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Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

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#58961
Hallo Unimogfreunde,
ich möchte hier mal eine Lanze für DC brechen. Ich fahre einen E 270 CDI, Bj 2000, Avangardausstattung und alles Zubehör was man sich nur denken kann. Keine Probleme. Der fährt immer und bisher hat noch keinen der angeblich 100 Servomotoren und anderer elektronischer Schnickschnack den Dienst verweigert. Das fahren mit diesem Auto ist einfach klasse. Sicher gab es auch schon mal Störungen, z.B. vor kurzem ist ein Schlauch zwischen Turbolader und Ladeluftkühler gerissen. Aber ich denke das kommt bei anderen auch vor.
Die Türen sind allerdings alle schon auf Garantie gemacht worden, vor dem Durchrosten.
Aber alles in allem ein klasse Auto, trotz der 600 Euro Steuern.
viele Grüße aus dem Sauerland
Klaus
PS. Vielen dank an Thorsten für seine ausführlichen Infos.
#61232
Cordes nimmt Zulieferer an die Kandare

Unzählige Mängel und die größte Rückrufaktion in der Unternehmensgeschichte haben das einst makellose Image von Mercedes ramponiert. Der neue Mercedes-Chef Eckhard Cordes versucht nun gegenzusteuern. Zunächst mit massivem Druck auf die Zulieferer.

München - Wie die Fachzeitschrift "Automobilwoche" berichtet, drohte Cordes in einem Schreiben an mehrere hundert Schwerpunktlieferanten Konsequenzen für den Fall an, dass bei Stichprobenprüfungen Fehler entdeckt werden sollten. So könnten eine 100-prozentige Warenausgangsprüfung sowie tägliche Berichte an den Konzern verfügt werden.

Mercedes habe vor allem die Hersteller von Bauteilen im Blick, die innerhalb der letzten Wochen wiederholt beanstandet wurden, zu Sortieraktionen geführt hätten oder im Rahmen der Lieferantenbewertung auffällig geworden seien, heißt es dem Blatt zufolge in dem Brief. Bei einem Lieferantenkongress, zu dem Mercedes kürzlich die Geschäftsführer der Systemanbieter lud, stellte Einkaufschef Harald Bölstler laut "Automobilwoche" einige Zulieferer sogar lautstark an den Pranger. "Der Ton ist rauer geworden, es wird nun mit harten Bandagen gekämpft", zitierte die Zeitschrift einen Teilnehmer.

Das gelte auch für Workshops, in denen alle Lieferanten neuerdings bis ins Detail ihre Qualitätssicherungs-Prozesse darlegen müssten. "Das ist keine Bestrafung, sondern die gemeinsame Suche nach Lösungen und ein konkretes Beispiel für die Umsetzung unserer neuen Qualitätsoffensive", verteidigte ein Konzernsprecher dem Blatt zufolge den neuen Kurs. Die "Eskalationsstrategie", die bei der Lieferung fehlerhafter Teile Sanktionen bis hin zum Ausschluss vorsieht, solle auf alle Zulieferer ausgeweitet werden.

Wegen massiver Qualitätsprobleme hatte Mercedes im Frühjahr weltweit rund 1,3 Millionen Mercedes-Fahrzeuge zur Überprüfung von Elektronik und Bremsen in die Werkstatt beordern müssen.

Spiegel-online
#61269
ei guude,
klar sind es mal wieder die zulieferer, die seit langem ausgepresst werden, um mit dem "eingespartem" geld fehlentscheidungen des managements (smart, elch, mitsubishi, chrysler.....) bezahlen zu können.
und was ist bei mercedes mit der eingangskontrolle, zu der sie gemäß
DIN ISO 2ooo und folgende verpflichtet sind?
ich bin da überhaupt nicht schadensfroh, denn das trifft uns und unsere volkswirtschaft, und das tut uns allen nicht gut. :evil:
mit gruß vom main, justus.
#62456
Ein wenig Daimler, ein wenig Opel, und von mir ein wenig Ford dabei.
Kerkorian gibt auch mit fast 90 Jahren keine Ruhe.
Interessant ist, was mit GM passiert. Haben die überhaupt eine Chance ?
Ich denke, dass der Konzern über kurz oder lang zerschlagen wird.
Und wenn FORD Glück hat, werden sie von irgend einem Japaner (Toyota hätte das Geld dazu) übernommen.

Thorsten

Aus spiege-online
GENERAL MOTORS
Kasinomagnat Kerkorian wird neuer Großaktionär

Der greise US-Milliardär Kirk Kerkorian will seinen Anteil an General Motors auf fast neun Prozent aufstocken. In New York ging der Kurs des siechen US-Autogiganten daraufhin durch die Decke.

Detroit - Kerkorians Investmentfirma Tracinda teilte mit, sie werde 31 Dollar pro GM-Aktie zahlen, 13,4 Prozent mehr als der Schlusskurs von gestern. Der Finanzinvestor hielte nach Abschluss des Kaufs von bis zu 28 Millionen Aktien für 868 Millionen Dollar 8,9 Prozent an GM.

Der 87-jährige Milliardär besitzt bereits knapp vier Prozent an dem Autohersteller. Nach der Ankündigung stiegen weltweit die Notierungen der Autowerte, GM-Aktien kletterten um 16,5 Prozent auf 32,34 Euro. Im Dax gehörten DaimlerChrysler und Volkswagen zu den größten Kursgewinnern. GM lehnte eine Stellungnahme ab.

GM hatte im vergangenen Monat mit 1,1 Milliarden Dollar den höchsten Quartalsverlust seit seiner Beinahepleite vor 13 Jahren gemeldet. Wegen Problemen im US- und Europageschäft, unter anderem beim Rüsselsheimer Autobauer Opel, waren GM-Aktien zuletzt deutlich abgesackt.

Kreisende Geier

Analysten äußerten sich skeptisch, ob Kerkorian schnelles Geld mit seiner Beteiligung machen könne. Wohl werde aber der Druck auf das GM-Management steigen, die Firma zu sanieren. "Die Geier kreisen über dem Kadaver", sagte US-Vermögensverwalter Richard Steinberg von Steinberg Global Asset Management, der GM-Bonds hält. "Ich denke, er will das Management wach rütteln. Ich habe nicht das Gefühl, dass Kirk Kerkorian General Motors kontrollieren will."

Die Investmentbank Merrill Lynch stufte die GM-Aktie nach Kerkorians Ankündigung auf "Neutral" von "Verkaufen" hoch. Tracinda sei nicht am Autogeschäft interessiert, sondern daran, Werte außerhalb des Kerngeschäfts zu heben. Zuletzt hatte vor allem die Finanzierungstochter GMAC, die nicht nur Autos verleast, sondern auch Hypothekenkredite vergibt, dem Unternehmen zu guten Zahlen verholfen. An der Börse war über einen teilweisen Verkauf von GMAC spekuliert worden.

Der öffentlichkeitsscheue Kerkorian, dem unter anderem der Kasinobetreiber MGM Mirage in Las Vegas gehört, hatte zuletzt durch seine Klage gegen den deutsch-amerikanischen Autobauer DaimlerChrysler für Aufsehen gesorgt. Der 1917 geborene Ex-Boxer und Weltkriegs-Kampfpilot war Anfang April in dem jahrelangen Milliarden-Rechtsstreit um die Fusion von Chrysler und Daimler-Benz vor einem US-Gericht unterlegen. Er will aber Berufung einlegen.

Der auf ein Vermögen von 5,7 Milliarden Dollar taxierte Kerkorian, der auf der "Forbes"-Liste der reichsten Menschen der Welt Platz 41 belegt, hatte vor der schwäbisch-amerikanischen Megafusion rund 13 Prozent an Chrysler gehalten. Später warf er DaimlerChrysler und Vorstandschef Jürgen Schrempp vor, dieser habe den Zusammenschluss nur deshalb als "Fusion unter Gleichen" deklariert, um den Chrysler-Aktionären weniger für ihre Aktien zahlen zu müssen. In Wirklichkeit sei Chrysler von den Deutschen schlicht übernommen worden.
#65773
Markt für Luxusautos schrumpft
Maybach wird für Daimler zum Luxus

Der Autokonzern Daimler-Chrysler stellt sich im laufenden Jahr offenbar auf einen neuen Tiefpunkt bei der Nachfrage nach seiner Luxuskarosse Maybach ein.

hz/hof FRANKFURT. Nach Informationen aus Branchenkreisen geht der neue Mercedes-Chef Eckhard Cordes in internen Planungen von einem erneut sinkenden weltweiten Absatz für das rund 400 000 Euro teure Luxusgefährt im laufenden Jahr aus. Im vergangenen Jahr hatten die Stuttgarter noch rund 500 Exemplare verkauft, nach 600 Wagen ein Jahr zuvor.

In den ersten drei Monaten dieses Jahres hat Daimler nach Berechnungen der Marktforscher von Jato Dynamics bislang lediglich 67 Wagen aus der Manufaktur in Sindelfingen verkauft. Unabhängige Beobachter wie etwa die Experten von Global Insight reagieren bereits auf die schwache Nachfrage und streichen ihre Prognose auf deutlich unter 500 Einheiten in diesem Jahr zusammen. Eine Daimler-Sprecherin wollte sich zu konkreten Planzahlen nicht äußern.

Experten hören allerdings die Alarmglocken schrillen. „Die Krise ist da, Cordes muss nun etwas tun, um die Gewinnschwelle beim Maybach auf unter 500 Fahrzeuge zu drücken“, sagt Autoexperte Philipp Rosengarten vom Prognoseinstitut Global Insight. Auto-Experte Willi Diez geht davon aus, dass der Maybach erst ab 1000 Einheiten pro Jahr schwarze Zahlen schreibt. Die Kapazität der Manufaktur in Sindelfingen ist auf rund 1500 Fahrzeuge pro Jahr angelegt. Beim Maybach-Start 2002 war Daimler-Chrysler noch von einem jährlichen Absatz von 1000 Autos ausgegangen. Auch wenn es die Renditeziele nicht erreicht – die wirtschaftliche Relevanz des Modells für den Gesamtkonzern sei vernachlässigbar, glaubt Auto-Analyst Georg Stürzer von der Hypo-Vereinsbank.

Cordes, der der Mercedes-Gruppe eine grundlegend neue Struktur verpasst, stellt sich unterdessen klar vor die Edelmarke. „Ich bin bekennender Maybach-Fan“, sagte der Mercedes-Chef noch unlängst in einem Zeitungsinterview. Mit jedem verkauften Maybach komme gutes Geld in die Kasse. „Wir erwirtschaften einen respektablen Deckungsbeitrag.“ Doch profitabel ist der Luxuswagen nach Einschätzung von Analysten nur, wenn man die Entwicklungskosten unberücksichtigt lässt.

Bei der Markteinführung Ende 2002 hatte der damalige Mercedes-Chef Jürgen Hubbert noch betont, das Auto werde bereits im ersten Jahr des auf rund zwölf Jahre angelegten Lebenszyklus Gewinne erwirtschaften. Diese Aussage dürfte nun Makulatur sein. Cordes scheint jedoch angesichts der milliardenschweren Sanierung der Mercedes-Kleinwagentochter Smart sowie der Qualitätsprobleme der wichtigsten Marke Mercedes nicht auch noch an einer Diskussion über Probleme der Edelmarke gelegen zu sein, schätzen Experten.

Absatzprobleme in der Luxusklasse hat nicht nur Maybach. Der Markt wächst nicht so schnell wie erhofft, die Luft an der Spitze der automobilen Preisskala ist extrem dünn geworden. „Das gesamte Marktsegment ist kleiner als erwartet“, räumte Cordes bereits jüngst ein. Auch die Nachfrage nach Rolls Royce, dem ganzen Stolz des BMW-Konzerns, ist „zurzeit nicht überbordend“, räumte ein Sprecher ein. In den ersten drei Monaten dieses Jahres wurden gerade mal 126 Stück weltweit verkauft. Die Experten von Global Insight erwarten für das Gesamtjahr nur einen stagnierenden Absatz der Marke mit der Kühlerfigur „Emily“. Auch BMW wollte ursprünglich 1000 Rolls-Royce jährlich verkaufen, blieb bislang aber deutlich unter dieser Marke. Von der angekündigten Langversion ab Herbst und einem Cabrio der Phantom-Baureihe in zwei Jahren verspricht sich der Hersteller aber steigende Absatzzahlen.

Der direkte Rolls-Royce und Maybach-Konkurrent Bentley, Tochter des VW-Konzerns, reitet dagegen auf einer Erfolgswelle. Allerdings nicht mit der Nobellimousine Arnage, die auch von der Flaute im höchsten Preissegment betroffen ist, sondern mit dem deutlich billigeren Coupé Continental GT, von dem im vergangenen Jahr rund 6500 abgesetzt wurden. Eine Stufenheck-Variante ebenfalls zu einem Preis von unter 200 000 Euro sorgt für zusätzlichen Schwung.

http://www.handelsblatt.com/pshb?fn=tt& ... id=1045758
#65840
VW sorgt beim Futon ja für Absatz, indem es die Lieferanten "sanft" überredet die Dinger zu kaufen, damit sie auf die Straße kommen. Es soll da Listen geben, mit welchem Jahresumsatz man bei VW erwartet, daß welches Auto aus dem Konzern gekauft wird.

Nun ist der Maybach ja ein wenig teuer dafür....

Ich kenne einen Liferanten, der die Teile für die Nobelkutsche deutlich unter dem Herstellungspreis liefert, nur um mit dem Zeichen des Maybach werben zu können. Wenn das auch noch andere machen, dann ist das Ding wirklich eine Kostenrakte.

Michael
#68142
Prozess um Diebstahl bei DaimlerChrysler

Drei Männer müssen sich vor dem Landgericht Landau wegen Diebstahls und gewerbsmäßiger Hehlerei verantworten. Ihnen wird vorgeworfen, im Werk von DaimlerChrysler in Wörth, Ersatzteile und Geräte im Wert von insgesamt fast 1,3 Millionen Euro gestohlen zu haben.

Das Trio hatte es laut Anklage vor allem auf Navigationsgeräte abgesehen. Einer der Angeklagten war bei Daimler-Chrysler beschäftigt. Zu seinen Aufgaben gehörte das Beladen von Lastern mit Ersatzteilen. Ein weiterer Beschuldigter hatte ebenfalls "Insiderwissen" - er war als Lkw-Fahrer regelmäßig auf das Werksgelände gekommen.

Nach den Ermittlungen sollen alle von Anfang an geplant haben, das Diebesgut zu verkaufen. Auf einem Industriearreal in Hockenheim wurde die Beute an den dritten Angeklagten übergeben. Er soll das Diebesgut weiter veräußert haben. Laut Anklageschrift bestahlen die drei Männer zwischen Juni 2002 und Mai 2003 das Wörther LKW-Werk insgesamt zwanzig Mal.

SWR.de
#69294
Grundsteinlegung für Anfang 2006 geplant

Daimler baut Werk in Russland

Der Autokonzern Daimler-Chrysler steht kurz vor dem Startschuss für ein eigenes Werk in Russland. Nach Informationen aus Unternehmenskreisen sind die Pläne für den Aufbau einer ersten eigenen Produktionsstätte des Autokonzerns in der Nähe von St. Petersburg so gut wie unter Dach und Fach. Es müsse nur noch eine einzige Frage über die Zollsätze geklärt werden, hieß es aus dem Umfeld des Daimler-Vorstandes. Die Entscheidung falle noch in diesem Jahr.

HB hz/mbr MOSKAU/FRANKFURT. Der Bau der Fabrik, in der C- und E-Klasse-Modelle aus Bausätzen produziert werden, soll bereits Anfang 2006 beginnen. Ein Unternehmenssprecher wollte die Informationen nicht bestätigen. Vorstandschef Jürgen Schrempp hatte sich erst im Mai in Moskau mit Präsident Wladimir Putin getroffen, um das Projekt persönlich zu besprechen. In russischen Medien heißt es, dass in der Fabrik mittelfristig bis zu 25 000 Fahrzeuge im Jahr gebaut werden könnten. Die Investitionen werden auf rund 100 Mill. Dollar geschätzt.

Vor wenigen Wochen hatte auch der japanische Hersteller Toyota den Bau einer Fertigung bei St. Petersburg angekündigt. Und der Volkswagen-Konzern steht Verhandlungen nahe stehenden Kreisen zufolge ebenfalls vor einem Abschluss über den Aufbau eines Montagewerks.

Nach Informationen aus unternehmensnahen Kreisen sollen in der neuen Fabrik von Daimler zusätzlich zu den Mercedes-Limousinen auch Chrysler-Modelle gefertigt werden. Vor allem die deutlich günstigeren Chrysler-Fahrzeuge sollen auf dem boomenden russischen Automarkt mit den bereits in Russland hergestellten Ford-Focus-Modellen konkurrieren.

Der US-Hersteller verdoppelt gerade in Russland seine Produktionskapazität auf 50 000 Einheiten pro Jahr. Auch Renault startete im April die Produktion des Billigautos Logan in Russland. Neben VW und Mercedes hat auch Nissan Interesse an einer Russland-Produktion bekundet. Bisher zählen Hyundai, Toyota und Ford zu den größten ausländischen Herstellern in Russland. Die Nobelmarke Mercedes-Benz verkaufte 2004 dagegen lediglich etwa 4 000 Fahrzeuge.

Für Mercedes ist die Montage in Russland ein wichtiger Schritt, um dort beim Absatz wieder zum Konkurrenten BMW aufzuschließen. Die Münchener, die 3er- und 5er-Modelle in Kaliningrad montieren lassen, haben Mercedes beim Verkauf in Russland im vergangenen Jahr zum zweiten Mal abgehängt. Nicht zuletzt deshalb, weil die Kreml-Verwaltung zum größten Teil nur noch Automarken für Staatsdiener und Abgeordnete kauft, die auch im Land hergestellt werden.

Russland hatte erst im April mit niedrigeren Einfuhrzöllen auf Autoteile den Weg für neue Investitionen geebnet. Das Riesenland gilt mit einer Bevölkerung von 144 Millionen Menschen als einer der interessanten Wachstumsmärkte für die Autoindustrie. Laut Weltbank haben gerade einmal 147 von 1 000 Russen derzeit ein Auto. In Polen sind es 255. Am meisten profitieren ausländische Hersteller davon, denn der Marktanteil von Lada & Co. sank binnen zwei Jahren von 63,1 Prozent auf nur noch 55,4 Prozent. Es ist zudem erklärtes Ziel der russischen Regierung, Autohersteller und -zulieferer in Russland anzusiedeln. Bis 2010 sollen nach Erwartungen des Kremls etwa zehn westliche Autoproduzenten Werke im Land bauen.

Daimler setzt mit dem Werk bei St. Petersburg seine Strategie fort, mit der Montage von Fahrzeugen aus überwiegend vorgefertigten Teilen in Wachstumsmärkte vorzudringen. Noch in diesem Jahr will Mercedes mit einem chinesischen Partner die Produktion von C- und E- Klasse-Modellen im Reich der Mitte starten. Mittelfristig sollen auch dort bis zu 25 000 Autos vom Band laufen.

Die Nobelmarke mit dem Stern hat momentan jedoch mit tiefroten Zahlen zu kämpfen. Die Mercedes-Gruppe hatte im ersten Quartal dieses Jahres wegen der milliardenschweren Sanierung der Kleinwagenmarke Smart den höchsten Verlust der Firmengeschichte eingefahren. Mercedes rechnet jedoch im zweiten Quartal mit einer Trendwende und verspricht eine deutliche Verbesserung für das dritte Quartal.

Mercedes-Chef Eckhard Cordes will mit einem Effizienzsteigerungsprogramm das Ergebnis bis 2007 um drei Mrd. Euro verbessern und die Umsatzrendite auf sieben Prozent verdoppeln.


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Nachholbedarf

Wachstumsmarkt: Während sich die Automobilindustrie auf etablierten Märkten wie in Westeuropa sowie in Nordamerika extrem schwer tut und kaum noch zulegt, steigt die russische Autoproduktion weiter. 2004 legte sie knapp zehn Prozent auf 1,1 Millionen Fahrzeuge zu.

Starke Westkonzerne: Von dem Boom profitieren an erster Stelle die Joint Ventures westlicher Autohersteller mit russischen Partnern. Avtovaz, der lokale Partner von General Motors, steigerte seine Produktion um 164 Prozent auf knapp 60 000 Autos. Ford legte knapp 83 Prozent auf 30 000 Fahrzeuge zu. Auch VW drängt auf den wachsenden Markt. Die Wolfsburger sind für eine Fabrik bei Moskau im Gespräch.


HANDELSBLATT, Donnerstag, 30. Juni 2005, 09:42 Uhr
#79968
STELLENABBAU
Sparpläne treiben Daimler-Aktie auf Drei-Jahres-Hoch

DaimlerChrysler will den Sparkurs bei Mercedes verschärfen, in den deutschen Werken sind bis zu 8600 Stellen bedroht. Details der Sanierungspläne sind zwar noch unklar - die Börse applaudiert aber schon mal, die IG Metall zeigt sich "entsetzt".

Frankfurt am Main - Die Aktie des deutsch-amerikanischen Autobauers DaimlerChrysler setzte sich am Vormittag zeitweise mit einem Plus von 3,16 Prozent an die Spitze im Dax . Sie notierte bei 45,32 Euro - der höchste Stand seit 2002. Am späteren Vormittag gab sie Teile der Gewinne wieder ab.

"Das Kursplus liegt wohl an den Plänen zum Stellenabbau, die noch massiver als erwartet ausfallen dürften", sagte ein Händler in Frankfurt. Ähnlich äußerte sich ein anderer Marktteilnehmer: "Der in der Presse genannte Abbau von Stellen bei Mercedes wäre unerwartet hoch."

Bislang war immer von rund 5000 Stellen die Rede gewesen, die in Sindelfingen und Bremen abgebaut werden sollten. Diese Zahl muss nun offenkundig nach oben korrigiert werden. Man müsse von 8600 bedrohten Stellen ausgehen, berichtet die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf Unternehmenskreise. Auch laut "Stuttgarter Nachrichten" sind 8000 Stellen bedroht. DaimlerChrysler wollte zu den Berichten zunächst keine Stellungnahme abgeben.

Nach Informationen des Südwestrundfunks sind 80 Prozent des Stellenabbaus bei Mercedes in Deutschland vorgesehen. Dabei seien besonders die Standorte Sindelfingen und Bremen betroffen, hieß es in einem Beitrag am Morgen. Die Unternehmensberatung McKinsey hatte bereits vor gut einem Jahr einen Personalüberhang von rund 10.000 Stellen bei Mercedes-Benz ausgemacht. Bei der Mercedes Car Group mit dem Marken Mercedes-Benz, smart und Maybach sind derzeit in Deutschland 94.000 Mitarbeiter beschäftigt.

Konzernspitze konferiert in den USA

Seit gestern tagt der Aufsichtsrat von DaimlerChrysler im amerikanischen Auburn Hills. Auch eine Vorstandssitzung ist vorgesehen. Die "Welt" berichtet, der künftige Konzernchef Dieter Zetsche wolle sich morgen im Werk Sindelfingen mit Führungskräften treffen, um Details der Sparpläne zu besprechen. Zetsche leitet bis auf weiteres die wichtigste Tochter Mercedes Car Group und übernimmt am 1. Januar die Konzernführung. Die Manager sollten ihm sagen, wie viele Stellen in ihren Bereichen sozialverträglich abgebaut werden könnten. Danach könnten die Pläne offiziell vorgestellt werden.

"Bild" zufolge will der Konzern auf eine Klausel der im Juli 2004 abgeschlossenen Beschäftigungssicherung zurückgreifen. Diese sehe vor, dass 3600 Mitarbeitern Altersteilzeitverträge angeboten werden können. Darüber hinaus sollten weitere rund 5000 Stellen an den betroffenen Standorten sozialverträglich abgebaut werden, zum Teil über Versetzungen an Standorte, an denen noch zusätzlicher Bedarf an Mitarbeitern bestehe.

Außerdem müssten 1400 weitere DaimlerChrysler-Mitarbeiter ihren gewohnten Stamm-Arbeitsplatz aufgeben, um künftig als eine Art "Job-Feuerwehr" je nach Auftragslage in anderen Werken eingesetzt zu werden.

Die IG Metall hat sich überrascht vom Ausmaß des möglichen Personalabbaus gezeigt. "Wir sind entsetzt", sagte der erste Bevollmächtigte der Gewerkschaft in der Hansestadt, Dieter Reinken. Die in der Öffentlichkeit erörterten Zahlen seien nicht akzeptabel und würden von den Arbeitnehmern auch nicht einfach hingenommen. "Wir erwarten genaue Informationen am Donnerstag auf einer Betriebsversammlung im Bremer Werk. Anschließend wird es Auseinandersetzungen über die Pläne der Konzernleitung geben", sagte Reinken. Er wies zugleich auf negative Folgen auch für Zulieferbetriebe hin.

Kündigungen bis 2012 ausgeschlossen

Die IG Metall nannte den erst 2004 geschlossenen Beschäftigungssicherungsvertrag als "klug und weitsichtig". Neben dem Verbot betriebsbedingter Kündigungen bis 2012 hat DaimlerChrysler auch zugesichert, in Bremen weiter zu investieren, ab 2007 das neue Modell der C-Klasse und später den geplanten kleinen Geländewagen an der Weser zu bauen.

Die Nachrichtenagentur dpa-AFX berichtet, der Stellenabbau werde zu "erheblichen Restrukturierungskosten" führen. Es sei zu erwarten, dass der Konzern eine Summe im dreistelligen Millionenbereich in der Bilanz zurückstellen müsse, meldet die Agentur unter Berufung auf unterrichtete Kreise. Bereits in den ersten beiden Quartalen hatte DaimlerChrysler für die Smart-Sanierung rund 1,1 Milliarden Euro an Sonderkosten verbucht und die ursprüngliche Gewinnerwartung für das laufende Jahr reduziert.

spiegel-online
#80389
na toll

dann muß dc nur wieder zusehen ,das ihre aktionäre zufrieden sind,
gewisse andere leute in bestimten positionen genügend abbekommen!!!!
und sie keine steuern zahlen müssen!!!
aber geld für neue werke zum verlagern ist immer da!!! komisch :!:
und um in firmen einzusteigen um sie einzuheimsen,die dann die
verlust schraube hochdrehen!!!! schon weint der konzern wieder!!
wie blöde sind den die manager????????
und unsere politik!die steckt da auch mit drin!!
der kleine mann muß immer alles ausbügeln und ist schuld!!
ich sag nur donier(flugzeuge)
echt ätzend!!
und so sieht es in vielen anderen branchen auch aus!!
:schwindelig*
gruß arne
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