Hauptbremszylinder am 411

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

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Hauptbremszylinder am 411

Beitragvon Murgtäler » 28.02.2019, 19:37

Hallo Hallo.

Ich habe immer noch Probleme mit der Bremse vom 411er.

Also ich habe die Beläge neu , Bremszylinder neu, Hauptbremszylinder von einer Fachwerkstatt überholen lasse.
Alles Entlüftet, zum Xten mal.
Wenn ich stärker bremsen muss geht das Bremspedal fast auf Anschlag Bodenblech.
Die Bremswirkung ist auch sehr mager.
Ich habe keinen blassen Schimmer mehr was das noch sein könnte.
Leitungen und Rohre sind soweit ich sehen kann auch in Ordnung.
Ich habe langsam den Verdacht das die irgend was falsch zusammengebaut haben am Hauptbremszylinder.

Wer von euch kennt des Rätzels Lösung??? Ich auf jeden Fall nicht :twisted: :twisted:
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Re: Hauptbremszylinder am 411

Beitragvon tkw » 28.02.2019, 21:23

Hallo Murgtaler,

Das hatte ich auch schon an meinem 411, und an dem vom Nachbarn.

Bremsbeläge hatten zuviel Abstand zu der Bremstrommel.

Und Luft in den Bremsleitungen. Problem sind die verlegten Leitungen. Diese machen oft einen Bogen nach oben. Das gibt dann oft eine Luftsack. Der lässt sich nicht immer so einfach beim entlüften Richtung Radbrems Zylinder drücken.

Viel und lange entlüften zu zweit hat bei mir dann zum Erfolg sprich, richtig gute Bremsleistung mit wenig absinkenden Bremspedal geführt.

Gruß Thomas
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Re: Hauptbremszylinder am 411

Beitragvon Murgtäler » 28.02.2019, 22:34

Hallo.
Das was du alles gemacht hast habe ich leider auch schon hinter mir.
Ich habe keine Luft mehr drinn.Insgesamt habe ich bestimmt schon 10 Liter durchgejagt.
Und die Beläge sind angelegt,da geht nur noch fest.

Gruß
Markus :mog4 :mog3
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Re: Hauptbremszylinder am 411

Beitragvon Alteisen » 01.03.2019, 01:05

Servus Markus!

Zum Zusammenbau deines Hauptbremszylinders lässt sich aus der Entfernung logischerweise wenig sagen.
Beim auseinandernehmen hab ich mir damals einige Fotos gemacht, um dann den vorherigen Zustand wiederherstellen zu können.
Wenn du Luft im System ausschließen kannst, geben möglicherweise die vorhandenen flexiblen Bremsschläuche unter Druckbelastung nach, und weiten sich aufgrund des Alters etwas aus??

Gruß
Norbert
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Re: Hauptbremszylinder am 411

Beitragvon tkw » 01.03.2019, 14:18

Hallo Markus,
Hallo Norbert,

Sorry die Schläuche hatte ich vergessen. Diese sind von mir näturlich gewechselt worden und sind neu.

Wie sieht es mit dem Spiel zw. Pedal und dem Bolzen den Bremszylinders aus.

Wie weit muss du das Pedal treten, bis eine beginnende Bremswirkung eintritt?

Am besten das kleine Fahrzeug alle vier Räder aufbocken, und eine 2. Person die Räder drehen lassen und dann beginnen zu bremsen....
Gruß Thomas
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Re: Hauptbremszylinder am 411

Beitragvon 1-oldtimer » 01.03.2019, 18:22

Hallo Thomas,
ein Rat von mir,Leitung am Hauptbremszylinder abschrauben,einen Anschlussnippel mit
dichtgemachtem Rohr anschrauben,Brems-Petal treten testen ob Druck vorhanden und
konstand hält,wenn nicht liegt es am HAUPT-BREMS-ZYLINDER:

Grüße, Manfred
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Re: Hauptbremszylinder am 411

Beitragvon Murgtäler » 01.03.2019, 21:06

Alteisen hat geschrieben:Servus Markus!

Zum Zusammenbau deines Hauptbremszylinders lässt sich aus der Entfernung logischerweise wenig sagen.
Beim auseinandernehmen hab ich mir damals einige Fotos gemacht, um dann den vorherigen Zustand wiederherstellen zu können.
Wenn du Luft im System ausschließen kannst, geben möglicherweise die vorhandenen flexiblen Bremsschläuche unter Druckbelastung nach, und weiten sich aufgrund des Alters etwas aus??

Gruß
Norbert

Hallo.
Genau deswegen habe ich das Teil in der Fachwerkstatt machen lassen,weil ich auch nicht gewußt habe
was ich an Werkzeug brauche.
Ein Freund hat gemeint es könnte beim zusammenbau was schief gegangen sein.
Wahrscheinlich baue ich den wieder aus und lege ihn der Werkstatt auf den Tisch.

Gruß
Markus
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Re: Hauptbremszylinder am 411

Beitragvon Murgtäler » 01.03.2019, 21:13

tkw hat geschrieben:Hallo Markus,
Hallo Norbert,

Sorry die Schläuche hatte ich vergessen. Diese sind von mir näturlich gewechselt worden und sind neu.

Wie sieht es mit dem Spiel zw. Pedal und dem Bolzen den Bremszylinders aus.

Wie weit muss du das Pedal treten, bis eine beginnende Bremswirkung eintritt?

Am besten das kleine Fahrzeug alle vier Räder aufbocken, und eine 2. Person die Räder drehen lassen und dann beginnen zu bremsen....
Gruß Thomas

Guten Abend.
Die Schläuche haben glaube ich ein Datum auf der Oberfläche stehen.
Meine scheinen noch nicht so alt zu sein.
Glaube so um die 10Jahre.
Ich werde aber noch mal die Schläuche anschauen.

Danke
Markus
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Re: Hauptbremszylinder am 411

Beitragvon marek1895 » 01.03.2019, 22:33

Hallo Markus,
nach vielen vergeblichen Versuchen , einen 411er mit neuem Ate Hauptbremszylinder ordentlich entlüftet zu bekommen , sei es mit 2 Personen oder einem professionellen Überdruck-Entlüftungsgerät ging es schliesslich ganz einfach.Das Problem war, das Pedal liess sich fast immer bis unten durchtreten.
Ich erinnerte mich an früher beim /8 Mercedes die Kupplung entlüften.
Ein alter Monteur zeigte mir die Methode von unten über den Entlüftungsnippel einspeisen, und zwar mit einem Pumpölkännchen und einem passenden Schlauch.
Wie wir fertig waren ist sehr guter Bremsdruck da und der Behälter gefüllt.
Wir haben hinten Achse angefangen und über das Bremsventil zur Vorderachse.
Kostenpunkt durchsichtiges Ölkännchen und stück Schlauch zusammen ca.15€
Versuch mal Dein Glück.
MFG:
Hans-Ulrich
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Re: Hauptbremszylinder am 411

Beitragvon UFH » 01.03.2019, 23:43

Hallo Markus,
hast du das Spiel vom Bolzen des Pedals zum Kolben des Hauptbremszylinders richtig eingestellt?
Viele liebe Grüße Hannes
_____________________________________________
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Re: Hauptbremszylinder am 411

Beitragvon Murgtäler » 02.03.2019, 21:53

marek1895 hat geschrieben:Hallo Markus,
nach vielen vergeblichen Versuchen , einen 411er mit neuem Ate Hauptbremszylinder ordentlich entlüftet zu bekommen , sei es mit 2 Personen oder einem professionellen Überdruck-Entlüftungsgerät ging es schliesslich ganz einfach.Das Problem war, das Pedal liess sich fast immer bis unten durchtreten.
Ich erinnerte mich an früher beim /8 Mercedes die Kupplung entlüften.
Ein alter Monteur zeigte mir die Methode von unten über den Entlüftungsnippel einspeisen, und zwar mit einem Pumpölkännchen und einem passenden Schlauch.
Wie wir fertig waren ist sehr guter Bremsdruck da und der Behälter gefüllt.
Wir haben hinten Achse angefangen und über das Bremsventil zur Vorderachse.
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Versuch mal Dein Glück.
MFG:
Hans-Ulrich
Hallo.
Das habe ich auch noch nicht gehört.
Ist aber ein Versuch wert.
Müsste ja auch mit dem Überdruckfüllgerät gehen wenn ich am Entlüftungsventil anschliese.
Echt ne geile Idee.Von den Alten kann man noch was lernen. :respekt :respekt
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Re: Hauptbremszylinder am 411

Beitragvon Murgtäler » 02.03.2019, 22:00

UFH hat geschrieben:Hallo Markus,
hast du das Spiel vom Bolzen des Pedals zum Kolben des Hauptbremszylinders richtig eingestellt?

Tach.

Ja habe alles durch.
Spiel von 1mm ist eingestellt unten am Gestänge.
Deswegen bin ich ja mitlerweile so Planlos. :mauer :mauer :mauer :mauer :mauer

Gruß
Markus
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Re: Hauptbremszylinder am 411

Beitragvon kinzigsegler » 02.03.2019, 22:29

Hallo Markus,

leider hast Du ja mittlerweile drei Themen zu Deinen Bremsen und HBZ gestartet, da verliert man schnell die Übersicht.

Hast Du noch dem Baujahr Deines Mogs entsprechend den einfachen oder schon den Stufen HBZ.

Mal angenommen, Deine Bremsbeläge haben jeweils 1mm Spiel bis zum anliegen an der Trommel, dann müssen alle 8 Radbremskolben jeweils zunächst diesen Millimeter ausfahren. Beim einfachen HBZ muss dieser das Volumen direkt mit einem Kolben in die Leitung pumpen. Er muss also ganz grob auch etwa 8 - 10 mm bewegt werden. Dazu kommt das oben erwähnte 1mm Stangenspiel. Das Übersetzungsverhältnis Pedalplatte zu Kolbenstange ist etwa 10:1. Heißt, bei der angenommenen Einstellung muss sich die Pedallplatte schon 10-11cm richtung Bodenblech bewegen bevor überhaupt etwas passiert.

Um falsch eingestellte RBZ als Fehler auszuschließen einfach die Excenter soweit drehen, bis alle Bremsbeläge gut an die Trommeln gedrückt werden und sich die Räder nicht mehr drehen lassen. Dann müsste der HBZ gleich nach überwinden des Pedalspiels Druck aufbauen.

10 Jahre alte Bremsschläuche würde ich tauschen.
Bis dene
Gruss
Jürgen von der hessischen Kinzig

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Re: Hauptbremszylinder am 411

Beitragvon Alteisen » 03.03.2019, 00:18

Hallo Freunde!

Dem Rat von Jürgen: "10 Jahre alte Bremsschläuche würde ich tauschen"; kann man sich nur anschließen.

Vor Jahren hab ich mal Informationen für so genannte "Stahlflex" Bremsschläuche eingeholt.
Man verwendet diese wegen ihrer außergewöhnlich hohen Wiederstandfähigkeit gegen Druckverformung sowie der Altersbeständigkeit.
Optisch lassen sich diese angeblich, entsprechend unseren üblich verwendeten herstellen.
Leider gab es diese damals für den 411 im äußersten Fall auf Sonderwunsch und Einzelanfertigung.
(Zu unmöglichem Preis. Später hab ich´s wieder vergessen.)
Hat jemand dazu aktuelle Hinweise, bzw. sogar praktische Erfahrung?

Grüße
Norbert
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Re: Hauptbremszylinder am 411

Beitragvon Jochen.Schäfer » 03.03.2019, 00:34

Spiegler bietet diese Stahlflexleitungen an.
Es gibt speziel auf den Unimog angefertigte Bremsschläuche im Set.
Mittlerweile auch mit zusätzlicher Gummiummantelung in schwarz.
Ausprobiert habe ich diese am Unimog noch nicht, aber früher am Motorrrad.

https://fabian-spiegler.de/catalogsearc ... Unimog+401

Weiter hinten im Katalog findet man alle Unimog Baureihen

Gruß
Jochen
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