Motor OM 314

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderatoren: Torsten Pohl, stephan, Bernd-Schömann

Motor OM 314

Beitragvon benz » 20.07.2016, 09:03

Ich versuche gerade einen Motor OM 314 her zu richten oder vom Instandsetzer herrichten zu lassen und auf 86 PS umzubauen.

Dazu hätte ich ein paar Fragen.

Wenn vom Instandsetzer dann lasse ich dort nur den Rumpfmotor machen, den bekomme ich 1:1 zurück mit Teilezuordnung nach Motornummer. Das Typenschild mit der Nr. ist bei dem jetzt in Erwägung gezogenen Motor nicht mehr vorhanden.

Bei den Kolben, Kurbelwellen und Nockenwellen gibt es ja laut EPC doch einige Unterschiede.

Die Kurbelwellen gibt es mit geschraubten Gegengewichten mit Borgmannring, mit angeschmiedeten Gegengewichten mit Ölrückführgewinde und mit angeschmiedeten Gegengewichten und mit Borgmannring.

Die Art der Anbringung der Gewichte dürfte unerheblich sein. Passt allerdings die Abdichtung in jedes Kurbelgehäuse. Welche Abdichtung ist empfehlenswerter?

Weil der Burgmannring an meinem Motor ist 3 Jahre alt und es tropft schon wieder ein wenig.

Kolben gibt es mit einem oder 2 Ölabstreifern und mit unterschiedlichen Formen des Brennraums. Welche Kolben sollten beim o. g. Motor verbaut werden und wie kann man das mit EPC zuordnen?

Mit den Nockenwellen ist es ähnlich, anscheinend sind wenn der Motor im 508 verbaut war andere drin als beim 403 oder MB Trac.

Bei den Zylinderköpfen konnte ich noch keine Unterschiede feststellen.

Mit der Zuordnung der richtigen Teile kann der Instandsetzer mir erst den genauen Preis nennen.
Gruß Reiner
Benutzeravatar
benz
Senior Member
Senior Member
 
Beiträge: 1882
Registriert: 23.08.2011, 13:47
Wohnort: Mühlhausen
Has thanked: 1 time
Been thanked: 54 times
UVC-Mitglied: 0
Unimog: 403.121




Re: Motor OM 314

Beitragvon Helmut-Schmitz » 20.07.2016, 20:52

Hallo Reiner
richtig, es gibt welche mit Rückführgewinde und welche mit Burgmannring, das ist vom BJ abhängig. Nockenwellen gibt es m.W. mindesten 4, die verschiedenen Öffnungszeiten sind nicht wirklich in Tabellenbüchern dokumentiert, steht dann auf dem hinteren End z.B 314.4. Der Unterschied ist weniger in der Leistung sondern in der Füllung und dadurch im Drehmomentverlauf. Kompressor gibt es auch als Dreiloch- (alt) und Vierlochbestigung (neuer). Besorg dir einen Motor von einem relativ späten Düdo Baureihe 309 oder 310 oder Wörther-Baureihe 314 oder 316(609 bzw 809).
MB hat die Motoren ständig weiterentwickelt, dabei wurden teilweise Fertigungskosten gespart aber auch Schwachstellen verbessert, s.o.
Wenn der Motoren-Fuzzy nach der Motor-Nr geht, bekommst du u. U. die älteren Versionen.
Maach et jot äwer net ze offt
Helmut

Dieses Dokument ist auf elektronischem Weg erstellt und ohne Unterschrift gültig

Et es wie et es
Et kütt wie et kütt
Nix bliev wie et wor
Wat wellste maache
Wat soll dä Quatsch
Benutzeravatar
Helmut-Schmitz
Moderator & Förderer 2019
Moderator & Förderer 2019
 
Beiträge: 11015
Bilder: 172
Registriert: 20.07.2002, 17:54
Has thanked: 35 times
Been thanked: 252 times
UVC-Mitglied: 0
UCG-Mitglied: 4333
Unimog:

Re: Motor OM 314

Beitragvon benz » 22.07.2016, 16:25

Hallo Helmut,

danke für die Infos.

Gibt es bei der Zuordnung der Nockenwellen ein System so dass ich zu einer Teilnummer finde mit der ich suchen kann?
Beim suchen in einem anderen Forum bin ich auf einen Eintrag gestoßen in dem die Rede davon war, dass die Rückführgewinde-Abdichtung die ältere Version ist und danach auf Burgmannring umgerüstet wurde. Das wiederum soll nur mit Tausch der KW funktionieren weil das Rückführgewinde nicht demontierbar ist. ist dem so?

Wie erkenne ich welche KW in welches Kurbelgehäuse passt oder ist das egal?

Weil neue KW aus Bundeswehrbeständen werden ja hin und wieder mal angeboten.
Gruß Reiner
Benutzeravatar
benz
Senior Member
Senior Member
 
Beiträge: 1882
Registriert: 23.08.2011, 13:47
Wohnort: Mühlhausen
Has thanked: 1 time
Been thanked: 54 times
UVC-Mitglied: 0
Unimog: 403.121

Re: Motor OM 314

Beitragvon Helmut-Schmitz » 22.07.2016, 22:47

Hallo Reiner
das auch die neueren Nockenwellen die gleiche ET-Nr haben, ist das so nicht möglich. Analog dem 352/366 wäre vermutlich auch eine 364er Nockenwelle möglich, habe ich aber nicht genau geprüft.
Für den Einbau eines Burgmannring muss das Kurbelgehäuse hinten nachgearbeitet werden. Hardcorer können auch eine Kurbelgehäusegarnitur vom 364 nehmen, bringt dann nochmals mehr Hubraum und Drehmoment.
Maach et jot äwer net ze offt
Helmut

Dieses Dokument ist auf elektronischem Weg erstellt und ohne Unterschrift gültig

Et es wie et es
Et kütt wie et kütt
Nix bliev wie et wor
Wat wellste maache
Wat soll dä Quatsch
Benutzeravatar
Helmut-Schmitz
Moderator & Förderer 2019
Moderator & Förderer 2019
 
Beiträge: 11015
Bilder: 172
Registriert: 20.07.2002, 17:54
Has thanked: 35 times
Been thanked: 252 times
UVC-Mitglied: 0
UCG-Mitglied: 4333
Unimog:

Re: Motor OM 314

Beitragvon benz » 23.07.2016, 17:15

Hallo zusammen,

also es wird ein Gehäuse vom OM 314 mit 4-Loch Kompressorbefestigung und Burgmannring.
Kann man ohne Demontage des Kompressors erkennen ob ein 77 mm oder 94 mm Kolben verbaut ist? Und sind die Nockenwellen an der Lagerstelle des Pleulagers des Kompressors gleich?

Bei den Nockenwellen bin ich soweit jetzt zu A 314 050 18 01 und A 314 050 19 01 gekommen, das wäre die Standard NW aus dem Unimog. Hier hat Michael schon mal die Zeiten der Auslaßseite eingestellt. Wie sind die Zeiten der Einlaßseite?

Ersetzt wurden die beiden o. g. in A 314 050 21 01 laut WHB mit geänderten Steuerzeiten. Die Steuerzeiten stehen nicht dabei. Hat jemand die geänderten Werte zur Hand?

Dann hätte ich zum Vergleich noch A 314 050 08 01.
Einlaßventil öffnet bei 29° vor OT
Einlaßventil schließt bei 55,9° nach UT
Auslaßventil öffnet bei 54°vor OT
Auslaßventil schließt bei 20,8° nach UT
Gruß Reiner
Benutzeravatar
benz
Senior Member
Senior Member
 
Beiträge: 1882
Registriert: 23.08.2011, 13:47
Wohnort: Mühlhausen
Has thanked: 1 time
Been thanked: 54 times
UVC-Mitglied: 0
Unimog: 403.121

Re: Motor OM 314

Beitragvon Helmut-Schmitz » 24.07.2016, 13:14

Hallo Reiner
der Kolbendurchmesser ist bei 4 -Loch 94mm und bei 3-Loch 77mm, guckst du EPC, der Hub ist gleich, vom OM314 bis 366.

Nockenwellen habe ich für die letzte (Sauger-)Version, Kennziffer 314 45 die Steuerzeiten
Eö 29° v OT
Es 56° n UT
Aö 55° v UT
As 15° n OT
Ventilhub
OT Einlass 0,72 +0,2
OT Auslass 0,73 +0,2
UT Einlass 4,21 +0,3
OT Auslass 5,94 +0,3

leider habe ich keine Steuerzeiten für den OM364, die Nocken sind von der Form her oben abgeflacht bzw der Auslassnocken hat eine Sattelcharakteristik, so das der Max-Hub von 9,5mm zweimal erreicht wird.
Da wurde sehr viel miteinander kombiniert, was in den normalen Hand- und Tabellenbüchern nicht dokumentiert ist. Z.B. gab es für den LP709 (85PS) die SA 18894 "Motoren mit verbesserter Verbrennung" mit der von dir genannten 314 050 21 01 Nockenwelle mit anderen Düsen A0010171412.
Es ist eine Syphusaufgabe, aus EPC, diversen WHB und Tabellenbüchern mögliche bzw die günstigste Kombination zu finden.
Wenn z.B. im mittleren Drehzahlbereich das Drehmoment um 30 bis 40% angehoben werden kann und das maximale Drehmoment dabei 200U/min früher anliegt, so ist die maximale Leistung rein rechnerisch sogar geringer, das Leistungsverhalten im tatsächlichen Fahrbetrieb aber um um Quantensprünge besser und das Fahrzeug kann infolge dessen merkllich schneller im Verkehr bewegt werden.

Lt Tabellenbuch wird z.B. beim 314A (314.970) die Nockenwelle 314 46!!! durch 364 01 ersetzt. Du siehst daren, es ist vieles möglich, musst es aber selber ausprobieren da MB mit Einlauf der Nachfolgebaureihen keine Versuche mit alten Motorbaureihen und Komponenten aus neuen Baureihen durchgeführt hat.
Maach et jot äwer net ze offt
Helmut

Dieses Dokument ist auf elektronischem Weg erstellt und ohne Unterschrift gültig

Et es wie et es
Et kütt wie et kütt
Nix bliev wie et wor
Wat wellste maache
Wat soll dä Quatsch
Benutzeravatar
Helmut-Schmitz
Moderator & Förderer 2019
Moderator & Förderer 2019
 
Beiträge: 11015
Bilder: 172
Registriert: 20.07.2002, 17:54
Has thanked: 35 times
Been thanked: 252 times
UVC-Mitglied: 0
UCG-Mitglied: 4333
Unimog:

Re: Motor OM 314

Beitragvon benz » 24.07.2016, 13:56

Hallo Helmut,

danke für die Recherche.

EPC hatte ich im Vorfeld schon durchsucht und dort findet man zu Nockenwellenkompressor:

A 314 130 00 08, Kolben 77 mm 3-Lochbefestigung
A 352 130 02 08, Kolben 77 mm 4-Lochbefestigung
A 352 130 01 08, Kolben 94 mm 4-Lochbefestigung

Deshalb meine Frage nach der Erkennung von aussen.

Die von dir genannte 314 45, 3144 oder 31441 die kann ich irgendwie keiner Teilenummer im EPC zuordnen.
Gruß Reiner
Benutzeravatar
benz
Senior Member
Senior Member
 
Beiträge: 1882
Registriert: 23.08.2011, 13:47
Wohnort: Mühlhausen
Has thanked: 1 time
Been thanked: 54 times
UVC-Mitglied: 0
Unimog: 403.121

Re: Motor OM 314

Beitragvon Helmut-Schmitz » 25.07.2016, 22:37

Hallo Reiner
Tabellenbuch Unimog 1989 :OM314.917 Nockenwelle mit Kennziffer 314 45 die besagten Steuerzeiten
EPC sagt für OM314.917 ab Motor-Nr 340744 Nockenwelle A3140502101 (letzte Version)
Das muss man dann entsprechend interpretieren, da es keine neuere ET-Nr gibt.
Wie ich schon geschrieben habe, das ist eine Sucharbeit mit Abgleich mehrerer Quellen. Sicherlich gibt es bei Daimler eine interne Liste mit ET-Nr und Steuerzeiten, die habe ich aber auch nicht.
Leider sind in den LKW-Tabellenbüchern nicht die Steuerzeiten gelistet. In den WHB stehen dafür Ventilhübe statt Steuerzeiten drin.
Da aber die 314 46 durch die 364 01 ersetzt wurde, gehe ich davon aus, dass nach 46 Schluss war und der 364 dann Einzug gehalten hat. Dazu gibt es passend in den Einführungsschriften und Neuvorstellungen dann wiederum Angaben über verstärkte Radien an der 364er Nockenwelle und diversen anderen Änderungen. Vermutlich haben die Motorinstandsetzer darüber detailierte Unterlagen.
Als ich vor zwei Jahren ein altes Polizeipatrolien-Boot von OM352 auf 366 umgerüstet habe, war ich bei einem kleinen Motorinstandsetzungsbetrieb, der hatte noch Regale voll alten Katalogen.
Maach et jot äwer net ze offt
Helmut

Dieses Dokument ist auf elektronischem Weg erstellt und ohne Unterschrift gültig

Et es wie et es
Et kütt wie et kütt
Nix bliev wie et wor
Wat wellste maache
Wat soll dä Quatsch
Benutzeravatar
Helmut-Schmitz
Moderator & Förderer 2019
Moderator & Förderer 2019
 
Beiträge: 11015
Bilder: 172
Registriert: 20.07.2002, 17:54
Has thanked: 35 times
Been thanked: 252 times
UVC-Mitglied: 0
UCG-Mitglied: 4333
Unimog:

Re: Motor OM 314

Beitragvon benz » 26.07.2016, 17:48

Hallo Helmut,

danke für die weiterführenden Infos. Ich habe heute noch mal den ehemaligen Besitzer einer geschlossenen Unimogwerkstatt aufgesucht aber das Archiv war angeblich schon leer.

Das Telefonat mit dem Motorinstandsetzer hat auch nichts gebracht die bauen nur wieder (neu) ein was sie beim Ausbau vorfinden.

Was ist nach eueren Erfahrungen der Preis für einen OM 314 Zylinder schleifen + Übermaßkolben, Kurbelwelle schleifen Pleul- und KW-Lagerschalen neu und die o. g. Teile einbauen?
Gruß Reiner
Benutzeravatar
benz
Senior Member
Senior Member
 
Beiträge: 1882
Registriert: 23.08.2011, 13:47
Wohnort: Mühlhausen
Has thanked: 1 time
Been thanked: 54 times
UVC-Mitglied: 0
Unimog: 403.121

Re: Motor OM 314

Beitragvon benz » 30.03.2017, 19:41

Hallo Helmut,

die Konstellation der Ersatzteile sieht jetzt wie folgt aus:

Block mit Kolben und Pleul aus AT-Motor mit 94 mm Kompressor und Nockenwelle 314.41. Kurbelwelle hatte Lagerschaden. Der Block soll aus einem MB-Trac sein.
Spaltmaß der Kolbenringe vom Kompressor ist o. k. Das Spaltmaß der Kolbenringe vom Motor liegt an der Verschleißgrenze, Kolben und Buchsen sehen gut aus.

Hast du zufällig Infos über die zu sehende NW?

Neue Kurbelwelle ist allerdings mit Öl-Rückführgewinde, die ausgebaute Kurbelwelle war mit Burgmannring abgedichtet. Im WHB wird beim instandsetzen der hinteren Abdichtung nur der Burgmannring behandelt. Auf die Ölrückführung wird nach 5.2/1 verwiesen, dort ist die Reparaturlösung genannt. Nur ist 5.2/1 in meinem WHB gar nicht vorhanden.
Kannst du mir sagen wie die Reparaturlösung aussieht?

Das schleifen der alten KW incl. Lagerschalensatz kostet je nach Anbieter 570 €, 760 € oder 850 €.
Dateianhänge
Nockenwelle 2.JPG
Kurbelwelle 4.JPG
Kurbelwelle 5.JPG
Gruß Reiner
Benutzeravatar
benz
Senior Member
Senior Member
 
Beiträge: 1882
Registriert: 23.08.2011, 13:47
Wohnort: Mühlhausen
Has thanked: 1 time
Been thanked: 54 times
UVC-Mitglied: 0
Unimog: 403.121

Re: Motor OM 314

Beitragvon benz » 06.04.2017, 19:34

Hallo zusammen,

nach nochmaligen benutzen der SuFu habe ich folgende Beiträge gefunden.
Es handelt sich zwar um den OM352 aber das dürfte an dieser Stelle wohl egal sein.

post61286.html?hilit=Kurbelwelle%20abdichten#p61286

post31143.html?hilit=Kurbelwelle%20abdichten#p31143

post6265.html?hilit=Kurbelwelle%20abdichten#p6265

In allen Beiträgen wird als Reparturmaßnahme von MB das einfräsen einer Nut und setzen des Burgmannrings unten genannt.
D. h. man kann in ein Motorgehäuse mit Nuten für Burgmannring ohne weitere Probleme eine Kurbelwelle mit Ölrückführgewinde einsetzen? Die Durchmesser beider Kurbelwellen sind an der Abdichtstelle gleich groß.

Ob das Ganze dann auch dicht war wurde nicht berichtet.

Hier noch das Bild vom Typenschild des gekauften Motors.
Dateianhänge
Typenschild AT-Motorblock.jpg
Gruß Reiner
Benutzeravatar
benz
Senior Member
Senior Member
 
Beiträge: 1882
Registriert: 23.08.2011, 13:47
Wohnort: Mühlhausen
Has thanked: 1 time
Been thanked: 54 times
UVC-Mitglied: 0
Unimog: 403.121

Re: Motor OM 314

Beitragvon Helmut-Schmitz » 06.04.2017, 22:40

Hallo Reiner
Hast du zufällig Infos über die zu sehende NW?
leider nein,
Die Nacharbeit de Kurbelwellenabdichtung ist im Kapitel 3.11 ab der besagten Seite 5/2.1ff bei mir beschrieben. Im Nachtrag 08 (1979) war diese Arbeit noch nicht beschrieben, kommt also drauf an, wie alt dein WHB ist. Allerdings ist nur im unteren Lagerdeckel eine Nacharbeit für den Gewebedichtring vorgesehen. Was mit der Kurbelwelle selbst gemacht werden soll wird nicht erwähnt.
Im EPC ist bei Nacharbeit Kurbelwelle bis Motor-Nr 283201 (1977) der Burgmannring 636 997 0040 gelistet.
Allerdings ist bei Tauschmotoren ab 1976 ein 6mm Burgmannring vom 364/366 im EPC gelistet, während bei Versionen die werksmäßig mit Gewebedichtring versehen waren (ab 283202?) ein 7,8mm Dichtring verbaut ist.
Ab Nr 283 202 wurde der Motor modernisiert, der Spritzversteller wandert von der ESP auf die Nockenwelle.
Maach et jot äwer net ze offt
Helmut

Dieses Dokument ist auf elektronischem Weg erstellt und ohne Unterschrift gültig

Et es wie et es
Et kütt wie et kütt
Nix bliev wie et wor
Wat wellste maache
Wat soll dä Quatsch
Benutzeravatar
Helmut-Schmitz
Moderator & Förderer 2019
Moderator & Förderer 2019
 
Beiträge: 11015
Bilder: 172
Registriert: 20.07.2002, 17:54
Has thanked: 35 times
Been thanked: 252 times
UVC-Mitglied: 0
UCG-Mitglied: 4333
Unimog:

Re: Motor OM 314

Beitragvon benz » 07.04.2017, 10:59

Hallo Helmut,

danke für die Infos.

Nach Internet-Recherche wurde der gekaufte OM314.957 im MB Trac 800 (440.163) eingebaut und hat 72 PS / 221 NM bei 1600 RPM. Der letzte Kurbelwellenlagerbock hat an diesem Motor eine umlaufende 8,1 mm breite Nut für den Burgmannring. Dann sollte ja 7,8 mm praktisch reinfallen?

Wenn ich mit diesen Daten ins EPC schaue finde ich hier die selben NWs wie im 403 mit OM 314.916. Also wäre es fast egal welche der vorhandenen NW dort eingebaut wird.

Oder ich verwende doch die NW aus dem Bus OM314.910 der ja mit 85 PS angegeben ist. Leider gibt die Suche im Netz kein Drehmoment für den OM314.910 her.
Gruß Reiner
Benutzeravatar
benz
Senior Member
Senior Member
 
Beiträge: 1882
Registriert: 23.08.2011, 13:47
Wohnort: Mühlhausen
Has thanked: 1 time
Been thanked: 54 times
UVC-Mitglied: 0
Unimog: 403.121

Re: Motor OM 314

Beitragvon Helmut-Schmitz » 07.04.2017, 20:27

Hallo Reiner

die 85-PS-Version (2800 U/min)war auch im LKW verbaut, Baumuster 910, 944, 964, 965 alle mit Mmax235Nm /1900U/min.
Wichtig bei der Nockenwellen-Auswahl ist die Position des Spritzverstellers, da müssen alle Räder und die Nockenwelle zueinander passen.
Maach et jot äwer net ze offt
Helmut

Dieses Dokument ist auf elektronischem Weg erstellt und ohne Unterschrift gültig

Et es wie et es
Et kütt wie et kütt
Nix bliev wie et wor
Wat wellste maache
Wat soll dä Quatsch
Benutzeravatar
Helmut-Schmitz
Moderator & Förderer 2019
Moderator & Förderer 2019
 
Beiträge: 11015
Bilder: 172
Registriert: 20.07.2002, 17:54
Has thanked: 35 times
Been thanked: 252 times
UVC-Mitglied: 0
UCG-Mitglied: 4333
Unimog:

Re: Motor OM 314

Beitragvon benz » 09.04.2017, 12:01

Hallo Helmut,

das mit den unterschiedlichen Spritzverstellern ist mir bekannt.

Wenn der "neue" Rumpf mit gehonten Buchsen, eingebauten Kolben und Kurbelwelle fertig ist, dann baue ich den jetzigen OM314.910 aus zerlege den und entscheide welche NW ich verwende. Das kann aber noch etwas dauern.

Angesichts deiner Angabe von 235 Nm bei 1900 RPM sehe ich fast keinen Sinn mehr darin die NW A 314 050 21 01 wegen der möglichen 10 Nm, als Gebrauchtteil zu verbauen. Denn neu ist sie laut Anfrage bei MB nicht mehr lieferbar.

Es gab ja beim OM 314 die SA "Motoren mit verbesserter Verbrennung" mit der genannten 21 01 Nockenwelle mit anderen Düsen A 001 017 14 12.

Macht es Sinn diese Düsen separat zu verbauen? Was ist dort anders dran? Funktionieren sie mit den vorhandenen Kolben?

Laut EPC ist die Düse 14 12 ab Motor 340 744 sowieso verbaut gewesen. Bei den Kolben wird wegen der SA anscheinend nicht unterschieden.
Gruß Reiner
Benutzeravatar
benz
Senior Member
Senior Member
 
Beiträge: 1882
Registriert: 23.08.2011, 13:47
Wohnort: Mühlhausen
Has thanked: 1 time
Been thanked: 54 times
UVC-Mitglied: 0
Unimog: 403.121

Nächste

Zurück zu Technik-Forum

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste