Aufarbeitung Luftkraftheber

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

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Aufarbeitung Luftkraftheber

Beitragvon Lukaffe » 06.12.2017, 19:39

Hallo Unimog Gemeinde,

nachdem ich schon länger hier immer mitlese habe mich heute in diesem tollen Forum angemeldet, meine Name ist Frank und ich bin seit diesem Jahr Besitzer von einem 411er Baujahr 56.
Im Moment möchte ich die Luftzylinder der Heckkraftheberanlage aufarbeiten. Habe diese mal komplett zerlegt, innen leider etwas Rost, möchte auch die Kolben zerlegen um diese sauber entrosten zu können, dazu hätte ich ein paar Fragen.
Wie lässt sich die Schubstange aus dem Kolbenboden entfernen? Das was auf dem Foto aussieht wie ein normaler Inbuss ist sehr groß (müsste dann ein 28er Inbuss sein) und schräg. Habe mal mit entsprechendem Sechskant versucht aber da tut sich nichts (rutscht wegen der Schräge auch sehr leicht raus).
Ist das Gummi nur drübergestülpt und sitzt in einer Nut?
Ich hoffe es kann mir jemand bei meinem Problemchen helfen.

Schöne Grüße
Frank
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Re: Aufarbeitung Luftkraftheber

Beitragvon wwelle » 06.12.2017, 23:30

Hallo Frank,
stell mal ein paar Bilder hier ein, das hilft uns und dir weiter.

gruß Wolfgang
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Re: Aufarbeitung Luftkraftheber

Beitragvon Lukaffe » 07.12.2017, 10:17

Hallo Wolfgang,

sollte ursprünglich schon mit ran, hat aber offensichtlich nicht geklappt, ich versuchs noch mal
5074
Kolbenboden Luftzylinder HKH mit großem Sechskant
5075
Kolben mit Stange, diese möchte ich gerne demontieren weil innen auch Rostansatz zu erkennen ist.

Gruß Frank
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Re: Aufarbeitung Luftkraftheber

Beitragvon wwelle » 08.12.2017, 01:51

Hallo Frank,

hmmm…scheint so dass du dazu nicht viel Hilfe hier erwarten kannst weil die Luft-Version eben nicht so gängig bzw. verbreitet ist, 411er hat auch nicht jeder rumstehen.
Ich bin von der 406er Fraktion mit Hydraulik HKH und hab die Aktion gerade hinter mir bzw. bin noch dran, das stellt sich am Samstag raus wenn ich Druck drauf gebe.
Also erstmal würd ich abchecken ob du noch Dichtungen bekommst bevor du weiter machst. Kannst auch den Hersteller kontaktieren, der müßte auf dem Zylindergehäuse stehen.
Ist das auf dem 1. Bild die Unterseite vom 2. Bild ?
Die Inbusschraube muss nicht zwingend was zu tun haben mit der Befestigung der Kolbenstange, die kann auch Fertigungsbedingt begründet sein…?
Warum hängt die Kolbenstange schräg im Rohr ? ist die schon lose ?
Da ist eine Schlüsselweite unterhalb dem Gewinde…hast du schon mal mit ausdrehen versucht ?
Für mich jetzt schwierig das zu beurteilen alles, ist immer einfacher wenn man es in den Fingern hat.
In solchen Fällen hilft ein Werkstatthandbuch immer ein Stück weiter, da sind meist Schnittzeichnungen drin, ist zwar nicht ganz billig aber
langfristig gesehen, und so muß man einen Unimog sehen, empfehlenswert.
Bleib an der Sache dran, es gibt immer einen Weg, beim Unimog schrauben dauert der halt etwas länger meist.
Berichte hier deinen Fortschritt, da provitieren dann wieder andere davon.

Gruß Wolfgang
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Re: Aufarbeitung Luftkraftheber

Beitragvon UFH » 08.12.2017, 10:12

Ja die Innensechskant muss los und Dichtungen gibt's bei mogparts, aber anscheinend sind die nicht passgenau. Ich würde die dichtlippe erstmal auf Beschädigungen überprüfen und den Zylinder innen wieder herrichten und dann sehen wie sich das ganze verhält, oftmals liegt die Undichtigkeit eher am Zylinderkopf die Manschette ist relativ unempfindlich, wenn nicht allzu oft über die rostnarben gequält.
Viele liebe Grüße Hannes
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Re: Aufarbeitung Luftkraftheber

Beitragvon Lukaffe » 08.12.2017, 11:02

Hallo Hannes,
vielen Dank für Deine Rückmeldung, werde dann mal den Kolben irgendwie fixieren ohne ihn zu beschädigen und dann sollte ich mit einem entsprechenden Hebel die Schrauben rausgekommen. Die Dichtungen sind noch recht gut, zumindest nicht beschädigt, sicher aufgrund des Alters nicht mehr so flexibel wie neue. Den Zylinder muss ich in jedem Fall aufarbeiten, da komm ich an Füllern und Schleifen bis er wieder schön glatt ist nicht dran vorbei.
@Wolfgang, die Stange ist in dem Boden drehbar und schwenkbar gelagert, arbeitet ja nur auf Druck und da der Zylinder fix im Rahmen sitzt muss sich die Stange etwas schwenken können. Auf dem Gewinde wird der Gabelkopf aufgeschraubt, dazu die Schlüsselfläche an der Stange.

Gruß Frank
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Re: Aufarbeitung Luftkraftheber

Beitragvon Lukaffe » 09.12.2017, 18:11

Hallo,
hab heute mal den Kolben weiter zerlegt, mit warmmachen und überzeugenden Hammerschlägen haben sich die Muttern dann doch lösen lassen, die Einzelteile werden jetzt entrostet und anschliessend werde ich sie wieder verzinken, dass sollte dann wieder lange genug halten dass man sich nicht mehr damit beschäftigen muss.
5081
Lösen der Schraube mit Gegenhalter (Abzieher)
5082
Einzelteile des Kolbens mit Schubstange

Gruß Frank
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Re: Aufarbeitung Luftkraftheber

Beitragvon Lukaffe » 23.12.2017, 23:39

Hallo,

im Moment geht es mit meinen Luftzylindern leider nicht weiter, die Töpfe sind beim Schlosser meines Vertrauens und leider warte ich seit knapp zwei Wochen dass er mir eine Kleinigkeit dran macht.
In der Zwischenzeit habe ich mir die Hubwelle und die Umlenkhebel zu dem Heckkraftheber besorgt, die Umlenkhebel habe ich annfangs für eingelaufen gehalten, bei näherer Betrachtung ist das was so aussieht aber gleichmässig an beiden eingelaufen und auch rund. Hätte auch wenig Sinn gemacht eine so lange Welle nur auf 40mm tragend zu bauen. Verschleiß an Wellen ist ja auch selten ganz gleichmässig, bei dieser Belastungsart schon gleich gar nicht zu erwarten.
5107
Leider fehlen mir die Lager/Lagerflansche in der diese Umlenkhebel im Rahmen gelagert werden. Wie waren diese im original gebaut, Stahl auf Stahl (die Welle ist gehärtet), Stahl in Buchse aus Lagerbronze? Wie war die Schmierung realisiert (Fettfüllung im dünneren Bereich)?
Die Welle hat einen Durchmesser von 40mm (dünnerer Bereich etwa 39mm), die Buchse im Rahmen hat 52mm im Durchmesser und auf der Aussenseite sind zwei Gewinde, vermutlich wird hier der Flansch angeschraubt.
5108
Vielleicht hat jemand Bilder von diesen Lagerflanschen oder kann mir sagen wie diese Konstruktion mal ausgeschaut hat, im Werkstatthandbuch oder Ersatzteilliste habe ich nichts gefunden (wenn es doch was gibt, evtl. BuchundBild bin ich auch für Hinweise dankbar).

Schöne Grüße
Frank
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Re: Aufarbeitung Luftkraftheber

Beitragvon LK421 » 24.12.2017, 02:45

Hallo Frank,

Ich habe nür die buchse von ein 401 die sind fast gleich aber 2 schrauben stat einer wie 411.

Grusse Leo
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Re: Aufarbeitung Luftkraftheber

Beitragvon UFH » 24.12.2017, 11:29

Und halt 2 mal m8 statt einmal m10.

Hallo Frank, ich denke schon das wenn man nicht die 100% Orginalität braucht mit den Buchsen von Leo zurecht kommt.
Das Prinzip ist Stahl auf Stahl bzw Guss. Die dünnere Stelle ist der Raum für Fett zur Schmierung. Das was dein 411 im Rahmen hat, hatte jeder 411 bis 61 im Rahmen. Es ist die Öffnung für die von Leo gezeigte Buchse. Du wirst an der Außenseite des Rahmens auch eine Bohrung mit 10 finden die die nachher eingepresste Buchse hält.
Viele liebe Grüße Hannes
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Re: Aufarbeitung Luftkraftheber

Beitragvon Lukaffe » 24.12.2017, 12:42

Hallo Leo, Hallo Hannes,

vielen Dank für Eure schnellen Rückmeldungen, so in etwa habe ich mir das auch vorgestellt. Lagerung scheint ja relativ einfach gelöst zu sein, könnte man nachbauen.
@Leo, auf den Bildern von Dir sind zwei Bolzen mit Kugelkopf(?) zu sehen, welche Funktion haben diese? Solltest Du die Lager übrig haben, ich hätte Interesse, sag mir Bescheid.
@Hannes, mein 411.110 ist etwas jünger als Deiner, Baujahr 56, in meinem Rahmen sind noch 2 Gewinde zur Befestigung, passen vermutlich die Lager vom 401, die Änderung wurde scheinbar erst später gemacht.
Bezüglich der Originalität kann ich an der Stelle schon Abstriche verkraften, die Aufhängung meiner Heckseilwinde ist auch ein Nachbau, diese muss ich jetzt dann eh neu machen lassen, die Lagerung der Hubwelle muss da ja auch noch dran. Die Gabel für den hinteren Querlenker habe ich so auch noch nicht gesehen, kennt das jemand so, Original oder auch ein Nachbau?
5109

Schöne Grüße Frank
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Re: Aufarbeitung Luftkraftheber

Beitragvon Lukaffe » 24.12.2017, 14:37

Hallo Leo,
die Frage zu den Kugelköpfen zieh ich zurück, hab‘s jetzt erkannt, das sind Schmiernippel 90Grad abgewinkelt, das macht Sinn.

Gruß Frank
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Re: Aufarbeitung Luftkraftheber

Beitragvon LK421 » 24.12.2017, 15:25

Hallo Hannes und Frank,

App mich dan erst statt hier zu schreiben :? :mauer :spitze

Die waren nicht zu verkaufen es war nür ein vorbild wie muss ich ein bild von die buschen von ein 411 schicken wenn ich die nicht habe, ich habe nicht geschriebe
'FRANK NIM DIESE KAUF DIE!!'

Ist nur ein vorbild wie die aussehen da die 90% gleich sind so das Frank ein idee hat ist doch nicht so kompliziert.

Aber ich finde es fremd das frank sagt das er 2 schraube locher hat und ein jungere 411 hat dan dich soll das dann doch passen??


Grusse

Leo
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Re: Aufarbeitung Luftkraftheber

Beitragvon LK421 » 24.12.2017, 15:37

Oh jah Hannes,

Wir mussen eigentlich noch ein mal ein thema Luftheckrafthebers machen mit alle unterschieden und ausfurhringen da es jede 2 jahre
unterschieden gab.
Selbst der 411 hat minimal 2 unterschiedliche.

Grusse Leo
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Re: Aufarbeitung Luftkraftheber

Beitragvon Lukaffe » 24.12.2017, 18:02

Hallo Leo,

sorry für das Mißverständnis, ich habe Deinen Post nicht so verstanden das Du nur geantwortet hast weil Du mir etwas verkaufen möchtest. Das Bild ist in Ordnung und ausreichend die selber nachzubauen, hätte mir das selber bauen aber gespart wenn ich welche kaufen könnte.
Sollte ich gegen die Nettikette verstoßen haben, bitte ich ausdrücklich um Entschuldigung und Danke nochmal für die Bilder.

Schöne Grüße und frohe Weinachten Frank
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