Herzlich willkommen

Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#168811
Habe heute nach ca 50Km fahrt eine Vollbremsung machen müssen, kurz darauf habe ich bemerkt, daß ich am linker Vorderrad fast keine Bremswirkung mehr habe! Konnte jetzt leider nicht nachschauen, zum glück hatte ich nur noch 10 Km bin nach hause!

Hat jemand ein Tip, was das sein könnte? Mein erster Gedanke, war, daß der Bremsbelag abgerissen ist, aber wo sollte er denn hin???

Bin für alle tips und vermutungen offen!
#168887
So, jetzt habe ich mal die Trommel runtergemacht und ein schock bekommen! Der komplette Belag hat sich zerbröselt, nur noch kleine Splitter in der Trommel gefunden und die Nieten haben sich schon in der Trommel verewigt!!! kotz!
Jetzt muß ich mal jemanden suchen, der mir die Trommeln ausdrehen kann und auch dann die Bremsbeläge anpassen! (Wie heißt das eingentlich richtig?)

Werde jetzt sicherheitshalber alle Beläge wechseln!
#168891
Hallo Marco,

wenn Du die ganze Sache (jemand fürs Trommelausdrehen, jemand fürs belegen der Bremsen suchen) nicht selbst in die Hand nehmen willst,

dann geh zu einer LKW-Werkstatt, bzw. Landmaschinenwerkstatt, die können das machen.

Je nachdem wie weit die Trommel ausgedreht wird muß Du auf die richtige Stärke des neuen Belags achten.

Wenn man's ganz richtig machen will, müßen die Beläge nach dem montiren abgedreht werden.

Grüße
Hans-Josef
#168984
Anmerkungen und Vorschläge:

Hallo Marco.
Das ist meines Erachtens ein Nachteil von genieteten Belägen. ......und weiter, wenn zum Vernieten, Stahlnieten genommen werden.
Bei Kupfernieten gibts beim Brechen der Belege auch nicht solche tiefen Einkerbungen in der Bremstrommel, wenn da mal so genietet wurde, daß der Belag beim Vernieten mit zuviel Gewalt dann Risse bekommt. Sollte ein Bremsbelag beim Vernieten -egal mit welchen Nieten- Risse bekommen, würd ich mich saumäßig ärgern, Geld aufschütteln: aber immer einen neuen Belag nehmen, solange ich das richtige Vernieten gelernt habe, oder zum Bremsendienst gehen.
Marco: bei deiner Bremstrommel würd ich je nach Abnutzungsbild-/Marken überlegen, ob wirklich ausgedreht werden muss. Vielleicht reicht es, die "Erhebungen" der Nietenspuren/Krater mit Schmirkel abzuschleifen, Sicherlich bremsen in den vertefungen die Beläge nicht mehr, aber das wird in der Gesamtfläche bestimmt nur um die 2-3 % weniger ausmachen. Das ist bestimmt weniger an Bremswirkung, wie schlecht nachgestellte Bremsen, bei denen vielleicht eh nur 60 bis 70% des Bremsbelages an der Trommel anliegt. (Aber das soll der Bremsendienst/Fachmann selber entscheiden). Voraussetzung ist lantürnich, daß sich der Belagträger nicht schon in die Trommel großflächig hineingeschafft hat. !
Im Prinzip müssen ja beide Trommel und Belagsätze ausgetauscht/ausgedreht/bearbeitet werden, damit das Fahrzeug nicht "im Kreis bremst", also "einseitig bremst".

Mit geklebten Belägen kann das alles nicht passieren, nach meiner Erfahrung.

@-->> hjm=Hans-Josef:
Mit dem Abdrehen neuer Bremsbeläge ist es ja auch etwas kribbelig: Im Prinzip müssen die Bremsbacken mit den neuen Bremsbelägen MIT der Ankerplatte zur richtigen Positionierung selbiger eingespannt werden, die Rückholfedern durch zB. stabilen Schweissdraht arretiert werden, damit sie nicht durch die Zentrifugalkraft der Drehbank auseinander gedrückt werden. Ich kenne das nur von der Überholung von Seilzug-Trommelbremsen von Motorrädern, bei denen ich dieses schon gemacht habe.
Aber ne Ankerplatte von einer hydraulischen Bremse (mit Bremskolben usw.) in das Drehbankfutter einzuspannen ???
Leichter würds nach meiner Vorstellung -mit der Anpassung neuer Beläge an eine ausgedrehte Trommel- gehen, wenn der Neubelag abgeschliffen wird, aber das Verfahren kenne ich nicht, wird es aber sicher geben, aber wiederum nur beim Bremsendienst/-Überholer.

Bei unseren Motorradbremsen haben wir immer sog. "weiche Beläge" aufkleben lassen. Diese nutzen sich zwar schneller ab, aber bremsen eben doch besser, als zu harte Beläge, die zwar ewig halten, wenig Bremswirkung haben, recht schnell "verglasen" und dann noch weniger Bremswirkung haben.

Vielleicht helfen meine hier schriftlich, gebremsten Ergüsse etwas.

Bin auch mal gespannt auf weitere Erfahrungen/Hinweise der anderen Forenmitglieder.

Herzliche Grüsse
WolFgang

PS: Bitte jetzt keine Hinweise mit dem Zeigefinger: An Bremsen nur Fachleute dran lassen......... wissen wir alle. !
Aber nach meinen Bremsenüberholungen bin ich immer gut gefahren und gut gebremst. :)
#169001
Beläge kleben, davon habe ich noch nichts gehört! Wie geht das? Hält das der kleber überhaupt aus?
Und noch ne Frage, gibt es unterschiedliche Bremsbelagshärten für den unimog? Klar würde ich dann die Weicheren nehmen, habe aber davon auch noch nie was im Unimogbereich gehört!!!

Ich lasse mir gerade mal ein paar Angebote machen und werde ihn dann zum LKW-Werkstatt stellen, da arbeiet mein Nachbar und der kennt isch mit "Oldies" aus!
#169007
Hallo,
Mit geklebten Belägen kann das alles nicht passieren, nach meiner Erfahrung.
Sowas gibt's allerdings für den 406er nicht...
Mit dem Abdrehen neuer Bremsbeläge ist es ja auch etwas kribbelig: Im Prinzip müssen die Bremsbacken mit den neuen Bremsbelägen MIT der Ankerplatte zur richtigen Positionierung selbiger eingespannt werden, die Rückholfedern durch zB. stabilen Schweissdraht arretiert werden, damit sie nicht durch die Zentrifugalkraft der Drehbank auseinander gedrückt werden. Ich kenne das nur von der Überholung von Seilzug-Trommelbremsen von Motorrädern, bei denen ich dieses schon gemacht habe.
Aber ne Ankerplatte von einer hydraulischen Bremse (mit Bremskolben usw.) in das Drehbankfutter einzuspannen ???
Wer spricht von einer Drehbank? Für LKW gibt es Vorrichtungen, die z.B. an der Radnabe befestigt werden und die Bremsbeläge in eingebautem Zustand (ohne Bremstrommel) abdrehen. Genau sowas braucht man auch, um die Beläge des 406ers abzudrehen.
Bei unseren Motorradbremsen haben wir immer sog. "weiche Beläge" aufkleben lassen. Diese nutzen sich zwar schneller ab, aber bremsen eben doch besser, als zu harte Beläge, die zwar ewig halten, wenig Bremswirkung haben, recht schnell "verglasen" und dann noch weniger Bremswirkung haben.
Auch das gibt es m.W. für den 406er nicht, es gibt nur unterschiedliche Dicken, je nach Ausdrehzustand der Trommeln.

Gruß,
Michael
#169008
So, jetzt hat es mich fast vom Hocker gehauen!

Laut MB gibt es zur Zeite keine Beläge in Übermaß mehr!!!

Und die wollen mit ausdrehen 1750Euro und meit neuen Trommeln 2300 Euro, dabei wird die komplette Bremse Achsseitig überholt!!!
Habe gedacht die Spinnen!

Die WLZ will fast das gleiche 1500/ 2100Euro!

Die LKW-Service will 1050/ 1600 Euro haben!

Ich habe so mit 500/ 1000 Euro gerechnet! Alle sagen, daß sie zwischen 7 und 12 Stunden brauchen und dann noch Material, Bremsflüssigkeit wechseln und so! Übermaß beläge zu bekommen ist schwer und es gibt scheinbar fast niemand mehr, der Trommeln ausdrehen kann!!!

Was sagt Ihr dazu?
#169060
Hallo Marco und Michael.

Über die Preise bin ich baff erstaunt, das gibts wohl wirklich nicht.

An Deiner Stelle Marco, würde ich mal wegen der Bremsbeläge (kleben usw.) bei Medidenta Schramm in Oberursel anrufen, wir hatte vor einigen Tagen den Hinweis auf die Firma, als es sich um die Anfertigung von Bremsleitungen handelte, Name des Thread muss ich suchen, auch nach der korrekten URL.
Besagter Herr Schramm hatte alle unsere (Motorrad-Bremsbeläge angefertigt + geklebt.) Falls es nötig war, haben wir sie selber auf der Drehbank abgedreht. Wenn ich mich noch recht erinnere, wurden zB. Bremsbelagstreifen (weiche) genommen, die auch bei Aufzügen eingesetzt werden. Solche gibt es auch in unterschiedlichen Stärken. Es ist ein Telefongespräch wert, mit Herrn Schramm abzusprechen, wie weit, zu welchen Kosten er die Beläge bearbeiten (abfräsen, neue anpassen, kleben usw.), wenn ihm die alten Bremsbacken angeliefert werden. (Nebenbei, gibt es keine kompletten, fertigen Bremsbacken bei Benz´ens ???)
Für Bremsbeleg-Band fällt mit stichwortartig noch "Ferodo green" ein, selber mal nach Ferodo googeln, anfragen usw.
Ich würde doch mal messen, wie tief sich die Nieten in die Trommel eingefressen haben.... warum, habe ich bereits oben beschrieben.....

Vielleicht mache ich den Fehler eines "Fachkundigen", der so etwas eben selber macht, der die entsprechende Werkstattausrüstung hat, und bereits einige viele Bremsen mit Erfolg überholt hat, und ich kann mich relativ schlecht in Jemanden hinein versetzen, der nicht so sehr "schrauberisch begabt" ist, oder sich bestimmte Arbeiten am Fahrzeug nicht zutraut.

Nebenbei: auch Scheibenbremsbeläge sind "nur" geklebt.

---->> @ --> Michael: ich schrieb ja, daß WIR sie mit der Ankerplatte auf der Drehbank abgedreht haben. Ob es bei hydraulischen Bremsen auch so gemacht wird, habe ich ja selber etwas "in Frage" gestellt und sagte, daß es am PKW, LKW, NuFa usw. wahrscheinlich anders gemacht wird, ich es aber nicht weiss. So wie Du es beschreibst, erscheint es mir sinnvoll und einfach.


Anbei mal Bilder, von zB. geklebten Bremsbelägen, von KFZ hab ich gerade keine greifbar. Die Bilder habe ich für ein Motorradforum geknipst, wo ich die Überholung und Verbesserung einer Hinterradbremse beschrieben habe, die Bildkommentare sind in diesem Zusammenhang nicht passend. Diese Bremse soll das Motorrad aus ca. 160 bis 180 km/h noch sicher abbremsen, und das nur mit Gestängebetätigung und Fußkraft.

So schnell fährt der Mog sicherlich nicht. Gut, er hat oft noch etwas mehr an Last abzubremsen, aber dafür ist ja die Bremsbelagfläche usw größer dimensioniert und hydraulich unterstützt.

Grüsse
WolFgang
Dateianhänge:
Belaege.jpg
Belaege.jpg (83.98 KiB) 2767 mal betrachtet
Anschraegen-und-Nocken.jpg
Anschraegen-und-Nocken.jpg (96.38 KiB) 2769 mal betrachtet
#169073
guten abend Marco,
mit dem ausdrehen der bremstrommeln kann ich dir keine empfehlung geben, wohl aber zu den bremsbelägen.Wenn du dich nicht scheust, deine bremsbacken grob gesäubert in ein (hermes) paket zu packen, könnte ich dir folgende firma in Eisenach /Thüringen nennen.
Fa . Klaus Röhler Klebetechnik tel. 03691 891054. Diese fa. arbeitet akkurat die bremsbacken auf, d.h. strahlen, lackversiegeln und beläge aufkleben. Was ich dort sah reicht vom mofabelag bis zur dicksten trommelbremse an lkw.
Ebenso kupplungsscheiben und was weiß ich sonst noch.
Viel meiner freunde haben reihenweise für ihre mogs , mich eingeschlossen, dort ihre bremsen belegen lassen. Ich habe, glaube ich ,für den 411 6mm bestellt. Er hat auf alle fälle unterschiedliche belagstärken zur auswahl.
Mit einer empfehlung von mir kannst du ja mal einen tel. anruf dort investieren und damit schon ein problem lösen.
mfg
#169113
So, also ich habe mir ide Orginal Beläge von Mercedes besort! Trommeln, gab es gleich auch dazu! Habe festgestellt, das ein Radbremszylinder komplett nass war und die beiden hinteren leicht schwitzen! Also gleich nicht lange rummachen und vier neue Bradbremszylinder bestellt!
Wenn man so unter Mog liegt habe ich auch festgestellt, daß meine Spurstange etwas verbogen und die Köüfe ausgeschlagen sind! Kotz! Also die auch noch dazubestellt! Das wird teuer!!!
#169928
So, ich schon wieder!
Nun habe ich alles montiert und bin auch mal ein paar km gefahren, aber ich habe immernoch fast keine Bremsleistung!
Wir haben jetzt fast schon 10 mal entlüftet, mit entlüftungsgerät, dabei ist beim anschließen gleich mal der Voratsbehälter ein Leck gewesen, oben ist aber nie aufgefallen, jetzt kam aber bremsflüssigkeit raus!

Was acu komisch ist, daß eim ersten auf die Bremsetreten, das Pedal ohne problem durchtretbar ist und beim zweiten, dritten, vierten mal es immer fester und besser wird! Aber gute Bremsleistung geht nicht! Was kann das sein, denke, daß keine Luft mehr im System ist! Kann das der HBZ sein???

Bin langsam am verzweifeln, auch meine Bekannt und LKW-Schrauber zucken nur noch mit der Achsel!
#170024
Hallo Marco,

was für ein Baujahr ist Dein 406er ? 1-Kreis- oder 2-Kreisbremsanlage ? Sitzt der Bremskraftverstärker oben im Motorraum oder unten im Rahmen ? Wie hoch geht im Kombiinstrument der rote Zeiger, wenn Du voll auf die Bremse trittst ? Wenn Steuerdruck nur 4,8 bar, grüner Umschalthahn am Fahrzeugheck steht dann auf Anhängerbetrieb. Sind die Bremsschläuche in Ordnung ? Betriebs- und Feststellbremse richtig eingestellt (Spaltmaß, Bremsbacke, Bremstrommeln) ? Wenn das alles in Ordnung ist, Hoch- und Niederdruckprüfung der hydraulischen Bremsanlage durchführen. Könnte sein, dass das "Bodenventil" Vorduck nicht hält. Sollte ca. 1 - 1,5 bar sein. Bei der Hochdruckprüfung sieht man auch, ob der Hauptbremszylinder seinen Druck hält.

Gruß
Franz
M130 Umbau / wieder mal ein neuer Thread...

Hallo Helmut, der 1 Vergaseransaugkrümmer w&[…]

Hallo Ulli, dem Bild nach hast Du das moderne K&uu[…]

Getriebe Ueberholen

Hallo zusammen, Nun mal die Wellen, Zahraeder, Syn[…]

Hallo Helmut Ja, auch diese kleinere technische Ma[…]