U 1000 vor der Schlachtbank bewahrt und restauriert.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderatoren: Torsten Pohl, stephan, Bernd-Schömann

Re: U 1000 vor der Schlachtbank bewahrt und restauriert.

Beitragvon barry1 » 24.02.2019, 11:24

Hallo U-Comm,
es gibt wieder mal einige Fortschritte an der "unendlichen Geschichte". Die Halterung für den Kippzylinder ist
fertig eingeschweißt und die Kabine hat auch schon ihre erste Schicht EP Primer erhalten. Leider musste ich den
Lackierkram wieder abbrechen da die Trochnung durch die noch zu tiefen Temperaturen ziemlich unzufrieden-
stellend waren. Außerdem möchte ich nicht riskieren das die Haftung des Lackaufbaues fehlerhaft ist . Nach 8
Jahren Restaurationzeit kommt es dann wohl auf 4 Wochen auch nicht an!
Grüße Lorenz
20190216_184426 (Copy).jpg
EP1

20190216_184446 (Copy).jpg
EP2

20190213_174008 (Copy).jpg
Kippzyl
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Re: U 1000 vor der Schlachtbank bewahrt und restauriert.

Beitragvon barry1 » 11.03.2019, 19:07

Hallo Mogfreunde,
ich habe eben mein Paket mit den Ersatzteilen für mein Heizungsgehäuse bekommen. Wärmetauscher, Kleinkram
und Gebläsewiederstand. Genau der Gebläsewiederstand macht jetzt Probleme. Die Teilenummer wurde mehrfach
esetzt und jetzt ist der Wiederstand 3 mal so groß wie der alte und passt keinesfalls an den vorgesehenen Platz (
in den Wärmetauscherkasten Kontaktpins aus dem Kasten herausragend) Allerdings wurden bei dem Wiederstand
2 Formbleche aus Alu und ein Adapterkabelstrang mitgeliefert. Ich denke mal die "Daimlers" haben sich da was ausgedacht wie das Ding jetzt verbaut werden soll. Ich habe aber keinem Schimmer wie es montiert werden soll?
Neuen Ausschnitt im Gehäuse machen und mit Formblechen befestigen?? Wer kann mir helfen?
Besten Dank .

Grüße Lorenz
20190311_180825 (Copy).jpg
Ersetzte Nummer Neue zusatzteile

20190311_180836 (Copy).jpg
Original Position Wiederst. nur Schlitz

20190311_180858 (Copy).jpg
vielleicht so mit neuem Ausschnitt????
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Re: U 1000 vor der Schlachtbank bewahrt und restauriert.

Beitragvon barry1 » 24.03.2019, 17:20

Hallo Freunde des Unimog,

endlich hat der Wettergott ein Einsehen gehabt und am Wochenende gute WARMES Wetter gezaubert. Also wird
endlich mit den Lacksachen weitergemacht. Auf dem Plan stehen das Abdichten der der Blechstöße am Unterboden
und das Aufbringen der anti Schall Beschichtung. Als sehr brauchbares System kann ich den Hersteller Sika empfehlen.
Man benötigt die Verarbeitungspistole SIKA spray Gun und die Dichtmasse sikaflex 529 AT. Allerdings ist die Einstellung
der Pistole ziemlicher Frickelkram. Passt die Einstellung nicht wirds nix . Passt alles kann man einen schönen gleichmäßig flächigen Dichtmasseauftrag mit ähnlicher Oberfläche des Originals herstellen. Als erstes habe ich alles mit EP Primer schön satt lackiert. Danach die Abdichtung auf den Primer und anschließend den Decklack drüber.
Grüße Lorenz
20190324_142351 (Copy).jpg
Decklack ist drauf

20190324_142439 (Copy).jpg
Kabinchen von hinten
20190324_120013 (Copy).jpg
Struktur der Dichtmasse
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Re: U 1000 vor der Schlachtbank bewahrt und restauriert.

Beitragvon barry1 » 04.04.2019, 23:05

Hallo Leute,

auch letztes Wochenende hat sich wieder was am Mog gatan. Der Innenraum ist jetzt auch komplett auslackiert.
Die Schleiferei innen war echt übel und besonders der Himmel der Kabine. Im Sitzen zu hoch , aber zum stehen war
die Kabine zu nidrig- ok dann eben fast alles im Knien geschliffen. Aber egal um 21 Uhr war die Pistole dann zum letzten mal sauber gemacht und ein zufriedenes Gefühl hat sich auch eingestellt. Ab Montag hatte ich dann begonnen
die Inneneinrichtung einzubauen. Als erstes das fieseste- die ziemlich verpfuschte Elektrik. Der Vorbesitzer hat alles was elektrisch defekt ging abenteuerlich geflickt. Abgeschnitte Kabel im nichts, kreuz und quer selbst gebastelte Verbindungen und "Nachttischlampenschalter " wofür die auch immer waren. Den ganzen Mist gr0ßzügig rausgeschnitten und alles nach original Schaltplan wieder aufgebaut. Um halb drei Uhr morgens war es vollbracht und die Elektrik war wieder im originalzustand im Armatuenbrett. ( Super ich kann noch drei Stunden pennen bis zum
"echten " Arbeitsbeginn :mauer ) Wie immer noch ein paar Bildchen.

Grüße Lorenz
20190330_221534 (Copy).jpg
DB 6840

20190330_221505 (Copy).jpg
DB 6840 b


20190403_063832 (Copy).jpg
innen wird es mehr (im Regal weniger)
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Re: U 1000 vor der Schlachtbank bewahrt und restauriert.

Beitragvon barry1 » 04.04.2019, 23:11

20190402_171113 (Copy).jpg
super Kabelsalat

20190404_204710 (Copy).jpg


:technik :technik :mrgreen: :mrgreen: :technik :technik
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Re: U 1000 vor der Schlachtbank bewahrt und restauriert.

Beitragvon mevissen4 » 05.04.2019, 12:51

Hallo Lorenz,

sieht super aus :wink:

Da muss ich dieses Jahr auch noch dran, aber nicht so aufwändig wie bei Dir
Gruß Ingo

Mein Spielzeug: U 1000 (09/1980)
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Re: U 1000 vor der Schlachtbank bewahrt und restauriert.

Beitragvon barry1 » 10.04.2019, 00:22

Hallo Ingo,
danke für das Lob. Das nächste Lob verdient allerdings die Lackiererei. Habe mich doch überwunden und die Kabine
für die Aussenlackierung am Montag in die Lackiererei gebracht. Wenn ich alles selber gemacht hätte wäre ich mit Sicherheit dieses Jahr wieder nicht fertig geworden. Shit happens- ist jetzt leider halt so obwohl ich eigentlich gerne alles selbst gemacht hätte. In 4 Wochen sehen wir weiter, dann soll alles mit den Lacksachen erledigt sein.

Grüße Lorenz
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Re: U 1000 vor der Schlachtbank bewahrt und restauriert.

Beitragvon mevissen4 » 12.04.2019, 16:02

Hallo Lorenz,

darf man fragen, was das Lackieren gekostet hat?
Gruß Ingo

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Re: U 1000 vor der Schlachtbank bewahrt und restauriert.

Beitragvon barry1 » 12.04.2019, 22:42

Hallo Ingo,
für die Außenflächen incl. der Lackiervorbereitung wurden mir ca 2000.- EUR ohne Lack genannt. Den Decklack stelle ich was mit ca. 230.- EUR. zu Buche schlägt.(2K PU) Das Angebot für diese Kabine ist aber nicht ohne weiteres auf andere Kabinen übertragbar da hier ca 20 Teilersätze im Außenblech zu bearbeiten sind. Dann hängt es noch stark von der Qualität der Übergänge und der Schweißarbeiten ab. Ich denke wenn die Endkosten für die Lackierung so eintreffen
wie beschieben bin ich in UNTEREN Preisniveau gelandet. Die von mir Lackierten Flächen ( Innenraum , Motorraum und
Unterboden sind hier unberücksichtigt. Qualtität der Lackierung ist PKW Niveau.

Grüße Lorenz
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Re: U 1000 vor der Schlachtbank bewahrt und restauriert.

Beitragvon mevissen4 » 13.04.2019, 17:23

Danke Lorenz für die ausführliche Darstellung. :spitze
Gruß Ingo

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Re: U 1000 vor der Schlachtbank bewahrt und restauriert.

Beitragvon Matthias Kölle » 17.04.2019, 22:32

Hallo Lorenz, ich bin zwar ziemlich neu im Forum aber verfolge deinen wirklich sehr beeindruckenden Wiederaufbau sehr aufmerksam. Ich rette gerade selber meinen U1000 und bin momentan mit umfangreichen Schweißarbeiten an der Kabine beschäftigt. Mir gefällt deine Farbwahl sehr gut. Daher würde ich dich gerne fragen was das für eine Farbnummer ist?? ... wenn ich's überlesen hab tut's mir leid... Danke für deine Antwort im vorraus! Gruß Matthias
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Re: U 1000 vor der Schlachtbank bewahrt und restauriert.

Beitragvon barry1 » 18.04.2019, 09:59

Hallo Matthias,
die Farbe heißt hellgelbgrün ist original
Daimler Benz -Farbnummer DB 6840 und
Ist auf fast jeden MB Trac zu bestaunen.
In meinem Fall allerdings hochglänzend bei den Trac s seidenmatt.
Grüße Lorenz
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Re: U 1000 vor der Schlachtbank bewahrt und restauriert.

Beitragvon freestyle » 18.04.2019, 13:29

Respekt! Wird das ein Custom-Mog oder darf der auch im Sand spielen? :mrgreen:
Sieht super aus! :spitze
Weiterhin viel Erfolg!

VG
Andy
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Re: U 1000 vor der Schlachtbank bewahrt und restauriert.

Beitragvon barry1 » 19.04.2019, 08:19

Moin Andy,

im Sand darf der auf keinen Fall spielen, macht sich sonst noch schmutzig der kleine ! :mrgreen:
Dafür eher auf Waldboden in Wiesen ( naß und schlammig) und mit dem Müller Mitteltal darf er
auch spielen , wenn sich die beiden vertragen. :shock:

Frohe Ostern Lorenz
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Re: U 1000 vor der Schlachtbank bewahrt und restauriert.

Beitragvon barry1 » 04.05.2019, 22:18

Hallo Unimog Freunde,

im Moment beschäftige ich mich mit dem Getriebe vom Mog und schon fangen die Probleme an. Der Plan ist
die " Innereien" von dem gebraucht gekauften UG3 Bj. 77 in das Gehäuse meines 84 erMogs unzubauen. Ich mache das
weil an dem gebraucht gekauften alle Befestigungsgewinde für die Getriebehalter am Rahmen restlos im Arsch sind (Alle Schrauben schief eingedreht,Gewinde herausgezogen usw.Wie man das schaffen kann? keine Ahnung :mauer )
Jetzt gibt es aber ziemliche Unterschiede zwischen den verschidenen Baujahren. Das Größte Problem stellt die Druckumlaufschmierung dar. Von der Ölpumpe geht eine Steigleitung zu dem hinteren unteren Deckel der die Lager
abdeckt. In dem Deckel befinden sich 2 Kanäle die zu den Lagern der Hauptwelle und der Vorgelegewelle gehen. Außerdem befindet sich in dem unteren Deckel ein Abgang der zu einem Ölrohr geht das im inneren des Gehäuses
verlegt ist welches zu dem oberen Deckel führt und somit die Getriebeeinganswelle mit Drucköl versorgt. Das ist aber nur so bei dem Gehäuse vom 77er Mog. Bei dem Gehäuse von unserem 84 Mog gibt es kein Ölrohr noch oben. Jetzt frage ich mich natürlich WIE wird die Eingangswelle mit Öl versorgt. Reicht da jetzt die Schmierung mit Schleuderöl?
Ich habe noch ein UG3 von einem 79er U 1000 in der Ecke liegen an dem ich dann schnell mal die Deckel abgenommen habe, auch hier keine Ölleitung mehr zu dem oberen Deckel. Kann mir jemand erklären warum plötzlich ab einem bestimmten Baujahr keine Ölversorgung mehr zur Eingangswelle führt.
Ich hab jetzt Schiss das mir, warum auch immer ,die Lager der Einganswelle wegen Ölmangel verrecken.
Außerdem besitzt das 77er Getriebegehäuse weder die Bohrung für den Rückfahrscheinwerferschalter noch dem Schalter. Deshalb muß das innenleben des 77er Getriebes in das Gehäuse vom 84er !!! Wenn sich jemand gut
mit dem UG3 auskennt wäre es super wenn er kurz Kontakt mit mir aufnehmen könnte und mir bestätigt alles gut
bau um oder im schlechtesten Fall sagt geht nicht die Aktion kannste vergessen.
Außerdem habe ich noch ne kleine Büchse mit Bohrung im Getriebe gefunden, lag da so rum???
12 mm Durchmesser mit 3mm Bohrung , ist gehärtet das Ding.1 Stunde am Getr.gesucht ,1 Stunde im EPC gesucht , nix gefunden? :cry:
Jetzt zum besseren Verständnis noch ein paar Bildchen
Beste Grüße Lorenz

20190504_195738 (Copy).jpg
Vorhandene Ölbohrung /Ölrohr im 77er Gehäuse /im 84er Geh. ist nichts

20190504_195759 (Copy).jpg
hier mündet das Ölrohr ein ,oberer Deckel für schmierung Eingangswelle77er im 84er ist nichts vorhanden

20190504_131224 (Copy).jpg
Im Getriebe gefunden Wog ehört es hin ?????????
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