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Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#159454
Ich brauche einen Expertenrat zum Thema Öldruck.
Ich habe einen 421.140 ( 52PS)vor kurzem erworben. Das Fahrzeug ist soweit in Ordnung.
Bei der Drehzahl 800 hat der Druckgeber ca 2,5 bar angezeigt und stieg mit entsprechender Drehzahl auf 5 bar.
Jetzt habe ich einen Ölwechsel durchgeführt. Den Filter gewechselt,und folgendes festgestellt.
Wenn das Fahrzeug noch relativ kalt ist, hat er im Leerlauf 2,5 und bei 2400 U/min 4 bar. Wenn das Fahrzeug dann richtig warm gefahren wurde fällt der Druck in der Anzeige. bei 2400 lediglich nur noch 3 bar, im Stand geht der Druck auf 1 bar-0 bar runter.
Ich habe bereits das Öl gewechselt. Auf 30 W. Den Filter nochmals überprüft. Den Nebenstromfilter nochmals gereinigt und eingebau. Keine Besserung.

Ich habe den Vorbesitzer nochmals angerufen. Dieser versichere mir glaubhaft, lediglich 15W40 verwendet zu haben. Ohne Probleme.

Kann es auch ein Anzeigeproblem sein? Ich werde den Drucksensor nochmals prüfen.
Kann mir jemand noch einen Tipp geben?

Danke im voraus.
Ingo
#159489
Hallo Ingo!
Wenn Du das alte Filtergehäuse in der Blechausführung hast,oben ist ein Anschluss seitlich,dort würde ich mal versuchen,den Öldruck mit einer mechanischen Messuhr zu messen,Messbereich 0-6bar.Normales Öl in 10W40 oder 15W40 sollte es sein.Der Öldruck beträgt bei meinem im Leerlauf,wenn er richtig warm ist,0,8bar bei 650/min.Kalter Zustand 6bar,normal warm bei 3200/min ca 4bar.
MfG, Jörg
#159505
Danke für die Info. Das Problem bei mir ist eine mechanische Uhr mit dem Anschluß an der Schraube zu bekommen.

Ich habe nochmls parallel zum Geber eine Widerstandsmessung durchgeführt. Die Werte passen nicht zur Anzeige.
Im Leerlauf 106 Ohm entspricht ca 3 bar. Anzeige 5 bar.
Motor aus Widerstand bleibt bei 86 Ohm hängen.
Ich werde erst einmal den Geber tauschen.

Ich berichte weiter.

gruß
Ingo
#159508
Hallo Ingo,
ganz konkret kann ich Dir (ich, als Un-Mogler !) NICHT weiterhelfen, aber hier:

http://www.mertigutm.de/wsb633208501/CX500Tips.html

ist vielleicht ein bisschen Öl-Wissen zusammengetragen. Schau mal auf meiner HP unter Öldruck, Ölmengenförderung usw. nach. Vielleicht hülft´s.

An Deiner Stelle würde ich in dieser Jahreszeit mit einem etwas "dickeren" Öl fahren. Unter 0,5 bar sollte es bei warmen/heissem Motor aber wirklich nicht kommen, so lernte und "erfuhr" ich es bei meinen Heckflosser und W123ern.

Lese gerade in Deinem Beitrag noch mal nach: bei 800 Umin = 2,5 bar .... das kann fast nicht sein, sollte da der Geber ne Macke haben ??

Da würd´ ich wie Jörg beschrieben hat, erst mal mit einem stinknormalem Rohrfedermanometer und den entsprechenden Anschluss/AdapterFittings nachprüfen.
(Solche Sachen habe ich im Lager liegen, müsste nur die Gewindemaße am Ölfilter wissen, oder wo Du sonst den Druck abgreifen kannst)

Gut Schmier und Grüsse
WolFgang
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oeldruck_manometer.jpg
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#159641
Ich habe heute folgendes durchgeführt um das Problem einzukreisen.
Den Geber von der Spannung getrennt. Separates Kabel vom Geber ins Fahrerhaus gelegt und Widerstandsmessung vorbereitet.
Folgende Tabelle zur Hilfe genommen.
220 Ohm = 5 bar
100 Ohm = 3 bar
56 Ohm = 1 bar
Im Stand (kalt) 800 1/min habe ich 180 Ohm gemessen. Also 4bar
Danach den Motor warmgefahren und wieder gemessen.
Im Stand 800 1 /min 56 Ohm also 1 bar. Bei 1500 1/min 100 Ohm (3bar).
Danach sofort den Sensor wieder an die Anzeige angeschlossen.
Bei 1500 1/min wurden gerade einmal 2 bar angezeigt . Im Stand keine 1 bar.
Ich schließe daraus, Sensor ist OK. Anzeige zu ungenau (1 bar Differenz).
Ich werde den Druck noch einmal manuell überprüfen.
Laut Werstatthandb. kann der Druck im Leerlauf auf 0,6 bar abfallen. Demnach alles OK.
Es bleibt immer ncoh die Frage, warum hat die Anzeige vor dem Oelwechsel einen relativ höheren Druck angezeigt?
Was passiert mit dem Oeldruck wenn der Filter (Nebenstromfilter )verschmutzt. Das war bei mir der Fall. Durch diese relative Querschnittsverengung müßte der Druck doch steigen, oder?

Was ist mit dem Oeüberdruckventil. Kann dieses durch eine Verschmutzung (durch den Ölwechsel) klemmen und dazu beitragen, dass der Druck jetzt so gering ist.
Wo genau sitzt dieses Ventil beim Motor OM616.911?

Danke für eine Rückinfo

Ingo
#159720
Hallo,
was für Öl hast Du denn eingefüllt? Normales Mineralöl? Oder Synthetiköl. Es wurde hier schon viel geschrieben über Synthetiköl in "alten Motoren" und dabei bin ICH oft zum Schluss gekommen, dass so etwas nicht in mein 421.140 eingefüllt wird. So wie es sich oft anhört spült das Synthetiköl Ablagerungen aus die vorher in Lagerschalen und Dichtungen saßen.
Ich verwende immer ein normales 15W40 Öl. Obwohl der Motor über 8200 Stunden hat ist der Öldruck auch bei warmen Motor, hatte am Samstag mal 90° Kühlwassertemperatur, immer noch bei knapp 5bar. Bei normaler Belastung auch bei Vollgas und lange auf Straße bleibt er bei bei 3.000 u/min immer bei 5 bar. Bei 800 U/min auch noch nie unter 2 bar gewesen, eigentlich kaum unter 2,5 bar.
Wenn ich den Motor abstelle kann ich auf der Anzeige sehen wie der Öldruck erst nach 2 sec. Stillstand bei 0 bar ist. Beim Anschalten dauert es ca. 2 bis 3 sec. bis die Uhr nach oben schnellt. Wie genau nun die Anzeige ist kann ich aber auch nicht sagen.
Gruss
Bernd Thomes
#159735
Guten Tag.
Im Prinzip ist es meines Erachtens fast unerheblich, was eine intakte Ölpumpe pumpt. (Milch, Bier ohne Kohlensäure, Wasser, dünnes oder dickes Öl) :)
(Gut, die Viskosität spielt schon eine Rolle, allerdings nur bei einer ausgeschlagenen Pumpe. )
Wobei es auch auf die Art der Pumpe drauf ankommt;

Ist die Pumpe hier bei diesem MOG eine Trochoiden-, eine Zahnrad-, eine Kolben- oder eine Zahnradpumpe ??

Druck an einer zB. Zahnradpumpe kann eigentlich nur verloren gehen, wenn das Zahnflankenspiel zu gross ist, und/oder die seitlichen Anlaufscheiben (das Gehäuse) verschlissen sind/ist, dann geht innerhalb der Pumpe bereits der Druck verloren. Ähnliches stelle ich mir auch bei den anderen Pumpentypen vor.

Das Überdruckventil begrenzt den Druck der Pumpe auf 5 bis 6 bar, dann öffnet es den Kolben oder die Kugel gegen den Federdruck, damit sich die Pumpe nicht selber "tötet", das auch bei höher ansteigenden Drehzahlen.

Habe aber bereits Ü-DruVentile mit Kolben gesehen, wo Kolben und Lauffläche starke Kratzspuren hatten, die eine einwandfreie Funktion nicht mehr gescheit zugelassen haben.


Ich tippe ferndiagnostisch bemerkt, wirklich auf ein defektes Anzeigeinstrument. Eine Differenz von einem satten 1 bar ist fast Motor Lager-tödlich.

Herzliche Grüe
WolFgang
#159781
Danke erst einmal für die Info.
Wie bereits gesagt, ich werde den Druck mechanisch nochmals überprüfen.
Ist im Moment nicht soganz einfach, weil das Manometer anstatt Druckgeber eingebaut wird. Dazu muss man die Kabine ankippen und das ist etwas aufwändig.
Hierbei noch einmal das Bild aus dem Werkstatthandbuch für den 616.911

Hier kann man sehen wo der Oeldruckgeber sitzt. Kann mir jemand folgende Frage beantworten:
Was passiert mit dem Oeldruck wenn der Filter (Nebenstromfilter )verschmutzt. Das war bei mir der Fall. Durch diese relative Querschnittsverengung müßte der Druck doch steigen, oder?

Danke
Ingo
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#159887
Hallo Karl.
Aber sicher doch.
Ich hatte über sechs Jahre an meiner BSA 650 Thunderbolt -genannt "Zerknalltreibling", weil sie sich und alle Anbauteile stückweise zerlegt hat- solch ein Manometer ohne Störungen angebaut. An meinem jetzigen Mopped (Güllepumpe CX500) habe ich es seit ca. 2 Jahren im Einsatz; ohne Störungen, obwohl es nicht !! Gyzeringedämpft ist. Bin selber erstaunt.

Das Manno hat 40mm Durchmesser, KEINE Beleuchtung (selberbasteln zB. Glasfaser-Lichtleiter von anderen Birnchen abgreifen o.ä.), "Lagerung in Gummi" empfehlenswert (je nach VibratorMotor). Adapter (zB.) mit 1/8" AG. (Muss sehen, ob ich auch Adapter in zB. 10mm Normgewinde habe.)

Ob Du es an der :
an die Öleinfüllschraube (????) (obere Schraube) des Unimog-Filtergehäuses anschliessen kann?
Kann ich nicht beantworten, da ich Un-Mog-ler bin. Dort muss lantürnich immer ein Öldruck herrschen, und ggfls. genügend "Fleisch" (Material) zum Gewindeschneiden.
Das muss DU wissen.

Preis muss ich guggen, aber unter 20 Euro. Habe vor einiger Zeit ca. 10 Stk. bei ebay verkauft, keinerlei negative Rückmeldungen, bis auf eine, da hatte der Käufer den Kunststoffschlauch an den Auspuffkrümmer anliegen und sich somit nach dem Schmelzen des Schlauches die Stiefel geölt. Habe wohl auch Teflonschlauch, aber der ist richtig teuer; aber eben bei sorgsamer Verlegung des Schlauches immer vermeidbar.

Grüsse
WolFgang
#159920
Hallo!
Also,habe an der gleichen Stelle ,wie schon von mir beschrieben,seit drei Jahren ein Druckmanometer angeschlossen,mit einer Minimess Leitung zu einem Druckmanometer in gedämpfter Ausführung,welches ich oben ins Armaturenbrett eingebaut habe.Das Gewinde in dem Filtertopf ist Feingewinde,es ist und sollte dort der normale Hauptölduck des Motors sein.Werde morgen mal genauer sagen,welches Gewinde dort drin ist.
MfG, Jörg
#159956
@Jörg, und Internetfachleute!

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