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Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#515453
Hallo zusammen,
ich rüste an meinem 411.120 einen Frontkraftheber (an der Schmitplatte) nach.
Als Hydraulikzylinder setze ich doppelwirkende 60/30 Zylinder mit 150mm Hub ein.
An den Zylindern sind G 3/8 Anschlüsse.

Am Unimog gehe ich mit 2 Schläuchen auf Schottverschraubungen mit Schnellkupplern.
Diese werden unter der Stoßstange montiert.
Von diesen Schnellkupplern geht es (mit Schläuchen) auf 2 T-Stücke, dann von dort zu den Zylindern.

Das Überdruckventil ist auf 160 Bar eingestellt, die Literleistung dürfte so bei ca. 20l liegen.

Mein Frage:
Reicht 12l (also M18x1,5) oder doch besser 15l (M22x1,5)?
Der Preis spielt hier keine Rolle, es soll sinnvoll dimensioniert sein.

Danke und Gruß
Thomas
#515456
Hallo Thomas,

ich würde jetzt mal sagen, dass 12L Rohrleitungen und DN10 Schläuche reichen. Der 411, wie auch 421 haben 12L Rohre nach hinten ab Werk verlegt für die Hydraulik und die Leitungen sind länger als nach vorne. Die Leitungsverluste sind also nach vorne geringer. Die verlängerung der Frontanschlüsse ist auch in 12L und die Leitungen an den Schmidt-Zylindern auch.

Bei 12L sind der Nenndruck 353bar, bei 15L nur 282bar. Das liegt an der gleichen Wandstärke (1,5mm)maber größeren Innenfläche.

Steckkupplungen Typ 3 mit 12L Anschluss M18x1,5 sind genauso verbreitet wie 15L mit M22x1,5, Esgibt sogar 10L mit M16x1,5.

15L wurde beim 421 als "drucklose" Rücklaufleitung verwendet.

Bei 20l/min bist du bei DN10 ca. 5m/s Fließgeschwindigkeit.

Espricht also einiges für 12L.

Gruß
Markus
#515458
Hallo Thomas,

Markus Angaben kann ich bestätigen (siehe Anhang). Jedoch wurden die 411 und 421 zumindest hinten mit Verschraubungen und Schläuchen 12S (SW24) ausgeliefert, wohl um eine höhere Robustheit bei den beweglichen Teilen zu erreichen.
Dateianhänge:
Hydraulikleitungen 20 LPM.jpg
Hydraulikleitungen 20 LPM.jpg (38.98 KiB) 897 mal betrachtet
Zuletzt geändert von OPTI-MOG am 29.01.2018, 09:32, insgesamt 1-mal geändert.
#515566
Moin,

ich habe meinen FKH auch selbst geplant und gefertigt.
Auch ich habe die 60/30 / 150 Zylinder verbaut und komme so auf eine Hubhöhe von 85cm Mitte Kugel.

Die Schläuche habe ich alle in 12L genommen und bin auch in 2 Schnellkuppler gegangen.
Geschwindigkeit ist im Standgas schon sehr gut und die Absenkgeschwindikeit reicht auch.

Selbst meinen Spalter betreibe ich mit 12er Schläuchen und auch hier geht es sehr gut.

Gruß Rene
Dateianhänge:
20170925_155444.jpg
20170925_155444.jpg (84.88 KiB) 815 mal betrachtet
#516253
Hallo zusammen,
hier mal 2 Bilder wie ich den FKH umgesetzt habe.
Im Moment mangelt es noch an der Hubhöhe.
Der Spalter ist nur ca. 15cm über dem Boden.
Dafür gibt es 2 Gründe.

1. der Winkel des Oberlenkers ist so nicht gut, den muss ich noch an einer anderen Stelle anschlagen.
Jetzt kippt der Spalter nur nach vorne und ich muss am Oberlenker einstellen dass der Spalter waagerecht ist.

2. beim anheben setzt sich der Unimog vorne ca. 10cm in die Federn.
Anstatt der Spalter nach oben geht also der Unimog in die Knie.

Ich habe noch verstärkte Federn (von einem Schlacht-Mog mit Baggeraufbau), helfen die beim Symtom Nr. 2?
Macht es Sinn diese nur vorne ein zu bauen? Oder immer vorne und hinten?

Vermutlich muss ich auch noch die Aufhängepunkte der Zylinder nach oben versetzten, zum Glück wohnt der Schweißer gleich ums Eck :trink .
Der komplette FKH ist in wenigen Minuten auf und abgebaut, alle Teile sind nur über Bolzen gesteckt.
Zur Montage ist kein Werkzeug nötig.

Evtl. dient dies ja als Anregung für den einen oder anderen der auch einen FKH anbauen möchte.

Grüße
Thomas
FKH_01.jpg
FKH_01.jpg (69.47 KiB) 770 mal betrachtet
FKH_02.jpg
FKH_02.jpg (60.15 KiB) 770 mal betrachtet
#516258
Hallo Thomas,
Es reicht. wenn Du die verstärkten Federn (Drahtstärke 22mm?) vorne einsetzt.

Und du solltest den Oberlenkeranschlagpunkt am Unimog tiefer setzen.
Die Gestänge oben und unten sollten paralell liegen dann bleibt das Anbaugerät gerade.
5283


Gruß
Jochen
#516262
Hallo,

ja, da kann ich Jochen nur beipflichten. Die verstärkten Federn für ständig angebaute Frontgeräte und die verstärkten Hinterachsfedern sind zwei unabhängige SAs. Allerdings muss ich sagen, dass bei einem leeren 411er mit vorne und hinten verstärkten Federn der Fahrkomfort nicht herausragend ist. Mein Portugiese als Feuerwehr Rüstwagen hatte eine Seilwinde vorne und ein Aggregat auf der Pritsche. Da machten die Federn Sinn. Nur mit verstärkten Federn vorne ist erträglich, wenn auch nicht komfortabel.

Gruß
Markus

P.S.: Aber dank deiner Bilder glaube ich jetzt zu wissen, wofür Schmidt an den späteren Versionen der dreiteiligen Anbauplatte zusätzliche Augen angeschweißt hat. Die sind wohl die oberen Anschlagpunkte für Hydraulikzylinder vom FKH.
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