Weiterer Baustein für das Unimog-Museum

 

Hans-Peter Hegmann schreibt am 28. Oktober im Badischen Tagblatt:

Jazz & Dine: Benefizkonzert im Unimog-Museum  –  Werkstatthalle geht Ende November in Betrieb

Es klingt ein bisschen wie ein Märchen, ist aber eine tatsächliche Begebenheit: Eines Tages kommt ein junger Mann in das Unimog-Museum und stellt sich als Markus Frietsch aus Ottenau vor. Er hat gehört, dass das Museum Erweiterungspläne habe und noch auf der Suche nach Spendern und Unterstützern dafür sei. Er kann zwar kein Geld bieten, aber er würde hier gerne mal mit seiner Big Band All About Jazz spielen und die Gage spenden.

Das Angebot wird nach Rücksprache mit dem Vorsitzenden des Vereins Unimog-Museum, Stefan Schwaab, und dem Betreiber des Unimog-Restaurants, Thomas Kaldma gerne angenommen und in ein Event mit dem Titel „Jazz & Dine“ umgesetzt. Die Idee: An einem lauen Sommerabend bei Big-Band-Sound und einem American Barbecue das Leben genießen – und damit gleichzeitig die Erweiterungspläne des Museums unterstützen.

Rund 100 Gäste fanden diese Idee gut und bezahlten 29,90 Euro, von denen 15 als Spende von Frietsch an den Verein Unimog-Museum überreicht wurden. Stefan Schwaab freute sich natürlich über den Scheck, der die geplante Summe von 250.000 Euro aus der Bausteinaktion wieder ein Stück näher rücken lässt. Das Museum werde seit der Eröffnung vor zehn Jahren bisher ohne öffentliche Zuschüsse oder sonstige Subventionen betrieben und habe jährlich steigende Besucherzahlen, so Schwaab. Daher sei eine Erweiterung aus organisatorischen Gründen dringend erforderlich.

Die kalkulierten Gesamtkosten bewegten sich in einem Rahmen von 6,3 Millionen Euro. Dabei sei der größte Teil für die Erweiterung der Ausstellungsfläche und einen neuen Eingangsbereich inklusive Tourist-Info geplant. Als Großspender hätten bisher Daimler drei Millionen Euro, die Stadt Gaggenau 500.000 und der inzwischen verstorbene Unimog-Generalvertreter in der Türkei, Mustafa Koluman, 100.000 Euro zur Verfügung gestellt. Die Werkstatthalle für Schrauberkurse und die Wartung der eigenen Fahrzeuge werde zusammen mit dem Waschplatz Ende November wie geplant in Betrieb gehen. Über die weiteren Baumaßnahmen wird „nach dem Kassensturz am Jahresende in einer Klausursitzung beraten“, wie Schwaab ergänzte.

All About Jazz vereint in der typischen Big-Band-Besetzung Musiker von Karlsruhe bis in das Murgtal. Die Wurzeln liegen in der ehemaligen Big Band der Musikschule Gaggenau. Der Bandleader und Arrangeur ist Jürgen Kramlofsky aus Staufenberg. Sängerin Sammi Carr, eine Amerikanerin aus St. Diego/Kalifornien, verstand es ausgezeichnet, die überwiegend englischen Titel mit großem Gespür und Können im Originalsound zu interpretieren. Die Texte klangen bei ihr als Muttersprachlerin sehr identisch, und sie moderierte unterhaltsam mit einem ausgezeichneten Deutsch, obwohl sie erst seit vier Jahren in Karlsruhe lebt. Die Musiker boten einen anspruchsvollen Mix von traditionellem Bigband-Sound im Stile von Glenn Miller bis zu Afro-Cuban-Jazz. Titel wie Summertime, Manteca, Mas Que Nada oder Pick Up The Pieces gaben auch den Solisten die Möglichkeit, ihr Können unter Beweis zu stellen. Das Publikum war begeistert und man hörte Stimmen, die eine Wiederholung dieses Events wünschten.

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