hobby erzählt dessen Mutter einen Reiterhof hat. Er erzählte das bei ihn auch noch ein Unimog steht mit Motorschaden also hinge fahren und auch noch heimlich gekauft biss jetzt hat meine Mutter noch nicht gemerkt das da noch ein zweiter Mog in der Garage Steht
:lol: das wahr letztes Jahr im April

So bin ich zu dem Mogs gekommen

Gruß0 Jens
#328171
So war es!
Als Großstadtkind hat man natürlicherweise mit Fahrzeugen aus Landwirtschaft und Forst nichts am Hut.
Mit 18 dann der Motorradvirus, den ich auch heute noch habe.
Es kam die Bundeswehr 1969/70 und die Mogs, als Benziner spritsaufende Ungeheuer die aber überall durchkamen.
Als Wartungstrupp hatten wir einen und was da im Manöver an Teilen (wir reparierten Panzer) mitgeschlept wurde war unheimlich.
Später war meine Arbeit bei der Berufsfeuerwehr, auch ausgerüstet mit entsprechenden Fahrzeugen des Katastrophenschutzes auf Unimogbasis.
Diverse Lkws, Wohnmobile, ein Lanzbulldog, Rundhauber begleiteten mein Leben.
Eigendlich wollte ich mit dem Alteisen ja aufhören, aber dann kam der Virus doch wieder.
Gesucht hatte ich einen Rundhauber 911 er, aber es war nicht vernünfiges auf dem Markt.
Da ist mir der Lesa über den Weg gelaufen und ich habe meine Freude mit ihm!
MIKE
:D
#328179
Tja, wie war das eigentlich?
In meiner Jugend habe ich eigentlich nicht viel vom Unimog gehalten.
Der konnte ja nichts richtig. Mein Onkel hat mit dem Unimog zwar einen Lohnbetrieb aufgebaut (411er und 421 mit Feldspritze) und wir selbst hatten 1975 einen U65 Bj.1964 als Zugmaschine auf dem Hof. Ich war damals 13 Jahre und durfte schon einige Arbeiten auf Hof und Feld mit diesem nicht optimal ausgestatteten Fahrzeug ausführen. Heute weiss ich was wir alles falsch gemacht haben!
1978 wurde der 406er dann für einen neuen Allradschlepper Renault 751-4
gut in Zahlung gegeben, diese Maschine ist immer noch auf dem Hof.
Einige Bilder aus dieser Zeit:

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild



1988 verunglückte mein Vater tödlich und der Hof wurde stillgelegt und fast alle landwirtschaftlichen Geräte wurden verkauft, meinem Bruder und mir oblag nun die Pflege der restlichen Hofstelle.
Dazu suchten wir eigentlich einen Radlader für diverse Renovierungs-und Bauarbeiten. Sowas war aber damals für uns nicht finanzierbar und so kam ein alter 411117 mit Frontlader und Keilschneepflug zu mir.
Bei der Suche nach Ersatzteilen für den Westfalia kam ich dann irgendwann in Kontakt mit dem UVC, welcher sich gerade in dieser Zeit gegründet hatte.
Dann folgten die ersten Unimogtreffen (noch mit PKW)als Besucher und Teilesammler. Ich denke dort hat es mich dann auch erwischt, denn meine Unimogsammlung wurde immer umfangreicher und ist mittlerweile ziemlich unübersichtlich. Die Familie hat zum Glück immer mitgemacht und ist mittlerweile wahrscheinlich auch genauso infiziert.
Am besten gefällt mir das Miteinander der Unimogfreunde, so habe ich das sonst noch nirgends erlebt!

Gruß
Jochen
#328204
Hallo!

Ich werde jetzt 40 Jahre alt, bin seit 10 Jahren verheiratet und habe 2 Kinder.

Seit ich denken kann, habe ich schon immer mit LKW (einige Siku-Laster wurden verschlissen) gespielt, Lego-LKW mit Zwangslenkung, Sattel , Kipper, alles Mögliche gebaut und Tonnen von Material durch Wohn-und Kinderzimmer gekarrt.

Ein Unimog war auch dabei, aber nur nebenbei...


Ich kann mich dran erinnern, daß ich mal mit einem 1500er Unimog mit Schneepflug mitfahren durfte.

Es geschah das unglaublichste: Er schob den Schnee am Schützenhaus in den Wald. Das war ja nichts ungewöhnliches - aber der Schnee wälzte sich über den Pflug und das waren solche Massen - das war für mich als kleiner Jung schier unglaublich...

Wenn wir dem Nachbarn das Auto mit Schnee zugeschaufelt haben, diesen Hübbel schob dieser Unimog einfach so weg...

Dieses Erlebnis weis ich noch wie heute und es war wahrscheinlich der erste richtige Kontakt mit der heutigen Sucht...


Da wir schon immer Hauberg gemacht haben, hatten wir unseren ersten Trecker, einen Güldner 11 PS mit einem einfachen Anhänger..

Im Wald durfte ich immer Fahren, zuhause von der Kupplung gerutscht - Motorhaube und Blechgarage kaputt....

Dann kam ein D25, mit diesem Kameraden Zeitung ausgetragen und Sonderprüfungen in der Hecke gefahren...

Danach der Deutz D30, den ich heute noch habe.

So gingen die Jahre dahin und endlich 1995 kaufte ich mir meinen ersten UNIMOG, einen 411 Cabrio.

Dann kam der Zweite 411er, den ich mir für 5300 Mark kaufte. Eigentlich mein richtig erster, aber der andere war schon zugelassen und nur geringe Zeit vorher gekauft.


Mein Erster hatte UU411, der Zweite DB411 am Nummernschild.
Es folgten UU406, U411, OO406, auf dem PKW H411, der Anhänger J411, der Forst FU406, selbst die Simson -Schwalbe hatte 411 auf den kleinen Kennzeichen.

Ich wollte damals auch mein Kind auf der Ladefläche zeugen - aber es war doch woanders...;-))

So verging die Zeit, Unimogs, Ersatzteile, Freunde, etc kamen und gingen, meinen ersten habe ich noch und der bleibt auch bei mir.

Seit 2001 habe ich meinen 406, den ich jetzt noch habe.

Zwischendurch hatte ich auch mal einen 406er Forst, den ich leider nach Griechenland verkauft habe (und dem ich am meisten hinterherweine).


Meine Eltern hatten damals wirklich starke Nerven - ein Dank an sie...;-))


Als das noch nicht publik war mit UVC und UCG, trafen wir uns im kleinen Kreis zB. bei Otmar und Stefan Lange in Birkelbach im Bauwagen, an der Eisbar in der Garage oder telefonierten oft.

Wir fuhren uns bei minus 20 Grad in einer Schneewehe fest und nachher floss der Obstler. Es war eine richtig schöne Zeit und ein ganz kleiner Kreis Unimogler. Jeder kannte jeden und es wurde sich weitergeholfen.


Da wurde sich für 50 Mark ein alter 6Volt-Käfer von der Bundeswehr gekauft, das Ding in der Hecke geschreddert und Weitsprung gemacht.

Das störte keine Sau, bis vielleicht auf die Jogger, die sich schonmal seitlich in die Büsche retten mußten...;-))


Trotz allem habe ich bis jetzt mit dem UNIMOG viel Spaß gehabt und nette Freundschaften (zB. die Petermanns aus Graben-Neudorf) haben sich entwickelt...


Auch wenn ich den Unimog machmal hätte verschrotten können, weil mal wieder etwas kaputt ging - irgendwie will ich das Kerlchen nicht mehr missen...


Dieses Thema war schon lange fällig und ich lese jeden Tag neue (Lebens-) Geschichten und machmal bekomme ich eine Gänsehaut, weil es wirklich so ist, wie es manche Schreiben.


Ich wollte immer einen 406er, den habe ich mir gekauft, bevor ich 60 bin, die Knochen kaputt habe oder ich nicht mehr in den Karrn reinkomme.


Macht - was Ihr gerne schon immer mal machen wolltet, kauft Euch so ein Groschen(Euro)grab - aber es ist so geil....!!!!!!!!

Und laßt vorallem die Lällesser lällen - macht Euer eigenes Ding.



In diesem Sinne - Gutt Nacht !



Heiko Jenne/Siegerland
Forst1
Dateianhänge:
HOES 1.JPG
HOES 1.JPG (94.75 KiB) 6610 mal betrachtet
holzhäckseln 03.JPG
holzhäckseln 03.JPG (66.75 KiB) 6610 mal betrachtet
Mein erster UNIMOG.JPG
Mein erster UNIMOG.JPG (98.93 KiB) 6610 mal betrachtet
Mautpflicht der Mogs

Habe gerade auf Online-Antrag die Verlängerun[…]

Pannen beim Diesel entlüften U406

Hallo Helmut, erst jetzt hab ich deine Ände[…]

Hallo Flo, das habe ich dieses Jahr auch bei meine[…]

@Manfred: ja , ist schon klar, mir geht es um - F[…]