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Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#440687
Hallo zusammen,

da der 406er mit 84 PS auf der Straße leicht untermotorisiert wirkt, denke ich an eine Leistungssteigerung.
Mein 406er ist Bj. 76, großes Getriebe (Kriech- und Schneckengänge + Vorschaltgetriebe), Geschwindigkeit ist mir nicht so wichtig. Ich möchte einfach im fließenden Verkehr mithalten können.

Mir gefällt die 125 PS Variante besonders gut.

Wer von Euch hat diesbezügliche Erfahrungen. Wie ist die Haltbarkeit von Motor, Getriebe und Kupplung. Ist die Motortemperatur problematisch?

Vielen Dank und Grüße

Michael

P.S.
Die Suchfunktion konnte mir hier nicht weiterhelfen.
#440700
Hallo Michael,

ist nicht ganz unproblematisch. Ich weiß aber von einem Unimog Kollegen, der schon bei einer Steigerung auf 110 PS Probleme mit der Kupplung bekommen hat. Hier können die Technikfreaks weiterhelfen.
Du schreibst, dass du im fließenden Verkehr mithalten willst. Frage: Welchen Verkehr meinst du? Autobahn? Stadtverkehr? Landstaße? Gut ausgebaute Bundesstaße? Es kommt m.E. nicht auf die Motorenleistung an, sondern welche Achse bei deinem Mog eingebaut ist. Ich hatte vor einigen Jahren einen 416 mit einer super "schnellen" Hinterachse, da konnte man auch auf der Autobahn recht gut mithalten (Spitze über 100km/h). Der 416 hatte dann allerdings auch 110 PS. Im übrigen... du bist mit deinem Mog schneller, als 99% aller Schlepper, die übrigen Verkehrsteilnehmer sollen froh sein, wenn sie einen schönen Mog zu sehen bekommen.
Viele Grüße aus Bayern
Axel - Nordbayern
#440717
Moin Michael,

In sachen Leistungssteigerung habe ich bei meinem 406 den Ölbadluftfilter auf den hier im Forum angebotenen Trockenluftfilter umgebaut. Ich meine das der motor damit spührbar besser am gas hängt. Des weiteren wurden beim Bosch Service die Einspritzdüsen überholt, neu abgedrückt und die Einspritzpumpe überholt und auf 115PS eingestellt. Diese leistung habe ich auf anraten der hier ansässigen Spezialisten gewählt, weil bei vernünftiger Fahr/schaltweise so das getriebe noch haltbar sein soll. Ich behaupte das die professionelle Leistungssteigerrung beim Bosch-Service sich in meinem fall gelohnt hat. Der motor qualmt nicht übermäßig und es lässt sich die meiste zeit äusserst Schaltfaul fahren. :spitze
Ich bin jetzt so ca. 200 stunden unterwegs und habe noch keine beschwerden von kupplung oder getriebe wargenommen.

Bis denne Olaf
#440719
Hallo,

bei dieser Frage kann man sich schon mal als Orientierung etwas an den möglichen Auslieferungszuständen für 406/416 ab Werk orientieren. Beim 406 war ja bis auf die in der Höchstgeschwindigkeit gedrosselte Industriezugmaschine bei 84PS Schluß. Beim 416 gab es ab ca. 1970 Varianten bis zu 125PS. Nun die Unterschiede:

- Alle Varianten bis einschließlich 110PS hatten die gleiche 80er Einspritzpumpe verbaut, nur die Einstellungen sind unterschiedlich, die 125PS-Variante hat eine 90er Pumpe.
- Die Varianten des U416 haben eine Abregeldrehzahl von 2800 statt 2550U/min, daher auch bei gleicher Übersetzung und Bereifung eine höhere Endgeschwindigkeit, auch passen dann die Anschlüsse beim Hochschalten besser, wenn man den Drehzahlbereich ausnutzt
- Ab 100PS ist beim 416er eine größere Kupplung verbaut, die es m.W. nicht als Doppelkupplung gibt (zumindest bei Auslieferung in Deutschland)
- Ab 100PS wurde ein zusätzliches Luftleitblech um den Kühlerlüfter verbaut
- In Deutschland gab es meines Wissens ab Werk keine Variante über 90PS mit Vorschaltgetriebe

Noch der allgemeine Hinweis:
- Solange du die Abregeldrehzahl nicht erhöhst, könntest du sowas evtl. sogar eingetragen bekommen.

Gruß,
Michael
#440720
Hallo Michael,

jeder Unimog ist irgendwann untermotorisiert........wenn du einen Sportwagen erwartest, oder auch mit den aktuellen LKW mithalten möchtest, solltest du deinen Mog ganz schnell verkaufen, dann helfen auch keine 125 PS. Gegen 400 PS hast du auch damit keine Chance.
Was die Leistungssteigerung betrifft, ist das Vorschaltgetriebe das limitierende Bauteil. In Deutschland wurde der Mog in dieser Getriebekombination mit max. 84PS verkauft.
Im Ausland dagegen gab es auch andere Kombinationen, vermutlich war dort die Haftung ein weniger wichtiges Thema.
Und wie so oft beim Thema Leistung sitzt das "limitierende Bauteil" :wink: hinter dem Lenkrad, wenn du umsichtig damit umgehst wird ide Kupplung und das Getriebe es mitmachen.

Gruß
Ralf
#440775
Hallo zusammen,

vielen Dank für Euere Beiträge.

Habe heute mit Rüdiger Schramm "Die Pumpe" telefoniert. Seine Empfehlung lautet: Pumpe komplett zerlegen und mit 90er Elementen neu aufbauen. Zusätzlich empfiehlt er spezielle Düsen um die Verbrennung zu verbessern. Der Regler kann modifiziert werden, damit sich das Gaspedal leichter "bedienen" lässt. Am Ende stehen dann ca. 130 PS zur Verfügung. Bei einer "vernünftigen" Fahrweise sind ihm keine Probleme mit Kupplung oder Getriebe bekannt.

Hat jemand Kenntnis oder Erfahrungen mit einem Umbau bei Rüdiger?

Viele Grüße

Michael
#440800
Hallo
der Umbau von Schramm ist eine handwerklich sehr gut Arbeit. Eine leichtere Betätigung ist angenehm, kostet aber etwas mehr. Die Reduzierung der Betätigungskraft ist mit der Totpunktfeder meines Erachtens ausreichend, sofern sie korrekt eingebaut ist. Mit dem Pedal wird ja die Drehzahl eingestellt und nicht die Leistung bzw die Fördermenge. Wenn man natürlich mehr im oberen Bereich unterwegs ist, macht sich die Erleichterung schon bemerkbar.
Der 90er-Umbau bringt eine sehr gute Performance vor allem in der Leistungsspitze, allerdings ist das Drehmoment im unteren Bereich geringer wie bei der 80er Pumpe.
Das die Kupplung das so easy mit macht kann ich nicht bestätigen. Die Kupplung hat Im 417 mit OM366 bei 360Nm schon Probleme, ich habe die Kupplung deshalb schon verstärkt.
Mir wurde auch berichtet, dass die 366er im 417 die Kupplung wesentlich früher runtergeritten haben wie der 352, ebenfalls mit 110PS. Beim MB-trac wurde selbst beim kleineren Vierzylinder schon eine größere Kupplung verbaut. Die 280er Kupplung ist wohl augenscheinlich an der Kotzgrenze.
Auch das Vorschaltgetriebe hat je nach Ausführung eine integrierte "Sollbruchstelle".
Ich selber habe auch schon einen gepimpten 416er gefahren, bei dem die 310er Einfachkupplung nicht mehr ausreichend war. Franz Murr hat deshalb versuchsweise sogar auf die 330er Kupplung umgebaut.
#440814
Hallo,

es ist halt immer auch eine Frage, was man damit macht. Will ich die Leistung dauernd abfordern und auch noch, dass alles inkl. Kupplung mehrere 1000 Betriebsstunden problemlos hält oder läuft der Mog im Hobbybetrieb nur ein paar Stunden im Jahr und bestenfalls mal ab und an mit schwerer Last. Ich habe mit der 110PS-Einstellung mit 280er Kupplung und Vorschaltgetriebe bisher keine Probleme, trotz manchmal schweren Anhängern, allerdings nur Hobbybetrieb und keine tausende Betriebsstunden bisher. Die 130PS-Einstellung als Grundlage, noch dazu etwas "geschrammt", ist da aber schon eine andere Belastungsstufe.

Gruß,
Michael
#440831
Hallo ihr Michaele

gemäß den allgemeinen Gesetzen der Physik ist das maximale Drehmoment weder von der Achsübersetzung noch von der Anhängelast abhängig sondern nur von Leistung und Drehzahl. :wink:
Ich habe schon zerissene Vorschaltgetriebe gesehen. :(
Noch gibt es die Räder bei MB neu.
#440855
Hallo Helmut,
gemäß den allgemeinen Gesetzen der Physik ist das maximale Drehmoment weder von der Achsübersetzung noch von der Anhängelast abhängig sondern nur von Leistung und Drehzahl.
Schon klar. Die Erfahrung zeigt aber auch, dass bei dauerhaft hoher Belastung sowas eher auseinanderfliegt als bei eher seltener, kurzzeitiger Überlastung. Zumindest, wenn die Überlastung nicht zu extrem ist, dass schon direkt alles auseinanderfliegt.

Gruß,
Michael
#440859
Guten Morgen Michael,

ist es dann aber nicht sinnvoll einem relativen Neuling besser eine Warnung auszusprechen, wohlwissend das Jemand der sich eingelesen hat, sowieso tut was er will.
Wie soll ein anderer Fahrer deine Erfahrungen und Aussagen im Bezug auf kurz- oder auch langzeitiger Belastung werten und für sich umsetzen.
Kann er gar nicht, da deine Werte von einem anderen Fahrer nicht reproduzierbar sind.

Abgesehen davon wurde das Thema Leistungssteigerung für die verschiedensten Baureihen schon hoch- und runterdiskutiert.

Grüße

Ralf
#440877
Hallo Ralf,

man kann nur Informationen hierzu geben, die richtigen Schlüsse muss jeder für sich selbst finden. Ich werde keinem sagen, mach dies oder mach das, denken und entscheiden muss jeder für sich selbst. Scheint nur manchmal heutzutage von vielen vergessen zu werden.

Reproduzierbar sind die Sachen schon. Wenn ich den Mog immer unter voller Belastung hernehme, ist das schon was anderes, als wenn ich nur mit dem leeren Fahrzeug spazieren fahre. Ob ich mit dem Mog innerhalb von einem Jahr 10 oder 1000 Betriebsstunden erreiche, sollte auch jeder in etwa wissen.

Wichtig ist: Es gab durchaus Unterschiede in der möglichen Ausstattung sowie in weiteren relevanten Details bei den unterschiedlichen Leistungsstufen (Kupplungsgröße, zusätzliche Blech am Kühler, andere Getriebeausstattungen). Letztendlich obliegt es jedem einzelnen, ob er diese als für sich relevant beurteilt oder nicht. Das Blech am Kühler könnte man wohl auch leicht nachrüsten, wenn man es als nötig erachtet.

Gruß,
Michael
#451443
Liebe Unimog Kollegen,

da hier bei diesem Thema der Name Rüdiger Schramm (die Pumpe) mehrfach gefallen ist, möchte ich euch mitteilen das Rüdiger am Montag den 11.08.2014 verstorben ist, ich hatte die Ehre ihn persönlich kennenlernen zu dürfen. Ich glaube das alle die kannten mir recht geben werden, wenn ich behaupte das die Unimog Szene mit ihm einen Schrauber der alten Schule und einen großartigen Menschen verliert. :cry: :cry:

Gruß Klaus
#451446
Hallo Klaus,

erschreckende Nachricht! Hab ihn letztes Jahr auch aus obigem Grund kennengelernt.
Wieder einer, der viel zu früh von uns geht.

Herzliches Beileid allen Angehörigen!

mfG
Axel
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