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Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#519932
Hallo,

mir ist an meinem 411er Bj. 1974 aufgefallen, dass der Kraftstoffverbrauch deutlich höher ist, als bei meinem 1963er. Ich habe mir dieses durch die höhere Drehzahl erklärt (45PS zu 34PS) und damit höhere Geschwindigkeit erklärt.

Gestern sind wir mal nach langer Zeit wieder offen gefahren und es roch nach Diesel :cry: Bei geschlossenen Verdeck war der Geruch nicht auffällig. Unsere suche wurde bei der Tankentlüftung fündig. Aus ihr trat offensichtlich Kraftstoff aus. Da dieser nur zum Teil auf dem Tank und der Rest daneben gelandet ist, fiel es vorher nicht weiter auf. Mir erschien der schwarze Schmier am Tank als eine Folge unachtsammen Tankens, was ja in der Praxis vorkommt. Die letzten Tropfen aus der Zapfpistole laufen auf den Tank und bilden vermischt mit Dreck diesen stark anhaftenden Schmier, der auf dem schwarzen Tank nicht sonderlich auffällt.

Erste Prüfungen führten aber zu dem Ergebnis, dass ein Draht ohne Probleme eingeführt werden konnte. Durchblasen in den Tank war auch möglich. Die Entlüftung ist nicht verstopft, der Tank auch nur noch halbvoll. Was ist also die Ursache?

Der Vergleich mit dem 1963 zeigt, dass die Entlüftung (original) 1974 nicht mehr in das Fahrerhaus geführt wird, sondern als Bogen direkt auf dem Tank steht. Das ist original, da das Fahrerhaus keine Bohrungen im Bodenblech hat. Insgesamt ist das Röhrchen aber 1974 kürzer.

Bei Jochen habe ich dann einen durchsichtigen Schlauch montiert und oben an der Kabine befestigt. Die weitere Analyse ergab, dass bei Bergabfahrt ohne Gasgeben und beim Ausrollen von hoher Geschwindigkeit die Förderpumpe bei hoher Drehzahl weiter fördert aber der Motor kaum Kraftstoff annimmt. Dann wird der Rest über den Rücklauf aus der Entlüftung herausgedrückt. Bei einem längeren Schlauch drückt der Kraftstoff in den Schlauch, bis die Kraftstoffsäule im Schlauch genügend Gegendruck erzeugt und der Kraftstoff läuft in den Tank.

Zur Zeit ist die Entlüftung an einem Doppelringnippel angelötet. Ich werde das wohl so ändern, dass ich die Rücklaufleitung über einen Einfachen Ringnippel führe und die Entlüftung stirnseitig nach oben in die Hohlschraube einbringe.

Die originale Tankentlüftung (Ausführung ohne Durchführung in die Kabine) scheint bei Mototen mit hoher Abregeldrehzahl zu kurz zu sein. Ich werde sie zusätzlich verlängern.

Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht :?:

Gruß
Markus
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#519947
Hallo Markus,

mein 411.112 Baujahr vor 63 hatte ein ähnliche Konstruktion wie in Deinem Bild gezeigt. Ich würde dabei allerdings sagen dass das Entlüftungsröhrcchen eher noch kürzer war als bei Dir. Eventuell ging es aber dichter an der Hohlschraube mmit einem schärferen Knick nach oben.
Deine Beobachtungen kann ich nicht teilen, obwohl meien Maschinen auch enddrehzahlmäßig höher gedreht waren allerdings keinen Spritzversteller und keine 45PS hatten.
Was für eine Hohlschraube ist bei Dir verbaut, wieviele Querbohrungen?
Wie ist die Stellung der Querbohrung in Bezug auf die vom Motor kommend Leitung.
#519950
Hallo Markus,
versuche doch mal, ob die Bohrung in der Hohlschraube nicht etwas größer werden können.Das wäre am unauffälligsten und schnell gemacht.

Gruß
Jochen
#519954
Hallo,

ja, es gibt viele Lösungsansätze. Bei 421 ist die Entlüftung und der Rücklauf getrennt. Ich werde erst einmal das Röhrchen verlängern.

Man kann auf dem Bild sehen, dass der Bogen viel kürzer ist als bei den Fahrzeugen, wo der Bogen durch das Fahrerhaus geführt wird.

Am spritzversteller kann es nicht liegen. Eher an der Drehzahl, da diese direkt Einfluss auf die Förderpumpe hat.

Da geht durchaus eine signifikante Menge Brennstoff verloren. :cry:

Gruß
Markus
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#519985
Hallo Markus,

nur halb beanwortet :D
Du hast die derzeitige Stellung deiner drei Bohrungen nicht genannt.
Ja Du hast Recht, die Stellung ist am einfachsen über die Dicke der Dichtung einstellbar aber das ist für Dich doch lösbar.
Die andere Methode schlage ich Dir lieber nicht vor, sonst bist Du mir wieder böse. :wink:
#519990
Hallo Markus,
ich habe an meinem 1970iger ja auch diese Entlüftung montiert. Mein Tank ist auch immer verschmiert. Die anderen Dichtungen habe ich zwischenzeitlich getauscht, ohne dass eine große Besserung erfolgte. Ich werde heute Nachmittag auch mal einen durchsichtigen Verlängerungsschlauch montieren und um die Sache zu beobachten. Ggf. werde ich dir das Ergebnis auch vorführen.

Gruss Micha
#519993
Hallo Jürgen,

die Stellung der Bohrungen konnte ich nicht zweifelsfrei ermitteln, da ich die Hohlschraube schon herausgedreht hatte und vorher keine Markierung gesetzt habe. Wenn ich die jetzt wieder einschraube und Setzungserscheinungen vorliegen oder ich etwas fester anziehe, ist die Position nicht die selbe.

Hallo Micha,

je nach dem, wie das Röhrchen gebogen ist trifft der austretende Kraftstoff nur teilweise den Tank. Bei mir ging das meiste daneben. Daher hielt sich die Verschmutzung wie bei dir in Grenzen.

Gruß
Markus

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