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Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#359619
Halllo
ich bin neu in der Unimog Gemeinde und trage mich mit dem gedanken einen Unimog 411 zu kaufen Baujahr 1960.
Will Ihn nur privat nutzen als reines "spielzeug" da ich frueher mal diesen Unimog gehfahren habe.
Habe vor den 411 er ueber eine Strecke von 2000 km an seinen neuen Ort zu Fahren.

Meine Fragen :
1. auf was sollte ich beim Kauf aufpassen ?
2. Kann ich den 411 ueber eine solche lange Strecke fahren ?


Vielen Dank

Walla
#359627
Hallo Walla,

kurze Antwort zu Beginn, es werden sicher noch weitere folgen:

1. Googel mal "Checkliste UNIMOG" - Du wirst staunen :wink:
2. Wenn Du mutig bist und genügend Kleingeld mitnimmst ... - nee, würde ich nicht machen. Es sei denn, Du prüfst alle Systeme vorher gründlich, am besten zusammen mit einem Fachmann.
#359638
Hallo Walla,

herzlich willkommen hier im Forum.
Nun bin ich recht gespannt, wo Du Deinen Mog kaufen möchtest und wo Du ihn dann hin verfrachten musst.

Deine beiden Fragen schließen sich für mich eigentlich gegenseitig aus.

Wenn ein (Dein) Mog in dem Zustand ist, dass Du Dich hinein hockst und damit 2000 km vermutlich quer durch Europa fahren willst, brauchst Du Dir beim Kauf eigentlich Sorgen machen. Dann muss der Mog in einem für Dich nachweislich gut gewartetem Zustand sein.

Bist Du Dir aber darüber nicht sicher, und dass deutet Deine 1.Frage ja an, kann es unterwegs problematisch werden.

Natürlich traue ich einem Mog, den ich kenne, auch eine solche Distanz zu. Aber hier ist meist das Problem, Du kennst diesen Mog vermutlich nicht.

Wenn Du irgendwo liegen bleibst, möglicherweise auch noch fern von Deinem Zielland, wird der dann notwendige "Nottransport" aufwendiger als ein von vornherein in Ruhe geplanter Transport.
Ein 411 Bj 60 kann z.B. durchaus mit einem vernüftigen Geländewagen und einem 3to Autotransport Anhänger sicher transportiert werden.

Was gilt es zu beachten,
- natürlich erstmal eine Sichtkontrolle auf aufällige ÖLaustritte am Motor, Getriebe, Achsen und Rädern. Trockener Schmutz ist mir dabei lieber als ein auf Hochglanz geputztes Fahrzeug.
- Ölstände kontrolliren im Motor, im Getriebe, in den Achsen, den Vorgelegen und im Lenkgetriebe (alles eigene unabhängige Ölkreisläufe)
- Kühlwasser kontrollieren.
- Gängigkeit der Lenkung, muß auch im Stand gehen.
- Bremsen testen, zu nächst im Stand aber mit größt möglicher Kraft.
- Anschließend erneut auf Undichtigkeiten an den Rädern, Anhängerbremsventil und Bremsleitungen achten
- Rollfähigkeit des Fahrzeug feststellen,
- Schaltfähigkeit des Getriebes im Stand sollte möglich sein
- Anspringveralten des möglichst kalten Motors
- Laufverhalten des Motors.
- Test der elektrischen Anlage, Licht, Blinker Hupe etc ist nicht viel dran am 411
- Probefahrt, erst vorsichtig mit ordentlicher Bremsprobe, auf abnorme Geräusche aus den Getrieben und Antriebsstrang achten
- dann aber mindestens eine halbe Stunde damit alle Betriebsstoffe schön warm werden.
- anschließend wieder Prüfung auf Undichtigkeiten, Test ob irgend ein Getriebe unnatürlich heiß wird, warm darf sie werden.
#359650
Hallo,

bei 2000km sollte man die Kraftstoffpreise und den Ölverbrauch berücksichtigen. Ich habe meinen aus Portugal per LKW kommen lassen. Den hat ein Autoaufkäufer mitgebracht, war gar nicht so teuer.

Wenn ich mal 15l auf 100km rechne, dann sind das 300l. Bei 1,50 Euro sind das schon 450 Euro. Dazu kommen meiner Erfahrung nach noch min. 6l Motoröl. Und hinkommen muß man auch.

Dazu kommt noch die Zeit, bei einem Schnitt von 40km/h ist man schon mächtig schnell unterwegs. Das sind dann 50h reine Fahrzeit.

Die Strecke schaft ein guter Mog sicher ohne Panne, aber das weiß man vorher meist nicht.

Wenn es dann noch imm Ausland ist und der Mog nicht angemeldet ist wir es schwierig mit den Kennzeichen oder Kurzzulassung.


Ich empfehle eine Spedition.

Gruß,
Markus
#359702
Moin,

vielleicht kann ich Dir bei der Transportfrage behilflich sein. Arbeite in Hamburg bei einer Spedition mit Niederlassungen in ganz Europa.

Mit ein wenig Überredung kann man den Mog vielleicht als Teilpartie (4-5 Lademeter) versenden. Müsste halt hier jemand auf einen LKW (Rampe/Speditionsanlage) fahren können...

Ansonsten müssten grade noch die Ausläufer der Obsternte in Spanien (Oranen)/Südfrankreich (Äpfel) laufen, so daß Fracht nach Südfrankreich eigentlich gesucht ist (wenn Du bald loslegen kannst)

Michael
#359845
Hallo,
ich habe einen recht neuen 88´iger Mog auf Achse ca. 250km zu mir überführt. Obwohl das Fahrzeug in einem sehr gutem Wartungszustand erschien, setzte sich nach 50km eine Scheibenbremse fest.

Meine Entscheidung wäre auch das nächste Mal bei einer eigentlich "so lächerlichen" Strecke ein Transport mit LKW. Ein Verkäufer wird, sobald er sich mit dem Gedanken eines Verkaufs trägt, nicht mehr so gewissenhaft alles warten.

Ich habe es noch selber wieder hinbekommen. Der MB Notdienst wollte mich mit einem Tieflader in die Werkstatt holen.
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