Motor OM 314

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

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Re: Motor OM 314

Beitragvon Helmut-Schmitz » 09.04.2017, 15:40

Hallo Reiner
die Entwicklung und Fertigungsverfahren haben auch bei den Düsen bnicht Halt gemacht. Die Gestaltung der Sptitzkanäle konnte durch bessere Verfahren anders gestaltet werden, um z.B. die Strahlform durch Korrigieren der Radien an den Spritzkanalbohrungen zu verbessern. Diese Maßnahme führt z.B. zu geringerer Rußbildung und letztendlich zu einem geringeren Kraftstoffverbrauch.
Durch Änderung der Steuerzeiten konnte das Drehmoment im laufe der Jahre permanent erhöht werden. Wenn das 10Nm höhere Drehmoment schon bei einem niedrigeren Drehzahlniveau erreicht wird, führt das zu einem elastischeren Fahrverhalten.Es ist ja keineswegs so, dass die Drehmomentsteigerung nur bei einer Drehzahl anliegt sondern die gesamte Drehmomentkurver über einen Bereich angehoben wird. LKW-Sektor muss man permanent am Ball bleiben, auch die Konkurenz schläft nicht.
Ob das führ dich jetzt wirklich wichtig ist, ist deine persönliche Entscheidung, eventuell müssen dazu noch weitere Teile beschafft werden. Da du nicht beide Varianten nebeneinander testen kannst, wird dir der Unterschied nicht bewusst.
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Re: Motor OM 314

Beitragvon benz » 22.05.2017, 10:33

Hallo Helmut,

da mir 200 Dollar für den einmaligen Einsatz des Einwalkwerkzeugs W 352 589 01 31 00 zu teuer waren und der Instandsetzer, hier bei uns, das Werkzeug zum einsetzen des Burgmannrings nicht ausleihen wollte, habe ich Motorblock dorthin gebracht, vermessen und honen lassen.

Eigentlich sollte er den Burgmannring und die neue KW mit Ölrückführgewinde gleich mit einbauen aber dann kam die Nachricht dass der Block mit Nuten für Burgmannring und Kurbelwelle mit Rückförderschnecke laut MB nicht verbaut werden kann.

In anderen Foren kann man von diesem Umbau lesen. Die Anweisung zur Nacharbeit der Kurbelwellenabdichtung aus dem WHB Kapitel 3.11. konnte ich mir mittlerweile auch einsehen und da steht nun nichts vom ausbauen und bearbeiten der KW. So dass man schlußfolgern muss das die KW nicht bearbeitet wird.

Die Bohrung im Gehäuse mit Burgmannring hat einen Durchmesser von 93,0 mm, die KW an der Stelle mit Rückfördergewinde hat 92,7 mm im Durchmesser.
Eine abgewetzte KW für Burgmannring, an der die Rändelung an jener Stelle fast nicht mehr sichtbar ist hat den Durchmesser von 92,5 mm.

Mehr Maße konnte ich nicht ermitteln.

Aus welchem Jahr mein WHB ist kann ich nicht sagen, nur dass der Nachdruck von B&B aus dem Jahr 2006 ist und eine UKD 30 400 21 01 zu finden ist.
Gruß Reiner
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Re: Motor OM 314

Beitragvon Drehermeister » 28.01.2018, 14:26

Hallo,

habe mir einen OM 314 948 aus einem LKW zugelegt.
Will den gegen meinen ausgelutschten tauschen.
Der jetzige verbaute Motor hat den Ölfilter vorne zum Kühler hin,
der neu zugelegte hat den Ölfilter in Fahrtrichtung rechts unter der ESP.

Was muss alles umgebaut werden ?

Gruß Michael
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Re: Motor OM 314

Beitragvon benz » 28.01.2018, 16:52

Hallo Michael,

das gleiche habe ich auch für den Übergang gemacht. Einen OM 314 aus einem LKW für den Unimog umgerüstet.

Die Ölwanne, Ölpumpe, die Ölfiltereinheit mit Ölkanal vom Mog muss an den LKW-Motor. Das Schwungradgehäuse, die Schwungmasse mit Kupplung, sowie die Dieselfilter und die Förderpumpe müssen umgebaut werden.

Ölpeilstabbohrung am Kurbelgehäuse muss verschlossen werden, da am Mog der Ölpeilstab sich hinten in der Ölwanne befindet. Die Kurbelgehäuseentlüftung sowie das Ansaugrohr vom LKW mussten auch ab. Generator und die Motorträger passen so auch nicht, da am 403 der Generator auf dem Lüfterträger "falsch herum" montiert ist. Lüfterwelle und Träger müssen auch angebaut werden. Dabei die Menge der Beilagscheiben zwischen Lüfterträger und Motorträger auf der rechten Seite zählen.

Die Riemenscheibe von der KW muss auch getauscht werden, bei der Gelegenheit gleich nach dem WeDiRi an der KW vorn schauen.

Die Einspritzpumpe habe ich dran gelassen (geringere Pedalkraft), da mein Mog nur als Kipper zum fahren benutzt wird. Und wenn der damals gekaufte Motor wirklich 85 PS hatte, dann ging das damit schon ganz gut. Die Düsen würde ich prüfen und schauen wie es im Kompressor aussieht. Dann habe ich noch die Dichtungen von den beiden Seitendeckeln, dem Steuergehäusedeckel getauscht.

Seit 2013 war der Motor dicht, fast bis auf die Abdichtung der Kurbelwelle hinten, die begann dann irgend wann langsam zu tropfen. Da habe ich mit einem Filzblock der sich zwischen Schwungradgehäuse und Motorgehäuse einklemmen ließ, improvisiert.

Was mit aufgefallen ist dass sich die Schrauben der Ölwanne regelmäßig gelockert haben obwohl mit Schraubensicherung eingesetzt. Evtl. lags an der Setzung der Korkdichtung. Für dieses Mal werde ich versuchen die Ölwanne direkt mit dem Kurbelgehäuse zu verkleben, wenn es denn geht.

Auf dem 1. Bild sieht man den Motor aus dem LKW und auf dem 2. Bild ist die Ölfilteranlage vom Mog schon fast fertig angebaut.

Bild

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Re: Motor OM 314

Beitragvon Drehermeister » 28.01.2018, 17:10

Hallo Reiner,

danke für deine gute Anleitung.

Gruß Michael
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Re: Motor OM 314

Beitragvon benz » 28.01.2018, 17:17

Hallo Michael,

der fertige Motorblock mit neuer Kurbelwelle, bei dem lediglich die Laufbuchsen gehont wurden, steht schon länger hier. Bisher hatte ich keine Zeit den Motor zu tauschen. Letztes Wochenende habe ich begonnen den LKW-Motor wieder aus dem Mog auszubauen und alle nötigen Teile an den überholten Rumpfmotor dran zu bauen. Das wird noch etwas dauern weil ich am Zylinderkopf noch die Ventilführungen tausche und auf Abdichtung umbaue.

Neue Ventile und Ventilschaftdichtungen sind schon da und die Werkzeuge zum Auspressen der Führungen werden gerade angefertigt.
Gruß Reiner
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Re: Motor OM 314

Beitragvon benz » 02.02.2018, 20:00

Hallo zusammen,

wegen der Nockenwelle habe ich mir umsonst Gedanken gemacht, denn die vom alten Motor mit kleinem Kompressor passt nicht in den instandgesetzten Motor mit großem Kompressor. Die Hubzapfen für das Kompressorpleul sind unterschiedlich breit.

Dann wird bei der alten Ausführung das Steuerrad der EP aufgeschrumpft und nicht mit einer Schraube gesichert wie bei der neuen Ausführung.

Bild

Die alte NW hat auch keine eingeschlagene Bezeichnung am hinteren Ende.

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Re: Motor OM 314

Beitragvon Helmut-Schmitz » 02.02.2018, 22:12

Hallo Reiner
vermutlich ist auch der Spritzversteller vom Esp-Zahnrad zum Nockenwellenrad (spätere Ausführung) gewandert.
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Re: Motor OM 314

Beitragvon benz » 04.02.2018, 16:18

Hallo zusammen,

also Spritzversteller oder einfaches Nockenwellenrad beides passt auf jede der beiden Nockenwellen. Die Längen und Durchmesser der Antriebsseite sind gleich.
Gruß Reiner
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Re: Motor OM 314

Beitragvon benz » 07.02.2018, 18:57

Hallo zusammen,

da ich die Nockenwelle mit der Zentralschraube als Befestigung verwenden muss und mein WHB nur die andere Ausführung kennt, fehlt mir hierfür das Anziehdrehmoment.

Wer hat en jüngeres WHB und kann mir das Anziehdrehmoment der Nockenwellenschraube nennen?
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Re: Motor OM 314

Beitragvon Helmut-Schmitz » 07.02.2018, 19:57

Hallo Reiner
Motor 314/352; Gruppe 05
WHB 1971
    Nockenwelle an Antriebsrad 4 kpm
WHB 1979 (und 1986)
    Spritzversteller an Nockenwelle M16 - 300Nm,
    Druckscheibe-Nockenwelle an Kurbelgehäuse M8 - 35 +5 Nm
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Re: Motor OM 314

Beitragvon benz » 07.02.2018, 20:08

Hallo Helmut,

danke.

Ich habe nachgeschaut, mein WHB ist von 1971.
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Re: Motor OM 314

Beitragvon benz » 14.02.2018, 10:53

Hallo zusammen,

der Zylinderkopf ist zwischenzeitlich fertig geworden.
Mit neuen Ventilen, Ventilführungen, Ventilschaftdichtungen und neuen O-Ringen für die Schutzhülsen.

Die alten O-Ringe der Schutzhülsen waren steinhart. Mit dem Werkzeug W 346 589 00 07 00 ließen sich die Schutzhülsen sehr gut ausbauen.
Der Zylinderkopf war nicht verzogen und ist deshalb auch nicht geplant worden. Bei Verwendung von original MB-Teilen fallen so ca. 400 € an.

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Re: Motor OM 314

Beitragvon benz » 15.02.2018, 18:46

Hallo zusammen,

es gibt noch einen Unterschied bei den Nockenwellen.
Die Nockenwellen besitzen unterschiedliche Messing-Fixierscheiben weil der Durchmesser der Nockenwellen an diesem Bund unterschiedlich ist. Bis Motor 283201 ist der Innendurchmesser der Fixierscheibe 42,50 mm (A 312 052 02 62) und danach 47,75 mm (A 352 052 07 62). Die Druckscheiben zwischen Spritzversteller oder Antriebsrad Einspritzpumpe (bei Spritzversteller in EP) und Nockenwelle sind gleich.

Ich habs erst beim zusammenbauen gemerkt.

Im Motorgehäuse gibts einen weiteren Unterschied, nämlich bei den Schrauben für die Fixierplatte. Bis o. g. Motornummer sind Schrauben M8x25x1,0 verbaut und danach M8x25 Normalgewinde und 10.9.

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Die Steuerräder sind montiert und die Zentralschraube der NW angezogen. Da ich mich in letzter Minute entschieden habe als Steuergehäusedeckel einen Alu-Deckel zu verwenden, müssen die beiden Paßstifte noch aus dem Steuergehäuse entfernt werden. Momentan weigern sie sich noch.

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Re: Motor OM 314

Beitragvon benz » 03.03.2018, 15:06

Hallo zusammen,

ich bin gerade dabei mir eine neue Wapu zu bestellen und im EPC drauf gestoßen dass die Teilenummer sich bisher 8 x ersetzt hat. Das die ersten mit Schmiernippel waren und jetzt wartungsfreie Lager besitzen ist mir bekannt.

Wenn ich nun die Zulieferer anschaue werden immer 10 Flügel oder 95 mm Durchmesser des Flügelrades genannt. In einer Anzeige für ein Gebrauchtteil (nicht das ich das kaufen möchte) war von 88 mm Durchmesser und 9 Flügeln die Rede. Die Anzeige ist nicht mehr aktuell und wurde gelöscht.

Jetzt die Frage die sich aus dem WHB nicht beantworten lässt: Wo sind die weiteren Unterschiede bei den WaPus?

Als nächstes habe ich mir neue Lagerschalen für das Kompressor-Pleul gekauft. Die sehen anders aus als die alten vom 77 mm Kompressor mit umlaufender Nut.

Die Lagerschalen vom 94 mm- Kompressor sehen unterschiedlich aus.

Das WHB gibt zum 94 mm Kompressor nichts aus wie herum die Lagerschalen eingebaut werden sollen.

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