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Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#179541
Hallo Kollegen, ich möchte mir einen Hauptschalter für die Spannungsunterbrechung (+ oder - Pol?) in die Rückwand des offenen Fahrerhauses einbauen. Dazu muss ich jetzt in mein frisch lackiertes Haus eine große Bohrung einbringen (genaues Maß werd ich nachher mal ermitteln).
Das ganze jetzt mit kleinen Bohrungen in kreisform zu machen und dann zu feilen ist eine (schlechte) Idee.
Gibt es da bessere Lösungen? Ich hatte an ein Gerät gedacht, wie es die Installatöre verwenden, um die Bohrung für den Wasserhahn in die Edelstahlspüle zu bekommen. Gibt es das Gerät in unterschiedlichen Durchmessern und welche Blechstärke ist damit bearbeitbar?
Andere Ideen sind gern willkommen.

Gruß Jürgen
#179551
Hallo Jürgen,

Beim besten Willen könnte ich Dir die Perforierung Deiner Hütte nicht anraten.
Setze doch vor dem Batteriekasten am Rahmen ein Winkelblech an und befestige hieran einen Bateriehauptschalter oder Natoknochen (gibts in ebay jeden Tag) , trenne die Minuspol / Masseleitung .

Das ist meiner Meinung nach die sauberste und vor allem die baulich kürzeste Lösung.

Schönen Sonntag,

Bernd
#179577
Hallo Bernd, da hab ich auch schon dran gedacht. Mir graut auch ein wenig davor die Hütte anzubohren.
Ich hatte an einen kleinen Kasten seitlich am Batteriekasten gedacht, der könnte dann auch noch gleich einen Stecker fürs Ladegerät aufnehmen. Im Augenblick schraub ich den Deckel immer mit drei Schrauben ab und klemm das Ladegerät an.
Die Bohrung (wo auch immer) muß 23 mm haben.

Gruß Jürgen
#179588
Moin Jürgen,

das "Anbohren" tut weh :wink:

Es gibt diese "Geräte" aber in verschiedenen Grössen.
Ich habe zB. den Ausschnitt für die Tankanzeige ins Armaturenbrett geschnitten.
Passt der Schalter nicht mehr in den Batteriekasten?
der könnte dann auch noch gleich einen Stecker fürs Ladegerät aufnehmen.
Solch eine kleine Steckdose findet man bei mir im Armaturenbrett.
Ein entsprechender Stecker am Ladegerät, und gut issss..
Einerseits kannst Du Strom abnehmen, andererseits die Batterie wieder laden.
#179591
Hallo alle,
ja das ist nun nicht so einfach. Es gibt für alle Vorschläge gute Gründe und leider auch Vor- und Nachteile.
@Reiner: Die vorgestanzten Ausbrüche im Armaturenbrett habe ich rechtzeitig alle gut mit Standardgeräten heraus bekommen.
Die Blechstärke hat die Stanze (oder wie auch immer das Gerät heißt) also geschafft?!
Den Schalter in den Batteriekasten zu setzen hab ich auch schon überlegt. Das Problem mit der Bohrung ist da aber noch größer, bei mir besteht der Kasten aus 1,5mm VA. Damit hätte ich auch noch keine Lösung für die Nato-Steckdose.
Die kleine Steckdose im Armaturenbrett hilft doch nicht mehr, wenn ich die Leitung unterbrochen habe, oder sehe ich das falsch?
@Frank: So hatte ich mir das ja auch gedacht, zumindest für die Lösung mit dem Schalter. Das hätte den Vorteil mit dem versteckt angebrachten Schlüssel (der auch nicht so schnell verloren gehen könnte).
@Jürgen: Die Schalter sind doch auch so schon teuer genug, jetzt auch noch Spritzwassergeschützt. Ich habe ein Teil von Hella, schadet dem das Spritzwasser? An der Rückseite sitzen die Anschlußschrauben völlig offen.

Ich werd noch mal ein wenig abwarten und mich dann entscheiden.
Noch einen schönen Sonntag.
Gruß Jürgen
#179610
Hallo Jürgen
Loch-D23mm: Kennst Du die Teile auf dem Bild?
Rechts das ist ein Sortiment von Schälbohrern (bis 30,5mm, der Schaft paßt in jede normale Handbohrmaschine), das andere ist ein Schraub-Locher D32mm (gibts auch in diversen andren Durchmessern).
Die Werkzeuge wird jede Werkstatt haben, die ernsthaft mit Blech arbeitet. Also einfach mal beim nächsten Flaschner oder KFZ-Werkstatt (die nicht nur spachtelt) nachfragen.
Position des NATO-Knochens:
Weißt Du wo das Teil beim 406 verbaut ist? Da wurde es in die Abdeckung der Schaltplatte integriert (war bei meinem original dabei). Dann sparst Du dir Löcher im Blech.

mfG
Axel

PS: Die Schraublocher müßten sogar Elektriker haben, die an Schaltschränken rumschrauben.
Dateianhänge:
IM006836kl.jpg
IM006836kl.jpg (75.06 KiB) 2292 mal betrachtet
#179648
Hallo Jürgen,

Neue Löcher in Deinen schön und liebevoll restaurierten Mog würde ich nicht bohren.
Selbst bei meinem, der lange nicht so schön dasteht und einiges durchmachen muss, hatte ich Manschetten.
Daher habe ich beides, den Hauptschalter, der selbstverständlich Masse schaltet, und die Steckdose, die allerdings mehr zu Gabelstaplern und weniger zur NATO gehöhrt, in den Batteriekasten gesetzt.

Bild

Zugegeben, der Batteriekasten ist auch nicht 100% Original und besteht auch aus dickem Stahlblech. Die Löcher habe ich mit guten Stahlbohrern und der Handbohrmaschine gebohrt. Das große Mittelloch des Hauptschalters mit Schälbohrern, siehe Beitrag von Axel, aufgeweitet.

Vorteil meines Stecksystems. Es ist robust, für sehr hohe Ströme geeignet und sehr günstig verglichen mit dem NATO-Kram. Allerdings nicht kompatibel hierzu, es sei denn man Schaft sich bei Bedarf einen selbstgebauten Adapter.
#179680
@Axel: Jetzt wissen wir schon mal wie das Gerät heißt "Schraub-Locher".
Die Schälbohrer habe ich, allerdings noch nicht verwendet.
Egal welche Variante, damit komme ich weiter. Danke.
@Jürgen: Seh ich das richtig? Du must hinter den Batteriekasten greifen und den Schlüssel drehen. Warum hast du den Schalter nicht an die rechte Wand angebracht, Wasser?

Für die Anregungen erst einmal vielen Dank. Mal sehen, wie es letztlich wird.
Gruß Jürgen
#179684
Hallo Jürgen,

Ja, dass siehst Du richtig, ich greife um den Batteriekasten.

Gründe:
1. hier war bereits ein 2. Loch unter der Kabeldurchführung, welches ich nur etwas mit dem Schälbohrer weiten musste;
2. dabei konnte ich bequem von vorne arbeiten;
3. Man sieht den Schalter nicht auf den ersten Blick. Dh. ein klein bisschen primitive Wegfahrsperre für den Laien, nachdem das Zündschloss (kann man es so nennen) bereits mit einem Nagel überlistet werden kann.
#179876
Hallo Jürgen,
ich bohre Löcher in Blech immer mit HSS Lochsägen, die gibt es in allen Abmessungen und haben den Vorteil das Zentrierung durch den Mittenbohrer , man kann auch Rundungen und unebene Flächen relativ gratfrei durchbohren/sägen , in jedem Metall , auch VA (mit Wasser kühlen-niedrige Drehzahl)
Meine Ausschnitte im Armaturenblech 60mm und 80mm habe ich ohne probleme hinbekommen

gruss Jochen
Beispielbild eb..
Dateianhänge:
lochsäge.jpg
lochsäge.jpg (19.32 KiB) 2002 mal betrachtet
#180604
Hallo Jochen,

verwendest Du solche Bohrer freihändig? Mir sind die großen Schälaufbohrer schon oft unheimlich genug und haben mir die Bohrmaschine aus der Hand gerissen!
#181015
Hallo Christoph,
ganz ganz vorsichtig Freihändig, aber die sind so scharf das man kaum hängen bleibt. Durch den Zentrierbohrer geführt kann mann die Säge praktisch durchschleifen lassen,wie gesagt es gibt noch nicht einmal einen scharfen Grat
Im armaturenbrett hast du nicht die möglichkeit einer Fixierung.
Sonst nutze ich diese Lochsägen natürlich nur in der Standbohrmaschine und das Werkstück fixiert
(immer auf Sicherheit bedacht)
gruss Jochen
#181037
Grüß euch!

bin zwar noch lange nicht soweit den Hauptschalter anzuklemmen, aber eine Frage stellt sich mir doch.....

Warum die Masse trennen?

Es ist mir klar das dies der einfachste und schnellste weg ist ALLES stromlos zu machen. Aber ich habe z.B. eine Uhr eingebaut und die soll weiterlaufen... also ein Kabel gelegt...
Das würde den Hauptschalter(Masse schaltend) überbrücken.
Und dann einmal vergessen den Hauptschalter einschalten und starten... ich denke so ein nachträglich verlegtes Kabel, sagen wir 1,5 mm2, weil ja nur die Uhr draufhängt, fängt dann zu glühen an...

Ich habs bei mir so geplant, dass der Pluspol getrennt wird.
Da kann ich dann z.B. für die Uhr ein Pluskabel extra direkt zur Uhr an deren +-Klemme legen. Die Uhr funktioniert normal und der Hauptschalter erfüllt trotzdem seinen Zweck...

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