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Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#519772
Servus Mogler,

nach einer erneuten Ewigkeit (habe eh schon ein schlechtes Gewissen) reiche ich mal ein paar Fotos nach.

Aktueller Status: Motor wurde von mir bis auf den Kopf komplett zerlegt, folgende Arbeiten hat der Motorinstandsetzer übernommen:

Block aufbohren + überschleifen
Kurbelwelle + Nockenwelle prüfen
Zylinderkopf komplett zerlegen, prüfen, reinigen, Teile erneuern

Bin jetzt in der Zusammenbau-Phase und habe bisher nur den Block mit dem Hochdruckreiniger gewaschen und anschließend mit WD-40 eingelassen damit mir nichts rostet.

Nachdem ich noch einen alten Motor ohne eingedrehte Nut für den Dichtring (Burgmannring) zur Abdichtung des hinteren Kurbelwellenausgangs habe, werde ich nach Rücksprache mit dem Instandsetzer alles wieder so zusammenbauen wie es war. Das Sonderwerkzeug zu besorgen etc. ist mir zu zeitaufwendig und ich denke es wird auch nicht die Welt bringen (ich denke Helmut hat das mit seinem letzten Beitrag gemeint).

-> Frage: bringt Flächendichtung zwischen Block und unterer Lagerschale da was?? (vorher war auch nix drin...)

In einem Nockenwellenlager habe ich noch eine recht tiefe Querrille entdeckt, die wohl vom Ausziehen der Welle stammen muss. Das werde ich sicherlich auch noch tauschen.

Ich hoffe, dass es das nächste Mal nicht mehr so lange dauert, bis neue Bilder folgen ...

Schöne Grüße inzwischen aus Tirol ...

LG
Markus
#525757
Guten Morgen liebe Mogler,

zwischenzeitlich hat sich viel getan ...

Nockenwellenlager habe ich getauscht wie das letzte Mal angedeutet
restlichen Motor zusammengebaut, alle Dichtungen erneuert (habe vom Dichtsatz noch einiges übrig)
Einspritzpumoe vom Fachmann komplett generalüberholen lassen + eingebaut

Wer's kennt: Einige Dinge (Stichwort Ölwanne) haben wir mehrmals an- und abgebaut, da sich oft erst später herausstellte warum (Schrauben die beim Einbau des Kompressors hinunterfallen :mauer )

Hier noch ein paar Bilder:

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Ich habe bis heute noch nicht ganz gecheckt warum auf meinem Schwingungsdämpfer mehrere Markierungen für OT aufgemalt sind - da hat wohl jemand schon öfters dran gearbeitet?!
Für mich hat sich die blaue Markierung als die richtige für OT herausgestellt - Ventile des 6. Zylinder überschneiden sich (sind beide offen). Wenn ich das im Handbuch richtig verstanden habe, sollte ja bei OT der gelbe Zeiger und die gelbe Markierung am Zahnrad der EP überinstimmen - laut Bild sollte das passen ...

57805779

Gestern war dann Judgement Day ...

Motor haben wir mit Stapler reingehoben und alles wieder angeschlossen.
Motoröl, Kühlwasser und Diesel neu befüllt, entlüftet.

Da wir den Motor mit noch gekipptem Fahrerhaus zum Test starten wollten, haben wir einen LKW-Startakku verwendet und diesen an den Starter gehängt (+Klemme des Startgerätes gleichzeitg auf große und kleine +Klemme am Starter gehängt, Minus an Rahmen-Masse).

Fazit: Motor hat soweit mechanisch gut gedreht, sprang aber leider nicht an :?

Nun stellen sich mehrere Fragen:

Ist die Einstellung der EP zur Nockenwelle richtig und wie könnte ich das herausfinden?
Warum kommt zwar Diesel bei den Entlüfterschrauben des Filters bzw. der EP selbst heraus aber nicht bei abgeschraubter Dieselleitung zur Düse (an Oberseite der EP)?
Kann der Motor falsch rum laufen da er bei der Luftansaugung raus hustet?

Ich bin zwar grundsätzlich froh, dass mal mechanisch alles läuft aber ich würde schon gerne wieder das typische Motorgeräusch des von selbst laufenden Motors nach fast 3 Jahren wieder hören :roll:

Bitte helft mir mit eurer Expertise das Projekt Motor nun endlich zu Ende bringen zu können - freu mich schon auf eure Antworten :D

LG aus Tirol,

Markus
#525767
Hallo Markus
Wenn ich das im Handbuch richtig verstanden habe, sollte ja bei OT der gelbe Zeiger und die gelbe Markierung am Zahnrad der EP überinstimmen - laut Bild sollte das passen ...
die Markierung am Zahnrad des Einspritzpumpenantrieb ist der Förderbeginn und sollte mit FB auf der KW ungefähr übereinstimmen. Motor und ESP sind vor der Montage beide auf FB zu bringen und dann zusammenzubauen.
Das Nockenwellenrad ist nur bei abgenommenem Steuerdeckel sichtbar.
#525780
Hallo Helmut,

danke für deine Antwort.
Wenn ich so nachdenke macht das natürlich Sinn, weil wenn die EP erst beim OT den Kraftstoff einspritzt ist es ja schon zu spät.
Habe mir das Bild von der Markierung am Schwingungsdämpfer nochmals genauer angeschaut - kann es ein, dass da OT bzw. FB eingraviert wurde? Kann es sein, dass dann die gelbe Markierung den FB darstellt weil kurz vor OT?

Natürlich habe ich beim Zusammenbau darauf geachtet, dass die Kurbelwellenmarkierung "1" zur Nockenwellenmarkierung "11" wieder so steht wie beim Zerlegen des Ganzen ... siehe Bild.
5799

Die auf dem folgenden Bild zu sehende Markierung "12" am Zahnrad der EP habe ich selber eingeritzt, bin mir aber leider nicht mehr sicher ob ich zu diesem Zeitpunkt die EP schon mal draussen hatte ... :roll:
5798

Die Orientierung der EP zur Nockenwelle bzw. Kurbelwelle war meine grösste Sorge, was sich nun auch als begründet herausgestellt hat.
Wie gehe ich nun weiter vor?
Ich nehme an, dass ich die EP wieder rausnehmen- (lösen der 5 Befestigungsschrauben zum Steuergehäuse) und dann verdreht wieder einsetzen muss, das hat sich aber jedesmal als recht fummlig schon im ausgebauten Zustand des Motors mit freier Zugänglichkeit zur EP rausgestellt ...

Sorry wenn ich für Insider wahrscheinlich ganz dumme Fragen stelle ... :sorry

LG
Markus
#525807
Hallo Markus

die Einspritzpumpe neigt beim Einbau dazu, von FB zurück auf UT zuspringen, eventuell den Motor vor dem Einschieben um einen Zahn zurückdrehen.
Die Markierungen geben nur die Stellung bei der Montage an. Zum Einstellen des korrekten Förderbegin musst du das 1. Element kontrollieren.
#526432
Hallo Mogler,

habe nun letztes Wochenende bei gekipptem Fahrerhaus versuchen wollen, die EP nochmals auszubauen und nach erfolgter Verdrehung der Kurbelwelle (HANDBUCH sagt ja 23° vor OT) wieder einzubauen.

Nur leider kam es gar nicht so weit, sondern schlimmer.

Bevor wir die EP rausnehmen wollten, haben wir vorsichtshalber nochmal den Ventildeckel abgenommen um die Ventilüberschneidung bem 6.ten Zylinder (= OT im 1.Zylinder) zu prüfen. (Achtung: habe mich im Beitrag vorher verschrieben: Überschneidung bedeutet ja, dass beide Ventile zu sind und NICHT OFFEN !!)
Dabei haben wir folgendes festgestellt:
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Wie man erkennen kann, ist die hinterste Stösselstange verbogen, zudem sind alle Ventile verstellt :fluch

Ich kann mir das nicht erklären zumal sich der Motor nach dem Einstellen der Ventile (ca. 2 Wochen vor Einbau) einwandfrei mit Hand durchdrehen ließ!? Wir haben den Motor das letzte Mal nach dem Einbau nur mit dem Starter durchgestartet ... jetzt ist mir natürlich klar warum er nicht angesprungen ist.

Wir haben nun gar nicht weitergesucht und den Motor sofort wieder ausgebaut, diesmal natürlich wesentlich schneller (ca. 2,5h) als beim ersten Mal.

Ich werde den Zylinderkopf nun natürlich nochmal abnehmen müssen - aber was könnte die Ursache für die plötzliche Verstellung sein? Eine gelöste Schraube? Kipphebelwelle verrutscht?

Bitte meldet euch, bin echt verzweifelt.

LG
Markus
#526586
Hallo Reiner,

wie sind denn die beiden Zahnräder miteinander verbunden ?
Ebenfalls erschließt sich mir nicht warum beide Zahnräder mit vier Schrauben und zwei Sicherungsblechen gesichert sind.
Nehmen wir an Zahnräder und Nockenwelle wären ein Spielpassung, dann wären die Schrauben und die Sicherungsbleche Nonsens.
Da würden beide Zahnräder zum Steuergehäusedeckel wandern !

Michael
#526598
Hallo Michael,

der helle Ring in der Mitte des Bildes das ist das Antriebsrad zur EP, dieses sitzt bei der zu sehenden Ausführung mit Presspassung auf der Nockenwelle und das davor liegende Nockenwellenrad ist nur mit den 4 Schrauben am hinteren Rad befestigt und nicht auf dem EP-Rad aufgepresst. Da waren bei mir keine Sicherungsbleche unter den M8 Schrauben drunter, ist auch im EPC so gelistet.

Raus wandern kann die Nockenwelle nicht da sie von der Messingdruckscheibe fixiert wird. Auch hier waren bei mir keine Sicherungsbleche vorhanden und das ist auch im EPC nur mit Federring gelistet.

Bei der jüngeren Ausführung der Nockenwelle werden die Zahnräder mit einer Zentralschraube auf der Nockenwelle befestigt.
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