Herzlich willkommen

Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Der Mogler steht im Vordergrund: Unimogtreffen, Ausfahrten, Berichte, TV-Tipps, Unimog-Witze.
#440019
Liebe UVGler,
die zweite Hochzeitsreise bzw. die erste richtige stand an. Es ging an den Königssee, zum großen Unimogtreffen. Am Abend davor war die gelungene TÜV-Abnahme. Jetzt war der Unimog fast komplett. Für die Stoßstange war keine Zeit mehr, denn ich hatte noch ein paar andere Dinge vorzubereiten. Plan war es, die 150 km hin und die 150 km zurück an einem Tag zu fahren. Da wollte ich zumindest einen Mindestumfang an Werkzeug dabei haben. Als erstes hab ich die Original MB Gabelschlüssel eingepackt, die ich vom Verwandten geschenkt bekommen habe, dann noch eine Ratschn + Nüsse und Ringschlüssel + Spezialschlüssel für die Bremsleitungen. Damit es nicht klappert, habe ich alles in ein Handtuch eingewickelt und unter dem Beifahrersitz verstaut. Nicht zu vergessen das Erste Hilfe Set und das Warndreieck. So, dass müßte es langsam Alles gewesen sein. Es war auch langsam Zeit, heim zu fahren und ins Bett zu gehen. Ich wollte am Samstag morgen um 7 Uhr los fahren und auf der Strecke den Kollegen, den jemand anders, den Albert treffen, der mir den Unimog vermittelt hat und der in der Zwischenzeit zu einem guten Spezl wurde.
Ich war ziemlich aufgeregt, aber dennoch sind mir die Augen ziemlich schnell zugefallen, das monatelange Schrauben am Wochenende hatte seine Spuren hinterlassen. Am nächsten Morgen brauchte der Wecker gar nicht erst klingeln. Ich war schon vorher wach. Als erstes bin ich zum Fenster, Rolladen hoch und geschaut was für Wetter war: es war herrliche Morgenstimmung mit tiefblauen Himmel und sah nach einem herrlichen warmen Sommer-Sonnentag aus. Perfektes Cabriowetter.
Also kurz gefrühstückt, eine Brotzeit für unterwegs geschmiert, dann ab in die Werkstatt, Werkstatttore auf und Unimog rausgefahren und dann das erstemal die Tore wieder zugemacht, ohne dass der Unimog drin stand. Leute, war das ein herrliches Gefühl: fast unbeschreiblich und unbezahlbar. Es ging auf Tour: ca. 300 km und das bei dem Wetter. Und dann noch großes Unimogtreffen. Mit mulmigen Knien bin ich eingestiegen und losgefahren. Permanent hab ich gelauscht, hört sich was seltsam an, ist alles in Ordnung? Das Problem war zu beurteilen, ob alles in Ordnung war. Ich war zwar mit dem Unimog mittlerweile per Du bzw. sehr intim, ich habe ihn bis auf den nackten Rahmen zerlegt, aber fahr- und geräuschtechnisch bzw. hinsichtlich Fehlererkennung beim Fahren waren wir uns noch ziemlich fremd. Kein Wunder: Ich bin vor der Zerlegung gerademal 150 km gefahren, das wars, und das in ca. 2 Monaten. Die Restauration hat ca. 4mal so lange gedauert.
Trotz der Ungewissheit wurde ich von Kilometer zu Kilometer ruhiger und ich konnte die herrliche Landschaft um mich herum immer mehr geniessen. Die Berge, die Wiesen, die kleinen Dörfer und die positiven Reaktionen von den anderen Verkehrsteilnehmern.
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#440021
Gleich hinter Tölz kam mir ein Landyfahrer mit getrecktem Daumen entgegen. Das motivierte. Weiter gings es über kleine Nebenstraßen bis zum Treffpunkt mit "dem anderen", dem Albert. Es war ein herzlicher Empfang, und natürlich wurde erstmal kurz inspiziert. Aber dann mußten wir los, wir parkten vor einem Friseurgeschäft, dessen Besitzer nicht mehr länger bereit waren, uns da parken zu lassen. Also sind wir zu zweit weiter in Richtung Königssee. Zu zweit hat das gleich viel mehr Spaß gemacht. Ich war vorn und konnte Albert immer im Rückspiegel beobachten. Es war wie ein Treffen von zwei Brüdern was die Unimogs anging. Nur Alberts hat Scheibenbremsen, meiner Trommel, ansonsten waren Sie ziemlich gleich. Halt, nicht ganz: er hatte das große, ich das kleine Verlagerungsgetriebe, aber so was läßt sich ändern (hab ich in der Zwischenzeit auch). Die Berge um uns rum wurden höher, das Tal schmäler und das ganze noch imposanter. Mein OM352 schnurrte vor sich hin und lief sehr gut, zwischen 84 bis 87 km/h in der Ebene. Es war so eine Wohltat dem Motor zu lauschen. Es war Entspannung pur und Belohnung für das monatelange Schufften.
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#440022
Zwischendrin hatte ich auch gecheckt, aber was tropft oder ausläuft, aber es war Alles in Ordnung. Nur ab und zu blieb das Gaspedal etwas hängen. Als erste Pause gab es zur Belohnung ein Eis. Da haben Albert und ich uns mal kurz dem Gaspedal angenommen. Die innere Motorhaube aufgemacht und geschaut, wo es herkommt. Das Gestänge ging etwas über den Totpunkt der Feder bzw. die Feder hatte nicht immer ausreichend Rückzugskraft. Also habe wir die Federeinhängung am Motorblock etwas schräger oben verschraubt, damit mehr Zug drauf kam. Jetzt funktionierte es wieder tadellos. Nach dem Eis ging es weiter durch die herrliche kurvenreiche Landschaft. Nach einigen weiteren Kilometern war dann Zeit für eine zünftige Mittagspause. Auf der Sonnenterrasse von einem Berggasthof schlemmten wir und genossen den Blick auf unsere Mogs. Nach einem schönen Espresso ging es weiter in Richtung Königssee.
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#440023
Dort kamen wir am frühen Nachmittag an und stellten uns mit zu den anderen unzähligen Mogs und MBTracs auf die Wiese. Ich hatte das Gefühl, dass viele Mogbesitzer sich gegenseitig kannten und natürlich auch die dazugehörigen Mogs. Insofern war ich bzw. vielmehr mein Mog Frischfleisch und wurde sofort eingehend begutachtet. Ich hielt mich als Besitzer unerkannt in der Nähe auf und lauschte. Stimmen kamen hoch wie „der hoat aba no nix g´arbert“, „neue Kotflügel hät a Si aba a no leistn kenna, bei dem was der ois gmacht hat“, „uuiii, der hoat sogar Ledersitz“, nur mein Spezl der Albert und der Luggi, der beim Kauf dabei war, sagten anerkennend. „Des hoast guat gmacht!“. Eine der Kleinigkeiten fiel dem Spezialisten Luggi natürlich auf. Ich hatte zum Schluss bei der Bremsenreinigungsaktion auch die Achssterne frisch lackiert, zumindest drei davon, den vierten hatte ich übersehen. Ich dachte ich hätte schon alle vier gemacht. Dem Ludwig ist der unterschiedliche Glanzgrad bzw. Farbton von vorn zu hinten aufgefallen. Hut ab!
Für mich war es das erste Unimogtreffen überhaupt. Also hab ich mich etwas umgesehen, was noch so da war. Natürlich hab ich mir als Erstes die anderen 406 angesehen, besonders die mit Frontkraftheber. Ich wollte meinen die nächsten Tage verbauen. Also hab ich ein paar Bilder geschossen, wie es aussehen bzw. verbaut werden muss, vor allem die Leitungsverlegung.
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#440024
Besonders beindruckt haben ich neben den martialischen 406er-Forstunimogs auch die alten kleinen, besonders die mit Patina. Die Frösche und 2010er hatte meine besondere Aufmerksamkeit. Interessanterweise sollten dies genau meine nächsten Unimogs werden. Nach ein paar netten Unterhaltungen ging es ab ins Bierzelt. Im Gegensatz zu meinem Spezl, der sein Zelt Huckpack dabei hatte, musste ich mich zurückhalten. Ich wollte ja schließlich wieder zurückfahren. Aber zuerst wurde auf meinen Mog angestossen und gevespert. Dann noch ein Rundgang. Leider war dann schon erste Aufbruchsstimmung. Der eine oder andere verließ mehr oder weniger spektakulär die Wiese über den direkten Weg über einen kurzen Steilhang zur Straße.
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#440025
Ich fuhr nach dem Verabschieden erstmal zur Tankstelle, füllte auf und trat dann die Heimreise an. Diesmal stand das schnelle Heimkommen im Vordergrund, also wollte ich nach dem Genießen der ca. 40 Kilometern Passstraße und der zugehörigen Bergkulisse auf die Autobahn, auf die A8 in Richtung München. Ich war schnell oben auf der Autobahn, nur da mußte ich mich erstmal zurecht finden. Ich kannte die Autobahn bisher als Autofahrer, Auffahren, Gas geben, Blinker setzen und auf die mittlere oder linke Spur wechseln. Jetzt fuhr ich auf einmal mit Vmax auf die Autobahn und es war nichts mehr mit Gas geben und Blinker setzen. Daran muss man sich erst mal gewöhnen. Genau so ungewöhnlich war die Sitzposition. Die ungewöhnliche Sitzposition fällt einem normal gar nicht so auf, wenn man nicht im Stadtverkehr oder der Autobahn unterwegs ist. Man sitz ziemlich weit oben, ziemlich weit vorn, hat dank offenen Verdeck eine geniale Rundumsicht. Ansonsten sitzt man bei einem Cabrio eher ziemlich tief und die Rundumsicht ist aufgrund der modernen Sicherheitsanforderungen durch die massiven A-Säulen und die flache Windschutzscheibe eher eingeschränkt. Ganz anders der Unimog. Also erstmal kurzes Eingewöhnen und Orientieren. Die rechte Fahrspur war die meine, na nicht ganz, eigentlich die der Lkws, die gerne dicht auffuhren. Im Vergleich zu einem Pkw auf die ich herunterschaute, fühlte ich mich wie ein König, aber im Vergleich zu den riesig wirkenden Lkws, die mir im Nacken saßen und mit einer Differenzgeschwindigkeit von 5-10 km/h an mir vorbeizogen, fühlte ich mich eher wie eine Ameise. Mein Mog fährt in der Ebene ca. 87 km/h. Dann dreht aber der Motor um die 2700 Umdrehungen. Das tut mir im Herzen weh, es hört sich an, als wenn jeder einzelne Kolben und Pleuel heulen und schreien würde, „tu´s nicht!“. So kann man zwar mit den langsamen Lkws mithalten, aber der Motor hält halt dann auch nicht lange. Also runter vom Gas, 80 km/h sind auch ok und lass die Lkw ruhig an Dir vorbei ziehen. Es hat eine Weile gedauert bis ich etwas entspannen konnte. Nur die Verkehrssituation wurde dann etwas angespannter, es war Stau. Stop an Go Verkehr mit dem Unimog. Das ist nicht gerade das, wofür er ausgelegt wurde. Es war gutes Oberschenkelmuskeltraining.
Neben mir fuhr seit einigen Minuten ein BMW immer auf gleicher Höhe, dessen Fahrer immer wieder zu mir rüber schaute und dann anfing zu gestikulieren. Ich verstand aber nichts, er lies seine Scheibe herunter und rief mir etwas zu. Dank OM352 verstand ich immer noch nichts. So ging es über einige Kommunikationsversuche weiter, bis kurz darauf der Verkehr fast zum Erliegen kam und der Motor war leiser war. Jetzt verstand ich ihn. Er wollte wissen, ob ich ihm den Unimog verkaufen würde. Er hätte großes Interesse. Ich schüttelte den Kopf, nein tut mir leid und dachte mir, Träume verkauft man nicht, man erfüllt Sie sich. Der Verkehr wurde immer zäher und ich beschloss dann herunter zu fahren von der Autobahn. Parallel lief eine schöne Landstraße. Da fühlte ich mich wohler. Zumindest die ersten Minuten, denn es zogen ziemlich dunkle Regenwolken auf und die ersten Tropfen liesen nicht lange auf sich warten :( .
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#440026
Also hab ich kurz angehalten und versucht das Verdeck zu schliessen. Das war alleine und mit wenig Erfahrung nicht ganz so einfach, gelang aber auch dann irgendwann mal. So jetzt noch Aussteigen und die Scheibenwischer an der richtigen Position einhängen. Ich hatte leider das Gestänge ja nicht ganz in der korrekten Stellung verschraubt. Jetzt konnte es weiter gehen in Richtung Heimat, zuerst auf der Landstraße, dann wieder auf der Autobahn. Wenig später klarte der Himmel wieder auf. Meine erste Aktion war nach der Autobahnabfahrt, das Verdeck wieder aufzumachen. So kam ich offen wie am Morgen, 330 km weiter, 12 Stunden später und viele Erfahrungen und Erlebnisse reicher wieder zu Hause an. Bis auf die Kleinigkeit mit dem Gaspedal hat der Unimog seine Jungfernfahrt mit Bravour bestanden. Überglücklich gönnte ich mir daheim das eine oder andere Bier, jetzt durfte ich und schlief dann überglücklich ein :D . Mein jahrelanger Traum war in Erfüllung gegangen.

Viele Grüße
Euer Martin

P.S.: Jetzt werdet Ihr Euch vermutlich fragen, welche dritte UVG noch kommt. Das war doch eigentlich jetzt der krönende Abschluss. Eigentlich schon, aber dann doch wieder nicht. Ja, eine UVG kommt noch. Der Unimog war noch nicht ganz komplett und vor allem hatte ich noch nicht allen Beteiligten Danke gesagt. Die beste Art und Weise, dies in Bayern zu machen, ist ein Weißwurstfrühstück. Davon möchte ich Euch in der letzten UVG zu meiner Mogl-Restauration am Sonntag berichten. Am Montag, ganz zum Schluss gibt es noch ein Nachwort bzw. einen Erfahrungsbericht, auf Neudeutsch „lessons learned“, das ist aber keine UVG mehr.
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#440053
Servus Martin,

willst Du uns testen? Deine Fotos sind mir nicht plausibel. Bäume belaubt, Sonne hoch im Zenith, T-Shirts und kurze Lederhosen ... oder ist in Südbayern schon Sommer?
#440060
Hallo Christoph,

ja, Martin will Dich testen.
er möchte gerne wissen ob du alles liest oder nur Bilder schaust.
Du scheinst dann ja wohl ja zu letzerem Klientel zu gehören. :wink:
Eigentlich habe ich dich aber anders in Erinnerung. :D :D

Das Treffen am Königsee war in den letzten Jahren immer im August. Dazu passen die Bilder. Martin hat ja auch irgendwann 2010 mit seinen Aktivitäten begonnen.
Es ist hier also nicht alles LIVE, dafür aber um so interessanter.

Hallo Martin,
Du hast uns hier eine tolle Berichtsserie abgeliefert, dafür vielen Dank. Und Hut ab vor der Restauration und auch dem Mut hier alles so penibel ehrlich zu schreiben.
Ich kann verstehen, dass Du Dich jetzt wieder anderen Dingen mehr widmen willst, das geht auch voll Inordnung. Wäre ja noch schöner wenn wir Dir darein reden könnten oder dürften.
Aber ich gehe davon aus, dass Du doch das eine oder andere Mal wenn wiedermal alle Knochen vom Schuften schmerzen Gelegenheit und Muße findest hier rein zu schauen und zu SCHREIBEN in Deiner besonderen netten und kurzweiligen Art.
#440064
Hallo Martin

auch ich habe alle deine Geschichten über die Restauration deines 406 gelesen und genossen.
Jeder der so ein Projekt durchgezogen hat weiß, wieviel Arbeit, Schweiß, Frust, Geld... und auch Freude dahintersteckt. Aber wenige machen sich die Mühe diese Arbeit mit vielen Fotos zu dokumentieren und vor allem alles in schöne Geschichten zu packen und andere daran teilhaben zu lassen.
Also vielen vielen Dank dafür. :danke
Ich wünsche Dir viel Erfolg bei deiner großen Baustelle und hoffe , dass Du uns hier erhalten bleibst.
Und wenn der Bau dann irgendwann mal vertig ist wartet da, so viel ich weiß, ja noch ein Frosch.
#440073
Hey Jungs, wartet, wartet,
eine UVG hab ich doch noch... Nicht dass Ihr jetzt schon Euer ganzes Pulver verschießt :wink: ! Habt Ihr etwa das Post scriptum überlesen?

Trotzdem schön zu lesen dass es so gut angekommen ist. Danke! So und jetzt mach ich mal langsam ans Schreiben, damit Ihr Morgen früh was zu Lesen habt bzw. Bilder auswählen, damit Ihr bzw. der Großteil von Euch :wink: auch was anzuschauen habt. Da gibt´s dann den Mog so zu sehen, wie er als Weise Modell bei mir auf der Kommode steht. Komplett mit Frontkraftheber, Stoßstange und dem Gerätedreieck, aber in 1:1 :mrgreen:.

@Reiner,
warum meinst Du, dass das Avatar nach der Fertigstellung nicht mehr passen sollte? Soll ich etwa ein Baustellenavatar einstellen? Eigentlich würde der auf der Baustelle fremdgehende Forstmog ganz gut passen.... Aber ich glaube, sein Avatar ändert man nicht unbedingt, Ihr habt Euch doch schon so daran gewöhnt :wink: oder soll ich ein X einstellen, von wegen, bin dann mal weg....

Viele Grüße
Euer Martin
#440096
Liebe UVGler,
es ist soweit, es gibt die 60ste und letzte UVG zu meiner Moglrestauration, und die Betonung liegt auf Moglrestauration und nicht letzte UVG. Ich schätze mal, wenn ich mal wieder etwas mehr Luft nach dem Hausbau haben werde, dass es die eine oder andere Gschicht gibt, entweder vom Erlebten oder von einer weiteren Restauration, es gibt ja da noch u. a. das Fröschli, wie Christian richtig bemerkt hat, den Kermit, usw. … Aber das ist erstmal Alles Zukunftsmusik. Mal sehen welche Pfade es nehmen wird. Peter hat es schon so schön ausgedrückt. So und jetzt zurück zum Mogl.
Meinem Mogl fehlten noch der Unterfahrschutz, der Frontkraftheber, die Stoßstange, das Gerätedreieck und noch ein paar Kleinigkeiten wie etwa der Verbau des Beifahrerheizungsschlauches. Der eine oder andere wird den Schlauch wahrscheinlich schon auf einen Bild von der Hochzeitsreise unverbauter Weise entdeckt haben. Die einzelnen Komponenten waren schnell montiert, zu schnell bei der Stoßstange. Ich habe die einfach ohne groß zu Überlegen in meinem blinden Schrauberwahn angeschraubt. Erst Tage oder Wochen später sollte ich feststellen, dass ich sie falsch montiert habe. Die Aussparung für die Zapfwelle war nicht rechts oben sondern links unten :? . Wie gut dass mir das nicht vor Königssee passiert ist. Das wäre blamabel gewesen :oops: . So hab ich sie später einfach ohne großes Aufhebens wieder gedreht, aber es gibt dann doch das eine oder andere Bild, das von meinem Fauxpas zeugt. Beim Frontkraftheber habe ich den Zylinder ein paar mal gedreht und gewendet und auch bei den Königsseebildern gespickt, bis ich passend verbauen konnte. Der relativ einfach wirkende Heizungsschlauch für die Beifahrerseite war eine Frimmelei, aber so schnell schockte mich jetzt nichts mehr. Zu guter Letzt kam dann noch das Gerätedreieck, das ich kurz davor gekauft hatte. Obwohl ich eigentlich nur ein Anbaugerät für vorne hatte und es nicht unbedingt brauchte, es musste einfach sein. Es gehörte einfach zum vollen Ornat mit dazu. So stand jetzt der Unimog in 1:1 genauso vor mir, wie es der Modellunimog seit Weihnachten des Vorjahres tat. Ich weiß nicht, ob ich es durchgestanden hätte, wenn das Modell nicht gewesen wäre. Ich sah es während der Woche immer beim Aufstehen und ins Bett gehen, da es auf meiner Schlafzimmerkommode stand. Somit hatte ich immer wieder mein Ziel vor Augen. So sollte er mal aussehen. Bis auf den Unterschied mit dem Scheibenbremsen und dem kleinen anstatt großen Verlagerungsgetriebe tat er es jetzt auch.
Dass er jetzt so aussah, dazu haben sehr viele Leute beigetragen. Direkt und indirekt, die einen mehr, die anderen weniger. Dafür wollte ich mich bei Allen bedanken, und wie es in Bayern so üblich ist, macht man das mit einem Weißwurstfrühstück. Und alle sind gekommen, angefangen vom Albert, der mir den Unimog vermittelt hat, über Luggi, der ihn probegefahren hat und gsagt hat, „den kannst kaffa“ bis hin zu meinem Neffen, der auch mal Hand angelegt hatte. Angefangen hat es um 10 Uhr, kurz danach wurde angezapft. Der Hof füllte sich schnell mit Autos und die Bänke mit den Helfern. Meine Neffe und meine Nichte entdeckten schnell wie universell der Unimog ist und saßen überall probe. Es war ein richtig schönes geselliges Zusammensitzen vielen guten Gesprächen. Die letzten sind gegen 17 Uhr gegangen. Wer leider wenige Wochen danach von uns gegangen ist, war Rasi, mein Verwandter und Besitzer des Fuhrunternehmens, er starb an einem Herzinfarkt. Er war derjenige, der mir am meisten gezeigt und beigebracht hat und immer eine Lösung hatte. Ohne ihn könnte ich vermutlich die UVGs heute nicht erzählen. Um so trauriger bin ich, dass er nicht mehr da ist. Was mich aber freut ist, dass ich ihn durch die Unimogrestauration überhaupt erst richtig kennenlernen und schätzen durfte. Zuvor hatte ich, da er nur ein entfernter Verwandter war, so gut wie keinen Kontakt zum ihm gehabt. Apropos Kontakte. Es war unwahrscheinlich, wie viele Leute ich durch meine Unimogrestauration kennengelernt habe und jetzt durch die Unimog Community bzw. durch die Tatsache, dass ich einen Unimog habe, immer noch kennenlerne und wie der Unimog als Botschafter bzw. Netzwerker funktioniert. Ich war selten mit so vielen Leuten so schnell vertraut wie mit Unimogkollegen. Es bereichert ungemein. Das ist für mich das Schöne am Unimog. Es ist nicht nur ein Nutzfahrzeug, sondern es ist eine ganze Welt von Unifizierten damit verbunden! Es ist ein Art Lebensphilosophie und jeder hat seine eigene Virusgeschichte. Und ihr habt jetzt meine gelesen und miterlebt. Ich hoffe es hat Euch gefallen und vielleicht den einen oder anderen inspiriert.

Liebe Grüße
Euer Unimog-Virus-Gschichten-Martin
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#440097
Beim Anzapfen mit dem Neffen Der Wasti und der Rasi kemma!

Der Mogl wurde gleich von den Kindern besetzt
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#440098
Gesellige Runde Es war soweit: Der Unimog war fertig und ich zog aus der Werkstatt aus - natürlich stilecht mit Unimog
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AHK

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