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Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#513704
Hallo zusammen!

Ich muss mal mein Leid hier Klagen.. Ich habe mich die letzten 2,5 Jahre bisher so gut wie selbst durch alle Unebenheiten an meinem U421 durchgekämpft mittels lerning by doing,würde mich dennoch als erfahrener Fahrzeugschrauber bezeichnen. Was war nun nicht alles schon im Eimer.. Neue Lima, Neue Keilriemen, neue Verkabelung rund um den Motor, Warnblinker, enorm umfangreiche Schweißarbeiten (Beide Ecken vorn, Dachkanten, beide Bodenbleche), Bremse neu, danach Umbau auf 2 Kreis Bremse, Austausch des BKV, Getriebe bereits geöffnet gewesen wegen Lockerer Mutter des Hebels für Vor- und Rückwärtsfahrt, neue Hülse in Lenkhilfe montiert und das war nicht alles.

Alles in allem mehr geschraubt als damit gefahren. Vergangenen Samstag lag bei uns Schnee :party ...
Es ging quer durchs Unterholz über Stock und Stein. Zuletzt galt es eine Steigung zu bewältigen. Allrad war drin, aber die Sperre noch nicht. Als diese (natürlich im Stand) eingelegt war ging es weiter im 1. Gang. Irgendwann beschlossen wir die Kriechgänge zu nutzen. Fahrschalter also in Mittelstellung, Kriechgänge des Unterbaugetriebes rein und im 1. Gang bei gut mittlerer Drehzahl + zeitweise auch etwas mehr, haben wir den Berg bezwungen. Zurück sollte es auf der Landstraße gehen doch das gestaltete sich schwierig.

DENN: nachdem die Kriechgänge ausgeschaltet waren, auf Heckantrieb umgeschaltet wurde und ich in die Große Gruppe (3.-6. Gang) wechseln wollte war dies nicht mehr möglich. Ich habe auch darauf geachtet, das der Richtungshebel auf vorwärts steht. Im 1. und 2. Gang kann ich problemlos schalten und fahren, vor wie auch Rückwärts, Kriechgänge funktionieren auch nach wie vor einwandfrei.

Möchte ich aber dann in den 3. komme ich wohl noch fast bis in die Schaltgasse von 3-4, aber nicht weit genug um diese auch zu schalten.

Zur Gasse 5-6 komm ich dann logischerweise auch nicht mehr.

Was haltet ihr hier für das Problem? Was könnte es sein?

Muss ich ernsthaft schon wieder die Hütte kippen um das Problem zu lokalisieren oder wäre es möglich nach dem Abbau des Kriechganggetriebes ewas ausrchten zu können?

Da brauch ich mal jetzt einen Lösungsansatz von euch möglichst ohne Kippen der Hütte. Habe auch schon gelesen, dass sich beim Getriebe des 406er Madenschrauben in den Zahnrädern los- vibrieren und dann zu solchen Problemen führen. Bin ich da beim 421 auf dem gleichen Weg? :mauer

LG

Heiko
#515541
Moin!

Ich habe heute die Zeit gefunden das Getriebe zu öffnen. Nachdem ich die Schalthebelabdeckung mit viel Mühe nach innen abgenommen bekommen habe, konnte ich den Schaltdeckel inklusive Schaltplatte nach der Demontage abheben. Nachdem ich die beiden Bauteile zwischen zwei Getränkekästen zusammengesteckt, mit 2 Schrauben fixiert und getestet habe, konnte ich keine Unregelmäßigkeiten feststellen. Vor- und Rückwärtsschalthebel funktioniert, in Rückwärtsstellung verriegelt er den 3.-6. Gang, und es ist so wie es soll, nur der 1. und 2. schaltbar. Beim umschalten in Vorwärtsstellung ist alles schaltbar, sowohl die kleine als auch die große Gruppe.

Danach analysierte ich welche Schaltklaue was macht und stellte per Hand Punkt 1 auf der untersten Welle auf Vorwärtsstellung und versuchte die Schalmuffe (Punkt 2) an der oberen Welle nach links in die große Gruppe zu stellen, was nicht machbar ist.
Woran das liegt.. Keine Ahnung... :cry: Hat jemand eine Idee oder habe ich was übersehen? Natürlich weiß ich das mein Getriebe rein optisch schon sowohl Zahnfraß, als auch runtergrockte Synchronringe hat. Trotzdem war es mit ein bisschen Geschick immer fahrbar.

Bild

LG

Heiko
#515552
Hallo Heiko,

wenn Du die lose Schaktklaue entfernen kannst, kanst Du prüfen ob sich die Schaltschiebehülsen einzeln bewegen lassen,
die von der Hauptwelle und Vorstufenwelle.
Ich tippe mal auf lose Madenschraube in der Vorstufenwelle.
Das Getrieb ist vom Aufbau her das gleiche wie vom 406.

Gruss Bert
#515562
Moin Bert!

Danke für deinen Tipp. Das mit der Madenschraube vom 406er Getriebe habe ich auch schon mehrfach gelesen aber wieder verworfen weil es fast immer beim vergleich der beiden Getriebe hieß, dass untereinander nichts passt. Ich denke wenn ich den Nebenantrieb lockere, kann ich die Schaltklaue entfernen.

Um die Madenschraube zu lokalisieren, werde ich vermutlich dann das Unterbaukriechganggetriebe entfernen müssen? Ich habe in Verbindung mit dieser auch gelesen, dass man die Schraube einfach weglassen kann. Aber welchen Sinn hat die Schraube dann, wenn ich diese sowieso nicht bräuchte?

LG

Heiko
#515570
Die Getriebe im 421 / 406 sind soweit baugleich Typ UG 2/27,
lediglich die Getriebeeingangwelle ist anders, mein Kenntnisstand.
Es gibt aber auch verschieden Entwicklungsstufen, Klauen - Muffenschaltung, das hat aber dann mit dem Bauj. bzw. ab Getriebe zu tun.

Über das weglassen der Schraube kann ich nichts sagen.

Gruss Bert
#515926
Hallo allerseits,

heute habe ich die Zeit gefunden, gepaart mit perfektem Wetter, der Sache weiter auf den Grund zu gehen. Das Bild von oben ist ca. 2 Jahre alt, aber ich habe es zur veranschaulichung genommen.

Die obere Schaltmuffe war zu weit vorne, um zu sehen wie das Zahnrad darunter ausschaut. Ich konnte diese nun mit einem Hebel als Verlängerung nach hinten schieben. Es zeigte sich ein blau angelaufenes Zahnrad. Nicht schön. Wie das passieren konnte ist mir auch schleierahaft. Öl war jedenfalls immer ausreichend vorhanden.

Naja.. außerdem lässt sich der Synchronring nur ca 1-2mm bewegen. Verglichen mit den anderen Ringen lassen die sich so in etwa 8mm bewegen (drehen). Davon abgesehen ist der Ring in der Nahaufnahme komplett hinüber.

Ein Getriebewechsel passt mir jetzt so überhaupt nicht in den Kram, zumal es ein F Getriebe ist, was eher selten angeboten wird. Eine Überholung des Getriebes würde ich mir zutrauen, ist aber offensichtlich ohne Spezialwerkzeug nicht durchführbar. Ein G kann ich nur mit passendem Schubrohr verwenden, was ich aber auch nicht habe.

Jemand ne Idee, wie der Ring zumindest für die Fahrt zur Halle wieder gangbar gemacht werden kann?

Bild

LG

Heiko
#515949
Hallo Heiko,

ich würde die Schaltmuffe mit einem Montiereisen nach links schieben, über den Synchronring hinweg bis über die linken (defekten Zähne. Dann kannst Du die Gänge 3 - 6 schalten, aber Deine Synchronisierung ist hin und muß erneuert werden. Beim Zusammenbau aufpassen, dass die Schaltfinger in 3-4 stehen.
Getriebe Ueberholen

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