Hallo Spaltergemeinde,
nach längerer Abstinenz in diesem Thread melde ich mich auch mal wieder zum Thema Spalter. Wie bereits geäußert, ist mein Fernziel entweder ein Liegendspalter mit Hebevorrichtung oder ein am Bagger befestigter Drallkeilspalter nach dem Lasco-Prinzip.
Da ich aber inzwischen mit meinem Bandscheibenvorfall immer mehr Schwierigkeiten bekomme, habe ich mir - da ich zur Zeit nicht viel Zeit zum Schweißen und Basteln habe, einen Vertikalspalter gekauft. Einen 10-Tonner aus Fernost-Fertigung, der unter anderen auch von Atika und anderen Markenherstellern angeboten wird.
Meiner heißt Stahlmann und wird vom Importeur (Albatros Intarnational) direkt in der Bucht verkauft.
http://cgi.ebay.de/STAHLMANN-Brennholzs ... dZViewItem
http://www.atika.de/t3/holz/brennholzsp ... -1350.html
Ich habe mit Fracht 600,- Euronen dafür hingeblättert, man kann ihn auch schon günstiger kriegen.
Die Verarbeitung ist ok. Er funktioniert tadellos. Stämme, die er mit seinem begrenzten Hub von 550mm und dem relativ schmalen Spaltkeil nicht durchspaltet (zb. faseriges Holz, wie Fichten oder Pappeln) hebt er im Rücklauf nach dem Spaltvorgang mit dem eingeklemmten Keil an und man kann den ersten Zwischentisch, der an einem Scharnier hängt, drunterklappen. Dann hat man erneute 550mm Weg und der Stamm ist durch. Selbst bei den dicksten Orschis zeigt die Hydraulik keine Schwächen.
Kurzfaseriges Holz wie Buche, Erle oder ähnliches spaltet er nach den ersten 10 cm komplett, nur sehr astige Stücke muss man ab und zu noch mal anheben. Für Scheitholz hat er noch einen 3. Tisch in angenehmer Arbeitshöhe. Der sollte allerdings noch ein wenig verbreitert werden, um etwas Ablagefläche zu schaffen, es geht aber auch so.
Wenn man sich an diese Arbeitsmethode gewöhnt hat, geht das sagenhaft einfach - und auch schnell. Einen beschleunigten Rücklauf (Eilgangventil) hat er auch.
Der Spalter drückt Stämme durch, die man mit 2 Mann gerade noch drunterheben kann - und das ist auch wieder das Problem.
Das Problem des Prinzips Senkrechtspalter.
Da ich meist allein bin, muss ich die Stämme, die dicker sind, als ich heben kann entweder längs durchsägen oder gleich - wie früher ohne Spalter auch - wieder auf Scheitlänge sägen. Oder es fällt mir irgendwann noch etwas ein, wie ich die Stämme mechanisiert unter den Spalter heben kann... Vielleicht kann ich meinen Hydraulikbagger so umbauen, dass ich Stücke greifen, aufrichten und drunterstellen kann.
Nach mittlerweile über 10 rm gespaltenem Holz - sowohl scheitlanges, wie Meterstücke, kann ich den Spalter bis jetzt uneingeschränkt empfehlen. Die Dauerhaltbarkeit muss sich erst noch herausstellen, aber er ist robust gebaut.
Trotzdem werde ich das Fernziel "System Lasco" oder "liegend" nicht aufgeben, meine Bandscheibe schreit danach...
Grüße
Holger