Herzlich willkommen

Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#333299
Hallo,

kann mir jemand mal erklären wieviel verschiedene Getriebe es bei einem 406 eigentlich gibt? Gibt es Getriebe wo absolut nicht zu empfehlen sind? Wieviel Gänge haben die? Da ich mir ja gerade einen 406er suche mit den 84 PS in der Agrarversion. Lediglich über Getreibe kenn ich mich noch nciht so aus und möchte mich auskennen vor dem Kauf. Danke

Elm
#333303
Hallo Elm,

zu diesem Thema ist im Forum über die Suche-Funktionen schon eine Menge an Informationen zu finden. Vielleicht probierst Du es mal.

Als Suchbegriffe empfehle ich Dir zusätzlich zu den üblichen Wörtern evtl. noch die Stichwörter "UG2/27", "G-Getriebe", "großes Getriebe", "2x4-Getriebe", und "Vorschaltgetriebe", "Kriechgänge", Schneckengänge".

Eine brauchbare Alternative zur diesbezüglichen Verschaffung eines guten Überblickes ist das Bedienhandbuch des 406, in welchem alle möglichen Ausführungen mit Untersetzung und Geschwindigkeit in jeder Fahrstufe, sogar noch nach Bereifungsgröße unterteilt, genau beschrieben sind.
Wenn Du ernsthaft einen 406 suchst, ist das Bedienhandbuch sowieso auf der "to-do-Liste" und kostet nur ein paar Euronen, die immer gut angelegt sind.

Die Anforderungen an das Getriebe sind abhängig vom Einsatzprofil, es kommt also darauf an, was Du mit dem Fahrzeug vor hast.


Viel Erfolg!

FG
Holger

Links:
http://www.buchundbild.de/product_info. ... remse.html
http://www.buchundbild.de/product_info. ... remse.html
#333329
Hallo,

grobe Unterscheidung erstmal nach Baujahr in die ältere (F-Getriebe, erkennbar an einem kleinen geschraubten Deckel in Fahrtrichtung rechts) und neuere (G-Getriebe) Version, wobei es vom G-Getriebe auch wieder eine neuere Variante gab (Muffenschaltung statt Klauenschaltung, erkennbar am längeren Vorwärts/Rcükwärts-Schalthebel mit kurzem Schaltweg).

In der Ausführung gab es:
F-Getriebe: 6-Gang-Getriebe (6V/2R), wahlweise mit unten angeflanschtem Kriechganggetriebe (2 Kriechgänge), später auch mit Vorschaltgetriebe mit Kriech-/Schnecken- und Zwischengängen (dann insgesamt 20V/8R), wahlweise auch mit Zapfwellenabtrieb mit 540 oder 1000 U/min Nenndrehzahl (nicht umschaltbar), wahlweise auch mit Doppelkupplung.

G-Getriebe: 6-Gang-Getriebe (6V/2R), wahlweise mit Zapfwellenabtrieb 540U/min (Einfachkupplung), wahlweise auch mit 2x4-Schaltung (8V/2R, nur andere Schaltplatte).
wahlweise auch mit Vorschaltgetriebe, mit Zwischen-/Kriech- und/oder Schneckengängen (max. 20V/8R), in Kombination mit Vorschaltgetriebe bzw. Vorschaltgetriebegehäuse ohne zus. Gänge auch umschaltbare Zapfwelle mit 540/1000U/min, wahlweise auch mit Doppelkupplung.

Weiterhin gab's noch Wandlerschaltkupplung (allerdings nicht in Kombination mit Vorschaltgetriebe) oder Hydrostatischer Fahrantrieb. Ebenso gab es noch einen schnellen Nebenabtrieb unter dem Getriebe z.B. für Kranhydraulikpumpen.

Gruß,
Michael
#333669
Hallo

die Schneckengänge kannst bei aller Flexibilität getrost vergessen, es sei denn Gurkenflieger oder Grabenfräse.
Ansonsten must du halt die Schalthebel betätigen, dann merkt man was verbaut ist.
Motorzapfwelle erkennt man ja schon aus 20m Entfernung.
Das größte Problem dürfte der Zustand des Getriebe sein. Im ausgebauten Zustand kannst du den Zustand nicht prüfen, z.B. kratzt die Synchronisierung, halten die Gänge, machen die Lager oder Zahnräder Geräusche :?
#333677
Hallo,
Gibt es bezeichungen für di eGetreibe oder ähnliches wo man sehr schnell erkennen kann beim kauf was es für eines ist?
Aufgrund der Vielfalt ist das schwierig zu erklären, da sich auch im Laufe der Bauzeit ein Teil der Hebel verändert hat. Am einfachsten ist es, schieß ein Foto der Schalthebel sowie seitlich des Getriebes, wo der Nebenabtrieb ist, am besten inkl. Kupplungbetätigung am Getriebe, schreib das Baujahr des Mogs rein und stell das Bild hier ein. Dann kann man leichter helfen (wobei es dann immer noch ein paar Unklarheiten geben kann).

Gruß,
Michael
#333961
Hallo elm,

406 Agrar bedeutete vom Werk aus in der Regel den 406.120 (also die Cabrioversion) und das voll ausgestattete Getriebe.
In der 84PS Version wird Dir auch das F-Getriebe und die alte Fahrerhausversion mit gewölbter Frontscheibe nicht begegnen, sondern nur das G-Getriebe und die gerade Frontscheibe.

Allerdings sind 406 heute bereits in einem Alter, dass Du eine Agrarausstattung an allen möglichen Fahrzeugen mit allen denkbaren Getriebevarianten finden kannst.

FG
Holger
#333997
Hallo,
406 Agrar bedeutete vom Werk aus in der Regel den 406.120 (also die Cabrioversion) und das voll ausgestattete Getriebe.
Kann man so nicht sagen. Ich hab hier z.B. eine Preisliste von Januar 1971 (Nr. 70), da sind noch keine speziellen Agrarversionen aufgeführt, es sind lediglich die lieferbaren SAs einzeln aufgeführt.
In der Preisliste vom März 72 (Nr. 80) hingegen wird z.B. beim U406 in die Varianten "Grundausstattung (G)", "Forst (F)" und "Landwirtschaft (L)" unterschieden. Dabei hat die "L" gegenüber der Grundausstattung lediglich folgende Extras:
- Drehzahlmesser
- Zyklonfilter
- Zapfwelle hinten 1 3/4 oder 1 3/8"
- Anbaubeschläge hinten
- Hydraulikanlage
- Steckeranschluß vorn 2-fach
- Steckeranschluß hinten mit sep. Rücklauf
- Kraftheber hinten mit Gesänge und Servotrac

Außer der Grund-Getriebeversion ohne Zapfwellenabgang sind alle Getriebeversionen lieferbar (also mit und ohne Vorschaltgetriebe, die Variante ohne Kriech- und/oder Schneckerngänge gab es damals nocht nicht, auch ohne Doppelkupplung). Ebenso ist das geschlossenen Fahrerhaus bei Ausführung "L" möglich, auch jegliche Bereifung.

Ob das vielleicht später anders war, weiß ich allerdings nicht.

Gruß,
Michael
#333998
Hallo,
406 Agrar bedeutete vom Werk aus in der Regel den 406.120 (also die Cabrioversion) und das voll ausgestattete Getriebe.
Kann man so nicht sagen. Ich hab hier z.B. eine Preisliste von Januar 1971 (Nr. 70), da sind noch keine speziellen Agrarversionen aufgeführt, es sind lediglich die lieferbaren SAs einzeln aufgeführt.
In der Preisliste vom März 72 (Nr. 80) hingegen wird z.B. beim U406 in die Varianten "Grundausstattung (G)", "Forst (F)" und "Landwirtschaft (L)" unterschieden. Dabei hat die "L" gegenüber der Grundausstattung lediglich folgende Extras:
- Drehzahlmesser
- Zyklonfilter
- Zapfwelle hinten 1 3/4 oder 1 3/8"
- Anbaubeschläge hinten
- Hydraulikanlage
- Steckeranschluß vorn 2-fach
- Steckeranschluß hinten mit sep. Rücklauf
- Kraftheber hinten mit Gesänge und Servotrac

Außer der Grund-Getriebeversion ohne Zapfwellenabgang sind alle Getriebeversionen lieferbar (also mit und ohne Vorschaltgetriebe, die Variante ohne Kriech- und/oder Schneckerngänge gab es damals nocht nicht, auch ohne Doppelkupplung). Ebenso ist das geschlossenen Fahrerhaus bei Ausführung "L" möglich, auch jegliche Bereifung.

Ob das vielleicht später anders war, weiß ich allerdings nicht.

Gruß,
Michael
#334234
Hallo Michael,

das stimmt, was Du schreibst und ich weiß auch nicht, ob und inwieweit das beim 406 später geändert wurde, aber zwischen "Angebot" und tatsächlicher Konfiguration bei Kauf - zumindest, was die Fahrzeuge angeht, die um 1980 und später tatsächlich in die Landwirtschaft geliefert wurden - das ist die Zeit, über die ich aktiv berichten kann - waren es fast ausschließlich 406.120, in Einzelfällen 406.121, also festes Fahrerhaus, aber alle mindestens mit Vorschaltgetriebe, soweit mir bekannt bzw. noch in Erinnerung auch sämtlich mit Kriech- und Schneckengetriebe. In unserer Gegend liefen einige 406, sowohl landw. als auch forstw. Fahrzeuge und alle hatten das komplette Getriebe drin.

Alles andere hätte auch für den Einsatz als Ackerschlepper, der wirklich für die Bodenbearbeitung eingesetzt wurde, keinen Sinn gemacht, es sind im 6-Gang Getriebe ja gerade mal 2 Gänge im Hauparbeitsbereich vorhanden, das ist, will man ansatzweise effektiv arbeiten, völlig unbrauchbar. Möglich, dass ein Zuckerrübenbetrieb auf flachem Land mit dem einfachen Getriebe zurechtkommen konnte, wenn der 406 nur vor dem Hänger eingesetzt wurde, aber bei 2 Hängern wird auch das zur Herausforderung.

Einen 406 habe ich selber nie neu gekauft, aber das lief wohl ähnlich, wie beim Kauf unseres MBtrac 440.167, den ich im Herbst '82 verhandelt habe. Gemäß Preisliste waren da auch einige Optionen werksseitig nicht als Serie aufgeführt, die aber - zumindest bei unserer Vertriebsniederlassung - trotzdem grundsätzlich mit drin waren und nicht verhandelt werden brauchten - zumal die Schlepper ohne diese Optionen praktisch unbrauchbar gewesen wären.

Da wir damals mehrere MBtrac gekauft haben und es immer das selbe war, gehe ich davon ableitend beim 406 davon aus, dass - zumindest in den Achtziger Jahren - keine 406 mehr mit einfachem Getriebe in die Landwirtschaft gingen. Im topAgrar (bzw. PROFI) Schlepperkatalog, der im letzten Auslieferungsjahr des 406 erstmalig erschien, wird er auch nur mit dem 12-Gang Getriebe plus Kriech- und Schneckengänge angeboten.
Dort ist übrigens auch als Serienbereifung 14.5R20 angegeben.

Aber es wurden auch 406 in Agrarausstattung an nicht landwirtschaftliche Kunden geliefert, über deren Ausstattung ich gar nichts sagen kann...

Irgendwo muss ich aus der Zeit noch Prospekte vom 403 und 406 haben, doch da wir renovieren, sind die zur Zeit für mich nicht greifbar.

Das nützt aber heute keinem mehr was, da bei den häufigen Besitzerwechseln und Nachrüstungen der inzwischen doch schon sehr betagten Fahrzeuge kaum noch ein 406 in Auslieferzustand mehr existieren dürfte.
Auch meinen, der 1972 mal voll ausgestattet war, musste ich in einigen Teilen erst wieder komplettieren, bis er für den ldw. Einsatz verwendet werden konnte und so da stand, wie er mal ausgeliefert wurde.

Sei es drum, es ist lange her...

FG
Holger
#334296
Hallo,

Wenn ich das richitg versdtanden habe dann ist das F-Getreibe das "kleine" Getreibe und hat nur die 540er Zapfwelle.

Das G-Getreibe ist das Große Getriebe mit 540er und 1000er Zapfwelle. Dieses dann auch noch mit der Variante mit Vorschaltgetriebe und somit hat man dann 8 Vorwärts und 2 Rückwärtsgänge.

Oder hab ich des falsch verstanden????

Elm
#334321
Hallo Elm,

das ist falsch.
Das F-Getriebe ist die in den ersten Jahren der Bauzeit des 406 verwendete Getriebevariante. Das G-Getriebe ist der Nachfolgetyp des F-Getriebe und ersetzte dieses vollständig. Als die 84PS Variante des 406 gebaut wurde, war das F-Getriebe bereits Geschichte.

FG
Holger
Pleullagermuttern M180

Hallo Helmut, lies selbst: tatsächlich &q[…]

Hallo ins Forum. Hat jemand einen Befestigungsbock[…]

Hallo liebe Freunde der gepflegten Fortbewegung! […]

gesuche, Lima vom 401 2010 900 Eus

2000 incl.