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Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#552020
Hallo Mogler,

im WHB wird ja geschrieben dass die Beläge dem Trommeldurchmesser durch Abdrehen angepasst werden sollen.
Zu dem Thema finde ich leider nicht wirklich viel, ein Mitarbeiter eines Bremsendienstes sage auf meine Nachfrage dass dies nicht nötig wäre.
Hintergrund ist dass ich vor einigen Jahren mal eine fast neuwertige Maschine zum Abrehen der Beläge am Fahrzeug gekauft habe, leider ohne Adapter. Nun bin ich am überlegen ob sich der Aufwand rentiert so einen Adapter zu bauen. Alternativ habe ich auch überlegt einen Adapter zu bauen um die Beläge auf einer normalen Drehbank abdrehen zu können.

Welche Erfahrungen habt Ihr mit dem Thema gemacht, dreht Ihr ab?

Gruß Robert
#552031
Hallo Robert,
Beläge werden in unterschiedlichen Stärken geliefert, Trommeldurchmesser messen und die passenden Beläge einbauen und gut is. Für Standartduchmessen giebt es "Exportbeläge" , die sind 0,3 mm dünner und brauchen nicht nachgearbeitet werden. Für Unimog ist soweit ich weiß kein Adapter erhältlich, wenn man über den Flansch spannt, ist der Rundlauf wegen Radlagerspiel zu ungenau.
Gruß Georg
#552033
Hallo Georg,
danke für Deine Antwort.
Die Beläge werden ja in 0,5mm oder gar 1mm Schritten bei der Dicke angeboten, die Trommel weichen aber durchaus nur im zehntel Bereich unterschiedlich ab. Um eine optimale Bremsleistung und vor allem gleiche Bremsleistung zu erzielen ist es anscheinend nötig oder sinnvoll die Beläge auf den Trommeldurchmesser an zu passen. Der Spalt soll 0,2mm betragen. Der Grund dafür ist dass die Beläge von Anfang an das Volle Tragbild haben und so auch bei zwei unterschidlichen Durchmessern der Trommeln auf einer Achse eine gleiche Bremsleistung zu haben, und das zur Seite ziehen des Mog zu verhindern.
Da ich bisher noch nie neue Beläge auf den Mog gemacht habe konnte ich noch keine Erfahrung damit machen, das einzige dass ich sicher sagen kann ist dass alle vier Trommeln vom Durchmesser unterschiedlich sind.
Im Moment überlege ich einfach mal neue Bremsbeläge ein zu bauen, die Leitungen und Schläuche sowie die Radbremszylinder und der Hauptbremszylinder habe ich schon vor einiger Zeit durch neue ersetzt.
Die Adapter für den Mog gibt und gab es schon, für ein Gerät der Fa. Hunger kostet der Adapter ca.1000€, da der Hersteller meiner Maschine nicht mehr existiert bekomme ich weder technische Unterlagen noch einen Adapter.

Gruß Robert
#552040
Guuden,

das Abdrehen der Belege ist besonders bei nachgedrehten Trommel wichtig,
bzw. dass entsprechend dickere Belege montiert werden.
Für den 404 gab/gibt es deshalb Belge in 0,5mm Abstufungen.
Im 404 Werkstatthandbuch ist auch ein Werkzeug abgebildet,
mit dem an der Achse die montierten Belege abgedreht werden können.

Gut Mog! Justus.
#552051
Hallo
unterschiedliche Belagstärken ist keine Erfindung für den 404. Bei MB war die Anpassung vorgeschrieben, zum Anpassen der Backendurchmesser auf den jeweiligen Trommeldutrchmesser wurden die Geräte der Fa Zanchi verwendet, bei PKW mit Handkurbel, beim LKW mit elektrischem Antrieb. Nur so kann man die optimale Bremswirkung erzielen. Es gab auch Backenschleifmaschinen, bei denen die ausgebauten Backen auf einer Schleimaschine mit veränderbarer Aufnahme mit dem Trommelradius an einer Schleifwalze vorbeigeschwenkt wurden.
Dateianhänge:
Bremsbackendrehgerät Zanchi.png
Bremsbackendrehgerät Zanchi.png (436.43 KiB) 2885 mal betrachtet
#552056
Hallo,

alle Informationen sind hinten in den Listen für die Sonderwerkzeuge enthalten:

Gruppe 99
Werkstattausrüstung
Typ: ADP 1
Lieferant: Gottfried Kindermann / München

Das war die elektische Ausführung.

ZBD 1A vom gleichen Hersteller war das Gerät mit Handkurbel im Holzkasten.

Gruß
Markus
Zuletzt geändert von mhame am 13.04.2023, 20:32, insgesamt 1-mal geändert.
#552066
Hallo Markus
die elektrische Ausführung war auch i,m Holzkasten, als Stift habe ich beide Versionen dann aus- und einräumen müssen.
Zanchi hatte damals ein Patent darauf, die am Fahrzeug montierten Backen zu bearbeiten.
Nachteil bei der Geschichte war, um die Leichtgängigkeit der Trommeln zu prüfen, musste alles komplett demontiert werden. Es wurde immer nur das allernotwendigste Material abgenommen und wenns nicht gepasst hat, alles wieder drauf.
#552073
Hallo Robert
Wir hatten in meinem Ausbildungsbetrieb so ein Gerät (1965-1968)
Ich habe meine Bremsen am 411er komplett überholt.
Weil ich so ein Gerät nicht auftreiben konnte ,habe ich die Bremsen montiert und eingestellt
und die Bremsen eigebremst .Danach die Bremstrommeln abgebaut und die Bremsbeläge bearbeitet.
Das Spiel so lange wiederholt bis die Bremsbacken ein gutes Tragbild hatten
Ein großer Aufwand, hat sich aber gelohnt. Bei der TÜV Abnahme
Betriebsbremse 340 340
200 200
Feststellbremse 200 180

Grüße Rudolf
#552085
Hallo Rudolf,
ich kann mir gut vorstellen dass es mit Deiner Methode eine sehr zeitaufwendige Angelegenheit war.
Da ich die Sache schon vernünftig machen will werde ich auf jeden Fall maschinell an die Sache rann gehen.
Ob ich einen Adapter baue um mein Abdrehgerät von Hoster zu verwenden oder eine Aufnahme um die Beläge auf meiner Drehmaschine abdrehen zu können weiß ich noch nicht. Habe leider für das Gerät von Hoster keine Unterlagen.
Gruß Robert
#552121
Hallo zusammen,
auf der Drehmaschine abdrehen stelle ich mir wegen dem spannen schwer vor. Wenn die Aufnahme nicht genau wie am Fahrzeug ist, dann dreht man sich irgendwelche Radien hin.
Dreht man am Fahrzeug werden ja Toleranzen der Aufnahme der Bremsbeläge an der Ankerplatte ausgeglichen.
Wie werden die Beläge beim drehen fixiert? reicht da die Rückholfeder aus? Oder wird dazu der Bremszylinder irgendwie blockiert?
Grüße
Peter
#552135
Hallo
es gab auch Scheifmaschinen, die die Backen außerhalb auf Radius schleifen können. Der Backen wurden auf eine einstellbare Schwenkaufnahme gespannt und im passenden Radius an einer senkrecht rotierenden Schleifwalze vorbeigeschwenkt. Bilder dazzu findet man im Netz. Soetwas wäre mit ein wenig Geschick selbst herstellbar.

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