Herzlich willkommen

Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#6700
Hallo,

wollte ein Amperemeter und ein Voltmeter einbauen. Dazu sollte auf dem schräggestellten mttleren Teil des Armaturenbretts (ca. 90 mm hoch und 500 mm lang ) über der inneren Motorhaube eine Öffnung zur Aufnahme des Meßinstrumentes (60 mm Durchmesser) geschnittten werden.

Doch bevor ich das Armaturenbrett beschädige noch ein paar Fragen an diejenigen, die das vielleichtschon mal gemacht haben.

- Platzbedarf. Wenn man das Anzeigeinstrument (60 mm Durchmesser + Rand ca 2 x 4 mm, also ca. 68 mm) drauflegt und einen Kreis zieht, dann paßt das Instrument gerade so rein. Vom Motor her betrachtet ist die Wand nicht ganz eben; das dürfte ja nichts ausmachen, weil der Instrumentenkörper ja ehe nur an zwei Stellen klemmt.

- Material. Eine Probebohrung hat gezeigt, daß das Armaturenbrett alles fruchtbar hart ist. Was ist das für ein Material? Es scheint ein legierter Stahl bereits 1967, ( offenes Fahrerhaus) verwendet worden zu sein.

- Arbeitsgänge. Sollte versucht werden, mit vielen kleinen Bohrungen innerhalb der späteren Öffnung einen Vollkreis herauszunehmen und dann mit der Feile auf Maß (d=60 mm) zu bearbeiten? Oder gibt es da ein Spezialwerkzeug dazu. Habe vom Baumarkt einen Satz Lochbohrer, aber die scheinen nur für Holz zu sein. Gibt es da einProfiwerkzeug?

Sicherheitshalber bestellte ich schon mal beim Landmaschinenhändler Blinddeckel, falls es nichts wird.

Bitte um Ratschläge! Danke! Karl
#33472
Hallo Karl.

Ich nehme mal an, dass du für eine Stichsäge keinen Platz hast, oder ?

Profiwerkzeug gibt es z.B. hier:
http://www.hundt-direkt.de/katalogseiten/KAT350511.html
Die Bohrmaschine muss seeehr langsam drehen können.

Teuer, teuer.

Die Billigdinger aus dem Baumarkt habe ich bisher nur für Alu eingesetzt. (Schränkung zurück nehmen)

Ansonsten hilft nur Loch an Loch und dann mit einer Schleifrolle für die Bohrmaschine nachfeilen.

Viel Spaß.

Es gibt übrigens auch hübsche Aufbauanzeigen

Thorsten
#33479
Hallo Karl,
es gibt noch andere Lochsägen aus Bi- Metall (HSS-Zähne auf dem Grundkörper), die von Thorsten hat Hartmetallzähne. Diese kosten ca. 15Euro, je nach Größe für die Bohrkrone plus ca. 15 Euro für die Aufnahme.Die bekommst Du im Fachhandel , sägen kannst Du damit alle Metalle.
Außerdem haben Elektromonteure im Schaltschrankbau hydraulische Stanzen für Blech, handbetrieben.Dabei wird ein Lochstempel durch eine Bohrung in deinem Armaturenblech hindurchgezogen. Frag mal einen Elektriker, die haben die Dinger um Kabelkanäle und Schaltschränke zu lochen.

Viel Glück
Stefan
#33505
Hallo Karl ,
wie schon Thorsten beschrieben hat habe ich mir von einem Elektriker so eine Presse ausgeliehen mit 60 mm Durchmesser . Bei mir ging das wunderbar , und ist in kürze erledigt .Musste nur noch ein wenig schleifen denn mein Instrument war ein klein wenig größer , aber ansonsten klappt dies wunderbar .

Gruß Peter
#33533
Hallo,

für blech gibt\'s doch die einfachen stanzen mit schraube, oder ? loch durch, die beiden hälften von beiden seiten anlegen und mit einer mittelschraube zusammenziehen. zumindest kenne ich das für spülbecken aus edelstahl. ähnliches müßte es doch auch in größer geben, oder ?

wenn zeit keine rolle spielt, dann einfach einen kreis aufzeichnen, mit kleinem bohrer löcher bohren, evtl. mit stichsäge aussägen und dann rundfeilen ...

mfg,
Andreas
#33538
Danke für Eure wertvollen Hinweise!

Eigentlich erwartete ich, daß mich jemand scheltet, weil dazu der Unimog \"verbastel\"t und das Armaturenbrett verhunzt wird. Die einzubeuenden Instrumente sind auch mit verchromten Deckel, so daß es weitgehend paßt. Ob ich den Mog DC Russland aber noch als Veteran für Austsllungen anbeiten kann, - wenn er im Herbst hoffentlich saniert wird, versteht sich -, das mag dahingestellt sein.

Gruß voin Karl
#33575
Hallo Karl,
die gleiche Idee hatte ich auch schon mal, bisher aber zu wenig Zeit und vieles andere. Dabei bin ich auch auf die freie Fläche über die Motorabdeckung gestoßen, habe diese aber noch nicht so genau inspiziert. Denke aber, es wird nur eine Halterung mit selbstgebauter Einabuaufnahme über die Motorabdeckung, in der die Amaturen eingebaut werden. So muss nur ein kleineres Loch gebohrt werden um die Anschlüsse zu verlegen, vielleicht sogar mit Steckverbindung durch ein Kabel anschließbar. Als Amatur denke ich an zweiter Öldruckanzeige, Öltemperatur, Volt o. Ampere.
Mal sehen was daraus wird.
Gruß
Bernd Thomes
#33642
Bernd, eine Rückfrage dazu:

Wo schraubst Du den Geber für die 2. Öldruckanzeige denn rein? Wie auch aus den Diskussionen im Forum zu ersehen ist, herrscht allgemeines Mißtrauen gegenüber der Öldruckanzeige auf dem Kombiinstrument. So daß dies Sinn macht!

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Für die Öltemperatur habe ich bei DC eine spezielle Ölablaßschraube erworben. War teuer! Aber ich spare dann dafür wieder an meiner besseren Hällfte... Die zusätzliche Messung der Öltemperatur sehe ich als Sicherheit, indirekt auch zu prüfen, ob noch Öl vorhanden ist.

Das Voltmeter ist klar. Ein zusätzliches Amperemeter schadet nie, da das Voltmeter durchaus normale Verhältnisse (ca 14 V) anzeigen kann, während sich die Batterie aber entlädt. Allerdings will ich, - aus Erfahrungen mit alten russischen Geländewagen -, welche nur Amperemeter hatten, einen entsprechend starkten Überbrückungsschalter einbauen. Denn wenn das Amperemeter kaputt geht, steht der Unimog ohne Bordstromversorgung da! Dann kann man das defekte Amperemeter überbrücken.

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Von einem alten Bautz-Mähdrescher hänge ich noch einen elektrischen Betriebstundenzähler rein. Bin mir noch nicht sicher, ob er über die Stellung \"Schlüssel\" gedrückt am Schaltkasten oder über die Ladekontrolleuchte angesteuert werden soll. Das Monster ist noch mechanisch und braucht sicherlich ziemlich großen Strom, so daß letzeres problematischer, wenn auch geanuer ist. Als Startwert schätzte ich den U421, BJ 67, 49.000 km mit ca. 12 lm/h Durchschnittsgeschwindikeit ein, da er lange in einer Gärtnerei diente. Dann ergäbe dies ca. 4. 085h rein rechnerisch für das Fahrgestell; da der Motor OM 616 aus einem MB-Kleinlastkraftwagen stammt, der seit ca. 1978 vielleicht 170.000 km mit ca. 40 km/h auf dem Buckel gehabt haben dürfte, ergäbe sich hier für die Unimogbubenrechnung ca. 3 780 h. Also starte ich mit 4.000 h + 200 h, welche er bei mir in knapp 3 Jahren gelaufen ist. Die Enkel könnten ihn dann vielleicht bei ca. 6.500h an ihre Nachkommen übergeben ...

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Mir liegt noch folgendes Phänomen im Magen: Der U421 kommt bei normalem Fahrbetrieb mit der Kühlmitteltemperatur nie über den 70 -75 Grad -Bereich hinaus. Aber bei MM UBK mit 3 to Split beladen geht erbei einer 500 m langen Steigung von 3 - 4% auf kanpp über 90 Grad hoch. Dann verharrt das bangende Auge bangend nur noch auf dem Temperaturanzeiger... Bisher blieb er bei 24 Grad Außentem,erpatur konstant...

Deshalb wird die 3. Verschlußschraube auch noch aus dem Zylinderkopf herausgedreht und dafür von einem russischen Volga der Schalter für den elektrischen Kühlerventilator mit Zwischenadapter M30 auf M22 eingebaut. Wollte ursprünglich ein Fernthermometer mit Kapillare einbauen, weil das das genaueste ist. Aber davon bin ich abgekommen, weil einige Risiken drin sind. Ich habe 3 mit dem Einweckthermoter \"kalibiriert\" und werde mich zwischen der Schalt- = Signaltemperatur von 92, 95, 98 Gard wohl für den mit 98 Grad entscheiden, um so zu verhindern, daß die Hupe zu früh das Piepsen anfängt. Oder meint jemand, das sei dann zu riskant, so daß 95 Grad sicherer wären? Aber dann risikere ich öfters einen Alarm auszulösen.

Zusätzlich will ich noch am Kühler die Ablaßschraube mit einem Temperaturfühler versehen und diese Temperatur abgreifen. Mehrere Kontrollen im Winter mit Wäremindikationsstreifen für den Textildruck haben gezeigt, daß der Thermostat richtig aufmacht. Aber es bleibt da auch immer die Ungewißheit bei unseren niedrigen Außentemperaturen, ob der Kühler nicht doch eingefroren ist. Außerdem kann man da eventuell kontrollieren, ob der Kühlmittelvorwärmer lange genug eingeschaltet war.

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Das bei Ebay für großes Geld erstandene VDO-Außenthermeter kommt natürlich noch rein.

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Die bereits für das Radio installierten Lautsprecher werden wieder herausgenommen, da es wenig Sinn macht, bei ca. 100 h Unimogfahrt im Jahr einen Radio einzubauen.

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Allerdings werde ich mit einem Türdruckschalter im Türschloß eine Signanlampe betreiben, die leuchtet, wenn die Türe des offenen Verdecks nicht zusätzlich verieglt sind.
Übrigens, Blinddeckel 60mm Durchmesser konnte mir der Deutz-Händler in unserem Dorf bestellen. Europart etc. führen sie nicht mehr.

Gruß! Karl

Wäre daran interessiert, auf dem Laufenden zu bleiben.
#33652
Hallo Karl,

warum sollte dich einer schelten wegen mog verbasteln ? du bist ja alt genug, um zu wissen, was du tust ;) und dein mog ist ja eh\' schon verbastelt mit dem tauschmotor :D
außerdem gibt\'s viel schlimmere verbasteleien !

wenn du aber so viele instrumente und evtl. schalter einbauen willst, würde ich mir überlegen, an die stelle des armaturenbrettes auf das blech einen kasten aus holz oder kunststoff draufzubauen, in den man dann die ganzen sachen reinschraubt. das bohr und sägt sich einfacher, d.h. man kann den ganzen kasten separat vorbereiten und am schluß einbauen und alles per steckverbinder anschließen. im armaturenbrett braucht man dann nur ein paar löcher zum befestigen und für die kabel.

außerdem hängen dann die instrumente nicht direkt im dreck über dem motor ! immerhin kommt da bei zügiger fahrt noch genügend spritzwasser hin...

äh, zu der ablaßschaube mit fühler: hab\' ich auch schon öfter gehört, aber wie ist das mit dem kabel und so ? von wegen abreißen bei geländefahrt ! hängt ja schließlich dann offen unten rum und an der wanne entlang ...
warum bei DC kaufen ? gibt\'s sowas nicht im zubehör ?

den stundenzähler würde ich auf jeden fall so anschließen, daß er nur zählt, wenn der motor wirklich läuft ... ich z.b. hab\' öfter die \"zündung\" längere zeit eingeschaltet, wenn ich den mog beim arbeiten öfter aus- und anmache. evtl. ein relais zwischenbauen.

die temperaturmessung im kühler ist sicher aufschlußreich, wobei hier das gleiche gilt wie für den ölfühler: vorsicht vor abreißen ! es reicht ein ast oder bäumchen im wald, was sich da verheddert ...

mfg,
Andreas
#33660
Hallo Karl,
Dein Mog scheint bald das technisch am besten ausgeruestete Gefaehrt in Russland zu sein, zumindest was die Ueberwachung und Kontrolle der \"Prozessdaten\" anbelangt. An all diese Dinge hat man frueher beim Bau der Mogs nicht gedacht und jede zusaetzliche Information ueber Motor -vor allem Temperatur- kann nur nuezlich sein. Mein 406 er scheint bisher recht zuverlaessig zu sein und die normale Temperaturanzeige und der Oeldruck sind fuer mich die wichtigsten Daten. Eine Temperatur ueber 90 Grad Celsius versuche ich zu vermeiden, indem ich entweder zurueckschalte oder aber langsamer fahre, also den Motor entlaste, was bei uns, mit einer derzeitigen Aussentemperatur von plus 33 Grad, nicht immer so einfach ist. Den Graf Keyserlingk habe ich halb durch und melde mich bei Dir, wenn ganz durch bin.

Gruss aus dem sonnigen Norwesten Kanadas
Albert Koehler
#33725
Hallo Karl,
so wie Andreas das mit dem Kasten über die Motorabdeckung im Fahrerhaus vorgeschlagen hat, habe ich es mir auch gedacht.
Öldruckmessanschluß: noch nicht genau inspiziert, entweder ein T Stück setzen beim Ölfilter oder mal sehen wo der Anschluss für Nachrüstinstrumente den Geber für den Motortyp 616 empfehlen. Ich kann es mir eigentlich fast nicht Glauben daß mein Öldruckmesser bei über 7000 Motorstunden auch im Standgas bei heißem Motor noch ein Druck von mind. 2 bar anzeigen kann. Ist der Motor kalt so bleibt die Anzeige immer oben, auch bei heißem Motor ist ab 1200 U/min die Anzeige wieder oben. Obwohl, auch von der Zugkraft und Anspringverhalten ist der Motor Top und die Kühlwassertemperatur bei ca. 80 Grad Celsius. Aber bei zügiger Anhängerfahrt ist die Wassertemperatur auch bei mir um die 90 Grad.
Was für die Öldruck und auch Wassertemperaturkontrolle nicht von Nachteil wäre: Ein Druckgeber / Fühler wie im Pkw der den Druck nicht abliest sondern durch schalten eine Hupe betätigt um bei Nichtbeachtung der Anzeige sofort auf Öldruckverlust aufmerksam macht. Kann auch bei Überhöhung der Wassertemperatur gemacht werden, wenn ein Fühler mit Meldung ab 100 /110 / 120 Grad (weiß nicht was im Handel verfügbar ist) im Kühlkreislauf eingebaut wird.

Na, ich werde wohl nicht in den nächsten Monaten nicht soweit kommen.
Gruß
Bernd Thomes
#33799
Vielen Dank für Eureo Ratschläge.

Konnte auf einem Moskauer Baumarkt für 1.000 Rubel (ca. EUR 30) einen Lochbohrer von Bahco (UK), www.bahco.com, Handelsname SANDOFLEX Bi-Metal, erstehen. Damit konnte ich mit Seimens-Bohrmaschine alle Löcher bohren. Geht gut, allerdings mit Kühlflüssigkeit.

Melde mich nochmals zu diesem Thema und wünsche einen schönen Sommer! Karl


Heute trifft ein Expeditionsunimog aus der Mongolei auf der Zurückfahrt bei mir ein. Sie sind von D aus hingefahren. Werden sich vermutlich im Unimogforum zu erekennengeben.
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