Herzlich willkommen

Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#253884
Hallo,

@Bernd: na dann erst mal weiter viel Spaß mit dem Mog!

Noch ne Anmerkung am Rande.
Von Jens:
Den die Federn haben eine ABE von Mercedes-Benz und im Falle des Falles steht man immer auf der sicheren Seite.
Das ganze hat noch einen Haken. Federn werden ja der jeweiligen Belastung ausgelegt. (Ich hab keine Werte, wieviel die verstärkten Federn grundsätzlich länger sind.) Der Haken kommt genau da. Wenn verstärkt (also jetzt mal die richtig dicken Federn), dann gehe ich jetzt mal davon aus, das diese bereits in der Ursprungslänge länger sind und eben auf mehr Gewicht der jeweiligen Achse vorgesehen - und abgenommen sind. Und halt nicht auf sportliche Fahrweise bei tiefergelegtem Fahrzeug. Das bedeutet aber gleichzeitig, das die verstärkten Federn nur Sinn machen bei den aufgelasteten Fahrzeugen, beim 406 eben min. die 7,5to-Ausführung.
Baut jemand die 7,5to-Federn in einen 5,8to-Mog ein, ist das weder zulässig und sinnvoll noch komfortabel! Baut er die dann ein, wird er sie auch nutzen - und ausnutzen. Damit is die Dauerüberladung des Rahmens vorprogammiert. Die möglichen Folgen sind klar.
Ich hoffe, es war einigermaßen verständlich.

mfG
Axel
#254078
@ Axel,

die verstärkten Federn im 406 sind genauso lang wie die "einfachen". Äußerlich sind die Federn nur an der Drahtstärke zu unterscheiden.

Es gibt meines wissens dreierlei Federstärken.

An meinem U80 Bj `70 (5,6 t zGM) sind von Haus aus verstärkte Federn eingebaut (SA!). Kommt daher, daß es mal ein Kommunaler war, der für den Dauerbetrieb mit Anbaugeräten ausgelegt war - und das bei unverstärktem Rahmen! Ich denke die Inschenöre werden sich damals schon was dabei gedacht haben.

Federungskomfort ist - naja halt unimogtypisch. Bei zunehmender Beladung aber deutlich besser :wink:

Gruß

Tobias
#254166
Hallo,

mein Unimog hat auch die 5,8t Zulassung und ab Werk die verstärkten Federn inkl. Stabi und Zusatzfeder drin. Er wurde von Neuheit her mit einer Aufbauspritze ausgerüstet. Das Fahrverhalten ist unbeladen schon recht " stramm ". Am Wochenende war ich froh das ich die oben genannte SA eingebaut hatte.

schöne Grüße aus Hessen Jens
Dateianhänge:
mogforum1_183.jpg
mogforum1_183.jpg (62.09 KiB) 1542 mal betrachtet
#254262
Hallo,
@Jens:
genau das hab ich gemeint. Dein Mog hat bei 5,8to ne zul.HA-Last von 3500kg. Leergewicht auf der HA bei typischer Mog-Verteilung 1,4to.
Aufgeladen hast Du ca. 1,5ster - günstig geschätzt 650/700kg Scheitholz.
Bei dem Radstand vom 406 i.V.m. dem Überhang deines 1100kg schweren Binderbergers und dem Radstand gibts nach einfachem Momentensatz ne HA-Belastung zusätzlich von 2to, also HA-Last gesamt von rund 4-4,2to - günstig gerechnet. Damit ist deine HA um min. ne halbe Tonne überladen! Bestätigt den Eindruck, den man von der Einfederung kriegt. Der Stabi hilft dabei nur gegen die Wankbewegungen, den Rahmen macht er nicht stabiler.
Sorry - auch wenn dein HKH den Spalter heben kann ( http://www.unimog-community.de/index.ph ... ht=#253744 ) heißt das noch lange nicht, daß man es auch machen sollte, bzw machen darf.
Achslastüberschreitung um min.14% (also knapp vor der nächsten Stufe) - die Tarife finden sich im Netz - aber Tobs kennt se sicher auswendig :wink: .
Sollt ich arg falsch liegen bitte ich um Info.

mfG
Axel
#254368
Hallo Axel,

die Geschwindigkeit von 25km/h sollte natürlich nicht überschritten werden. So stehts auch in der Beschreibung vom Spalter. Auf der Pritsche sind ca. 2RM Weide, Erle trocken ca. 550KG. Auf der Straße bin ich höchstens 40km/h gefahren und im Wald, Feld und Wiese höchstens 20km/h. Warum hebt der HKH dann 3 Tonnen wenn das schon erheblich zu schwer für den Mog sein sollte. Ein stabiler 3-Schar Drehpflug mit ca. 220 Zentimeter Ausladung und einer Tonne Gewicht sollte doch auf jeden Fall bei dem Unimog möglich sein, oder? Und ich glaube da ist die Belastung noch höher. Aber ich fahre den Spalter ja im Normalfall nur 50 Meter vom Schuppen zum Platz.

schöne Grüße aus Hessen Jens
#254492
Hallo,
bezüglich der Achslast wurde damals in der Landwirtschaftsschule oder auch beid er Deula schon fleißig gerechnet. Erstaunlich war daß fast jeder Trecker unmöglich mit dem dazu passenden Anbaugerät wie Pflug, Bestellkombination, Siloentnahmegerät oder ähnliches die vorgeschriebene Achslast einhalten konnte.
Wenigstens wissen die meisten Unimogfahrer dass es zulässige Achslasten gibt.
Dem Landwirt interessierte es, zumindest in den 80er und 90er Jahren recht wenig und in den seltensten Fällen war ihm bekannt wie hoch diese war. Wenn aber ein 80er oder 90er Trecker nun mal ein 3-Schar-Drehpflug ziehen kann und muss sollte er auch angebaut werden (dürfen) können. Zulässig war es jedoch in den wenigsten Fällen.
Viele Techniker, Lehrer und auch wir Schüler wunderten sich über die angegebenen Achslasten.
Ich meine auch das sich die Zeitschrift top-agrar in dieser Zeit mit diesem Thema beschäftigt hat.

Wie sieht es heute aus. 180PS Trecker mit 5 oder 6 Schar Volldrehpflug im Heckkraftheber und und am Frontkraftheber den passenden Packer über km zum Feld bringen. Sieht optisch auf jedem Fall ungesund aus.
#254528
Hallo,

wie schaut es dann mit Aufbauspritzen, Düngerstreuer mit Bunker, Aufbau EAG, Streusalzstreuer und Auslegemulcher die man speziell für den 406 kaufen konnte aus. Bei diesen Auf oder Anbaugeräten würde ja immer die Achlast überschritten werden. Warum hebt dann der HKH vom 403 oder 406 3 Tonnen wenn das dem Mog schaden würde. Den Binderberger hat der 406 problemlos gehoben und nicht auf den letzten Drücker. Schadet diese Kombination wie auf dem Bild zu sehen ist meinem Mog oder kann gar irgendwas brechen. Oder bezieht sich hier die Achlast nur auf den öffentlichen Straßenverkehr.


schöne Grüße aus Hessen Jens
#254540
Hallo Jens,

sicher sind die Angaben für den öffentlichen Straßenverkehr.
Auf deinem Grund und Boden kannst Du mit deinem Eigentum (noch) meist machen was Du willst.
Hältst Du die Achslasten ein, kannst Du sicher gehen, daß die Kiste hält, weil se dafür Entwickelt und Freigegeben wurde. Gehst Du über die Werte drüber hinaus, kann es halten - kann. Beim Frontladerbetrieb hadern viele darüber, daß unbedingt zumindest die Unterzüge zu montieren sind (die kaum einer hat bzw. her kriegt) oder gar ganz auf Frontladerbetrieb zu verzichten ist.
Auch mit dem HKH belastest Du den Rahmen auf Zug und Biegung.
Warum der HKH 3to schafft - wenn original ist er wohl ein Einheitsteil (kenn zumindest nur den einen am 406, von Detailunterschieden zu den frühen mal abgesehen) - egal welcher Rahmen. Vergleich mal mit den Kugelköpfen von Westfalia. Hab mir nen Anhängebock gebaut und abnehmen lassen, mit dem darf ich 3,5to bei 200kg Stützlast dranhängen. Ein viel leichteres Fahrzeug darf mit dem selben Kugelkopf nur sehr viel weniger Anhängen - es kommt nicht immer auf das Bauteil im Einzelnen sondern auf das Gesamtgebilde an!
Und wegen aushalten und dürfen - hab mich am Sonntag auch drüber aufklären lassen, das meine im web gefundenen Zahlen für das Gewicht frisch geschlagenen Holzes nicht mit denen von TÜV und Rennleitung übereinstimmen - zum Glück nicht von den Tobs Kollegen in Grün! Der Anhänger hälts aus - mein Geldbeutel aber nicht! :wink:
@Bernd Thomes: Hält ja auch nicht immer - nicht von ungefähr ist im landwirtschaftlichen Einsatz nix dauerfest . . .

mfG
Axel
#254608
Hallo,

habe noch mal überlegt :shock: . Wenn der Mog bei Leergewicht ca. 1400 Kilogramm auf der Hinterachse hat, hat er doch bei ca. 600 Kilogramm Zuladung auf der Pritsche ca. 2000 Kilogramm auf der Hinterachse. Und wenn ich noch den Spalter mit ca. 1100 Kilogramm dabei nehme dann komme ich auf ca. 3100 Kilogramm. Da kann ich doch die Momentenrechnung auser acht lassen, oder? Denn die 1100 Kilogramm vom Spalter können ja auf einmal nicht ca. 1400 Kilogramm mehr sein. Und somit wäre ich doch im grünen Bereich. Die Ingenieure bei Mercedes-Benz müssen sich irgendwas dabei gedacht haben das der Mog ca. 1100 Kilogrammm ohne Probleme hebt. Wenn ich hier total quer oder falsch denke lasst es mich Wissen :cry:

schöne Grüße aus Hessen Jens
#254610
Mahlzeit Jens,

wenn der Spalter auf der HA liegen würde, dann wäre deine Überlegung richtig.
Da er aber mit einem sehr deutlichen Hebel, der fast dem Radstand entspricht, hinten überhängt, geht das über Hebelwirkung (Momentenrechnung) voll auf die Hinterachse (und hebt die Vorderachse aus, darum wird er beim Fahren auch schwimmen).

mfG
Axel

PS: Sorry, Mercedes kann nix an den Dingen überlegen, was von völlig anderen Firmen jahrzehnte nach dem Bau deines Mog, angeboten wird.
#254620
Hallo Jens,

hier hat Axel schon recht.

Am besten, Du fährst mal auf eine öffentliche Waage.
Jeweils nur eine Achse wiegen und dann siehst Du, was Sache ist. Wir können hier trefflich raten, ob die 3,5t oder gar die 4,3t überschritten sind, aber das hilft Dir nicht weiter.

Auch die Momentenbetrachtung kannst Du da mal recht eindrucksvoll testen.

Fährst mal abwechselnd nur mit der Hinterachse und dann nur mit der Vorderachse auf die Waage und hängst Dich dann jeweils mal hinten an Deinen ausgehobenen Spalter noch dran.

Dann siehst Du, dass Du scheinbar "mehr wiegst", als zu Hause auf Deiner Personenwaage - die Achslast hinten steigt viel mehr, als Du wiegst, Du kannst aber auch gleichzeitig beobachten, wie die Vorderachslast abnimmt.

Zu Deinem Gewicht kommt diese Vorderachsentlastung nämlich noch auf die Hinterachse dazu - weil Deine Gewichtskraft über einen Hebel auf die HA wirkt. Du kennst sicher den Spruch: Gewaltig ist des Schlossers Kraft, wenn er mit dem Hebel schafft. Würdest Du den Spalter immer weiter nach hinten verlagern können, würde er irgendwann das Mogli vorn anheben - ohne auch nur 1g schwerer geworden zu sein.

Beispiel Kinderwippe: Wenn zwei Kinder auf einer Wippe schaukeln und das schwerere Kind die Wippe nach unten drückt, dann liegt das gesamte Gewicht des leichteren Kindes zusätzlich auf der Drehachse der Wippe. Das leichtere Kind wird ja dadurch nicht schwerelos.

Ganz eindrückliches und sofort begreifbares Beispiel:
Hebe einen Stuhl mal direkt am Körper hoch und das zweite mal mit ausgestrecktem Arm, das dritte mal greifst Du die Lehne und versuchst den Stuhl noch waagerecht von Dir wegzuhalten...
...der Stuhl wiegt immer das selbe...


Liebe Grüße an alle

Holger
#254680
Hey Jens,

hier wird keiner geschlagen!
Und schon gar nicht von mir!

LG nach Langgöns

Holger
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