Hallo,
auch eine Idee - die bestehende(n) Gasheizung(en) mit einem Holzvergaser beschicken
--> Stefan: Finde ich gut - mal jemand, der nicht nur über den Gaspreis mault, sondern aktiv was dagegen unternimmt ! Und vor allem: Der dann auch persönlichen Einsatz zu zeigen gewillt ist (also nicht nur alles geschenkt haben will !).
Tja, das Problem bei der Selbstversorgung wird nur sein, daß uns dann, wenn es alle machen, die Biomasse ausgeht - zumindest, so lange wir uns auf Holz beschränken ... hat das mal jemand gegengerechnet ? Ich meine, könnten wir uns in D regional oder gesamt selbst versorgen, zumindest was Heizung angeht ? Wächst dafür genügend Holz nach, bzw. haben wir die Anbauflächen ? Ich denke da auch an Ölpflanzen, Bio(brenn-)masse durch Stroh oder ähnliches. Mal ganz abgesehen vom Abgas ...
Aber um auf's Thema zurückzukommen: Es dürfte warscheinlich allen klar sein, daß sich bei den derzeitigen Preisstrukturen das Holzmachen nur lohnt, wenn man durch entsprechend hohen Durchsatz die Maschinenkosten amortisiert bekommt - also professionell, in großem Stil und mit entsprechend großen Maschinen (und wenig Personal).
Als Hobby lohnt es sich nur, wenn man auf billige Gerätschaften und kostenlose Arbeitskraft (=selber machen) zurückgreifen kann, bzw. den Maschinenpark sowieso braucht oder noch anderweitig nutzen kann
Und, ehrlich gesagt, der (relativ teure) Unimog ist dafür auch nur bedingt notwendig ... ein 30PS Fendt o.ä. tut es auch. Hat zwar nicht den Spaßfaktor, aber Winde, Säge und Spalter laufen damit genauso gut, und 80% aller Holzbestände im Wald sind damit erreichbar. Dazu einen gebrauchten Anhänger, Kettensäge und Muskelschmalz - fertig ist das Brennholz. Wenn man sich auf gut befahrbare Waldwege einschränkt (und damit das eben Holz teurer einkaufen muß), kommt man auch mit PKW, Anhänger, Kettensäge und E-SPalter/Säge hin. Die Zeit darf man dann natürlich nicht rechnen, dafür hat man kaum Maschinenanschaffung
Rechnen wir doch mal so (= Billigvariante Holzmachen):
- PKW mit AHK: vorhanden
- Anhänger (Baumarkt-Billigteil): 300.-
- Kettensäge 400.-
- E-Holzspalter: 800.-
Summe 1500.- EUR.
Plus "Verbrauchsmaterial" wie Sprit, Kettenöl, Sägeketten, Bier/Sprudel, Bestechungsmaterial für Freunde und Nachbarn, Strom, etc. anteilig pr RM Holz...
sagen wir mal: 5.- pro RM ?
Flächenlos je nach Holz und Bestand 50.- pro 10 RM (war mein letzter Preis, paßt das aktuell ? Falls man die Preise überhaupt vergleichen kann)
Summe ca. 10.- pro RM Holz im Einkauf
Bei im Durchschnitt 50.- pro RM ofenfertig (Eiche/Buche/Fichte gemischt) Kaufpreis müßte man also 1500 / (50-10) = 37.5 RM holz machen, damit man eben ist. Bei 10 RM Verbrauch pro Jahr sind das also knapp 4 Jahre, um die o.g. Maschinen zu amortisieren.
(Auerha ! Also bloß nicht auf die Idee kommen, den Mog auf's Holz anzurechen

)
Umgerechnet pro Jahr wären das Heizkosten von 10x50 = 500.- EUR für das Holz.
Wenn man jetzt noch 3000.- für den Traktor (6-8000 für einen Mog), 200.- Aufpreis für einen größeren Hänger, 800.- für eine ZW-Säge und 300 Aufpreis für einen ZW-Spalter nimmt (5800.-), dann ist man schnell bei 10 Jahren und mehr, bevor man die Anschaffung eingespart hat. Wenn man dann noch Wald kaufen will, ist das ein Projekt für die nächste Generation.
Da kann man lange von Öl oder Gas kaufen ... aber wo blieben dann der Ethusiasmus !
Aber wieder zurück:
Um jetzt den Vergleich mit dem Gas zu haben, bräuchte man den Jahresverbrauch, oder Vergleichswerte der Energieausbeute !? Ich meine: 1 RM Holz = x cbm Gas ?
Dazu kommen noch andere Kosten, wie z.b. höhere Aufwendungen für Kaminkehrer, Reinigung, Ascheentsorgung, etc. Plus natürlich die Anschaffung für den/die Öfen bzw. Holzvergaser ...
Fraglich, ob sich das wirklich rechnet.
Außerdem muß man aufpassen: Wenn konventionelle Brennstoffe teurer werden, wird das Holz oä. ganz sicher nicht billiger !!
Mich interessiert das Thema auch aus eigenem Interesse, und ich mache deshalb hier so eine Rumrechnerei, weil ich in Kürze umbauen/renovieren will und mir über die zukünftige Heizanlage Gedanken mache !
Ich möchte a) eine Zentralheizung, die auch mal ein paar Wochen unbeaufsichtig läuft - als Grundheizung. Zielvorstellung: Mineralöl, weil Tankanlage vorhanden (umrüstbar auf andere Brennstoffe, falls das Öl auch unbezahlbar wird!), b) eine teilzentrale Heizung (entweder Brenner im Keller oder Kachelofen mit Wassererwärmung, evtl. beides) mit Holz oder anderen nachwachsenden Brennstoffen, c) Solar (thermisch), damit man im Sommer das Brauchwasser nicht mit Holz oder Öl heißmachen muß.
Alle o.g. Wärmelieferanten müssen den gemeinsamen Speicher für Heizung und Brauchwasser beliefern, so daß sie sich gegenseitig ergänzen.
Ergo: Brennholzmachen wird weiterhin ein Thema für mich bleiben !
Ach ja, mein Beitrag zur Kostenreduzierung - Heizölverbrauch im letzten Jahr: 0 (Null) Liter ! Wir haben 100% mit Holz geheizt ...
(ca. 110 qm Wohn/Nutzfläche) - dafür ca. 2-300 Liter Diesel für den Mog

Plus jede Menge Strom für die dämlichen E-Boiler zur Heißwasserbereitung

- das muß als nächstes anders werden !
Also, drum: Drehen wir den Energielieferanten eine lange Nase !
Andreas