- 13.06.2005, 19:35
#67089
Hallo,
da mein Name auch im Verlauf dieses Threads schon fiel, melde ich mich mal zu Wort. Wir hatten in unserer Feuerwehr einen 404er TLF8 am laufen, der von uns auf einen M130-Motor mit 140PS umgebaut wurde. Das Fahrzeug wurde 2004 verkauft und durch ein größeres TLF ersetzt, allerdings kein Unimog. Wir hatten auch mal kurzzeitig ein LF8 auf U404, dieses ist jetzt in Händen von Peter Neuland (toyomog).
Der 404er war uns trotz aufwändiger Restaurierung zu Arbeitsintensiv. Dauernd war etwas dran zu reparieren, meist nur Kleinigkeiten, aber für ein Einsatzfahrzeug zu nervig.
Der Motorumbau ist auf unseren Internetseiten beschrieben, die Probleme waren eigentlich nicht auf den Umbau zurückzuführen. Das gelöste Schwungrad hatte als Ursache vermutlich die falschen Anzugsdrehmomente, das defekte Getriebe machte schon früher Mucken und gab dann irgendwann komplett den Geist auf.
Problematisch könnte bei euch das Gewicht werden. Ich hatte ein Gutachten für den Motorumbau eines Mogs mit 4400kg zul. Gesamtgewicht. Das TLF hatte 5000kg, ich kam damit nur durch Verzicht auf die Anhängelast beim TÜV durch. Das LF8 hat normal 5250kg zul. Gesamtgewicht, da wird's vielleicht problematisch. Evtl. vor dem Umbau mal nachfragen.
Ansonsten würde ich an eurer Stelle den 404er LF8 im Originalzustand lassen. Es gab weniger als 30 Fahrezeuge mit diesem Aufbau. Alle von Metz, die ersten nur mit Hecktüren zur Beladung, später mit Seitentüren. Erst mit kleineren, später mit größeren Fenstern am Mannschaftsraum. Ein Fahrzeug (das von Peter Neuland) hat als Besonderheit die Industriewerke Saar als Fahrgestellhersteller in den Papieren stehen. Diese Firma setzte damals Fahrzeuge für die BW instand, darunter auch 404er. Für die eigene Werkfeuerwehr baute man damals einen 404er aus Teilen zusammen und ließ bei Metz den Aufbau fertigen.
Gruß,
Michael