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Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#418519
Hallo Mogler,

ich habe einen OM636 (in meinem Oldi-Stapler), der schon seit längerem am 4Zylinder auf der Einlass-Seite aus der ZKD "zischelt und dämpfelt". Zudem wird diese Stelle SEHR heiss (die Lackierung des ZK ist verfärbt).

Also: ZK runter, fachgerecht geplant und bei der Gelegenheit die Ventile gemacht.
Wasseröffnungen (im Rumpf) vorsichtig von Kalk und Röstchen befreit; ZK gereinigt.
Alle Wasserwege scheinen nach "Durchlaufkontrolle" frei; Rumpf ordentlich durchgespült.

ZK wieder montiert, Kühlwasser mit Bedacht und Gefühl eingefüllt (bin sicher, dass da KEINE Luft mehr drin ist).

Laufen lassen; alles prima und dicht, klingt prima mit dem quasi neuen Kopf.

Aber: die Ecke um den 4ten Zyl. Einlassseite wird immer noch deutlich wärmer (eigentlich: viel heisser!) im Vergleich zu anderen Stellen des ZK :(

Mist!! Bevor ich den ZK also nochmals runterbaue und nochmals die Wasserwege (diesmal mit dem Endoskop) checke und/oder die Froststopfen am ZK öffne (wo gibts denn neue günstig?): hatte jemand von Euch an der Stelle schon mal ein Hitzeproblem? Oder eine Idee was genau und wo da verstopft sein könnte? Schnitt/Bild eines ZK von dieser Stelle wäre nett :)

ZKD vorher wie nachher: Elring 832.848 (3te RepStufe, OHNE die 4 ovalen Öffnungen).

Besten Dank für jeden Tipp
Hitzköpfige Grüße, Stephan
#418594
Hallo Stefan,

ich würde eine Messung empfehlen, die kannst Du mit einem Infrarotthermometer ausführen.
Gefühlt oder gemessen ist halt zweierlei.
Verlierst Du denn Wasser? oder dampft es ?
Die Beschreibung gibt nicht viel her.
Es gibt einige Möglichkeiten um der Sache auf den Grund zu gehen.
Wenn Du Kopf unten hattest - hättest Du ihn röngen oder abpressen lassen sollen.
Wenn die KD defekt war, dann gab das einen Grund dafür.
Da beim Diesel immer grössere Drücke herschen ist eine Kontrolle unerlässlich um sich im Nachhinein viel Arbeit zu ersparen.
Wichtig ist auch, dass das Thermostat einwandfrei arbeitet und wirklich gut entlüftet ist - Kühler frei ? Stimmt Dein Instrument?
Was macht die Kommpression warm / kalt ?

Ventielspiel zu kanpp

Förderbeginn und Düsen / Einspritzmenge etc.

Ich hoffe Du wirst fündig.
Vielleicht hat jemand anderer die selbe Erfahrung gemacht SuFu nützen.
Viele Grüsse vom trockenen Hochrhein
Michael
#418659
Hallo Stefan,
noch ein Fehlerpunkt könnte die Einspritzanlage sein.
EinspritzDüsen baugleich? zu große Einspritzmenge in einer Düse durch verschleiss?
Eher ungewöhnlich: Einspritzzeitpunkt innerhalb der EP verstellt?

Motor läuft gleichmäßig und raucht nicht?

Gruß
Jochen
#418672
...die Ecke um den 4ten Zyl. Einlassseite wird immer noch deutlich wärmer (eigentlich: viel heisser!) im Vergleich zu anderen Stellen des ZK

Moin Stephan,

Hitzeprobleme beim 4ten Zylinder des OM 636 sind "eingebaut" :)

Im Heck eines Staplers um so mehr!!!
ZK runter, fachgerecht geplant
Was heißt fachgerecht???

"Fachgerecht", wäre auch der Motorblock geprüft worden. 8)
#418710
Hallo Stephan,

Hitzeprobleme können ja eigentlich nur auf der Auslassseite auftreten. Es sei denn, das Einlassventil ist nicht dicht. Und das sollte man deutlich - am Knallen - hören können.
#418939
Vielen Dank für die vielen Tipps, denen ich Stück für Stück nachgehen werde.

>"Hitzeprobleme 4Zyl. eingebaut"
- der war gut! Fast scheint es so.
Dazu habe ich gaaanz unten noch eine Frage...

>"Hitzeprobleme können ja eigentlich nur auf der Auslassseite auftreten."
so hätte ich auch gedacht...

>"Es sei denn, das Einlassventil ist nicht dicht. "
das ist ja nu neu (und Sitz gefäst und geläppt).

>""Fachgerecht", wäre auch der Motorblock geprüft worden."
nur der ZK; Rumpf ist nicht beim Motorenbauer gewesen.

"Temperaturmessung ... Gefühlt oder gemessen ist halt zweierlei. Verlierst Du denn Wasser? oder dampft es ?".
Ich fühle nix; ich messe nur ;) dass es dämpfelt schrieb ich schon - "Wasserverlust" in diesem Sinne hatte ich nicht; Temperaturdifferenz zwischen 1-4: ca. 30K; bei ungünstigen Bedingungen auch mal 40.

Ich habe die Einspritzdüsen von einem zweiten Motor eingewechselt und KEINEN substanziellen Unterschied - weder in der absoluten Tempertaur noch im 1-4 Gefälle - feststellen können. Bleibt noch die EP - teste ich ggf. später.

Habe den ZK zunächst wieder runter und nochmals GENAU (Röntgen ist (mir) für ein fast-Gebrauchsgerät zu aufwändig - da baue ich lieber den Ersatzmotor ein;) optisch geprüft. Ich meine, eine feste Verkalkung an zwei Stellen entdeckt und bereinigt zu haben; bin zwischen den Verschlußscheiben an der Stirn und Einlass-4 rein und habe alles ordentlich ausgekratzt gespült. Da geht ein kleiner Kanal um die Schraube 14 herum (der war komplett zu) sowie zwischen Einlass-4 und Stirn. ZK rücklings voll Wasser laufen zu lassen und auf verstopfte Kanäle zu hoffen war wohl zu einfach gedacht :(

Dto. im Rumpf: hier "dachte" ich auch nach meiner gründlichen ersten Spülung wäre alles raus. Habe nochmals GENAU mittels Endoskop geschaut und auch im Bereich des 4ten eine recht feste Kalk/Rostablagerung gefunden, die ich zunächst für einen Teil des Rumpfes hielt :oops: . Im Endeffekt habe ich knapp 2 Kaffetassen Rostkalk mittels Magnet rausgepropelt (via Schraubenöffnungen und Verschlußscheibe (unten) hinter Anlasser. Dann alles zigmal gespült (Habe mir da spezielle "Spülanschlüsse" von oben auf den Kopf - nein, nicht an meinen - geklebt;) Jetzt läuft Wasser VIEL besser und es hallt sogar ein wenig im Rumpf... naja, das ist wohl doch ein bisschen übertrieben.
Aber meine Lehre auch hier: Wasser reinfüllen und schauen das es an allen Stellen hochsteigt, sagt wohl wenig über die wahren (dynamischen) Verhältnisse des Wasserflusses aus.

Im Kopf hatte der (o.g. fachgrechte) Überholer auch noch eine vergammelte (=nur noch ein Hauch der äusseren Hülle war übrig) Wasserführung nicht entdeckt; habe diese auch getauscht. Das ist zwar nur ein kleines Element, aber die Öffnungen der Gänge im ZK sind z.T. sehr fein (ich finde es beeindruckend was die Herrschaften damals schon so filigran giessen konnten - gibt's über die Entwicklung/Bau des OM636 irgendwelche (frei verfügbaren) Informationen/Bilder?)

Mal sehen; komme erst am WE dazu alles wieder zusammen zu setzen.

Neue FRAGE:
Hintergrund:
Insbesondere bei Staplern ist der Motor ja um 180° verdreht eingebaut und somit die Stirn (eben der 4te) im Gerät und weit weg von Luftströmungen (s.a. Kommentar von ret). Zudem ist bei meinem IRION der Motor leicht gekippt eingebaut - mit dem 4ten leicht erhöht (sind nur ein paar mm, aber für eine Luftblase reicht das natürlich). Beim Füllen des Systems hebe ich den Stapler mit dem Hecke leicht an, sodass die WaPu Entlüftung etwas höher ist. Aber wer weiss, wie sich das im laufenden Betrieb entwickelt?

Frage:
Was haltet ihr deshalb von der Ideee, an der Stirnseite (ganz oben im Hohlraum) eine zusätzliche Entlüftungsbohrung zu setzen, eine plane Dichtungsfläche reinzufräsen und das ggf. sogar mit der WaPu-Entlüftung zu verbinden?

Beste Grüße und :danke nochmals für die Denkanstösse!
Stephan

p.s.
Eine Zusatzfrage habe ich dennoch :)
Wie steht das mit den zylindischen Dichtungen zwischen Vorkammer und Düsenhalter?
Bei meinen BEIDEN Motoren (beide aus 1959) waren hier keine verbaut sondern die planen Flächen dichteten offenbar "einfach so" (die Dichtflächen sind auch absolut sauber) Diese Dichtung soll ja (so habe ich es verschiedenlich gelesen)) der Temperaturentlastung der EP-Düse dienen und es gibt sie nach meinen Recherchen in zwei Versionen; 2mm und 3mm (dann braucht man eine andere Vorkammer). Ich habe testweise die zylindrischen Dichtungen (2mm) eingebaut; die passen perfekt rein und der Motor läuft genauso rund.
Wie ist das bei Euren OM636? Gibt's welche OHNE diese Dichtungen; kann ich die 2mm Version einfach und schadlos einbauen? Oder bloss nicht, weil die Vorkammerauflagefläche (aus diesem Baujahr) dafür gemacht ist, plan mit dem Düsenhalter abzudichten?
Ich frage, weil ich KEINE OM636 Unterlage habe, wo dieser Dichtring nicht erwähnt wird; meine Motoren haben aber eine völlig unterschiedliche Herkunft (kann also nicht der selbe Mechaniker 2x geschlampt haben ;) und beide keinen Dichtring...
#419103
Guten Abend Stefan,


...möchte noch ergänzen, dass ich vor kurzem auch einen überholten Stapler- oder Mähdrescherkopf eingebaut habe und der Instandsetzer alle 6 Wasserführungen ! offenbar ignoriert hatte. Sie waren teilweise gar nicht mehr vorhanden oder nur in zehntel mm stärke als Fragmente in den Bohrungen. Durch einen Hinweis wurde mir die Existenz dieser Bauteile überhaupt bekannt.
Ich habe mich damit beschäftigt und festgestellt, dass das Kühlwasser in den Bohrungen u.a. auch gezielt (45 Grad)in Richtung Auslassventile geführt wird.
Und bei den sparsamen Schwaben sind die Dinger sicher nicht ohne Grund eingebaut worden.
Noch ein Hinweis zur Entkalkung: Ich habe festgestellt, dass bei meinem stark verkalktem Motor die kleine 5-6mm Bohrung am unteren Kühlwassereingang etwa so in Position 11.00 total zu war. Sie hat Verbindung zur vorderen Kammer hinter der Wasserpumpe und lässt dann das Wasser nicht ablaufen, z.B. bei Kopfwechsel.
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