Herzlich willkommen

Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#272924
Nachdem ich viel Spaß mit ihm hatte, wird nun Ernst daraus. Dem Motto "immer am laufen halten" folgend bin am Ende angelangt: Zylinderkopf und 2. Zylinder sind defekt, der Motor muß raus, das Fahrerhaus runter.

Bei dieser Gelegenheit will ich gleich das Fahrerhaus restaurieren, denn im Bereich der Kotflügel und Seitenteile gibt es etliche Rostschäden.
1. Frage: Sollte man für größere Trenn- und Schweißarbeiten das Fahrerhaus mit seinen 3 Befestigungspunkten fest auf ein Gestell schrauben, oder genügen lokale Fixierungen, z. B. mit Schraubzwingen?

Beim Motorwechsel werde ich voraussichtlich die vorhandene Schwungscheibe auf den neuen Motor setzen müssen.
2. Frage: Sind Kurbelwelle und Schwungscheibe separat gewuchtet, so daß ich den Umbau ohne weiteres machen kann?

Als Einspritzpumpe soll eine mit mechanischer Regelung verwendet werden, die mit Bowdenzug betätigt wird, und auch bei Verwindung zuverlässig am Gaspedal "hängt".
3. Frage: Wer hat das schon mal gemacht und kann Tipps geben?

Da bekanntlich die Kühlung ein Engpaß beim 636 im 411 ist, möchte ich die Gelegenheit nutzen und diesbezüglich optimieren. Stichworte: Zusatzkühler, 2. Kühlkreislauf im Bypass, anderer (elektrischer?) Lüfter, andere oder zusätzliche Wasserpumpe
4. Frage: Gibt es hierzu praktikable und wirksame Lösungen?

Ich habe die Befürchtung, daß die bevorstehenden Arbeiten sich noch etwas hinziehen werden. So werde ich bestimmt noch auf viele Fragen stoßen und auf Eure Unterstützung hoffen. Andererseits will ich auch meine Erfahrungen und Erkenntnisse weitergeben und damit gleich mal anfangen:

1. Tag: Fahrerhaus abnehmen
Mit einem Helfer und zwei Kettenzügen, eingehängt in das Gebälk meines Carports, klappte das eigentlich ganz gut. Gegenüber der lapidaren Beschreibung im Werkstatthandbuch gab es aber doch ein paar Schwierigkeiten.
Allrad- und Handbremshebel ließen sich nicht hoch genug ziehen. Deshalb habe ich den gemeinsamen Bolzen gezogen, und damit die beiden Hebel über ihren eigentlichen Arbeitsbereich hinaus senkrecht gestellt.
Das untere Pedalerie-Abdeckblech bzw. seine Befestigungsschrauben waren festgerostet und die Schraubenköpfe mußten abgeflext werden, wegen der schlechten Zugänglichkeit natürlich mit etwas Kollateralschaden. Das Kupplungspedal ließ sich trotzdem nicht gleich ausfädeln, weil der rechte Kotflügel bereits innen am Kompressor anstand und sich nicht weit genug nach links bewegen ließ. Nach Aushängen des Kupplungsgestänges ließ sich das Pedal weiter nach vorne drücken und dann ging es.
Das Masseband und einen Hydraulikschlauch hatte ich im Gewirr übersehen und abgerissen bzw. geschädigt.

So weit für heute
Dateianhänge:
25092009438klein.jpg
25092009438klein.jpg (98.77 KiB) 13775 mal betrachtet
25092009437klein.jpg
25092009437klein.jpg (93.93 KiB) 13775 mal betrachtet
25092009436klein.jpg
25092009436klein.jpg (98.77 KiB) 13775 mal betrachtet
Zuletzt geändert von OPTI-MOG am 16.05.2010, 16:49, insgesamt 4-mal geändert.
#272952
Hallo Christoph,

nun ist es also soweit, bin sehr gespannt auf Deine Berichte.

zu dem (angeblichen) Kühlproblem möchte ich kurz meinen Senf dazu geben.

Bei mir war bis letzte Woche ein Ausgleichsbehälter mit einem zusätzlichen Bypassschlauch verbaut, etwa 4-5 mm Innendurchmesser.
Selbst mit angebauter Frontwinde stieg bei mir die Kühlwassertemperatur eigentlich nie über 85°C. Da aber durch meine Eskapaden der Ausgleichsbehälter Schaden genommen hat, habe ich diesen nun gewechselt gegen einen Normalen ohne Bypass. Stattdessen habe ich in an dem Thermostaten selbst seitlich 3mm Bohrungen angebracht. Ich habe das Schmidtsche schraubbare Thermostatgehäuse.
Mit dem Ergebnis, dass die Kühlwassertemperatur heute selbst bei zügigiger Fahrt (60 km/h ++) zu keiner Zeit die 80°C überschritten hat, auch nicht bei längerer Steigung. Allerdings ist im Moment der Kühler völlig frei, d.h. die Winde ist abgebaut.
#272957
Hallo Jürgen,

soweit ich Deine Ausführungen verstanden habe, bezieht sich der Bypaß lediglich auf den Thermostaten. Meine Idee war aber, zusätzlich Wärme abzuführen (siehe meine Stichworte oben). Mit ein paar Löchlein oder einem Schläuchlein wird man dieses Ziel nicht erreichen. Aber die Löchlein werde ich mir auch überlegen. Danke für Deinen Hinweis.
Zuletzt geändert von OPTI-MOG am 26.09.2009, 22:11, insgesamt 1-mal geändert.
#272959
Hallo Christoph,

ich habe Dich durchaus verstanden. :D
Nur glaube ich nach meinen bisherigen Erfahrungen, dass es nicht notwendig ist, zusätzliche Wärme abzuführen.
Wir belasten doch den Mog nicht wirklich durch einfaches Fahren auf der Strasse, so ohne Last.
Dass eine Wärmeprobleme vor dem Pflug oder mit schweren Anhängern bestehen kann ist durchaus möglich.
Aber das machen wir beide doch nicht. :wink:
Zuviel Kühlung ist der optimalen Verbrennung auch nicht unbedingt zuträglich, soweit mir bekannt.
#272961
2. Tag: Motor ausbauen

Nachtrag zum Hütte abnehmen:
Die Kettenzüge hatte ich an einem Balken in 3,3 m Höhe angebracht. Das ist vermutlich die Mindesthöhe für eine derartige Aktion.
Nach dem Ausfädeln der senkrecht gestellten Hebelage muß diese wieder waagrecht gestellt werden. Sonst kann man die Lenksäule nicht ausfädeln. Das Fahrerhaus bewegt sich dann ein Stück über die Pritsche nach hinten. Das Werkstatthandbuch ist diesbezüglich sehr sparsam mit Hinweisen!

Zum Thema Motor ausbauen ist das Werkstatthandbuch auch kurz angebunden. Danach sollte der Motor in spätestens einer Stunde draußen sein. Bis zum Punkt "Motor nach vorne herausfahren" war auch alles ganz einfach. Aber am vorderen Anschlag angekommen war das Spaltmaß zwischen Motor und Glocke gerade mal 5 mm. Vorläufiges Fazit: Motor ist unausbaubar. Nochmal in das Werkstatthandbuch geguckt: "Motor nach vorne herausfahren!". Also noch Lenkhilfepumpe und Lichtmaschine abgebaut, mit dem Werkstattkran Motor kräftig nach oben gezogen, damit er über das vordere Motorlager kommt, und dann rumms - der Motor hängt am Haken, das Getriebe fällt nach unten! Die hätten wenigstens noch schreiben sollen, daß man das Getriebe massiv unterstützen muß! (War mir eigentlich klar.) Beim Einbau geht das sowieso nicht ohne!
Ich habe nicht auf die Uhr geguckt, aber es hat mindestens 3 Stunden gedauert.
Dann habe ich erst mal meine Hände und Unterarme in Petroleum gebadet. Das anschließende Duschbad ergab immer noch dunkelgraues Abwasser. :shock:
Dateianhänge:
26092009448klein.jpg
26092009448klein.jpg (99.31 KiB) 13643 mal betrachtet
26092009440klein.jpg
26092009440klein.jpg (99.57 KiB) 13643 mal betrachtet
26092009439klein.jpg
26092009439klein.jpg (98.4 KiB) 13643 mal betrachtet
#272962
Hi Christoph,

wegen dem Motor, hab ja den aus und einbau bei meinen bereits hinter mir und den Kabinentausch auch schon hinter mir....

Zum Motor:

ich bin hergegangen, das vordere Motorlager gelöst und mit dem Deckenkran den Motor angelupft bis er recht weit oben war. Dann hab ich das Getriebe mit nem 4-Kant-Eisen unterbaut damit beim Trennen von Motor-Getriebe es nicht runter fällt. Dann die beiden Aggregate getrennt und den Motor schräg nach vorne herausgezogen.

Zum Kabinenabbau:

Ich bin hergegangen, und habe den Hyd. Steuerblock sowie Luftpresser/Hyd.Pumpe zusätzlich ausgebaut (steht so auch nicht im WHB), ergibt wieder etwas mehr Platz grad beim Aus und Einfädeln der Kabine über die Lenksäule. Desweiteren, hab ich den Handbrems- und Allradhebel komplett ausgebaut. Dazu noch den Hauptschalthebel abgebaut und die hintere Führung vom Synchronisierten Getriebe weg gemacht. Somit konnte ich den Hals vom Hauptschalthebel auch noch etwas nach oben bringen. Und dann halt mit dem Kettenzug angehoben und die Kabine ausgefädelt.
#272963
Hallo Jens-Alexander,

der Hydraulik-Steuerblock ist mir gar nicht als störend aufgefallen. Aber bei der Hebelage war ich fast schon am Verzweifeln. Doch mit dem extremen senkrecht stellen und anschließend wieder möglichst weit waagrecht ging es dann doch.
#274591
Es geht nur sehr langsam voran.
Das Fahrgestell ist mit dem Hochdruckreiniger sorgfältig gereinigt (fettige Sauerei!), aber es gibt immer noch einige Dreckecken.
Zunächst mache ich mir gründlich Gedanken über den zeitlichen und finanziellen Aufwand, den ich betreiben möchte.
Eines ist klar: Den alten Motor werde ich nicht aufarbeiten, sondern mir einen guten jüngeren besorgen. Die "alten" Anbauteile werden umgebaut.
Die Gegenheit für eine ordentliche Restauration wäre eigentlich günstig. Aber wenn ich mir vorstelle, Rahmen und Fahrerhaus strippen und später wieder zusammen bauen zu müssen, komme ich gleich wieder auf meine Strategie "nur am Laufen halten" zurück.
Also bekommt das Fahrwerk nur einen "öligen" Korrosionsschutz und die Rostlöcher im Blech werden geschweißt. Danach gibt es einen partiellen Pinselanstrich. Neuer Auspuff, neue Stoßdämpfer, Reifen und vielleicht neue Türen sind auch noch drin.
Dann bin ich schon ein paar Tausender los, habe aber die Chance in der nächsten Saison wieder mitfahren zu können.

Kinzigsegler geht es ja inzwischen ähnlich wie mir. Hoffentlich hat er nicht so einen großen Motorschaden wie ich auf dem 2. Zylinder mit Rissen im Zylinderkopf (siehe Fotos). Eigentlich hätte ich eher erwartet, daß der 3. Zylinder als der thermisch am höchsten belastete ausfällt. Welche Erklärung gibt es nun hierfür?

Das Rennen ist eröffnet. Wer macht noch mit?
Dateianhänge:
P9160015klein.jpg
P9160015klein.jpg (93.88 KiB) 13379 mal betrachtet
P9160027klein.jpg
P9160027klein.jpg (88.48 KiB) 13379 mal betrachtet
#274592
Hallo Christoph,

ja, dass sind wirklich parallelen, sowohl was die akuten Motoren als auch offensichtlich die Gedanken zur Instandsetzung angeht.

Aber Du hast einen Vorsprung und wohl wie es scheint schon eine junge Maschine in Aussicht. Schade das dort nicht noch eine ist, ich würde sie glatt nehmen.

Also wann und wo ist das Ziel, in welchem Gelände wollen wir uns verabreden :D
#275172
Die Suche nach einem neuen Motor ist abgeschlossen. Und zwar so erfolgreich, daß auch unser Kinzigsegler noch einen abbekommen hat.
Beide stammen aus dem Panzer 68 der Schweizer Armee, wo sie als Generatorantrieb tätig waren.

Der Transport ging einzeln sogar mit dem Ford Focus C-max meiner Frau. Dafür hatte ich mir eine Plattform im Wagen und ein Tablett für den Motor gebastelt.
Also Motor auf Tablett, ins Auto geschoben und festgezurrt, fertig.
Dateianhänge:
15102009460klein.jpg
15102009460klein.jpg (88.77 KiB) 13131 mal betrachtet
15102009457klein.jpg
15102009457klein.jpg (95.14 KiB) 13131 mal betrachtet
#275174
Da der OM636 aus dem Panzer abweichend von der Ausführung für den U411 ausgerüstet ist, müssen Umbauten vorgenommen werden, die aber leicht durchgeführt werden können.

Es müssen getauscht werden:
1. Schwungscheibe mit Kupplung
2. Riemenscheibe vorne an der Kurbelwelle
3. Auspuffkrümmer
4. Verrohrung des Kühlkreislaufes
5. Ölablaßverschraubung
6. evtl. Saugtrakt und Einspritzpumpe (siehe auch unten)
7. evtl. Glühkerzen wegen 12/24 V

Vermutlich müssen noch weitere Veränderungen wie z. B. die Verlegung des Dieselfilters gemacht werden. Aber das ist je nach Ausstattung des MOGs oder nach persönlichem Geschmack variabel.

Ich möchte jedenfalls die Einspritzpumpe mit mechanischem Drehzahlregler belassen und die Betätigung durch das Gaspedal gleich über einen Bowdenzug machen. Der Motor ist auf n max 2500 min^-1 eingestellt und verplombt. Es sieht aber so aus, als ob man nur diese von außen zugängliche verplombte Stellschraube ein wenig herausdrehen müßte, um eine höhere Drehzahl einzustellen. Ist dem so?
Dateianhänge:
PA180002klein.jpg
PA180002klein.jpg (68.07 KiB) 13109 mal betrachtet
PA180003klein.jpg
PA180003klein.jpg (66.43 KiB) 13109 mal betrachtet
PA180005klein.jpg
PA180005klein.jpg (60.56 KiB) 13109 mal betrachtet
#275189
Hallo Stephan,

Jürgen hat die alten Achsen.
Erkennst Du auf den Fotos, daß die Ölwanne nicht zu meinen neuen Achsen paßt?
Da hätte dann eben ein bißchen mehr Arbeit.

Übrigens zeigen die Fotos nicht meine Werkstatt, sondern nur mein überdachtes Freilager. Und Jürgen macht den Umbau bestimmt im Wohnzimmer, denn in seiner kleinen Garage steht ja der MOG. :wink:

Edit: Ich hab' grad' nochmal nachgeguckt: Die Ölwanne sieht genau so aus wie meine alte und einen Burgmannring gibt es auch nicht. Bei mir dichtet ein "Gewinde". Hast Du da was verwechselt, oder bin ich auf dem falschen Dampfer?

Nochmal edit: Klar doch, Burgmannring hinten, "Gewinde" vorne.
Zuletzt geändert von OPTI-MOG am 18.10.2009, 23:05, insgesamt 2-mal geändert.
#275204
Hallo Christoph,

sehen ja mächtig aus, unsere Motoren.
Na da bin ich ja gespannt auf die neuen Erfahrungen, die da auf mich zukommen.
Meine Schrauberhöhle ist garnicht so klein, fast hätte ja ein 404 hinein gepasst. Es fehlten nur 4cm und ein Kirschbaum ist im Weg. :D

Mach Du mal die Pionierarbeit und berichte hier darüber, damit ich etwas lernen kann. Ich dacht bisher auch das die Abdichtung zur Schwungscheibe mittels Borg/Burgmannring gemacht wurde.

Freue mich schon auf neue Aufgaben :D
#275212
Hi,

die Borgmann dichtung dichtet die Kurbelwelle nach aussen (also vorne zur Riemenscheibe und hinten zur Schwungscheibe) ab. Dazu muss die Ölwanne weg und die Kurbelwelle abgesenkt werden.

Und ja, die Ölwanne passt nur auf die Alte Achsen...wenn du die auf die Neue nimmst kann dir das Achsgehäuse die Ölwanne aufschlagen.....
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 35

Danke auch für die Info, ich suche die Befest[…]

Hallo Rolf du hast den ersten Schritt überspr[…]

Motor Ausbau an 421

Hallo, hat sich erledigt. Für den Nächs[…]

Ersatzteil Liste Unimog 427 U1400

Hallo Im Internet bin ich leider auch nicht f&uum[…]