- 16.02.2014, 22:13
#439000
Guten Abend liebe Unimog-Kenner,
da mein Unimog 406 (Bj. 70) gerade neu besohlt wird und somit die Reifen ohnehin unten sind, habe ich mich entschlossen gleich mal nach den Bremsen zu schauen. Hinten links bremst er nicht recht, Feststellbremse auch schlecht. Also habe ich die Trommel herunter genommen. Erste Hürde waren gleich mal die beiden Schrauben, klar. Ich habe mich gefreut wie ein kleiner Junge als die endlich und unversehrt draußen waren. Dann die Trommel abgedrückt und die Freude fing an zu weichen. Trommel und Beläge sind noch gut, aber Nachstellexenter, Federn und Gewinde der Druckstange haben schon deutlich bessere Tage gesehen. da wird der Ersatzteilhändler sich wohl über Umsatz freuen. Also weiter mit der Demontage...
... und Federn aushängen; die beiden Splinte der Bremsbackenbolzen entfernt. Nun kommen wir zu meinem eigentlichen Problem und hoffe auf freundliche Unterstützung:
Es gelingt mir nicht die beiden Bremsbackenbolzen (#56 im Explosivbild) auszutreiben.
Folgendes habe ich bereits versucht:
1. Bolzen mit Austreiber und Hammer rausschlagen, wie im Reperaturhandbuch (42.2; 747.0; 18.2/3-D10 Abb. UR42-0954) beschrieben von innen nach außen.
(Insbesondere auf der vorderen Seite wegen des Stoßdämpfers garnicht so einfach.)
Zu rohe Gewalt möchte ich dabei jedoch nicht anwenden um den Bolzen nicht zu stauchen und die Passung zu zerstören. Nützt ja nichts wenn er sich 3mm bewegt und dann garnichts mehr zu machen ist ;O)
Nach dem sich der Bolzen kein Muggesäggele bewegte:
2. äußeren Sicherungsring (#58 im Explosivbild) entfernt, eine große Nuß drauf und mit einer Schraubzwinge Druck aufgebaut um den Bolzen un die Nuß zu drücken. Auch hier keine Bewegung. Daher noch ein paar kräftige Schläge mit dem Hammer. Ergebnis: keins.
3. Über drei Tage immer wieder kleinste Mengen WD40 drauf, damit die Beläge nichts abbekommen und nach Einwirkzeiten Nummer 1 und 2 wiederholt. Ergebnis: keins, außer wachsender Frustration.
Mir fallen nun noch zwei mögliche, aber drastische Maßnahmen ein die die Bolzen jedoch zerstören:
a. Bolzen anbohren, Gewinde reinschneiden und versuchen ihn durch Drehung soweit zu lösen bis er sich austreiben läßt.
b. Bolzen komplett rausbohren. dabei befürchte ich könnte man jedoch die Passung erwischen falls ich schief bohre. Ggf. reicht zumächst ein kleiner Durchmesser um den Bolzen etwas die Spannung zu nehmen.
Bevor ich zu diesen Mitteln greife habe ich genauso viel Zeit mit Forumssuche wie mit werkeln verbracht. Leider keinen passenden Eintrag gefunden; nur einen Hinweis auf einen ähnlichen Thread.
Sicher ist unter den Mitgliedern ein freundlicher Mensch mit einem guten Tipp wie ich die Bremsbackenbolzen raus bekomme?
Erhitzen habe ich als gute Idee bisher ausgeschlossen da Bolzen, Bremsbacke und Gehäuse gleichermaßen erwärmt werden würden und und und...
Schon jetzt lieben Dank
Thilo
da mein Unimog 406 (Bj. 70) gerade neu besohlt wird und somit die Reifen ohnehin unten sind, habe ich mich entschlossen gleich mal nach den Bremsen zu schauen. Hinten links bremst er nicht recht, Feststellbremse auch schlecht. Also habe ich die Trommel herunter genommen. Erste Hürde waren gleich mal die beiden Schrauben, klar. Ich habe mich gefreut wie ein kleiner Junge als die endlich und unversehrt draußen waren. Dann die Trommel abgedrückt und die Freude fing an zu weichen. Trommel und Beläge sind noch gut, aber Nachstellexenter, Federn und Gewinde der Druckstange haben schon deutlich bessere Tage gesehen. da wird der Ersatzteilhändler sich wohl über Umsatz freuen. Also weiter mit der Demontage...
... und Federn aushängen; die beiden Splinte der Bremsbackenbolzen entfernt. Nun kommen wir zu meinem eigentlichen Problem und hoffe auf freundliche Unterstützung:
Es gelingt mir nicht die beiden Bremsbackenbolzen (#56 im Explosivbild) auszutreiben.
Folgendes habe ich bereits versucht:
1. Bolzen mit Austreiber und Hammer rausschlagen, wie im Reperaturhandbuch (42.2; 747.0; 18.2/3-D10 Abb. UR42-0954) beschrieben von innen nach außen.
(Insbesondere auf der vorderen Seite wegen des Stoßdämpfers garnicht so einfach.)
Zu rohe Gewalt möchte ich dabei jedoch nicht anwenden um den Bolzen nicht zu stauchen und die Passung zu zerstören. Nützt ja nichts wenn er sich 3mm bewegt und dann garnichts mehr zu machen ist ;O)
Nach dem sich der Bolzen kein Muggesäggele bewegte:
2. äußeren Sicherungsring (#58 im Explosivbild) entfernt, eine große Nuß drauf und mit einer Schraubzwinge Druck aufgebaut um den Bolzen un die Nuß zu drücken. Auch hier keine Bewegung. Daher noch ein paar kräftige Schläge mit dem Hammer. Ergebnis: keins.
3. Über drei Tage immer wieder kleinste Mengen WD40 drauf, damit die Beläge nichts abbekommen und nach Einwirkzeiten Nummer 1 und 2 wiederholt. Ergebnis: keins, außer wachsender Frustration.
Mir fallen nun noch zwei mögliche, aber drastische Maßnahmen ein die die Bolzen jedoch zerstören:
a. Bolzen anbohren, Gewinde reinschneiden und versuchen ihn durch Drehung soweit zu lösen bis er sich austreiben läßt.
b. Bolzen komplett rausbohren. dabei befürchte ich könnte man jedoch die Passung erwischen falls ich schief bohre. Ggf. reicht zumächst ein kleiner Durchmesser um den Bolzen etwas die Spannung zu nehmen.
Bevor ich zu diesen Mitteln greife habe ich genauso viel Zeit mit Forumssuche wie mit werkeln verbracht. Leider keinen passenden Eintrag gefunden; nur einen Hinweis auf einen ähnlichen Thread.
Sicher ist unter den Mitgliedern ein freundlicher Mensch mit einem guten Tipp wie ich die Bremsbackenbolzen raus bekomme?
Erhitzen habe ich als gute Idee bisher ausgeschlossen da Bolzen, Bremsbacke und Gehäuse gleichermaßen erwärmt werden würden und und und...
Schon jetzt lieben Dank
Thilo



