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Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#472424
Hallo Stefan
Kompressor ist keiner verbaut - würde aber zu Problemen mit dem Motor führen und sich nicht auf den Antriebsstrang auswirken

Das mit der Abhängerbeladung verstehe ich nicht

Das mit dem Schlagen: auch bei meinem Mog hat es in letzter Zeit beim Losfahren schon mal ein Geräusch gegeben ("Klock"). Aber nicht so toll laut


Gruss
Jörg
#472476
Hallo Michael
Wenn ich Dich richtig verstehe vermutest Du dass die Differentialsperre drin geblieben ist.
Wenn dem so wäre, liesse sich ein einzelnes hochgebocktes Rad nicht drehen - richtig?

Habe vor 2 Wochen noch die Bremsen hinten neu eingestellt. Dabei das linke und rechte Rad abwechslungsweise hochgebockt und gedreht. Ging einwandfrei.

Trotzdem danke für den Hinweis

Jörg
#472529
Hallo Kollegen

So, die Achse ist draussen - und sofort war der Grund der Misere erkennbar. Und all die, die auf ein defektes Gelenk im Schubrohr getippt haben hatten recht - :respekt :party Auch die Schubkugelschale ist stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Die Schubkugel ist stellenweise angerostet - das sollte aber wieder zu reparieren sein.

Die (hoffentlich) gute Nachricht: Die Räder lassen sich leicht drehen, auch das Einlegen der Differentialsperre funktioniert leicht - der Achsantrieb scheint also i.O. zu sein.

Frage: Am Getriebeabgang zur Vorderachse sitzt ja ein Filzdocht, der das Kreuzgelenk schmiert. Wie ist das an der Hinterachse gelöst? Laut ET-Liste gibt es da keinen Filzdocht... Das Ergebnis seht Ihr auf dem ersten Bild - das Gelenk war "furztrocken", obwohl mir beim Wegnehmen der Schubrohrmanschette eine gewisse Menge altes Oel entgegenkam.

Frage: Auf was muss ich bei der weiteren Demontage achten resp. wo könnte noch was kaputt sein. Bin für ein paar Tipps sehr dankbar.

Zum Schluss noch ein Foto von meiner Lösung um den Mog aufzubocken und trotzdem die Achse ausfahren zu können (alternativ zum "Aufhängen" des Mogs)

Gruss

Jörg
Dateianhänge:
Quertraverse am Rahmen angeflanscht und mit angeschraubten Gerüstböcken abgestützt
Quertraverse am Rahmen angeflanscht und mit angeschraubten Gerüstböcken abgestützt
IMG_1955.JPG (28.39 KiB) 2089 mal betrachtet
Kreuzgelenk im Schubrohr
Kreuzgelenk im Schubrohr
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Kreuzgelenk Getriebeabgang zur Hinterachse
Kreuzgelenk Getriebeabgang zur Hinterachse
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#472538
Hallo Jörg,

in diesen Beiträgen haben wie ein paar Hinweise auf die Schmierung:
http://www.unimog-community.de/phpBB3/p ... el#p455514

http://www.unimog-community.de/phpBB3/p ... el#p452700

Die Gabelköpfe werden vom Getriebeöl geschmiert durch eine kleine Bohrung im Getriebeabgang.
Eine Fangrinne im Getriebegehäuse führt das Spritzöl vom Getriebe zu diesem Lagerflansch, dann durch den Lagerflansch (kleine Bohrung) und das Kugellager in den Flansch des Gabelkopfes.
Im Gabelkopf wird das Öl durch die Arme zum Kreuzgelenk geführt und soll die Kreuzgelenkgarnitur schmieren. Das Lecköl der Keuzgelenke soll dann noch das Schiebestück in der Antriebswelle schmieren.

Hier ein Paar Bilder aus einem Synchrongetriebe, im 2010 sieht es etwas anders aus.
Lagerflansch und Gabelkopf:
Bild

Bild

Bild

Nur als Beispiel, eine Ölfangrinne, man sieht deutlich den Schmutz :

Bild

Der große Nachteil dieses Systems ist der geringe Höhenunterschied im Ölkanal, ein wenig Schmutz oder Kondenswasser im Getriebe setzt diesen zu und die Lager im Kreuzgelenk werden nicht mehr versorgt.
Dann trägt noch der starke Winkel der Gelenkgarnitur beim kurzen Radstand (2010-411) dazu bei das Kreuzgelenk sehr stark belastet wird und sich stark erhitzt.

Die Vorderachse läuft ziemlich parallel, macht weniger Bewegungen und der Ölpegel im Getriebe muß dort mit dem Filzdocht eingebremst (dosiert) werden. Deshalb passiert in diesem Bereich nicht so viel.

Ich hoffe das gut beschrieben zu haben.
Gruß
Jochen
#472585
Hallo Jochen

Danke für die ausführliche Erklärung sowie die Links mit interessanten Informationen. In einem der Beiträge wird darauf hingewiesen, dass ggf. das Loch im Flansch nicht mit dem im Getriebeabgang übeeinstimmt. Werde also den Flansch ausbauen und das kontrollieren - bei der Gelegenheit natürlich auch den Simmerring ersetzen.

Jochen (oder natürlich auch andere...): siehst Du eine Möglichkeit, die von Dir beschriebene "Verstopfung" im Getriebe wegzubekommen ohne das Getriebe auszubauen? Oder reicht es aus, mal mit dosierter Druckluft durchzublasen?

Noch eine Korrektur meines letzten Beitrages: die Kugel am Schubrohr ist doch hinüber - die Macken, welche durch die ganzen kleinen Metallteile hineingerieben wurden, sind zu gross. Das Schubkugelgehäuse dagegen ist noch tadellos.

Frage 1: hat vielleicht noch jemand ein solches Schubrohr (Nummer: 01.2010.1040-01) mit einer Gesamtlänge von ca. 395mm (an der kürzesten Stelle der Kugel gemessen) zu verkaufen???

Frage 2: Das Kreuzgelenk (01.2010.0867-00) habe ich noch von einem synchronisierten Getriebe eines 401 oder 411 liegen - passt das beim 2010? Ich kann es leider nicht prüfen, da ich 600km weit weg wohne (CH) und erst in 2 Wochen wieder in D bin...

Anbei noch ein kleines Kunstwerk, welches die in Mitleidenschaft gezogenen Teile alle zeigt.

Gruss

Jörg
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Teile für den Schrott
Teile für den Schrott
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#472602
Kreuzgelenk
Das unterscheidet sich zwischen U 25 und u 30, beim 2010 ( U 25 ) ist die welle aus dem Differential mit Achsantrieb länger und das Kreuzgelenkteil ins Schubrohr kürzer, beim 411 sitzt die Verzahnung kurz nach dem Achsgehäuse und das Kreuzgelenkteil ist länger, das Schubrohr selbst könnte allerdings passen.
An Deinem Ausgebauten Teil solltest Du aber erkennen, ob für U 25 oder U 30, sonst ein Bild einstellen, dann wird geholfen.
Stefan Fuchs
#472616
Hallo Jörg,
Jochen (oder natürlich auch andere...): siehst Du eine Möglichkeit, die von Dir beschriebene "Verstopfung" im Getriebe wegzubekommen ohne das Getriebe auszubauen? Oder reicht es aus, mal mit dosierter Druckluft durchzublasen?
Nur eine IDEE:
Mann müsste vielleicht einen alten Gelenkkopf umarbeiten und damit Lagerstellen und Ölkanäle rückspülen . Heizöl/Diesel oder dünnflüssiges Öl zum spülen und danach mit Luft ausblasen.

Gruß
Jochen
#473328
Hallo zusammen

So, mittlerweile habe ich alle Ersatzteile beisammen (Dank Alfred und Mogparts) und heute habe ich begonnen, den Simmerring am hinteren Getriebeabgang zu tauschen. Dabei habe ich beim Ausbau des Flansches speziell darauf geachtet, ob die Bohrung im Flansch mit der in der verzahnten Welle übereinstimmt. Und jetzt kommt's: in der verzahnten Welle gibt es keine Bohrung. Ist das beim hinteren Getriebeabgang so? Vorne muss ja Bohrung auf Bohrung stehen, damit das Oel vom Getriebe über den Filzdocht zum Kreuzgelenk etc. kommen kann. Wenn bei der hinteren Welle keine Bohrung existiert - wie soll dann das Oel zum Kreuzgelenk kommen? Jedenfalls waren das hintere Rillenkugellager "furztrocken" und auch das Kreuzgelenk hat sicher schon viele tausend Kilometer kein Oel mehr gesehen...

Nun, ich habe mich daraufhin entschlossen, auf eine "Lebensdauerschmierung" umzubauen. Statt des offenen Rillenkugellagers (6206) habe ich eine RS-Version genommen (beidseitig mit Kunststoffscheibe zu). Ausserdem habe ich beim Kreuzgelenk die beiden Bohrungen, welche normalerweise das Oel ins Gelenk führen, mit je einem Schmiernippel versehen. Das ganze mit einem relativ zähen Lagerfett gefüllt, bis es in der Innenverzahnung, welche nach hinten zum Diff. führt, rausgekommen ist. Bin auf Euer Statement betreffend fehlender? Bohrung und betreffend Umbau auf Fettschmierung gespannt...

Gruss

Jörg
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Kreuzgelenk mit Schmiernippel - abgedichtetes Lager
Kreuzgelenk mit Schmiernippel - abgedichtetes Lager
IMG_2021.JPG (68.44 KiB) 1886 mal betrachtet
#473340
Hallo Jörg,
ich wollte schon längst zu Deinem Problem etwas geschrieben haben aber vor dem UVC-treffen war meine Zeit etwas knapp:
Grundsätzlich ist die Ölversorgung des Kreuzgelenkes Kardanwelle zwischen Hinter- und Vorderachse unterschiedlich. Die Vorderachse wird über über die besagte Bohrung im Flansch versorgt und mittels des Filzdochtes in der Menge begrenzt, sonst würde das Getriebeöl sofort kpl. in die V-Achse laufen. Bei der Hinterachse ist es deshalb anders, weil die Hauptwelle sozusagen im Abtriebflansch gelagert ist und deshalb die Möglichkeit für einen Ölkanal nicht gegeben ist. Die Schmierung des Gelenkes sollte deshalb durch das offene Kugellager mittels Schleuderöl passieren. Warum nun Dein Kugellager und das Kardangelenk total trocken waren muss einen Grund haben!! Dein Problem nun quasi mit einer „Umkonstruktion“ zu beheben ist meiner Meinung nach nicht der richtige Weg. Ich denke Du solltest Dein Getriebe genau kontrollieren. Am originalen Getriebe U2010 ist am 6. Gangrad ein Ölfängerblech angenietet, ist das denn vorhanden?
Jochen´s Bild vom Getriebeinneren zeigt die Ölfangtasche für das vordere Lager der Vorstufenwelle!
Warum es das 6. Gangrad mit und ohne diese Ölbohrung wie am V-Achsantrieb gegeben hat erschließt sich mir auch nicht. Ich habe beide Ausführungen schon in der Hand gehabt und dann auch mehrere Gangräder verglichen und diesen Sachverhalt feststellen müssen.
Viel Erfolg bei der Reparatur + Gruß aus Hamburg
Thomas
#474227
Hallo Kollegen
Hallo Thomas

Der Kleine ist seit gestern wieder zusammen. Probefahrt war positiv, er läuft mit dem neuen Kreuzgelenk deutlich ruhiger.
Thomas: da ich räumlich in meiner Garage eher eingeschränkt bin kann ich das Getriebe nicht ausbauen um nach der Ursache des Schmierölmangels zu suchen. Habe mich deshalb entschieden, die "Fettvariante" weiter zu verfolgen. Werde dies jetzt ausgiebig testen und entsprechend Rückmeldung geben. Danke trotzdem für Dein Statement.
Gruss aus der regnerischen Schweiz
Jörg
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