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Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#411778
Mineralisches Öl ist gar nicht hygroskopisch!
Ölwechselintervalle von ein paar Jahren mögen je nach Nutzungsintensität rein wegen Alterung passen.
Bei der hygroskopischen Bremsflüssigkeit DOT4 ist jährlicher Wechsel angebracht. Ich habe da schon zu viele irreparable Schäden aufgrund zu langer Wechselintervalle gesehen.

Aber jeder kann sich unter Beachtung einzelner Aspekte natürlich seine eigene Strategien basteln.

Jedenfalls schadet es eher nicht, sich genau an die Vorschriften des Herstellers zu halten, selbst wenn die Betriebsmittel besser geworden sind. (Aber es handelt sich immer um Systeme, nicht nur um einzelne Komponenten!)
#411828
Hallo Christoph,

wir schweifen hier zwar etwas vom Thema ab, na ja.

Dass die Bremsflüssigkeit mit DOT 4 jährlich gewechselt werden soll steht nicht in meiner BA und auch nicht in den BAs der meisten PKW, hier sind fast ausschließlich 2 Jahre vorgesehen. Eine Ausnahme bildet der G hier ist der jährliche Wechsel vorgesehen.
Warum das Ganze? Der Hintergrund ist die maximal mögliche Beanspruchung der Bremsanlage und damit die Erwärmung der Bremsflüssigkeit, steigt die Wasseraufnahme der Flüssigkeit schneller. Das Wasser in der Bremsflüssigkeit wiederum senkt den Siedepunkt. Der muss ausreichend hoch sein das sich bei maximaler Belastung der Bremse (z. B. lange Bergabfahrt) keine Dampfblasen bilden. Ab 3,0 % Wasseranteil gilt die Bremsflüssigkeit als verschlissen und muss gewechselt werden.

Die Werkstätten können den Siedepunkt der Bremsflüssigkeit prüfen, macht der TÜV eigentlich auch.
Im Selbstversuch habe ich an meinem letzten Pseudo-Geländewagen nach 3 Jahren und 45000km, nur 2 % Wasseranteil gemessen.
Bei Verwendung von DOT 5 wird ein jährlicher Wechsel vorgeschrieben.
#411894
Hallo zusammen,

Bei meinem Spaßmoggl mache ich so alle drei/vier Jahre einen Motorölwechsel, obwohl ich die Kilometer, die erlaubt sind, noch gar nicht drauf gefahren habe. Öl altert, auch wenn es nicht in Betrieb ist. ob hygroskopisch oder nicht.

Noch ein Nachsatz für die ganz schlauen: Wenn ein Ölwechsel in den Vorgelegen in denen noch Öl drin war, zu merklich besserer Fahreigenschaft führen soll, dann frage ich mich, wie der Unimog im Alltag, besonders unter Last, sowie im Gelände klar kommt. Wenn altes Öl soviel Kraft weg nimmt, dann würde ein beladener Unimog ohne Hänger noch nicht mal ne bessere Steigung schaffen. Denkt mal nach.

War wohl doch z.T.Märchenstunde.

Gruß Lothar
#411902
Hallo Lothar,
es wurde nie von einem alleinigen Ölwechsel der Radvorgelege berichtet!
Das begreifen sogar die ganz Schlauen.
Ich bitte Dich höflichst keine Kommentare zu verdrehen so das Sie für Deine Argumentation passen.
Mit sachlich und fachlich hat Deine Argumentationsführung rein gar nichts zu tun.
Denk Du mal darüber nach!!!!!!!!!!!!!!!
Henry
#411960
Moin Reiner,
über das Öl was drin war kann ich eider nix sagen, der Vorbesitzer hat es nicht gewechselt.
Die Vermutung liegt nah dass der letzte Ölwechsel im Antriebsstrang ca 1990 gemacht wurde. Bis dahin lief der Unimog in einer Kommune und hat ein Wartungsheft bis 72000 Kilometer im Jahre 1990. Jetzt vorm Ölwechsel waren es 95000 km. Der Bh Zähler ist leider defekt.
Gruß
Henry
#411968
Moin Henry,

wohl wissend dass zwischen kaltem und warmem Öl, sowie zwischen Ölen unterschiedlicher Viskositäten eklatante "Welten" liegen, kann ich mir anders Deine Empfindungen einfach nicht erklären.

Ich habe auch schon 2 - 3 x einen Ölwechsel durchgeführt, konnte ein solches Aha-Erlebnis aber noch nie genießen.
#411971
Moin Reiner,
der Unterschied beim fahren ist ja nicht riesig :) ,
und wie schon geschrieben es kam mir aus Achsen, Getriebe und Vorgelegen eine dunkegraue Brühe entgegen. Relativ zäh, obwohl warmgefahren. :( :(
Ich werde jetzt öfter wechseln da ich ca 300 Bh im Jahr fahre und arbeite. Dann wird mit Sicherheit kein Unterschied mehr sein :D :D :D
Gruß
Henry
#411978
Hallo zusammen,

@ Henry so langsam weicht die Euphorie wohl, die Realität kehrt ein.

Daß es einem ein gutes Gefühl verschafft, wenn man die Öle gewechselt hat, steht schon in meinem ersten Beitrag.

Daß wir Hobby-Unimogler besonders wenns um Öle geht übertreiben, schreibt RainerausRhedeems, und hat damit Recht.Den Beitrag hast Du gar nicht wahrnehmen wollen.

Unsere Unimogs haben derart viel Kraft, daß man noch nicht mal viel bemerken würde, wenn außer im Motor, Schleifmittelpaste verwendet würde. Vom Verschleiß mal abgesehen.

Gruß Lothar
#411983
Hallo René

im 404 sind keine Hypoid Getriebe. Dafür aber z.B. im Schaltgetriebe Synchronringe aus Buntmetall.
Dajher ist es erforderlich, dass zumindest dort eine Öl verwendet wird, welches keine Buntmetallkorrosion her vorruft. Bei Hypoidölen ist dies aber häufig der Fall.
Dies ist wichtiger als die Viskosität.
Dafür kann aber beim 404 in Schaltgetriebe, Achsen und Vorgelege das gleiche Öl verwendet werden.
#412009
Hallo Reiner,

Ein Hypoidgetriebe ist ein Getriebe mit bogenverzahnten Zahnrädern bei dem sich die Achsen nicht mittig treffen. Beim 404 wie auch beim 411 mit alten Achsen und allen Vorgängern treffen sich aber die Antriebswelle und die Achsen genau mittig, so dass hier zwar auch bogenverzahnte Zahnräder zu finden sind, diese aber Spiralkegelzahnräder sind.
Wie die Achsgetriebe beim 411 neue Achse , 421 und folgende beschaffen sind, weiß ich nicht. Aber zumindest bei den erst genannten vermute ich auch, dass kein Achsversatz vorliegt.

Bild

Bei Hypoidgetrieben tretten durch den Achsversatz besondere Scherkräfte auf, denen das Öl Rechnung tragen muss, daher gibt es die Hypoidöle. Für die Spiralkegelgetriebe ist dies jedoch nicht erforderlich.

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