Herzlich willkommen in der Unimog-Community

  • Aktuelles aus dem UCG-Vorstand – Frohe Weihnachten & alles Gute für 2020

    Liebe UCG-Mitglieder, liebe UCG-Regionalbeauftragte, liebe Unimog-Freunde,

    das Jahr neigt sich dem Ende und Sie erhalten hiermit den letzten Newsletter für dieses Jahr. Es ist Zeit, inne zu halten, das Jahr Revue passieren zu lassen und sich mit guten Vorsätzen (oder auch keinen) auf das neue Jahr vorzubereiten. Unimog-Besitzer können die Zeit nutzen, Ihr Fahrzeug zu überarbeiten oder es bei winterlichen beziehungsweise weihnachtlichen Bedingungen zu nutzen.

    Wir wünschen Ihnen und Ihrer Familie frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Genießen Sie die Festtage im Kreise Ihrer Liebsten.

    Mitgliederentwicklung

    Derzeit zählt unser Verein 7365 Mitglieder. Ein neues Mitglied aus Singapur ist hinzugekommen, weshalb wir nun in 40 Ländern dieser Erde vertreten sind.

    UCG-JAHRESTREFFEN

    21.-23.08.2020 Bahrenfleth
    Nach dem Jahrestreffen ist vor dem Jahrestreffen. Vom 21. bis 23.08.2020 veranstaltet die Regionalgruppe Schleswig-Holstein (um den Regionalbeauftragten Marten Schröder, und seine Stellvertreterin Jana Rudolph) unser jährliches Treffen. Das Event findet in Bahrenfleth, in der Nähe von Glücksstadt und Itzehoe statt. Inzwischen gibt es bereits ein Video bei YouTube, in dem man einen ersten Eindruck bekommt:

    Wir würden uns freuen, wieder viele Mitglieder vor Ort begrüßen zu dürfen.

    NEUE CLUB-SHOP-ARTIKEL

    Unimog Spezial
    Ab sofort im Club-Shop erhältlich ist das neu veröffentlichte Sonderheft Unimog Spezial (Unimog 404 als Löschfahrzeug). Danke an die Autoren Hans-Jürgen Schöpfer und Werner Vögele für Ihre wertvolle Arbeit. Die Kosten für alle Sonderhefte liegen ab sofort bei 15 Euro zzgl. Versand.

    Kinderbekleidung
    Das Kinderbekleidungs-Sortiment wurde erweitert. Neben den grünen Poloshirts (20 Euro) gibt es auch Arbeitshosen (35 Euro) und Softshelljacken (60 Euro). Das komplette Paket (Hose, Jacke und T-Shirt) gibt es zum Sonderpreis von 100 Euro zzgl. Versandkosten.

    Erhältlich sind die Größen:
    86/92, 98/104, 110/116, 122/128, 134/140, 146/152, 158/164

    Arbeitskleidung
    Ebenso möchten wir darauf hinweisen, dass die Herren-Arbeitskleidung (Arbeitshose, Arbeitsjacke, Strickjacke, Softshelljacke) jetzt bei uns vorrätig auf Lager liegt, womit eine Lieferung innerhalb 3-4 Werktagen zugesichert werden kann (außerhalb der Urlaubszeit).

    INFOS AUS DER GESCHÄFTSSTELLE

    Urlaub
    Die Geschäftsstelle ist vom 23. Dezember 2019 bis zum 6.Januar 2020 urlaubsbedingt nicht besetzt.

    Helfer gesucht
    Nicht nur der UCG expandiert – auch im Unimog Museum stehen die Zeichen auf Expansion. Damit die im Jahr 2020 anfallenden Arbeiten und Tätigkeiten nicht nur durch die bereits tätigen ehrenamtlichen Personen geschultert werden müssen, hier ein Aufruf an die UCG-Gemeinde: Gesucht werden ehrenamtliche Fahrer für

    • den Museums-Parcours
    • die Rampe
    • Veranstaltung im Testgelände ÖtigheimDie Voraussetzungen, die für die Rampe und das Gelände Ötigheim erforderlich sind, finden Sie im Anhang zu diesem Newsletter.

    Alle Personen werden entsprechend geschult und fachlich eingewiesen. Die Koordination erfolgt über Andreas Falk (2. Vorsitzender Unimog Museum e.V., UCG Regionalkoordinator und Regionalbeauftragter Hochrhein-Südschwarzwald). Wer sich angesprochen fühlt, darf gerne per Email (andreas.falk@unimog-club-gaggenau.de) Kontakt aufnehmen.

    Regionalbeauftragen-Tagung am 22.11.2019

    Dieses Jahr veranstalteten wir zum ersten Mal unsere Regionalbeauftragten-Tagung im Unimog- Museum. Der dortige Tagungsraum bietet sich förmlich an und ersetzt den inzwischen zu klein gewordenen Tagungsraum im Best Western Hotel Rastatt, wo wir in den vergangenen Jahren immer untergebracht waren. Auf der Agenda standen Themen wie unsere IT, Veranstaltungen, Versicherung, Datenschutz, Finanzen, Strategiegruppen, Jahrestreffen, Regiohomepage und Vorstandsfragen. Ebenso stand die Wahl des Regionalbeauftragten-Koordinators an. Hier konnte Richard Koch nochmals im Amt bestätigt werden, denn er wurde für weitere zwei Jahre gewählt. Der Tag war ein tolles Ereignis, um sich auszutauschen und neue Ideen zu entwickeln.

    Mitgliederversammlung am 23.11.2019

    Das wichtigste (Pflicht-)Organ und höchste Gremium unseres Vereins ist die jährliche Mitgliederversammlung. Diese wurde, wie letztes Jahr, im Unimog-Museum ausgerichtet. Das Team von Küchenchef Thomas Kaldma sorgte für das leibliche Wohl. Wir möchten uns hier bei Klaus Lukas und allen freiwilligen Helfern bedanken, die beim Aufbau, der Umsetzung und dem Abbau geholfen hatten. 172 Mitglieder und zehn Gäste konnte der Vorsitzende Rainer Hildebrandt begrüßen. Umrahmt wurden die Gäste von Unimog und MB-trac – eine schöne Kulisse. Verstorben sind im zurückliegenden Vereinsjahr 37 Mitgliedern.

    Für ihre 25jährige Mitgliedschaft wurden 205 Mitglieder geehrt. Stellvertretend überreichte Rainer Hildebrandt an Ueli Bicker, Edgar Rost und Stefan Schwaab die Urkunde und den Jubiläumspin.

    In seinem Rechenschaftsbericht informierte der Vorsitzende von einem Brand im Gebäude der Geschäftsstelle, der auch erhebliche Auswirkungen auf das Büro und die Lagerhalle des Clubs hatte und einen hohen Arbeitseinsatz vieler Helfer unter erschwerten Bedingungen notwendig machte. Eine unerwartet hohe Nachfrage hatte ein Technik-Seminar zum Unimog 435 in der Werkstatt des Unimog-Museums. Daher wurden drei zusätzliche Termine angesetzt. Weiterentwickelt werden soll das bereits bestehende Angebot der Typenkunde in den Regionen.

    Rainer Hildebrandt warb bei dieser Gelegenheit auch um technische Beiträge für das Unimog- Heft’l. Neben der schon traditionellen Präsenz auf den Messen Retro Classics Stuttgart und der Techno-Classica in Essen, wird es im Folgejahr auch einen gemeinsamen Stand des Clubs und des Museums auf der Messe Motorworld Classics in Friedrichshafen geben. Nicht ohne Stolz berichtete Hildebrandt, dass es gelungen sei, weitere Regionalgruppen zu besetzen beziehungsweise wieder neu ins Leben zu rufen. Vordringlich sei jetzt die Wiederbesetzung der mitgliederstarken Regionen Rheingau-Taunus und Franken. Eingelöst habe der Vorstand auch sein Versprechen, intensiver Veranstaltungen der einzelnen Regionalgruppen zu besuchen. In einer Strategietagung wurden zwölf Arbeitsgruppen wie beispielsweise Werbung, IT, Archiv, Regionalgruppen-Betreuung definiert, über deren aktuellen Stand der Vorsitzende informierte. Noch druckfrisch war das Sonderheft „Unimog 404.1 als Feuerlöschfahrzeug LF 8-TS“, von Hans- Jürgen Schöpfer und Werner Vögele. Das lange vergriffene Sonderheft 411 liegt zudem jetzt als überarbeitete Neuauflage vor.

    Höhepunkt des zurückliegenden Jahres war, so Hildebrandt, das Jahrestreffen in Somaggia, Italien, bei dem die Erwartungen der 280 Teilnehmer und vieler Tagesgäste weit übertroffen wurden. Dies wurde auch durch einen langanhaltenden Beifall der Mitglieder für die Verantwortlichen deutlich.

    Letztmals fand der Unimog- und MB-trac-Teilemarkt im Herbst statt. Künftig wird er am Vormittag der Mitgliederversammlung – somit im Folgejahr am 16. Mai – stattfinden. Dies werde sicher von Mitgliedern mit weiter Anfahrt begrüßt.
    Aus beruflichen Gründen gab Johannes Behringer sein Amt als Schriftführer ab. Er versprach aber, dass dies „kein Abschied für immer“ sein werde. Als bisher jüngstes Vorstandsmitglied warb er dafür, die geplante Wissensdatenbank mit Nachdruck aufzubauen, um die im Club vorhandenen wertvollen Informationen für zukünftige Generationen zu sichern. Nach seinem Schluss „Der Unimog soll uns alle verbinden – allen soll es Spaß machen!“ erhielt er als Dank für seine bisherige engagierte Arbeit viel Beifall.

    Kassierer Claudio Lazzarini konnte von einer erfreulichen Mitgliederentwicklung berichten: Von den 6887 Mitgliedern zum Vorjahresendstand verstarben 37, 144 sind ausgetreten oder konnten nach Zahlungsaufforderung nicht ermittelt werden. 600 traten neu ein und sechs Wiedereintritte konnten verbucht werden. Damit zählte der Club zum 31. Oktober 2019 insgesamt 7312 Mitglieder – also 425 mehr als im Vorjahr! Diese verteilen sich auf 39 Länder – zwischenzeitlich sind es 40. Die Kasse wies zwar ein ausgeglichenes Ergebnis aus. Dazu hätten jedoch eine Reihe von positiven Sondereinflüssen beigetragen, weshalb Claudio Lazzarini bereits bei dieser Gelegenheit eine Erhöhung der Mitgliedsbeiträge empfahl. Von den Kassenprüfern Edgar Rost und Paul Westermann wurde eine einwandfreie Kassenführung bestätigt. Bei der Wahl des Stellvertreters wurde René Dusseldorp einstimmig wiedergewählt.

    Auch Jürgen Rüger aus Weil der Stadt, der für das Amt des Schriftführers erstmals kandidierte, erhielt alle Stimmen der anwesenden Mitglieder. Zum Amtsantritt überreichte der Vorsitzende ihm bereits ein Polohemd mit seinem Namen – sozusagen die „Dienstkleidung“.

    Die Begründung für eine vom Vorstand vorgeschlagene Erhöhung der Mitgliedsbeiträge von 35 Euro auf 45 Euro trug der Vorsitzende Rainer Hildebrandt ausführlich vor. Hierzu gab er auch einen Rückblick zur Entwicklung des Beitrags. So war der Club im Jahr 1993 mit umgerechnet 15 Euro und geringen Kosten gestartet. Bereits 1996 und 1999 erfolgten jeweils Erhöhungen um 10 Euro auf die bisherigen 35 Euro. Somit blieb der Mitgliedsbeitrag volle 20 Jahre konstant.

    Einige der Strategieprojekte seien zukünftig auch mit weiteren Kosten verbunden. Bei neun Gegenstimmen und sieben Enthaltungen wurde die Erhöhung mit großer Mehrheit beschlossen. Hildebrandt versprach, dass der Vorstand weiterhin verantwortlich und sparsam mit den Beiträgen umzugehen und die Transparenz bezüglich Einnahmen und Ausgaben – wie an diesem Tage auch wieder praktiziert – immer voll herzustellen. Nebenbei: Der Beitrag von 10 Euro für Familienmitglieder bleibt unverändert.

    Am 16. Mai wird am Vormittag auf dem Gelände des Motoballclubs Puma in Kuppenheim der Teilemarkt und ab 15 Uhr im Unimog-Museum die Mitgliederversammlung stattfinden.

    Bericht und Fotos zur Mitgliederversammlung von Michael Wessel auf www.unimog-community.de

    TERMINVORSCHAU

    • 27.02. – 01.03.2020 Messe Retro Classics, Stuttgart
    • 25.-29.03.2020 Messe Techno Classica, Essen
    • 08.-10.05.2020 Messe Motorworld Classics, Friedrichshafen
    • 15.05.2019 UCG-Regionalbeauftragten-Tagung
    • 16.05.2020 Teilemarkt und Mitgliederversammlung
    • 07.-09.08.2020 Sommertreffen UVC
    • 21.-24.08.2020 Jahrestreffen in Bahrenfleth (Schleswig-Holstein)
    • 05.-06.09.2020 Unimog- und MB-trac Feld Tage Nordhorn
    • 18.-20.09.2020 Unimog-Treffen Speikboden
    • 17.- 18.10.2020 Strandspektakel Ijmuiden (Holland)

     

  • Sensation: Höhen-Weltrekord mit Unimog in Chile auf 6.694 m geknackt

    Spektakuläre Expedition in extremen Höhen des Vulkanbergs Ojos in Chile – Daniel Müller vom Unimog-Museum ist mit dabei

    Anderthalb Jahre hat die Vorbereitung gedauert – dann startete Mitte November ein zehnköpfiges Expeditions-Team von EXTREM EVENTS – acht Männer und zwei Frauen unter Leitung von Matthias Jeschke –  nach Chile und in die Atacama-Wüste, um dort in der Umgebung des Vulkanbergs Ojos del Salado ein System von vier Notfunkeinheiten in den Höhenlagern des Berges zu installieren. Sie bestehen jeweils aus Funkgerät, leistungsstarkem Akku, Solarpowersystem, Funkrichtantenne sowie einem Außenmast mit Signallampe. Im Notfall kann später über jede der vier Einheiten eine Funkverbindung zu den drei weiteren Basislagern des Ojos del Salado hergestellt werden. Mit diesem System soll die Sicherheit sowohl für Bergsteiger als auch Wissenschaftler der Universität de Atacama, die den Vulkan und das Gletschersystem des Berges erforschen, entscheidend verbessert werden.

    Auf dem Weg zum Höhenweltrekord
    Die Herzstücke der „High Altitude Truck Expedition“ sind zwei speziell für die Expedition konfigurierte und top ausgestattete Unimog 5023, die sämtliches Expeditionsequipment: Spezialausrüstung, die vier Notfunkeinheiten, Satellitentechnik, Essensvorräte für fünf Wochen, 1.800 Liter Frischwasser, 1.500 Liter Dieselkraftstoff und 600 Liter Benzin transportieren.

    Werkstattleiter Daniel Müller
    Und hier kommt das Unimog-Museum ins Spiel. Die beiden Unimog wurden im Sommer in der Werkstatt des Museums vom Werkstattleiter Daniel Müller für die Expedition um- und ausgebaut. Und mehr noch: Daniel Müller ist als Team-Techniker bei der Expedition mit dabei.

     


    https://youtu.be/E8AZIhp-U1Y

     

    HÖHENWELTREKORD FÜR FAHRZEUGE – Unimog U 5023 klettern in Chile auf 6.694 m

    Nachdem das Expeditionsziel, die Errichtung einer Notrufeinrichtung am Ojos del Salar in Chile erreicht war, wandte sich das achtköpfige Team, zu dem auch Daniel Müller, Werkstattmeister des Unimog-Museum gehört, einem weiteren Meilenstein zu – dem Höhenweltrekord für Radfahrzeuge.

    Nach Überprüfung und Übertragung der GPS-Daten, Fotos, Videos und des Navigationsskripts sowie die Eintragung dieser Daten in Höhenkarten des Ojos del Salado, besteht kein Zweifel daran, dass es dem Team am 13.12.2019 gelungen ist, mit einem Unimog U 5023 am Ojos del Salado eine bestätigte Höhe von 6.694 m anzufahren. Das entspricht dem neuen, absoluten Höhenweltrekord für Fahrzeuge! Nie zuvor war ein Fahrzeug weltweit in größeren Höhen.

    Unmittelbar zuvor hatten beide Unimog 5023 bereits den bestehenden Truck-Höhenweltrekord auf 6.685 m verbessert. Da zuvor noch nie zwei Trucks gleichzeitig in einer solchen Höhe waren, handelt es sich dabei um einen Doppelweltrekord.

    Beide Fahrzeuge haben laut Expeditionsleiter Jeschke „die extrem steile sowie felsige Passage dank bester Technik, austariertem Schwerpunkt und genialer Reifentechnik bewältigt und das Material und  die Ausrüstung auf die enorme Höhe transportiert. Zu keinem Zeitpunkt weltweit motorisierter Höhenexpeditionen haben zwei Trucks gleichzeitig eine solche Höhe erreicht.“

    Das gesamte Team des Unimog-Museums ist stolz, aber vor allem unendlich erleichtert zu lesen und zu sehen, dass alle Teilnehmer wohlauf sind. Die Akteure werden rund um Weihnachten zurückerwartet.

    Pressemeldung des Unimog-Museums vom 13. Dezember 2019

  • Vor 50 Jahren vorgestellt: Unimog mit Lkw-Fahrerhaus

    Einen Tag vor Heiligabend 1969 wird dieser Unimog 416 mit Lastwagen-Fahrerhaus vorgestellt

    Der Versuch mit einem ganz anderen Unimog-Aussehen

    Vor 50 Jahren: Traditionsfahrzeug mit klassischem Lkw-Fahrerhaus ausgestattet

    Am 23. Dezember 1969 wurde ein ganz besonderer Unimog vorgestellt. Auf den ersten Blick sah er aus wie ein Lastwagen von Mercedes-Benz. Die Typenbezeichnung 416 war nur vom Unimog her bekannt. Über die Versuchsphase kam dieser Zwitter aber nie hinaus.

    In der Vorbereitung einer neuen Unimog-Generation waren bereits 1968 Überlegungen angestellt worden, den für Laien unvorstellbar hohen Aufwand für die Entwicklung und Legalisierung sowie die hohen Werkzeugkosten von neuen Fahrerhäusern zu vermeiden. Daher wollten die Verantwortlichen in der Entwicklung auf bereits vorhandene Fahrerhäuser aus dem Lastwagenbereich von Daimler-Benz zurückgreifen. Und somit wurden im Gaggenauer Unimog-Versuch Fahrgestelle des Unimog 416 mit dem Wörther Lkw-Fahrerhaus 314 ausgestattet. Entscheidend für die Auswahl des Lkw-Fahrerhauses 314 war dabei ursprünglich die Einschätzung, dass dieses Fahrerhaus auch eine dreisitzige Ausführung möglich machen würde. Erste Überlegungen gingen dahin, dieses Fahrerhaus als „Komfortfahrerhaus“ in die bereits vorhandene Unimog-Serie zu übernehmen, da seinerzeit die Erwartungen an den Fahrkomfort ständig gestiegen waren. Eine dreisitzige Version ließ sich jedoch bereits in der Entwicklungsphase nicht umsetzen. Aber immerhin konnten zwei komfortable Einzelsitze – auch als Schwingsitze – untergebracht werden. Ebenfalls für den Laien kaum nachvollziehbar waren die vielen Änderungen am Fahrerhaus und am Fahrgestell, die notwendig wurden, damit das Fahrzeug einen Tag vor Heiligabend 1969 der Öffentlichkeit vorgestellt werden konnte, um anschließend die Reaktion des Markts besser einschätzen zu können. Im April 1970 wurde dann ermittelt, dass für eine Serienfertigung Investitionen in Höhe von mehr als zwei Millionen D-Mark erforderlich werden und somit die Mehrkosten je Unimog 416 mit Lkw-Fahrerhaus rund 1000 DM betragen würden.

    Nur der Schriftzug UNIMOG verrät, dass es sich um ein besonderes Fahrzeug handelt

    Hans Westemeyer aus Bad Rotenfels, seinerzeit für das Thema Fahrerhäuser im Unimog-Bereich verantwortlich, erinnert sich: „Man kam nicht über das Versuchsstadium hinaus. Es zeigte sich, dass mit diesem Frontlenker-Unimog nur auf der Straße gefahren werden konnte. Ein paar Jahre lang wurde noch rumexperimentiert – eine Serienreife erreichte das Fahrzeug nicht!“ Bei der Produktionsaufnahme des Unimog im Jahr 2002 in Wörth wurden nach einer Bereinigung der Angebotspalette nur noch zwei Baureihen montiert: der Geräteträger 405 und der hochgeländegängige 437. Aufgrund der anhaltenden Nachfrage nach einem kleineren Unimog wurde dann doch ab 2007 der Leichte Geräteträger U 20 angeboten. Wegen des weiter gestiegenen Aufwands für die Entwicklung, Legalisierung und Produktion eines eigenen Fahrerhauses entschied man sich für das des in Brasilien gebauten Lkw Accelo. Nur bis 2014 war der Unimog 20 im Produktionsprogramm.

    Michael Wessel

    Badisches Tagblatt vom 23. 12. 2019

    Fotos: Daimler AG

    Ansicht der Beifahrerseite

  • Weitere Geschenktipps für den Unimog-Fan

    Zwei weitere Geschenktipps für den Unimog-Fan

    Am 27. November haben wir hier in der unimog-community bereits einige Vorschläge für Weihnachtsgeschenke für den Unimog-Fan gemacht. Hier zwei druckfrische Ergänzungen:

    101 Dinge, die man über UNIMOG wissen muss

    Das Handbuch zum UNIMOG

    Carl-Heinz Vogler

     

    Rückentext: Warum setzten die Pioniere der US-Army den deutschen Unimog ein? Wie war es möglich, den Unimog in Argentinien zu bauen? Wem ist bekannt, dass es schon vor 20 Jahren einen Unimog mit Elektro-Antrieb gab? Die technische Errungenschaft in der Entwicklung des Unimog, Rekorde, Unbekanntes, Extremes und Kuriositäten werden vorgestellt. Wagen Sie eine Reise durch die Besonderheiten und Geheimnisse aus der Geschichte der Alleskönner. Informativ und unterhaltsam erlebt man 101 Aha-Erlebnisse zum UNIMOG.

    Carl-Heinz Vogler war nach seinem Studium der Fahrzeugtechnik in Ulm ab 1974 bei der Daimler-Benz AG in Gaggenau beschäftigt. Als Konstrukteur beauftragte man ihn mit der Entwicklung des MB-trac-Fahrerhauses sowie mit Detailänderungen an den Baureihen 411, 421 und 406. Von 1993 bis 2011 war Vogler als Chefredakteur des »Unimog-Heft’l« des Unimog-Clubs Gaggenau. Er ist zudem erfolgreicher Buchautor.

    192 Seiten, ca. 120 Abbildungen, Format 12,0 x 18,5 cm, Klappenbroschur mit Fadenheftung

    14,99 €

     

    UNIMOG-Spezial des Unimog-Club Gaggenau zum

    Unimog 404.1 als Feuerlöschfahrzeug LF 8-TS

    Hans-Jürgen Schöpfer

    Werner Vögele

     

    In Zusammenarbeit zweier Unimog-Experten ist eine informative Broschüre zum Unimog 404.1 als Feuerlöschfahrzeug LF 8-TS entstanden. Und diese ist ganz sicher nicht nur für die Besitzer dieses Fahrzeugs von Interesse.

    Schöpfer befasst sich schon seit 55 Jahrzehnten mit der Feuerwehrtechnik und hat dazu mehrere Veröffentlichungen herausgebracht. Vögele interessierte sich ursprünglich auch in erster Linie für die Feuerwehrtechnik, verlagerte seinen Interessenschwerpunkt nach dem Kauf eines Unimog 404-S mit Bundeswehrkoffer aber auf das Trägerfahrzeug. Heute ist er anerkannter Fachmann für den Unimog-S.

    Im ersten Teil des Sonderheftes wird die Frage „Wie entstand der Unimog-S?“ beantworte. Dann folgt eine sehr umfangreiche Dokumentation zum Trägerfahrzeug Unimog-S. Dem sich die Beschreibung des Löschfahrzeugs LF 8-TS anschließt. Dank akribischer Kleinarbeit beider Autoren konnten die heutigen Standorte der Besitzer ausfindig gemacht und dokumentiert werden. Selbst zwei Konkurrenten und „nahe Verwandte“ mit dem Stern werden mit dem LF 8-TS verglichen. Und weil beide Autoren begeisterte Sammler von Modellen sind, ist dem Thema „Miniaturnachbildungen des LF 8-TS“ eine Seite gewidmet.

    68 Seiten, DIN A 4

    15 €

     

     

    Außerdem, wie im Newsletter Dezember bereits bekanntgemacht:

    In überarbeiteter dritter Auflage ist auch das UNIMOG-Spezial zum 411 wieder erhältlich.

    Die Links zum Bestellen sind unterstrichen.

  • Sensation zum Jahresabschluss 2019: Zwei Unimog auf dem Vulkanberg Ojos in Chile!

    Spektakuläre Expedition in extremen Höhen des Vulkanbergs Ojos in Chile – Daniel Müller vom Unimog-Museum ist mit dabei

    Anderthalb Jahre hat die Vorbereitung gedauert – dann startete Mitte November ein zehnköpfiges Expeditions-Team von EXTREM EVENTS – acht Männer und zwei Frauen unter Leitung von Matthias Jeschke –  nach Chile und in die Atacama-Wüste, um dort in der Umgebung des Vulkanbergs Ojos del Salado ein System von vier Notfunkeinheiten in den Höhenlagern des Berges zu installieren. Sie bestehen jeweils aus Funkgerät, leistungsstarkem Akku, Solarpowersystem, Funkrichtantenne sowie einem Außenmast mit Signallampe. Im Notfall kann später über jede der vier Einheiten eine Funkverbindung zu den drei weiteren Basislagern des Ojos del Salado hergestellt werden. Mit diesem System soll die Sicherheit sowohl für Bergsteiger als auch Wissenschaftler der Universität de Atacama, die den Vulkan und das Gletschersystem des Berges erforschen, entscheidend verbessert werden.

    Auf dem Weg zum Einsatzort

    Die Herzstücke der „High Altitude Truck Expedition“ sind zwei speziell für die Expedition konfigurierte und top ausgestattete Unimog 5023, die sämtliches Expeditionsequipment: Spezialausrüstung, die vier Notfunkeinheiten, Satellitentechnik, Essensvorräte für fünf Wochen, 1.800 Liter Frischwasser, 1.500 Liter Dieselkraftstoff und 600 Liter Benzin transportieren.

    Werkstattleiter Daniel Müller

    Und hier kommt das Unimog-Museum ins Spiel. Die beiden Unimog wurden im Sommer in der Werkstatt des Museums vom Werkstattleiter Daniel Müller für die Expedition um- und ausgebaut. Und mehr noch: Daniel Müller ist als Team-Techniker bei der Expedition mit dabei.

    Nach allmählicher Akklimatisation von 3.500 bis auf 6.100 Metern und Installation der ersten drei Einheiten ist es dem achtköpfigen Kernteam am 7. Dezember gelungen, das Höhenlager Amistad auf 6.100 Metern mit beiden Unimog 5023 zu erreichen und am Folgetag dort die vierte und letzte Notfunkeinheit einzurichten.

    Beide Fahrzeuge haben laut Expeditionsleiter Jeschke „die extrem steile sowie felsige Passage dank bester Technik, austariertem Schwerpunkt und genialer Reifentechnik bewältigt und das Material und  die Ausrüstung auf die enorme Höhe transportiert. Zu keinem Zeitpunkt weltweit motorisierter Höhenexpeditionen haben zwei Trucks gleichzeitig eine solche Höhe erreicht.“

    Zurzeit ist das Expeditionsteam dabei, ein Höhenlager auf 6.400 Meter direkt am Gletscherrand des Ojos del Salado zu errichten, denn ein vierköpfiges Team von Wissenschaftlern der Universität de Atacama  wird erwartet. Gemeinsam mit ihm wird man zur Entnahme von Gesteinsproben in den Hauptkrater vorstoßen.

    Das Team ist laut Matthias Jeschke „wohlauf, hochmotiviert und trotz Kälte, Sand, Eis und extrem dünner Luft voll fokussiert, denn sämtliche Technik funktioniert bisher einwandfrei, die Fahrzeuge in Kombination mit den Reifen und Aufbauten sind eine wahre Freude im extremsten möglichen off-road Einsatz.“

    Das gesamte Team des Unimog-Museums ist stolz, aber vor allem unendlich erleichtert zu lesen und zu sehen, dass alle Teilnehmer wohlauf sind. Die Akteure werden vor Weihnachten zurückerwartet.

    Pressemeldung des Unimog-Museums vom 13. Dezember 2019