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Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#107475
Hallo Gundo, Hallo Forum,

was Du zum Thema Shell Spirax MX 80W90 schreibst, ist schlicht falsch.
Viele Unimog-Fahrer und ich fahren das Öl bereits seit Jahren mit den besten Ergebnissen, vor allem bei der Schaltbarkeit von etwas verschlissenen Synchronringen. Gerade bei kalten Temperaturen ist das Öl eher dünnflüssig.
Ein syntetisches Öl ist nicht automatisch besser.

Wenn Du keine Erfahrung hast, solltest Du keine Behauptungen aufstellen.
Und Du solltest zwischen persönlichen Abneigungen und fachlicher Information trennen.

Gruß

Franz
#107972
unimurr hat geschrieben:Wenn Du keine Erfahrung hast, solltest Du keine Behauptungen aufstellen.
Und Du solltest zwischen persönlichen Abneigungen und fachlicher Information trennen
Hallo Franz,bitte etwas freundlicher.

Die fachlische Information des Leiters des Shell-Entwicklunglabors zum UG 1/11 und UG2/27 lautet: Shell Spirax GSX 75W90,
Richtig lt seiner Aussage: Shell Spirax MX 80W-90 ist ein "preiswertes" Öl.
unimurr hat geschrieben:was Du zum Thema Shell Spirax MX 80W90 schreibst, ist schlicht falsch.
Es mag mit dem MX 80-90 wohl gute Erfahrungen vorliegen, die Aussage über die Zielgruppe bzw Einsatzzweck von Gundo ist jedoch richtig].

PS: Der besagte Leiter des Labors fährt GSX 75W90 in seinem 411 und 406 seit Jahren, es ist davon auszugehen, dass dieser Mann sowohl über Erfahrung als auch technische Informationen verfügt.
Zuletzt geändert von Helmut Schmitz am 24.07.2006, 11:56, insgesamt 1-mal geändert.
#107974
Nein, es gibt keine Probleme mit den Syncronringen.
Da es sich um ein bekannterweise um ein GL5-Öl handelt, kann es auch im Differential als auch im Vorgelege verwendet werden.
Da die ursprüngliche Frage von marcmarc11 auf das UG3 bezogen war, das gleiche gilt auch dort.
#107976
Interessant... in den Datenblättern von Shell ist das ASX ausschließlich als Öl für Achsantriebe beschrieben.
Soweit ich die kryptischen Angaben im Datenblatt ("Kupferkorrosion...") richtig deute, scheint es aber Kupfer nicht anzugreifen.
Und was lernen wir daraus:
Offenbar ist es dem alten Unimog-Getriebe ziemlich egal, welches moderne Öl verwendet wird. Nur für die Mogs mit kleinen Motoren (411 und 421) wirkt sich ein Getriebeöl mit niedrigem Pourpoint und niedriger Kälteviskosität (also ein synthetisches Öl) in der kalten Jahreszeit wirklich vorteilhaft aus. Da kann man dann auch mal den 6. Gang einlegen, bevor man 10 km gefahren ist...
Gundo
#108009
Hallo Gundo
Hallo Franz,
hallo Helmut,

Ich habe von Kanada aus beobachtet, was ihr da schreibt. Alles sehr intersssant. Ich muss zudem Helmut recht geben, dass wir konfrontionelle Aussagen vermeiden sollten, sondern mehr diplomatisch unsere meinung zum Ausdruck bringen sollten, was oft nicht so einfach ist, wenn wir von einem Produkt oder einem Verfahren sehr ueberzeugt sind, weil es gut funktioniert hat.
Wenn es um Oele geht, muss man zudem besonders vorsichtig sein, denn von den Oelherstellern wird oft viel versprochen und gedruckt, natuerlich mit dem Hintergrund, zu verkaufen. Die Aussage, dass die alten Unimogs fast alle Oele vertragen, ist, so glaube ich, nicht schlecht. Wichtig ist bei all dem immer die Viskositaet des Oeles.
Ich glaube, man koennte das alles hier im Forum zu Tode diskutieren.
Seid nicht veraergert ueber andere Meinungen, geniesst die Tage und die Fahrten mit dem Mog.
Gruss aus dem Nordwesten Kanadas (der Schnee ist endlich weg).

Albert Koehler
#108076
Ein GL5-Öl kann ein GL3 bzw GL4 ersetzen, vorausgesetzt, die die Schmierfähigkeit ist ausreichend. Problem bei den alten GL5-Ölen für Hypoid-Antriebe war der Schwefelanteil um die geforderte Schmierwirkung zu erreichen, diese Beimischung hat den Einsatz bei Getrieben mit Kupfer-Bauteilen bisher verwehrt. Bei besagtem GSX 75W90 ist sowohl die Viscosität als auch Schmiereigenschaften bis GL5 bei einem weit gestreckten Außen-Temperatur-Bereich gegeben. Allerdings erfüllt das MX80W90 auch die Bedingungen für den Unimog, es halt die Billig-Lösung, wer seinem Mog was richtig Gutes antun will nimmt das GSX75W90.

@ Albert
in BC ist der Schnee weg, in Moskow ist derSchnee weg, hmmm, ich glaube der kommt bei uns wohl als Hochwasser jetzt an. :roll:
Zuletzt geändert von Helmut Schmitz am 24.07.2006, 11:57, insgesamt 2-mal geändert.
#108154
Moin Franz,
das solltest du dem Leiter des Shell-Entwicklungslabors für Schmierstoffe, das u.a. die Öle für die F1-Autos von Ferrari, Motor- und Getriebeöle für die großen deutschen Automobilhersteller im PKW- und Nutzfahrzeugbereich entwickelt, erzählen.
Der weiss vielleicht gar nicht, dass er in seinen Unimogs und seinen gut ein Dutzend alter Lotus-Rennwagen seit 10 Jahren das falsche Öl fährt.
:wink:

Gruß Ulli

PS: bei Bedarf kann ich dir den Kontakt herstellen
#108180
Hallo

Wenn ich mir die Spezifikation durchlese und keine anderen Infos hätte würde dieses Öl nicht im Getriebe verwenden. Ich würde die GSX Variante im Getriebe und die ASX in Achsen und Differenzial einfüllen.
Wobei ich bei beiden keine Angaben über Buntmetallkorrosion gefunden habe. (habe aber auch noch nicht intensiv gesucht)

Grüsse

Hannes
#108219
Servus Ulli,

ich orientiere mich an Datenblättern, Spezifikationen und eigenen Tests und nicht an "Ich kenne einen, der einen kennt, der sagt, das ist gut". :wink:

abschließend will ich nochmal zusammen fassen:

Das Shell ASX ist ein hervorragendes Achsöl. Solange mir keine Freigabe von Shell in Bezug auf Korrosion mit Kupfer vorliegt, kommt bei mir das Öl nicht in das Getriebe.

Das Öl Spirax MX ist vor allem für die Fernreisefraktion interessant, da es in Achsen und Getriebe gefahren werden kann und der Reisende mit einem Öl auskommt. Im Test stellte sich heraus, dass es vor Allem im UG2/27 das Synchronisationsverhalten deutlich verbessert. Das ist selbst über Jahre in mehreren Unimog getestet und hat sich bewährt.

Alle modernen Öle sind heute erheblich besser, als die Produkte, die bei der Konstruktion der 406 zur Verfügung standen.

Da die Diskussion längst den Boden der Fakten verlassen hat, klinke ich mich jetzt aus.

Gruß

Franz
#108618
Moins,
um den vielen Zweifeln ein Ende zu bereiten und auch, um mich der Aussage des Leiters des Shell PAE-Labors zu versichern, die er Ende März auf unserem Unimog-Stammtisch gemacht hat, habe ich Dr. W. Warnecke nochmals angemailt und folgende Aussage erhalten:
Beim Achsgetriebe einschl. Vorgelege (und für alle unsynchronisierten Getriebe) ist Spirax ASX und beim Schaltgetriebe mit Synchronisierung Spirax GSX das Ultimative was Du verwenden kannst.
Beides sind Mehrbereichs-Syntetik Öle und reduzieren die Reibung so
wesentlich, dass nachweislich die Öltemperaturen fallen (z.B. im Motorsport getestet und eingesetzt beim ASX) sowie sehr gute Verschleißeigenschaften haben.
Insofern revidiere ich meine Aussage, dass das ASX auch uneingeschränkt in synchronisierten Getrieben verwendet werden kann, da habe ich wohl nicht richtig zugehört, SORRY

Helmut hatte sich auf meine ursprüngliche Aussage verlassen, auch dafür Tschuldigung.

Also, die optimale Wahl ist:
ASX 75W90 in Achsen und Vorgelege
GSX 75W80 in (synchron. Getriebe)

hier noch ein Link zu den relevanten
Shell-Ölen

Die Qualität (und damit auch der Preis) in absteigender Reihenfolge

Gruß Ulli
#119229
Hallo Gundo,
ein für meine begriffe hervorragender beitrag, der mir als laie viel gebracht hat. Klar formuliert und mit historischem hintergrund, der die geschichte mit den ölklasssifizierungen klar macht.
Dennoch eine frage: weil ich erst vor kurzem eine neue 411er achse restauriert habe, kenne ich nun auch deren innenleben.
Ausdrücklich wurde ja GL 5 nicht für das getriebe wegen der gefahr der kupferkorrossion der synchronringe , wohl aber für die achsen und achsvorgelege empfohlen. Was ist aber mit den laufbuchsen für die achswellen in den achsrohren, die sind doch m.e. auch aus bronze, oder?
Wenn ja , dürfte doch dann in die achsen(außer vorgelege) kein GL 5 befüllt werden? fragt der laie.
Auch wurde hier über die wesentlich bessere wärmeabführung der neuen öle gegenüber denen aus urzeiten des mog berichtet.
Ich fahre in den getrieben der kleinen mogs 401(mit synchron.getriebe) und 411 ein öl der Fa. NITZ-oil mit der aufschrift: API: GL4 , aber wenn ich den mog längere zeit bei endgeschwindigkeit richtig gelanzt habe schaltet er sich auch mit diesem öl sehr schwer, kaum noch ein gang rein-und rauszukriegen. Auf der sternfahrt nach Gaggenau 1995 hatte ich den eindruck während einer rast, dass das getriebe heißer war als der motor.
Liegt das an den getrieben? Wie schlimm muss das dann damals mit GL1 -öl gewesen sein?

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