Hallo Unimogler,
Reiner, die Seite die Du da gefunden hast ist sehr informativ und beschreibt die Zustände an denen ich im Netz schon lange, leider vergeblich, gesucht hatte und das auch noch in mathematischer Ausführung.
Aber zuerst zu Dir Patrick ich habe Dir die Bilder versprochen und Du sollt sie auch bekommen. Ich hoffe dass Du daraus alles was Du für den Einbau wissen musst erkennen kannst.
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Auf einem Bild kann man auch die Markierungen erkennen. Um Jürgens Frage zu beantworten, behaupte ich mal, dass die Markierungen sehr professionell und original aussehen, es sei denn da hat sich mal jemand an ein einem langen Winterabend sehr viel Arbeit mit gemacht, aber davon gehe ich nicht aus

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Auf den Bildern ist auch zu sehen, dass die Gabel des mittleren Wellenstücks hinten vertikal liegt und vorne um ca. 45° verdreht. Die welle wurde während den Aufnahmen natürlich nicht bewegt.
Ich bin mir sehr sich, dass das was auf dem Link von Reiner beschrieben wird auch die Lösung unseres Verdrehungsproblems ist. Wichtig hierbei ist, dass wie auch auf dem Link beschrieben die relativen Beugungswinkel zwischen den Wellenteilen gleich groß sind, egal ob sie in einer Ebene liegen, denn die Größe des Winkel ist für die Größe des Kardanfehlers an einem Gelenk verantwortlich. Je größer der Winkel, umso größer der Fehler. Man kann den Abtrieb des ersten Kreuzgelenks veranschaulicht als eine Sinuskurve betrachten, bei der die Höhe der Amplitude vom Beugungswinkel des Kreuzgelenks abhängt. Das zweite Kreuzgelenk kann man auch als Sinuskurve betrachten, die bei gleichem Beugungswinkel die gleiche Amplitude wie die erste Sinuskurve hat und mit ihr im selben Koordinatensystem liegt. Durch eine Verdrehung der Gabeln zueinander auf dem mittleren Wellenstück werden die Kurven im Koordinatensystem gegeneinander phasenverschoben. Bei einer bestimmten Verdrehstellung der Gabeln sind die Kurven dann genau um 90° phasenverschoben und löschen sich genau aus. Der Kardanfehler tritt dann nicht mehr auf. Ich hoffe durch diese Anschauung wird klar, warum die Beugungswinkel gleich groß sein müssen, da sich die Kurven sonnst nicht vollständig auslöschen können, egal welchen Phasenunterschied zueinander sie haben. Und hieraus wird denke ich auch klar, dass eine Eliminierung des Kardanfehlers nur durch ein Verdrehen der Gabelköpfe zueinander möglich wird. Was bei den Unimog Zapfwellen dann wahrscheinlich so gemacht wurde.
Wenn ich am Wochenende Zeit dafür finde, dann werde ich mal alle Winkel ermitteln und den Verdrehwinkel ausrechnen und mit der Zapfwelle vergleichen. Ich werde dann davon berichten. Wenn ich dazu komme rechne ich auch noch aus um wie viel Grad sich die Zapfwelle unter maximaler Last verdreht, weil das interessiert mich jetzt auch noch.
Gruß Max