Tach Ingo.
Die Literatur für einen Mercedes Dieselmotor im PKW-Bereich sagt folgendes aus: Es ist auf eine Luftblase im Öldruckregelventil zurückzuführen.
Ein Bekannter der früher bei VW gearbeitet hat meinte, alte VW Motoren hätten nach dem Ölwechsel auch ab und an dieses Phänomen gezeigt, dann musste man den Öldruckschalter ausbauen und einmal den Motor ohne diesen Schalter durchdrehen lassen. Scheinbar auch dort ein Luftproblem.
Also das mit der Luftblase halte ich für ein Gerücht. (Obwohl ich nicht gegen Mercedes-Literatur oder gegen VW-Mitarbeiter "anstinken" möchte)
(Öldruckschalter und Öldruckregelventil sind nach meinem Wissen auch an hemmungslos unterschiedlichen Stellen eingebaut.)
Weil: Luft in dem System wird auch mit dem Druck der Pumpe komprimiert. Das kann nach meiner Meinung nix ausmachen. Ich hatte an einem Oeldruckmanometer eine transparente Schlauchleitung, das sah ich etwa 20 cm vor dem Manometer nur Luft bis zum Instrument. Ich stutzte zunächst, sagte mit aber, daß diese Luftsäule auch mit dem Druck beaufschlagt wird, das Messinstrument also den richtigen Druck anzeigt. Guter Nebeneffekt: in der Rohrfeder der Messuhr ist nur Luft, und kein Öl, mit eventuellen älter-öligen (sauren) Bestandteilen, die gaaanz langfristig das Messing anoxidieren könnten, könnten !
Den Öldruckschalter rausbauen, um die Luft herauszublasen, halte ich für nicht ohne: Man stelle sich vor, der Geber ist rausgeschraubt, der Motor wird mit dem Anlasser gedreht, oder gar mit eingeschalteter Zündung, die Spritzweite des Öles ist bei 1,0 bar geschätzte 8-10 Meter ! ! !. Solch ein Experiment würde ich mir nach reiflicher Überlegung nur aus einer Entfernung von 10 Metern mit Schutzbrille und ölfestem Tyvek-Schutzanzug anschauen wollen.
In dieser Testzeit bekommen die notwendigen Lagerstellen auch nix mehr vom Ölsaft ab.
Eine Luftblase im Bereich Öldruckregelventil ist nach der ersten vollständigen Öffnung durch den Kolben oder die Kugel in den Ölsumpf herausgeblasen. Das Ventil öffnet ja bei 5-6 bar, ansonsten würds die Pumpe beeinträchtigen. (Analog zur Gleichstrom LiMa: Je Drehzahl desto Volt, wäre da nicht der Regler)
Eine Luftblase im System, wird sich bei einem Ölwechsel innerhalb weniger Sekunden/Minuten entfernen, von selbst, die schiebt die Ölsäule vor sich her.
Ich hab mir mal den Spass gemacht die Werte grafisch darzustellen. Die Meßuhrwerte entsprechen meinen Erfahrungen, die des Anzeigegerätes lassen eindeutig auf einen "Defekt" schliessen. (Elektrisch/Mechanisch im Anzeigegerät oder im vorhandenen Geber, sofern der Ohm-Werte abgibt; den Geber (wenn elektrisch) könnte man auch bei unterschiedlichen Drücken mit einem Ohmmeter messen. Die Kurvenverläufe dieser Geber (auch Kühlwassertemp.-Geber) ist meist immer recht linear/gradlinig ansteigend).
Grüsse
WolFgang
Was ist Theorie: Wenn man alles weiss, aber nichts funktioniert.
Was ist Praxis: Wenn alles funktioniert, und keiner weiss warum.
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