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Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#282059
Hallo,

wer die Wahl hat die Q...........

Unser 1300l hat nun ordentlich Leistung. Nun wollen wir bei der Kupplung nachrüsten. Der Mog hat noch die Originalscheibe von 1989 drin. Der Belag ist organisch ( Ich denke Raybestos ).
Nun habe ich mir 2 Scheiben besorgt die Passen würden. Die eine in der Form der Originalscheibe aber mit einem Belag der den heutigen Stand der Technik entspricht. ( Der Belag hat Kupfereinschlüsse und ist von Sachs)
Die zweite Scheibe ist in Flügelform uns hat Sintermetallbeläge auch von Sachs.

Aus dem EPC kann ich nichts rausfinden. Mir wurde nur gesagt, dass diese Scheibe in der Doppelkupplung als Fahrkupplungsscheibe verbaut wird.

Die Frage ist nun welche für meine Anforderungen besser ist.
Der Mog ist als Rally Fahrzeug aufgebaut, macht keine grossen Laufleistungen, wird aber ansonsten sehr beansprucht.

Es könnte sein, dass schon mal jemand mit diesen Scheiben Erfahrung hat.

mfG. Micha
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#282066
Hallo

die Sintermetall-Kupplung ist für schweres Anfahren mit viel schleifender Kupplung (bestes Beispiel Frontladerbetrieb) gedacht und ist sehr hitzefest. Ein weiches Einkuppeln im normalen Fahrbetrieb ist nur mit viel Gefühl möglich.
Das wiederum geht mit dem organischen Belag wesentlich weicher.
Die Sintermetall-Kupplung wird normal bei der Doppelkupplung verbaut, da diese üblicherweise bei Ackerschleppern eingesetzt werden, s.o.
#282075
Danke Helmut,

das würde bedeuten, das für uns die Sintermetallscheibe die richtige ist. Ob auf der runden Scheibe ein Sintermetallbelag drauf ist, kann ich nicht erkennen. Aber es leuchtet ein. Wichtig ist für uns der Kraftschluss und die Standfestigkeit. Komfort und das nötige Gefühl spielt keine Rolle. Ich muss nur noch rausfinden ob evtl. die Doppelkupplung mit anderen Anpressdruck arbeitet. Bei der Tellerfeder der einfachen Kupplung gibt es zwei Ausführungen. Eine hat eine dickere Feder, die mit der Dünnen wird nicht mehr verbaut.

Wird die " Flügelscheibe " auch in der schweren Klasse mit mehr Leistung eingebaut? Das könnte ein Indiz dafür sein das die Flügelscheibe für uns besser ist.


mfG Micha und frohe Weihnachten
#282131
Hallo Micha
Leistung wird bei beiden gleich sein, bei höherer Leistung wird die 330er Kupplung verbaut.
Bei der 310ner kannst du evtl den Anpressdruck erhöhen, kritischer Punkt ist immer das Einkuppeln, da dabei die größte Wärme entsteht.
Bei der oberen ist das Bindemittel organisch (Epoxid-Harze und Kunststoffe zählen zur "Organischen Chemie") und daher nur begrenzt temperaturfest. Der Cerasinterbelag der Flügelscheibe geht da wesentlich höher. Die Flügel sind dafür, dass die Druckplatte und Schwungscheibe besser auskühlen können, das System kann nämlich echt was ab. Cerasinterbeläge werden auch in Verbindung mit der Wandlerschaltkupplung verbaut, da das Anfahrdrehmoment hinter dem Wandler bis zum 1,8-fachen des maximalen Drehmoment ansteigen kann.
#282252
Hallo Helmut, frohe Weihnachten und Danke für die Infos.


ich habe die Kupplung draussen und bin erstaunt, dass die nach 700 h und 22000km so fertig ist. Da scheint jemand, wir waren es nicht , etwas brutal gefahren zu sein. Die Scheibe ist runter, und die Druckplatte hat ordentlich Themp. bekommen. Die Schwungscheibe sieht besser aus.

Ich werde die Sintermetall - scheibe mit einer neuen Druckplatte und neuen Ausrücklager einbauen. Mal sehen wie es dann funktioniert.

Viele Grüsse Micha
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#282360
Hallo,

das war schon mal nichts. "Flügelscheibe" eingebaut, Testfahrt und im 8.Gang so gut wie kein Kraftschluss. Rutscht einfach durch.

Wir haben nicht weiter probiert denn wir wollten die Druckplatte nicht zu Schrott fahren. Also Kupplung wieder raus . ( Rekordzeit 30min !!!!!) .

Alle Teile sehen gut aus. Ist auch nicht heiss gelaufen. Nun müssen wir weiter sehen. Habe schon mal bei Sachs und LUk angefragt.

Grüsse Micha
#282423
Hallo,


der Grund, warum die Flügelscheibe nicht fuktioniert ist nun klar. :shock:
Nachdem ich nochmal alles vermessen habe, habe ich festgestellt, das die Sintermetallscheibe 11 mm dick ist . Das Sollmass max laut Repanleitung ist 8,5 mm. Dadurch wurde die Tellerfeder zu stark gepresst. Die Tellerfeder ist so konstruiert, dass der max Anpressdruck zwischen dem max Mass und dem Verschleissmass der Kupplungsscheibe liegt. Alles was drunter oder drüber liegt baut die Feder über 30% ab. Das soll das Kuppeln erleichtern und die Haltekraft bei geöffneter Kupplung reduzieren. Alles nachzulesen bei LUK.
Also hatte neine Kupplung einen 30% gerineren Anpressdruck.

Fazit: die dickere Sintermetall Flügelscheibe ist ungeeignet.


Micha
#282427
Hallo Micha,
für die Sintermetallkupplung muß es doch auch einen passenden Automat geben. (Hab grad im Handbuch gelesen Sintermetall nur in Doppelkupplung verbaut) Wie lösen den die Profis wie z.B. Hellgeth dieses Problem?

Jochen
#282481
Hallo Jochen,


das Problem ist, der Belag ist zu dick. In der Doppelkupplung wird dieser Belag als Fahrkupplung verbaut. Der Anpressdruck ist in der Doppelkupplung sogar geringer.

Den Belag kann man nicht dünner machen. Das Mass zwischen Schwungscheibe und Druckplatte ist 1,5 mm zu eng. Das muss erweitert werden, dann fuktioniert es.

Plan A: Schwungscheibe 1,5mm abdrehen. Nachteil , es lässt sich die Originalscheibe nicht mehr verwenden.

Plan B: zwischen Druckplatte und Schwungscheibe 1,5mm Passstücke legen. Vorteil , kann wieder zurück gebaut werden.

Plan C: 0,5 mm Plandrehen und 1mm Spassstücke einlegen.

Ich denke Plan C wird es werden. Muss nur eine Dreherei finden die morgen arbeitet. Meine Drehmaschine ist zu klein.


Micha
#282497
Hallo Micha

Plan D: die alte Druckplatte abdrehen lassen, der Motor dreht wg geringerer Masse schneller hoch, die alte Druckplatte ist sowieso für die Tonne.
Achtung: auch überprüfen, ob die Schwungscheibe noch original-Tiefe hat, evtl wurde die schon mal nachgedreht. Bei unfachmännischer Instandsetzung wird auch schon mal die Reibfläche der Schwungscheibe nachgedreht, ohne die Auflagefläche für die Druckplatte am Rand nachzuarbeiten. Das gibt dann nur Probleme
#282584
Hallo Helmut,

Plan D fällt aus. Ich war heute beim Motorenbauer, der kann die Schwungscheibe bearbeiten aber nicht die Druckplatte. Die Druckplatte kann er nicht spannen , da schwimmend gelagert. Er meint, das ist nichts genaues. Auseinandernehmen geht auch nicht, denn alles ist vernietet. Also Plan C . Er plant die Schwungscheibe un 0,5mm aber nicht die Auflagefläche der Druckplatte, dann lege ich noch 1,5 mm zwischen, das sollte reichen.

Hier die Eigenschaften der Scheibe

Micha

Charakteristik:
Sanftes Einkuppeln durch die Belagfederung.
Geringe Getriebegeräusche weil der Torsionsdämpfer die Motorungleichförmigkeit ausgleicht.
Gute Lüftung und Kühlung der Kupplung durch die unterbrochene Reibfläche.
Temperaturbeständige Beläge (500°C dauer, 700 °C kurzzeitig)
Der hohe Reibwert der Sinterbeläge erlaubt eine Kupplungsauslegung mit niedriger Ausrückkraft.
Entsprechend dem höheren Verschleißvolumen wird die Lebensdauer verlängert.
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#282603
Hallo Micha
Charakteristik:
Sanftes Einkuppeln durch die Belagfederung.
hmm, davon habe ich noch nichts bemerkt, und das trotz Wandler.
Generell bin ich etwas skeptisch, bei höherer Leistung sind 330er bzw 350er Kupplungen verbaut.
Unser 1300l hat nun ordentlich Leistung.
Wieviel ist es denn ungefähr, wenn mal fragen darf.
#282614
Hallo,

die "Eigenschaften" habe von der LUK Seite. Die Flügelscheibe habe ich als Sachs bestellt und ein LUK kam im Sachsverpackung. Mein U 1300 hat eine 330er Kupplung. Nun zur Leistung. mind. die des 366LA 240 PS aber ich denke mehr, denn der Ladedruck ist 1,6 bar. Die Pumpe hat ein bekannter Spezi extra zurecht gemacht auch die Düsen sind von ihm. Der LKK ist 30% grösser, der Lader ist auch etwas grösser, die Abregeldrehzahl 3000 rPM. Da die Leistung nicht gemessen wurde ist alles spekulativ. Ich habe aber einen Vergleich, denn ich fahre auch einen MAN L 2000 mit 240 PS. Der wurde bei MAN auf der Rolle optimiert und hatte dann 260 PS und 880 Nm. So gefühlt ist der Mog Motor noch etwas druckvoller, aber nur gefühlt und nicht bewiesen. Du merkst, mit Leistungsangaben bin ich vorsichtig, denn oft ist es nicht das was man glaubt


Micha
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