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Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#236934
Hallo Reiner,
laut Handbuch Bosch : minimum 80Kg/cm² - maximum 125Kg/cm²
bei ZapfenDüse DNS201 im OM 636 Vorkammer

Bei LochDüse für Direkteinspritzer: min 150Kg/cm²- maximum 250Kg/cm²

Der Druck wird also über die Düse bestimmt, man könnte also wenn man wollen würde ,eventuell? den Düsendruck etwas höher einstellen.
Für den Spritzversteller wird dort ein Verstellbereich von bis zu 10° voreilung angegeben. Es wird gleichzeitig auch die Nockenwelle verstellt.

Gruß
Jochen
#237136
Hallo Reiner,
in dem Handbuch sind keine Grenzwerte für die Pumpe allein angegeben,
nur in Verbindung mit den entsprechenden Düsen.
Verschleissgrenzen sind nur für die Düsen angeben s.o.
Ich denke das man nur die einzelnen Pumpenelemente miteinander vergleichen kann . Sollte es dort Toleranzen geben , ist das entsprechende Pumpenelement verschlissen und muss gewechselt werden.
Dieser Vorgang ist dort beschrieben. Auch die Einstellung von Fördermenge und Syncronsation der Elemente.
Es gibt auch kein Druckbegrenzungs- oder -Regelventil.
Wenn du also die komplett entlüftete Einspritzleitung blockierst wird sich die Pumpe nicht mehr bewegen . Selbst verschlissene Pumpelemente
würden noch genug Druck aufbauen, denke ich

Aber vieleicht haben wir ja noch jemanden hier im Forum der sich damit besser auskennt.

Gruß Jochen
#237232
Hallo Reiner

die EP sind nicht max.-druck geregelt. Der Druck wird alleine von der Düse bestimmt. Was angegeben wird ist der Öffnungsdruck.
Der Einspritzvorgang ist ein dynamischer Vorgang, welcher sich nach dem ersten Öffnen einschwingt. Bei Volllast werden höhere Drücke errreicht, im Leerlauf gerade mal der Öffnungsdruck. Die erste Druckspitze liegt deutlich höher, google mal mit "hydraulischer Hammer".
Weiterhin sind die Leckverluste über die Drehzahl und abhängig vom Druck sehr unterschiedlich.
Allerdings kannst du die Pumpe nicht gegen Block laufen lassen
Wieviel mind. Druck sollte eine "Gute" ESP noch aufbauen (ohne Düse, Einspritzleitung blockiert)?
Limmitierend für den Verschleiß ist das Lecköl. Zweites Verswchleißkriterium ist das rollenstößel und die Nockenwelle, wenn die eingelaufen sind wird die Startmenge evtl nicht mehr erreicht. Den Rest von wegen Regelweg etc erspare ich dir jetzt. :wink:
#237302
Danke Jochen und Helmut,

dann könnte ich wenn ich das EP System prüfen will, wie folgt vorgehen?

Düsen ausbauen, einstellen und prüfen.

Dann die Fördermengen testen und evtl. einstellen.

Nun die Düsen mit dem entsprechenden Pumpenelement verbinden.

In die "Prüfleitung" ein T-Stück einbauen und dort den Druck messen.

Beim Drehenlassen des Motors sollte dann doch die Druckspitze zu erkennen sein, bis dann die Düse öffnet.

Oder mache ich einen Denkfehler?
#237328
Hallo Reiner
Baust Du gerade eine alte Pumpe auf oder was hast Du vor?
Hatte mal das selbe Problem mit einer ausgenudelten EP. Sie war innerlich undicht und der Oelraum war immer voller Diesel.
Nachdem ich die Düsen wieder auf Sollwert eingestellt hatte ging dann gar nichts mehr. Ein Zylinder lief nicht mehr mit.
Nachdem ich die EP gewechselt hatte war wieder alles OK.

Schließ doch einfach die ausgebauten und geprüften Düsen an und miß die abgespritzte Menge. Wenn alle abspritzen bringt die Pumpe zumindest den Öffnungsdruck.

Gruß
Lothar
#237386
Hallo Reiner

du musst zwei unabhängige Prüfungen durchführen.
Die Einspritzdüsen werden mit einem Düsenprüfgerät geprüft. Das ist nichts anderes als eien hanbetätigte Kolbenpumpe. Durch langsames Fördern kann man den Öfnungsdruck und die Schließfunktion bzw die Dichtigkeit der düse überprüfen, die Düse öffnet immer kurzzeitig und schließ sofort, wenn der Druck wieder unter den Öffnungsdruck abfällt, die Düse schnarrt dann hörbar und man kann sehen, ob sie nachtropft.
Die Einspritzpumpe wird vollkommen anders geprüft. hier wird die Gleichförderung , der Gleichhub und Förderbeginn der Elemente gemessen. Ebenso wird der Regler bei den vorgeschriebenen Drehzahlen gepfüft.
Hier "prüfen"wir gerade eine RQV-Pumpe für einen 406, 128PS mit ca 2850 Maximaldrehzahl :wink:

Bild
#237462
Hallo Rainer!
So eine Maximaldruckprüfung zeigte uns unser Berufschullehrer vor fast 40 Jahren.
Wir haben die Druckleitung an einem Steyr Traktor mit 15PS mit einer Friedmann&Maier EP verschlossen und dann den Motor entweder 10 Umdrehungen oder 10 Einspritzungen (weiss nicht mehr, Alzheimer lässt grüssen :wink:) mit der Kurbel durchgedreht und den Sollwert von 800bar überschritten.

Ich selber würde das nicht übers Herz bringen und mir läuft es jetzt noch kalt den Rücken hinunter wenn ich daran denke :|
#237742
Moin,

mein Mog verliert seit einiger Zeit an Leistung, deshalb wollte ich die Pumpe prüfen!!!

Kompression zwischen 22 und 24 bar :D

Düsen spritzen bei ca 103 bar ab. Kanns daran liegen? Gibts die Plättchen bei Bosch?

Spritzbild ist ok, kein Nachtropfen und "knarren" tun sie auch :wink:

Als nächstes will ich die Menge prüfen.
Hat jemand dafür Angaben? Kann nichts finden im WHB
#237978
Moin, wenn man ein Manometer auf die ESP setzt und mit dem Anlasser dreht, müsste irgend ein Teil zu Bruch gehen. Von Hand funktioniert das, wenn bekannt ist, für welchen Druck die Pumpe konstruktiv ausgelegt ist. Wenn die Pumpe 800bar schafft, dürfte das für eine 120bar Düse auch im Maximalbereich ausreichen. Gruß, burgfried
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