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Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#549037
Moin Schraubergemeinde,
Ich weiß,
das Thema was ich jetzt nochmal aufnehme ist bestimmt schon behandelt worden, ich habe aber leider keine Lösung für mich gefunden!
Also, das Fahrzeug ein U1400 U427.102 Bj. 89
Vor langer Zeit war der Nehmerzylinder def./ undicht, diesen habe ich erneut durch ein Original MB Ersatzteil, System mit Entlüftungsgerät mit einem Bar Vordruck entlüftet , Kupplung funktionierte wieder, allerdings nicht so wie sie einst funktionierte!
Das Kupplungspedal ist etwas weich als wenn Luft im System wäre, nochmal entlüftet, von unten von oben von überall mehrmals!
Habe es dann sein gelassen weil die Kupplung ja funktionierte!
Jetzt, Jahre später geht es mir aber gewaltig auf den Sack, Kupplung funktioniert aber halt mit weichem Pedal.
Jetzt habe ich Geber und Nehmerzylinder, Original Teile, erneuert, wieder in allen Varianten entlüftet und sogar den Geberzylinder nochmal gelöst und in der Lage verändert um eventuelle eingelagerte Luftblasen rauszuspülen, Stößelspiel passt, der Kolben geht bis zum Anschlag zurück wenn alles zusammen gesetzt ist.
Ergebnis, immernoch weich! Die ersten 4-5 cm läßt sich das Pedal quasi ohne wiederstand betätigen! Von der Funktion ist die Kupplung nicht eingeschränkt, sie trennt, rutscht nicht, Gänge lassen sich ohne Gewalt einlegen!
Der Mog hat einen Pedalkraftverstärker Original eingebaut, natürlich habe ich beim entlüften die Druckluft abgelassen bzw, die Luftleitung gelöst um halt 100% sicher zu sein das die Luft weg ist!
Dann ist mir aufgefallen, wenn ich das Entlüftergerät mit einem Bar Druck angeschlossen lasse ist der Leerweg weg und das Pedal so wie ich es mir vorstelle!
Also Luft im System, aber wo?
Dann ist mir aufgefallen das der Pedalkraftverstärker so verbaut ist das die Entlüfternippel zur Seite zeigen! Das kann doch eigentlich nicht sein weil dann in dem jeweiligen Zylinderraum eigentlich eine Luftblase stehen müsste, weil Luft ja bekanntlich immer nach oben steigt!
Also PKV ausgebaut und durch vorsichtiges drehen auf der Werkbank festzustellen bei welcher Lage Bremsflüssikeit über die Entlüfternippel austritt, bin dann zu dem Entschluss gekommen den PKV 90 Grad zu drehen und die Entlüfternippel nach oben zeigen lasse, die Leitungen ließen das ohne Probleme zu, im Ersatzteilkatalog von MB wo ich einen Zugang habe ist der PKV auch so abgebildet das die Entlüfternippel nach oben stehen! Wenn man dem Glauben schenken kann!
In freudiger Erwartung entlüftet!, aber wieder NIX, leerweg, spiel, Luft immer noch vorhanden!
Muß das eventuell so sein?
Hat einer von euch noch eine zündende Idee?
Ist der PKV so richtig montiert?
Bin für jeden Tip, Aufklärung sehr dankbar !
Grüße aus dem etwas weißen Harzvorland, Lars.
#549047
Danke Ingo,
Danke, aber dies ist nicht der Fall! Der Entlüfternippel zeigt nach oben!

Kann es sein, daß der lange Schlauch der von der Spritzwand aus, dem Kabelbaum und Luftleitungspaket folgend am Rahmen entlang bis zum PKV geht, sich aufweitet und mir den ersten Druckaufbau aufnimmt bzw. klaut?,
Großes Fragezeichen?
Grüße Lars
#549102
Hallo Lars
der Kupplungsverstärker gammelt von innen, wenn die Brmesflüssigkeit schon älter ist/war, durch das aufgenommene Wasser in der Brühe gehen die Ventile fest (Korrosion) und die Alu-Teile werden angenagt.
Hast du von oben oder von unten entlüftet, bei Problemen hilft meist Rückwärtsentlüften.
#549107
Moin Helmut,
ja, ich habe von allen Seiten entlüftet, mehrmals!, Ich habe ein elektrisches Entlüftergerät wo ich sogar den Druck von 0-2,5 Bar einstellen kann!
Ich habe da 5 Liter durchlaufen lassen, einen Adapter für den Entlüfternippel am Nehmerzylinder gebaut!
Ich werde das Gefühl nicht los das, das was mit der Einbaulage des Pedalkraftverstärkers zu tun hat, ich schrieb ja, das ich ihn gedreht habe so das die Entlüfter nach oben stehen! er war um 90° nach links gedreht!!! Wie sieht er von innen aus?, sind da Entlüfterkanäle drin?
Hast du so ein PKV schon mal von innen gesehen? was ist deine Meinung zur Einbaulage? der PKV ist von GRAU Nr. 321.1016.001
Alufraß und Gammel kann ich natürlich nicht ausschließen, aber die Flüssigkeiten werden ab und zu gewechselt, also 10 jahre steht die Suppe nicht drin! Ich habe da schon einige Möglichkeiten und bin schraubertechnisch nicht ganz unbedarft!
Aber das ist schon ein Ding!
Ich habe gestern mal den alten Geberzylinder zerlegt, weil ich wissen wollte wieviel weg der Kolben erst mal zurücklegen muß bevor die Nachlaufbohrung durch die Manschelle "überfahren" wird und dann ja erst der Druckaufbau stattfindet! Das sind von der Grundposition bis zum verschliessen der Nachlaufbohrung satte 3mm!!!!
Bei der gewaltigen Hebelübersetzung kommt da am Pedal schon ca. 2,5cm leerweg zu Stande! Dann kommt noch die Hydraulische Übersetzung die auch nicht gerade wenig ist wenn man mal die Zylinderdurchmesser betrachtet!
Ich werde jetzt nochmal den Nehmerzylinder lösen und dann die Stösselstange so weit vorspannen das ich die Bremsflüssigkeit auch noch von unten nach oben zurückdrücken kann, sprich die Nachlaufbohrung frei ist!
Grüße Lars
#549117
Hallo Lars,

hört sich eigenartig an, vor allem das mit Deinem "Verzweiflungs"-Entlüften. Die Leitungswege sind doch bei der Kupplung so kurz, dass das eigentlich gar nicht vorstellbar ist. Aber (zu Deinem Trost) ich hatte auch mal fast den Glauben verloren beim Bremsen Entlüften und hatte mich damals geradezu verrannt in vermeintliche Luft im System. Schlussendlich stand jedoch ein Luftabsperrventil unwissentlich (weil vorher defekt) in der falschen Stellung, das den Bremskraftverstärker steuerte. Als ich das erneuert und in die korrekte Position geschaltet hatte, funktionierte auch die Bremse plötzlich einwandfrei.

Vielleicht wäre es keine schlechte Idee, wenn Du mal ein Vergleichsfahrzeug auftreiben könntest, um dessen Kupplungsbetätigung mit Deiner zu vergleichen. Vielleicht ist die vermeintlich zu leichte/weiche Betätigung, die Du seit Wechsel des Nehmerzylinders bemängelst, ja auch der Normalzustand?
Ich erinnere, dass bei meinem 427 (OHNE Kupplungsverstärker) die Kupplungsbetätigung auch vergleichsweise leicht vonstatten ging.
#549127
Danke Wolfgang für deine tröstenden Worte,
Einen Vergleich mit einem anderen U1400 habe ich auch schon unternommen, fühlt sich von der Pedalkraft her ähnlich an, aber ohne 4-5 cm Leerweg am Pedal! Der hatte allerdings einen anderen PKV drinnen!
Es wäre nochmal interessant ob jemand etwas zur Einbaulage sagen kann!?

Grüße Lars
#549129
Hallo Lars,

ich habe ja nun keine Ahnung und schon garkeine Erfahrung mit Euren großen Mogs und den Hydraulischen Kupplungen im speziellen.
Denoch lese ich solche Beitrage gerne aus reiner technischer Wissbegierde.

Du hast geschrieben, dass Du alleine um die Nachlaufbohrung zu verschließen das Pedal ca 2,5cm leer drücken musst. Dies entsprach nach Deiner aussage etwa 3mm Weg des Geberzylinders. Ich schließe daraus, dass der Geberzylinder wiederum 3mm Weg macht bis entsprechend Deinem ca 5cm "weichen" Weg am Pedal.
Ist es nicht so dass erst nachdem die Nachlaufbohrung verschlossen ist der Druck Richtung Nehmerzylinder aufgebaut wird und dieser erst einmal quasi an die Kupplung (Ausrückring oder was immer da bei Euren Mogs ist) heranfahren muss.

Du schreibst Doch auch, dass die Kupplung eigentlich richtig funktioniert. Was sagt denn das Werkstatthandbuch zu den verschiedenen Spielen und Leerwegen in dem System?
#549135
Was ist denn mit der Druckluftversorgung für den PKV? Hast Du das mal getestet? Funktioniert die bzw. ausreichend hoher Druck?
Und der Betätigungsstift vom Pedal in den PKV in den Geberzylinder muss doch auch bestimmte Spieltoleranzen haben. Hast Du aber vermutlich schon geprüft nach WHB?
Zuletzt geändert von Werinhari am 13.01.2021, 13:48, insgesamt 1-mal geändert.
#549147
Hallo 'Lars

klemm den PKV einfach mal raus und schließe den Geber direkt am Nehmer an. Dann zeigt sich, ob der Fehler bleibt bzw in welchem Bereich der Fehler liegt. Nach 30 Jahren darf auch ein PKV mal die Grätsche machen.
Die Kupplung ist dann zwar beinhart, aber der Leerweg müsste sich dann ändern.
#549158
Nabend, ich danke Euch schon mal für eure Gedankengänge!

Ich habe jetzt geprüft, bei wieviel Vorspannung des Kolben im Geberzylinder über die Stößelstange eingestellt, sich der Nehmerzylinder von Hand zurück drücken lässt!
Ich bin bei ca. 2,5 mm gelandet! So ist die Nachlaufbohrung frei!
Das WHB sagt“ nahezu Spielfrei“!
Das Ergebnis, der Leerweg ist deutlich weniger geworden! Noch nicht 100%ig aber fast gut!
Zufrieden bin ich aber noch nicht!
— der Nehmerzylinder fährt per Federkraft aus gegen den Ausrückhebel!, er muß also keinen Leerweg überbrücken!
— den PKV überbrücken werde ich am Samstag mal ausprobieren!
— hat noch einer ne Idee zur Einbaulage des PKV
— Druckluft liegt an, habe noch nicht gemessen wie hoch der Druck ist, aber es knallt schon ordentlich wenn ich den Schlauch abschraube!, Druck messe ich Samstag.
Hat von euch schonmal einer den PKV zerlegt?, kann doch eigentlich kein Hexenwerk sein!?
Es bleibt spannend, ich werde berichten!

Gute Nacht, Lars :danke
#549168
Hallo
Hat von euch schonmal einer den PKV zerlegt?, kann doch eigentlich kein Hexenwerk sein!?
easy going aber aber auch nicht.
Gibt es hier so einige Berichte, das Zerlegen und Zusammenbau muste ich bei meinem ersten Versuch musst ich nochmal wiederholen.
#549315
Nabend Unimogler,
Hatte heute leider keine Zeit am Mog zu schrauben!, war mir auch ein bisschen „heiß“ den PKV ohne Vorkenntnisse zu zerlegen!
Vielleicht findet sich ja noch jemand der den gleichen PKV verbaut hat, bezüglich der Einbaulage!
Jetzt wo ich den Stößel aufs Maximum vorgespannt habe bin ich letzte Woche ca.4 std gefahren, es ist schon deutlich angenehmer wie vorher!, warte jetzt nochmal auf besseres Wetter, das ich den Mog auch mal ein paar Tage stehen lassen kann!

Werde auf jeden Fall berichten!

Grüß Lars
#549736
Nabend Unischrauber!
Ich greife das Thema nochmal auf, bezüglich der Einbaulage des Pedalkraftverstärkers, es geht mir nicht aus dem Kopf in welche Richtung die Entlüfternippel stehen müssen?!, das Luft grundsätzlich immer nach oben steigt ist ja klar, und da wir uns auf der Erde befinden und nicht auf dem Mond ist das halt so.

Hat denn keiner von euch 427er Fahrern/ Besitzern/ Schraubern mal darauf geachtet in welche Richtung die Entlüfternippel stehen bei dem Pedalkraftverstärker von „GRAU“!

Es wäre schön wenn einer von euch etwas Licht ins dunkle bringt und somit meine Gedankengänge bestätigt oder auch nicht. :roll:

Vielen Dank für eure Bemühungen, Grüße Lars

Zwischenzeitlich habe ich natürlich nicht auf der faulen Haut gelegen, nein!, das
Radvorgelege hinten rechts verlangte augenscheinlich nach einem neuen Dichtring, also Freitag Abend mal fix die Bremsscheibe runter, Dichtring rausgehebelt und da kam mir auch schon das richtig schöne metallic Farbene Öl entgegen, das Öl sah aus wie der einstige Glimmerlack!
Also Vorgelege zerlegt, alle beide Zahnräder und alle Lager def. Auslöser war das obere Stirnrad und zwar das obere äußere Lager! Die Niederlassung in Kassel hat mir dann am Samstag Morgen die Ersatzteile in Mainz bestellt die ich dann wiederum um 13 Uhr in Kassel abholen konnte.
Also, mit dem schnellsten Trecker der Welt wird es nie langweilig!
Gute Nacht, Lars.

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