Mein 403.121

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Moderator: -Martin.Glaeser-

Re: Mein 403.121

Beitragvon benz » 11.02.2013, 14:22

Hallo René,

noch nicht ganz.

Momentan beschäftige ich mich gerade mit der E-Anlage, wenn die fertig ist dann will ich mal beim Metallbauer etwas drängeln wegen der Schweißarbeiten am Kipper. Der hatte mir für die erste Märzwoche fest zu gesagt.



Dann sind noch folgende Arbeiten offen,

Kipperkasten vordere Bordwand mit Schutzgitter neu, 3mm-Stahlboden einschweißen, Kreuz mit Topf neu

Kabelbaum neu, Neugestaltung Armaturenbrett, Rücklichter neu, Rückfahrscheinwerfer anbauen
Radio einbauen
Fahrersitz instandsetzen, Fußbodenbelag
Motortunnel beziehen lassen

Einstiege umbauen auf 2 Stufen

Standheizung

Mit der Standheizung bin ich noch nicht schlüssig über den Einbauort, die muss ja relativ gesehen mit als nächstes eingebaut werden, damit der Motor auch mal gestartet werden kann.
Gruß Reiner
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benz
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Re: Mein 403.121

Beitragvon benz » 01.05.2013, 17:04

Hallo zusammen,

über den Winter habe ich die E-Anlage komplett erneuert, bis auf die Scheinwerfereinsätze, die sind noch alt. Anlasser, Batteriekabel und Lichtmaschine wurden schon gleich nach dem Kauf überholt oder erneuert.

Bei der Montage der Verteilerdose im Heck ist mir dann noch die gerissene Rahmen-Hecktraverse aufgefallen. So dass auch das Teil repariert wurde und dabei habe ich immer wieder gestaunt was die Vorbesitzer alles wegrationalisiert hatten. Denn die Hecktraverse ist normaler Weise mit 16 M12x1,5-Schrauben an den Versteifungsböcken befestigt, nicht bei mir. Hier fehlten die 4 Schrauben welche von den HKH-Aufnahmen verdeckt werden, weiterhin waren die äußeren 4 Schrauben durch M10 Schrauben mit Muttern ersetzt worden, obwohl die Gewinde unten noch heil waren. Oben waren die Gewinde aus den Böcken rausgerissen, hier wurde M14x1,5 neu geschnitten und passende Schrauben eingesetzt. Beim schweißen der Traverse wurden die von den Vorbesitzern zusätzlich angebrachten Bohrungen beidseitig verschweißt und verschliffen. Ein mit dem Schneidbrenner gebranntes Loch wurde ausgefräst und ein passender Deckel angefertigt und eingeschweißt. Alle Befestigungsschrauben der Traverse wurden erneuert und als 10.9 eingesetzt.

Am Heck wurden 2 Rückfahrscheinwerfer montiert und am Schalthebel der dazu notwendige Zugschalter, als Steckdosen habe ich LKW-Dosen verwendet welche in die Traverse eingesetzt sind. Eine davon dient der Stromversorgung der Anhängerkippvorrichtung.

Die Instrumententafel wurde neu gestaltet, weil das Handgas, der Startknopf und der Scheibenwischerschalter entfallen sind. Die Instrumente waren beide zur Instandsetzung, dabei wurden neuen Chromringe montiert. Das Kombiinstrument wurde überprüft, die Lötpunkte nachgelötet und bekam neue Kunststoffkappen für die Kontroll-Lampen.
Da mir der Gummibelag auf der Instrumententafel nicht zugesagt hat, bekam die Instrumententafel einen neuen Belag aus Aluminium, welcher mit Hammerschlag mattschwarz lackiert wurde.
Die neue Oberfläche wurde dünn mit Karosseriekleber auf das FH-Blech geklebt und an den Rändern der Öffnungen gedichtet, zusätzlich wurde die Platte noch mit M3-Senkkopfschrauben fixiert. Das Ganze wurde dann gespachtelt und geschliffen so dass man die Schraubenköpfe nicht mehr sieht. Nur so war es möglich alle unnötigen Öffnungen zu verschließen und die neuen Schalter und zusätzlichen Kontroll-Leuchten passend zu positionieren.

Unter den zusätzlichen Kontroll-Leuchten befinden sich eine Öldruckwarnlampe sowie eine Kontroll-Lampe für die Handbremse, eine für die Bremsflüssigkeit mit Gebern in beiden Behältern und eine Kontrolleuchte für die Kipperhydraulik.
Die Öldruckwarnlampe wurde relativ einfach realisiert nämlich mit einem Öldruckschalter (M12x1,5 0,5 bar) und einer Gewindereduzierung. Montiert wurde das Ganze im Ölfiltergehäuse und angeschlossen mit wasserdichter Steckverbindung aus dem PKW-Bereich. Der Stecker ist einzeln bestellbar, alles zusammen hätte ca. 12 € gekostet. Die Handbremskontrolle wird von einem wasserdichten Moped-Bremslichtschalter geschaltet und wird vom Hebel des Anhängersteuerventils betätigt.

Bei der Neuinstallation wurde die Standheizung als Motorvorwärmung angeschlossen, die Schaltuhr dazu befindet sich an der Verkleidung der Fahrerhausrückwand. Die Sitzheizungen wurden angeschlossen und der elektrische Absteller wurde noch etwas perfektioniert. Der Scheibenwischermotor wurde umgebaut für Intervall, d. h. ich habe jetzt eine Dauerstufe und eine Intervallstufe, geschaltet wird das Ganze mit einem herkömmlichen Intervallrelais aus einem PKW. Über dieses Relais funktioniert auch die Waschpumpe, bei deren Benutzung wird jetzt automatisch ein Wischvorgang eingeleitet.

Um das alles zu realisieren wurden 2 Einheiten mit je 3 Relais in Sockeln verbaut, einmal hinter dem Luftfilter und einmal neben der Sicherungseinheit, diese besitzt jetzt Flachsicherungen und eine durchsichtige Kunststoffkappe.

Eines der Relais dient der Umschaltung der Hupen von Druckluft auf normal, ein weiteres wird für die 2-stufige Beheizung der Außenspiegel benötigt, eins für die Rückfahrscheinwerfer und ein Relais wird zur Lichtumschaltung benutzt.

Hier mal ein paar Anhaltspunkte für Materialverbrauch der E-Anlage. Der lag bei ca. 10 Meter Einzelader in 12 verschiedenen Farben und Querschnitten, 5 Meter 4-adrig, 7 Meter 7-adrig und 20 Meter 2-adrig. Von allen sind jetzt nur noch Reststücken kleiner als 1 Meter übrig. Das Ganze wurde in Schrumpfschlauch und geschlossenem Wellrohr verlegt und mit gummierten Schellen fixiert. Wellrohr 1 x 10 m mit d 11,8 mm und einmal 7 m mit d 22,8 mm. Schrumpfschlauch wurde als 3,2 mm, 6,4 mm, 9,5 mm, 12,7 mm, 19,0 mm und 25,4 mm verwendet, zusammen 45 m. Hier gab’s keine Reste.
Die Kabelbinder (120 mm, 150 mm und 200 mm) habe ich nicht gezählt, nur immer 100er Tüten gekauft. Ein großer Teil davon diente manchmal nur der Fixierung und wurde später wieder weg geschnitten.

Das Sitzgestell vom Fahrersitz wurde zwischenzeitlich ausgebuchst, mit neuen Rollen versehen und die Bedienung der Lehnenverstellung wieder instandgesetzt. Der Bodenbelag ist eingebaut und besteht aus 2 miteinander vernähten und verklebten dünnen Filzlagen, auf dem ein grauer abwaschbarer Industriebelag aufgeklebt ist. Fahrerseitig ist der untere Bereich zur Reinigung herausnehmbar.
Dateianhänge
Kabel 1.1.JPG
Kabel 2.1.JPG
Relais links 1.1.JPG
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Re: Mein 403.121

Beitragvon benz » 10.06.2013, 13:36

Hallo zusammen,

hier ein Bild von meinem instand gesetzten Sitz, sowie der neuen Sicherungseinheit und der Schaltuhr der Standheizung.

Das Kabel welches hinten aus dem Sitz ragt gehört zur Sitzheizung, genauer gesagt zur Matte in der Lehne.
Dateianhänge
Fahrersitz 1.1.JPG
Sicherungseinheit 1.1.JPG
Schaltuhr STH 1.1.JPG
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Re: Mein 403.121

Beitragvon WMN » 12.06.2013, 07:44

Hallo Reiner,

was ist denn das für ein Sicherungskasten mit den Flachsicherungen? Ich hab das Ganze auch noch vor mir und will auch Flachsicherungen verbauen...

mfg

Micha
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Re: Mein 403.121

Beitragvon benz » 12.06.2013, 09:21

Hallo Micha,

die Sicherungseinheit ist von Herth&Buss, es gibt sie für 6 , 8, 12 und 16 Sicherungen.
Die zu sehende 16er- Einheit habe ich bei EBAY aus einer Lagerauflösung gekauft. Leider ist der Karton nicht mehr da und auf der Rechnung steht keine Teilnummer.
Wenn du zum Großhandel für LKW-Teile gehst findest du sie im Katalog von Herth&Buss.

Mittlerweile ist die Lenksäule mit Lenksäulenschalter eingebaut worden und die restlichen Lackausbesserungen innen im Fahrerhaus wurden erledigt. Die Bedienung des Scheibenwischers über den Lenksäulenschalter funktioniert einwandfrei.

Die verbaute Standheizung ist gebraucht und wurde überholt, den Dichtsatz dazu gibt’s beim BOSCH-Dienst für ca. 20 €.
Ich habe die preiswerte Variante gewählt ohne Kraftstoffpumpe, mit integriertem Kraftstoffspeicher, das reicht in Zusammenhang mit der richtigen Schaltuhr für 60 min Heizdauer.

Für die Reparatur wurde die Brennkammer geöffnet und ein neues Vlies eingesetzt. Für die DW50 gibt’s das Vlies nicht einzeln nur die ganze Brennkammer für 90 €. Aber das Vlies von der DBW 46 für ca. 8 € passt auch. Man muss dazu nur die Brennkammer aufflexen und das Vlies einlegen und die Brennkammerteile wieder mit 4 Schweißpunkten verbinden.

Die integrierte Umwälzpumpe wurde ebenfalls geöffnet und bekam neue Kohlen (5x5x10).
Da es vorn im Motorraum doch etwas eng war blieb für die Standheizung nur der Einbauplatz unter dem Fahrerhaus links hinten. Das ist zwar von der Schlauchlänge nicht optimal, aber die Vorwärmung für den Motor ist allemal besser als der Kaltstart im Winter. Soll heißen ich benutze die Standheizung eigentlich als Motorvorwärmer und zum warmfahren des Motors im Winter.
Gut zum Frühstück im freien wird sie dann auch mal laufen.
Dateianhänge
Verteilerdose Heck 1.11.JPG
STH 1.11.JPG
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Re: Mein 403.121

Beitragvon benz » 15.08.2013, 18:15

Hallo zusammen,

Auf der Hinterachse wurden nun doch neue Reifen aufgezogen. Weil die Traktion mit den schräg und wellig abgefahrenen Reifen auf feuchtem Boden mit Last, relativ schlecht und nur mit Sperrenbenutzung brauchbar war. Der Geradeauslauf war nach instand gesetzter Vorderachse und neuen Reifen auch noch nicht zufrieden stellend, hat sich aber mit dem Reifenwechsel an der Hinterachse gewaltig verbessert.

Die Kipperpritsche ist mit Schutzgitter und neuer Frontbordwand mittlerweile fertig gestellt und kpl. in Fahrerhausfarbe lackiert. Am Rahmen des Bodens wurde umlaufend zusätzlich ein Verstärkungsprofil aus 60x30x3 eingeschweißt. Damit die Heckklappe beim öffnen oder kippen nicht auf der Anhängerkupplung aufsteht (bei mir ist eine RO 398-G110 montiert) oder anschlägt, wurden rechts und linke jeweils ein Halter mit Gummipuffer montiert.

Zur Verbesserung der Optik wurde die Stoßstange gerichtet, die Halter abgetrennt und mittig wieder angeschweißt, so dass die Stoßstange jetzt symmetrisch am Rahmen befestigt ist. Die Vorbesitzer haben dass nicht so genau genommen und die Halter der Stoßstange einfach angeschweißt so wie sie der Helfer grad hin gehalten hat.

Als Wischerarme hatte ich 2 universelle, in der Länge verstellbare passend für Schlepper und Unimog, mit PKW-Standardwischerblättern montiert. Aber wie es mit den universellen Teilen manchmal ist, passen sie doch nicht so richtig. Im nachhinein muss ich sagen das sie für den Unimog untauglich sind, weil sie sich immer wieder von der Wischerwelle gelöst haben, daran hat auch das anziehen der Keilschraube nichts geändert. Im Gegenteil, durch das immer weitere nachziehen der Schraube platzte irgendwann das Auge weg. Dann wurden die Wischerarme dahingehend verändert, dass als Befestigung auf der Wischerwelle die Befestigungsgelenke vom Golf II verwendet wurden. Die Gelenke passen in der Breite mit Beilagscheiben in den Wischerarm. In diese Teile wurden angefertigte Alu-Buchsen eingesetzt, welche das Konusmaß der Wischerwelle besitzen. So passen auch die Abdeckkappen vom Golf II, mit einer kleinen Kürzung exakt drauf. Als erkennbarer Unterschied ist eigentlich nur die VA-Schraube, die zur Verbindung von Gelenk und Wischerarm dient, zu nennen. Die VA-Schrauben werden noch durch Hohlniete ersetzt. Die Scheibenwaschanlage wurde auf dem rechten Rahmenlängsträger montiert, der Halter dazu wurde angefertigt.

Bei den zwischenzeitlichen Fahrten (bisher ohne Probleme auch die Umbauten) tun sich neue Baustellen auf. So ist die neue MB-Dichtung des Servobehälters nach nicht einmal 2 Jahren schon regelrecht zerfallen. Ich habe sie jetzt durch ein Profilgummi ersetzt dass ist trotz dass es mit Stoß montiert ist immer noch dicht.
Die Geräuschkulisse ist als relativ angenehm zu empfinden obwohl der Luftansaugdeckel sowie der Auspuff links oben sind. Ich denke mal dass der meiste Lärm bei geschlossenen Fenstern durch die Schalthebelabdeckung eintritt. Die ist unter dem Kunstleder auch gedämmt und rundum mit einem 9 mm dicken Dichtband aufgelegt. Die Motorhaube hat schon vom Vorbesitzer eine Dämmung erhalten, aber das Dichtgummi ist nicht mehr optimal.

In den 2 Jahren Unimog hat mich das Fahrzeug zum Kaufpreis noch mal 7853,38 € mit Rechnungen und 2300 € ohne Rechnungen gekostet. Hier ist allerdings auch ein gebrauchter Motor dabei. Unter ohne Rechungen sind die Käufe von Privat, also auch bei EBAY zu verstehen. Oder mal zum Schmied etwas schweißen oder ein Stück Material oder etwas drehen lassen. So sind hier auch die angefertigten Werkzeuge, z. B. um die Gummis der Stoßdämpfer tauschen zu können enthalten oder die Zahnschlüssel für die Flansche am Getriebe enthalten. Werkzeuge z .B. Kupplungszentierdorn ausleihen ging auch nur für die Kaffeekasse.

Aufgeschlüsselt bedeutet dass das von der Summe mit Rechnungen allein 768,07 € für Schrauben verwendet wurden. Natürlich sind da jetzt auch ein paar kleine übrig, die großen Größen wurden immer passend bestellt. Ich habe fast alle Schrauben und Muttern am Mog erneuert so wurden fast ausschließlich selbstsichernde Muttern verbaut. Für die kleinen Größen und die Blechschrauben am Fahrerhaus wurden Schrauben aus VA verwendet. Mit den alten Schrauben und Muttern habe ich bisher 2 alte 5-Kg Farbeimer gefüllt.
Die E-Anlage hat incl. der Überholung von Anlasser und der Reparatur von Tacho und Kombiinstrument 1074,63 € gekostet. Leicht verschätzen kann man sich bei den verwendeten Schaltern. Hier sind die Fassung der Beleuchtung, Lichtscheibe, Mehrfachstecker und Stecker für Beleuchtung extra zu bestellen. So dass man schnell pro Schalter, je nach Ausführung, bei 22 € – 25 € ohne Schalterrahmen ankommt. Ein nicht unwesentlicher Posten sind die Versandkosten.
Dateianhänge
Instrumententafel 1.1.JPG
Schutzgitter 1.1.JPG
Scheibenwischerarm neu 1.1.JPG
Zuletzt geändert von benz am 22.12.2016, 14:38, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Mein 403.121

Beitragvon gnobber » 24.08.2013, 11:23

benz hat geschrieben:...In den 2 Jahren Unimog hat mich das Fahrzeug zum Kaufpreis noch mal 7853,38 € mit Rechnungen und 2300 € ohne Rechnungen gekostet...


Da bist Du bei dem was Du alles gemacht hast, ja noch günstig weggekommen... :?

Aber die "Dauerbaustelle Unimog" ist ja nie ganz fertig :mrgreen:


Gruß Michael
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Re: Mein 403.121

Beitragvon benz » 24.08.2013, 12:05

Hallo Michael,

da bin ich guter Hoffnung dass es keine Dauerbaustelle wird.
Ich habe erst ziemlich spät im Frühjahr die angefertigten Klauenschlüssel für die Getriebeflansche bekommen, die werde ich im nächsten Winter abdichten, den 6. Gang suchen und die Schubkugeln einstellen oder die Schalen tauschen.
Gruß Reiner
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Re: Mein 403.121

Beitragvon hollyz » 24.08.2013, 21:33

Hallo Reiner

Wo hast Du denn den neuen Chromring für das Kombiinstrument her.? Gibt es den einzeln noch zu kaufen?
Ist bei meinem Kombii.. total verrostet (bzw.abgeschabt) ,würde ich auch gerne ersetzen.

Gruss Holger
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Re: Mein 403.121

Beitragvon gnobber » 25.08.2013, 12:30

hollyz hat geschrieben:Hallo Reiner

Wo hast Du denn den neuen Chromring für das Kombiinstrument her.? Gibt es den einzeln noch zu kaufen?
Ist bei meinem Kombii.. total verrostet (bzw.abgeschabt) ,würde ich auch gerne ersetzen.

Gruss Holger


Hallo Reiner,

mach es doch wie ich...: Da der Tacho eh schwarz war, hab ich den Ring angeschliffen und schwarz lackiert:

Bild

Alternativ kann man den Ring auch neu verchromen lassen...


Gruß Michael
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Re: Mein 403.121

Beitragvon benz » 25.08.2013, 15:09

Hallo Holger,

den Chromring habe ich beim Tachodienst Seyfahrt montieren lassen, weil der alte schwarz war und nicht zum Chromring vom Kombiinstrument gepasst hat.

http://www.oldtimer-tacho-werkstatt.de/

Steht auch im Thread "Standardersatzteile Anbieter".
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Re: Mein 403.121

Beitragvon hollyz » 25.08.2013, 20:54

Hallo Reiner und Michael

:danke für die Antworten. Wenn ich ab nächsten Monat die Hütte nackig mache und den Tacho sowie das Kombiinstrument ausgebaut habe werde ich überlegen ob die Ringe schwarz werden oder Chrom.
Ist dann wohl eine Preisfrage.


Gruss Holger
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Re: Mein 403.121

Beitragvon benz » 25.08.2013, 22:01

Hallo Holger,

der Chromring und die Überprüfung des Instruments hat mich inkl. Rückversand 63,43 € gekostet.
Die Chromringe kann man ab und zu auch mal im elektronischen Warenhaus erwerben, da liegen die Preise bei ca. 40 €.
Gruß Reiner
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Re: Mein 403.121

Beitragvon benz » 23.03.2014, 16:37

Hallo zusammen,

Nach nur 300 km im letzten Jahr musste ich im Winter die hintere Schubkugelschale tauschen und ein Werkzeug zur Einstellung kaufen, um diesen aufwändigen Vorgang richtig durchzuführen. Das Werkzeug habe ich noch etwas umbauen lassen, damit man auch einen Drehmomentschlüssel daran verwenden kann. Die originalen Mercedes Gummidichtungen am neuen Tank von Tankgeber und Steigrohr sind innerhalb von 2 Jahren aufgequollen und auch nicht mehr dicht. Für dieses Mal habe ich 2 Dichtungen aus 2 mm dickem Dichtungsmaterial angefertigt und mit Dichtmasse montiert.

Die neuen Seitenbordwände sind auch gekommen und wurden vom Metallbauer angepasst, weil nicht zu erkennen war dass es sich bei der Pritsche nicht um die originale handelt, sondern vermutlich um eine vom 416 welche ca. 50 mm kürzer als die vom 403 ist. Natürlich mussten die neuen Teile auch lackiert werden. Die neuen hinteren Kotflügel wurden 30 mm tiefer gesetzt als die alten, dazu mussten die Halter geändert werden. Das Ganze in der Hoffnung dass sich die Schmutzfänger nicht so oft von den Reifen aufrollen.

Nach dem ich an verschiedenen Stellen nicht richtig weiter gekommen bin, habe ich eine größere Innenraumlampe aus dem Wohnmobilbereich mit 2x21 W in die Aussparung der Dachluke gebaut. Die Dachluke ließ sich nicht mehr öffnen da der Vorbesitzer die Laschen weggeflext und die Luke verschraubt hatte. Eine neue Dachdichtung brachte auch keine absolute Dichtheit und das Regenwasser ist mir auf die Schalter in der Getriebeabdeckung getropft. Deshalb wurde die Dachluke mit Karosseriedichtmasse verklebt.
Sollte das Fahrerhaus einmal abgebaut werden für Karosseriearbeiten dann ändere ich das noch mal. In die Öffnung der originalen Innenraumlampe über der Frontscheibe habe ich eine Blende eingesetzt und ein Mini-Außenthermometer eingebaut.

Die Abdichtung des Heizungsventils, im Zuge der Restaurierung, mit einem Silikon O-Ring hat nicht funktioniert. Der O-Ring ist vermutlich durch den Frostschutz stark aufgequollen und hat sich dann langsam aufgelöst. Ein O-Ring aus NBR lässt sich nicht, ohne dass er einreißt, über den Ventilkörper schieben.
Jetzt ist wieder eine gute alte Gewebedichtung „Strick“ eingerollt, damit dreht sich das Ventil zwar schwerer aber es ist dicht.

Das Problem mit der Schaltung und dem nicht mehr einlegbaren 6. Gang ist auch gelöst, denn es war ein Metallbröckchen in die Aussparung für den 6. Gang gefallen. Da der Schaltdeckel jetzt einmal demontiert ist, wurden die Verschleißstellen ausgebuchst. Ebenso der V/R-Schalthebel der leicht undicht war und zu viel Spiel hatte.

Nach der Instandsetzung des Schaltdeckels wurde die V/R-Schaltung auf elektropneumatische Bedienung umgebaut. Dazu habe ich die Öffnung des Schalthebels in der Getriebeabdeckung verschlossen und vorübergehend dort die Kontroll-Lampen eingesetzt. Wenn das Ganze ausreichend lange fehlerfrei funktioniert hat wird die Abdeckung noch einmal neu bezogen.
Die V/R-Steuerung erfolgt vom Schalknauf aus mit Wipptaster und ist mehrfach elektrisch gegen Fehlbedienung abgesichert.

Meine Wahl des Schalters für den Rückwärtsgang war nicht die Beste, seine Lebensdauer betrug nur ca. 1 Jahr. Deshalb wurde dazu ein Tastschalter in den Getriebedeckel eingesetzt. Die Sicherheitsschalter mit M12x1,5 Gewinde und wasserdichten Stecker zur Erkennung des eingelegten Vorwärtsganges und der Schaltgasse sind die gleichen wie an der Erkennung der Kupplungsbetätigung. Die Schaltung funktioniert bisher absolut problemlos.
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Schalthebelabdeckung neu.JPG
1 V-R Schaltung 1.JPG
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Re: Mein 403.121

Beitragvon benz » 01.04.2014, 11:25

Da ich meinen Luftfilter schon vor längerer Zeit „trocken gelegt“ habe, wollte ich noch dessen Wartungsaufwand mit einer Wartungsanzeige verringern. Ich habe eine eigene Variante für diesen Umbau und einen preiswerteren, universellen Anzeiger gewählt. Mit einem Unterdruckmanometer wurde vor dem Einbau der Saugrohr-Unterdruck geprüft um den passenden Anzeiger einsetzen zu können. Der Schaltpunkt ist absichtlich etwas geringer als beim Original gewählt, da nur geringe Betriebsstunden anfallen. Das hat zur Folge dass der Filterwechsel etwas früher stattfindet.

Mich hat schon länger gestört dass man den Blinker im Mog oft vergisst weil man ihn nicht ticken hört, da der Blinkgeber sich bei mir im Fußbereich befindet und die Geräuschkulisse wohl etwas zu laut ist. Ein Blinkerschalter mit automatischer Rückstellung wäre das Optimum.

Aber das ist ohne Veränderung an der Lenksäule und am Lenksäulenhalter nicht möglich. Der TÜV würde so etwas vermutlich nicht mögen.

Also bin ich auf die akustische Variante zurückgekommen. Das wurde vor vielen Jahren schon mal von SCANIA so gebaut. D. h. man hörte beim blinken nicht das Ticken sondern einen Gongton. Dieses Teil lässt sich nicht verwenden da 24 Volt.
Es gibt ja preiswerte Blinkerwarner für Mopeds aber das Geräusch erhält von mir hier eine glatte 6. Nach einigem testen bin ich auf den Lichtgong von einem PKW gekommen. Das ist ein angenehmerer Klang. Nach entfernen des Gehäuses, einigen Veränderungen an der Elektronik und einschrumpfen der Platine, kann man das Gerät oben neben dem Lufteinlass der Fahrerseite unsichtbar platzieren. Lediglich die Durchführung der Kabel durch die A-Säule ist etwas fummelig.
Diese Platine hat noch einen eingebauten Vorteil, sie ist nicht so nervig denn sie lässt den Gong nur bei jedem 2. blinken ertönen.
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Wartungsanzeiger 1.JPG
Blinker-Gong.JPG
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