Anmerkungen und Vorschläge:
Hallo Marco.
Das ist meines Erachtens ein Nachteil von genieteten Belägen. ......und weiter, wenn zum Vernieten, Stahlnieten genommen werden.
Bei Kupfernieten gibts beim Brechen der Belege auch nicht solche tiefen Einkerbungen in der Bremstrommel, wenn da mal so genietet wurde, daß der Belag beim Vernieten mit zuviel Gewalt dann Risse bekommt. Sollte ein Bremsbelag beim Vernieten -egal mit welchen Nieten- Risse bekommen, würd ich mich saumäßig ärgern, Geld aufschütteln: aber immer einen neuen Belag nehmen, solange ich das richtige Vernieten gelernt habe, oder zum Bremsendienst gehen.
Marco: bei deiner Bremstrommel würd ich je nach Abnutzungsbild-/Marken überlegen, ob wirklich ausgedreht werden muss. Vielleicht reicht es, die "Erhebungen" der Nietenspuren/Krater mit Schmirkel abzuschleifen, Sicherlich bremsen in den vertefungen die Beläge nicht mehr, aber das wird in der Gesamtfläche bestimmt nur um die 2-3 % weniger ausmachen. Das ist bestimmt weniger an Bremswirkung, wie schlecht nachgestellte Bremsen, bei denen vielleicht eh nur 60 bis 70% des Bremsbelages an der Trommel anliegt. (Aber das soll der Bremsendienst/Fachmann selber entscheiden). Voraussetzung ist lantürnich, daß sich der Belagträger nicht schon in die Trommel großflächig hineingeschafft hat. !
Im Prinzip müssen ja beide Trommel und Belagsätze ausgetauscht/ausgedreht/bearbeitet werden, damit das Fahrzeug nicht "im Kreis bremst", also "einseitig bremst".
Mit geklebten Belägen kann das alles nicht passieren, nach meiner Erfahrung.
@-->> hjm=Hans-Josef:
Mit dem Abdrehen neuer Bremsbeläge ist es ja auch etwas kribbelig: Im Prinzip müssen die Bremsbacken mit den neuen Bremsbelägen MIT der Ankerplatte zur richtigen Positionierung selbiger eingespannt werden, die Rückholfedern durch zB. stabilen Schweissdraht arretiert werden, damit sie nicht durch die Zentrifugalkraft der Drehbank auseinander gedrückt werden. Ich kenne das nur von der Überholung von Seilzug-Trommelbremsen von Motorrädern, bei denen ich dieses schon gemacht habe.
Aber ne Ankerplatte von einer hydraulischen Bremse (mit Bremskolben usw.) in das Drehbankfutter einzuspannen ???
Leichter würds nach meiner Vorstellung -mit der Anpassung neuer Beläge an eine ausgedrehte Trommel- gehen, wenn der Neubelag abgeschliffen wird, aber das Verfahren kenne ich nicht, wird es aber sicher geben, aber wiederum nur beim Bremsendienst/-Überholer.
Bei unseren Motorradbremsen haben wir immer sog. "weiche Beläge" aufkleben lassen. Diese nutzen sich zwar schneller ab, aber bremsen eben doch besser, als zu harte Beläge, die zwar ewig halten, wenig Bremswirkung haben, recht schnell "verglasen" und dann noch weniger Bremswirkung haben.
Vielleicht helfen meine hier schriftlich, gebremsten Ergüsse etwas.
Bin auch mal gespannt auf weitere Erfahrungen/Hinweise der anderen Forenmitglieder.
Herzliche Grüsse
WolFgang
PS: Bitte jetzt keine Hinweise mit dem Zeigefinger: An Bremsen nur Fachleute dran lassen......... wissen wir alle. !
Aber nach meinen Bremsenüberholungen bin ich immer gut gefahren und gut gebremst.

Was ist Theorie: Wenn man alles weiss, aber nichts funktioniert.
Was ist Praxis: Wenn alles funktioniert, und keiner weiss warum.
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