Category Archives: Allgemein

  • Announcement: Herzlich willkommen in der Unimog-Community

    Herzlich willkommen auf der  Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln – vom U 2010 über den U 411/U 421 über den U 404 und U 406 bis zu den aktuelle Mogs wie U 5000.

    Du möchtest einen Unimog kaufen? Dann suche deinen Unimog oder ein passendes Ersatzteil in unserem Kleinanzeigenmarkt für gebrauchte Unimog, Original-Ersatzteile oder Zubehör. Infos zu Anbaugeräte wie Kran, Frontlader oder Schneepflug gibt es in unseren diversen Foren. Fans von Expeditionsfahrzeugen oder Bundeswehrausführung haben ihre eigene Foren – genauso die Fans und Mitglieder des Unimog-Clubs und des Museums.

    Du suchst einen Unimog-Händler, eine Unimog-Generalvertretung oder einfach nur eine Service-Station? In unsere Händlerübersicht wirst Du bestimmt fündig.

    Viel Spaß auf unserer 4×4-Plattform wünschen Andre & Thilo

    Unsere Premium-Partner

    Buch&Bild – Literatur und Accessoires für Ihre Unimog & MBtrac
    Unimog-Museum – den Unimog-Mythos live erleben
    Unimog-Club Gaggenau – offizieller Mercedes-Benz Markenclub

  • Elektromotoren im Nutzfahrzeugbereich – gibt es bald einen e-Unimog?

    eVum Acar des Münchener Elektro-Nutzfahrzeug Herstellers Evum Motors

    Elektrofahrzeuge sind in aller Munde, besonders seitdem sie mit Tesla auch Einzug in die Luxuswagenklasse nahmen und dank E-Rallys sogar im Motorsport immer stärkere Beachtung finden. Im allgemeinen Straßenverkehr finden die mit Batterie betriebenen Autos trotz staatlicher Subventionen allerdings noch immer recht wenig Begeisterung. Wie sieht es jedoch mit der Landwirtschaft und im Nutzfahrzeugbereich aus? Ist ein komplett elektrischer Unimog eine nahe Zukunftsvision oder eine weitgehend utopische Vorstellung?

    Derzeit wird noch vielerorts diskutiert, ob Elektroautos überhaupt eine Zukunft haben. Denn Tatsache ist, dass sie gerade im Straßenverkehr wenig beliebt sind. Die Regierung hatte vorausgesagt, dass bis 2020 eine Million Elektroautos auf den deutschen Straßen unterwegs sein sollen, lag mit dieser Prognose jedoch gewaltig daneben. Trotz großzügiger staatlicher Subventionen sind batteriebetriebene Autos bei der Mehrheit der Deutschen unbeliebt, laut Ingenieur.de halten sie 4 von 10 Befragten sogar für umweltfeindlich. In der Tat ist das Vermeiden von Treibstoff nicht eine durchwegs umweltschonende Lösung – die Herstellung von Batterien bedarf einer Menge Energie, eine weitere Frage ist deren Entsorgung. Auch Strom ist nicht durchwegs „sauber“, er wird zumindest in Deutschland nach wie vor hauptsächlich in Kohlekraftwerken erzeugt. Die Trends in der Automobilindustrie gehen zudem nicht in Richtung Elektroautos – Hersteller erkennen die schleichende Nachfrage und konzentrieren sich lieber auf Hybridmotoren.

    Etwas anders sieht es allerdings im Rennsport aus, wo Hybriden und Elektromotoren immer angesagter werden. Bereits 2009 gewann Rennfahrer Lewis Hamilton beim Großen Preis von Ungarn zum ersten Mal ein Rennen mit einem Hybridmotor, der auf einem kinetischen Energierückgewinnungssystem, kurz KERS genannt, basierte. System wie diese erlauben es den Motoren Energie zurückzugewinnen und in Form zusätzlicher Leistung freizugeben. In der Formel 1 spielt dies eine wichtige Rolle, besonders da Hybridmotoren seit 2007 beständig weiterentwickelt wurden, was Leistungsabgabe aber auch das Gewicht der Batterien betrifft. Und genau darin liegen die wesentlichen Punkte im Rennsport: der Kraftstoffdurchfluss sowie die Effizienz des Motors für höhere Leistungsabgabe, wie auch die Möglichkeit das Gewicht der Wagen ständig zu verringern.

    Im Rennsport zeichnet sich deshalb ein neuer Trend ab: Die Veranstaltung von speziellen E-Rallys wird immer beliebter. Ein Grund dafür mag die Tatsache sein, dass gerade in diesem Bereich online Sportwetten besonders populär sind und die Wetteinsätze in diesem Bereich jährlich zunehmen. Die Rechnung ist einfach: je mehr Rallys angeboten werden, umso größer sind die Einnahmen. In Deutschland, Österreich und der Schweiz finden alljährlich populäre E-Crossrennen und E-Rallyes statt, bei denen die schnellsten Elektroautos von Marken wie Mercedes, Hyundai, Volkswagen und Audi an den Start gehen.

    Zu den derzeit schnellsten Elektroautos der Welt gehört der ID.R von Volkswagen. Beim Test auf dem Nürburgring im März 2019 stellte der Wagen einen neuen Rekord auf, als er die Teststrecke in 6:05.3 Minuten absolvierte und damit 40 Sekunden schneller war als der vorherige Rekordhalter Nio EP9 aus China. Die Durchschnittsgeschwindigkeit des VWs lag dabei bei 204,96 km/h. Auch der kroatische Hersteller Rimac brachte 2018 mit dem Rimac C-Two bereits seinen zweiten Elektroflitzer auf den Markt, deren Herstellung sogar von Porsche mitfinanziert wurde. Seine Höchstgeschwindigkeit ist mit 412 km/h angegeben, derzeit wird der Wagen jedoch noch nicht verkauft. Generell bleibt die Investition in die Wagenklasse fraglich – sowohl Mercedes als auch Audi brachten bereits Elektrosportwagen für den Straßengebrauch auf den Markt, zogen diese jedoch aufgrund mangelnder Nachfrage bald wieder aus dem Sortiment.

    Tesla ist wohl der bekannteste und erfolgreichste Hersteller von Elektroautos der Luxusklasse, der bereits seit 2008 in den USA Autos mit Batteriesystemen aus Lithium-Ionen-Zellen auf dem Markt bringt und mittlerweile acht verschiedene Modelle entwickelt hat, angefangen mit einem Roadster bis hin zum Cybertruck, ein moderner Pick-up Truck, der ab Ende 2021 offiziell in Produktion gehen soll.

    Elektromotoren müssen sich also nicht nur auf Kleinwagen, Limousinen und Komfort-Geländewagen oder Rennautos beschränken, sondern werden langsam auch für Trucks in Betracht gezogen. Werden benzinbetriebene Nutz- und Landwirtschaftsfahrzeuge also bald ebenfalls von Elektroversionen ersetzt? Ist es technologisch überhaupt möglich Fahrzeuge mit derart hohem Gewicht mit Batterie zu betreiben? Wird der Unimog zum Beispiel, bald an einer Steckdose aufgeladen? Besonders hinsichtlich ökologisch verantwortlicher Alternativen wäre hier eine Marktnische zu füllen. Schwere Nutzfahrzeuge sind für 25 Prozent der CO2-Emmisionen im EU-Straßenverkehr verantwortlich.

    Das Gewicht alleine wäre dabei kein Hindernis für die Verwendung von Elektromotoren, Elektrobusse sind schon Realität und werden vom Vorreiterland China bereits stark genutzt, auch in Spanien, Frankreich und den USA werden sie derzeit eingesetzt, Deutschland schließt sich dem Trend langsam an. Problematisch ist jedoch die Ladedauer der Batterie: Ein LKW käme derzeit nur zwischen 200 und 300 Kilometern weit – um den Einsatz realistisch zu machen, müssten selbstladende Akkus entwickelt oder Brennstoffzellen entwickelt werden, an denen derzeit jedoch bereits Tests durchgeführt werden. Weitere Herausforderung sind die höheren Produktionskosten von Elektrolastern sowie lange Ladezeiten, wobei zudem die nötige Infrastruktur von ausreichenden Ladestellen fehlt. Batterien müssten außerdem extrem robust gebaut werden, da sie im Gelände und in Nutzfahrzeuge installiert wesentlich höheren Vibrationen standhalten müssen als in Autos.

    eVum Acar des Münchener Elektro-Nutzfahrzeug Herstellers Evum Motors

    Zunehmender Beliebtheit erfreut sich aktuell ein elektrische Nutzfahrzeug der kleinen Klasse: das eVum Acar des Münchener Elektro-Nutzfahrzeug Herstellers Evum Motors, der die neuste Version seines Kleinlasters im September im Rahmen der IAA 2019 vorstellte. Simpel und ansprechend im Design und technologisch verbessert, ist der Mini-Unimog ebenso robust wie leistungsstark, 48-Volt-Strom und „Kulleraugenlook“ inklusive.

    Während die Zukunft effizienter batteriebetriebener Nutzfahrzeuge und LKWs noch ungewiss ist, steht fest, dass Hersteller bereits an der Entwicklung von Batterien arbeiten, die Langstrecken, Vibrationen und den Anforderungen hochstrapazierter Fahrzeuge gerecht werden. Während Elektroautos im Straßenverkehr weiterhin relativ wenig gefragt sind, nimmt deren Bedeutung im Rennsport ebenso zu wie die Nachfrage im Nutzfahrzeugbereich, denn gerade dort ist der Kraftstoffverbrauch am größten und eine umweltschonendere Alternative dringend nötig.

     

     

     

  • Reisen im großen Stil – das Unimog Wohnmobil

     

    Aktuell ist die Urlaubsmesse CMT in Stuttgart. Ein Trend zeigt sich wieder ganz deutlich: Urlaubsreisen mit dem Wohnmobil wird immer beliebter. Ein solches Mobil ist zwar nicht ganz billig in der Anschaffung, doch dann muss man nie wieder Geld für ein Hotelzimmer ausgeben.

    Wohnmobile in allen Größen

    Die preiswertere Variante ist ein Mini-Reisemobil. Der VW Caddy Tramper beispielsweise hat sich in den vergangenen Jahren sehr gut verkauft.  Noch preiswerter wird es mit einem Bausatz, den verschiedene Ausbaufirmen anbieten. Im Prinzip kann man aus jedem Kombi oder Kleintransporter mit hohem Dach ein Wohnmobil zaubern. Mit 2 bis 4 Schlafmöglichkeiten sind sie eine fantastische Alternative für einen Wochenendausflug oder sogar eine längere Urlaubsreise.

    Und inzwischen kann man sich das Wohnmobil mit jeglichem Komfort ausstatten, den man gern hätte, und muss auf nichts verzichten. Strom, fließendes Wasser, Satelliten TV und sogar Internet – so kann man auch auf der Reise im Internet surfen und Casino Spiele auf https://greatcasinos.de/karamba-casino/ spielen, Filme schauen und mit seinen Freunden in Verbindung bleiben.

    Einer der größten Vorteile einer Reise in einem Wohnmobil ist die Freiheit – man fährt ohne festgelegtes Ziel einfach los und macht Halt, wo es einem gefällt. Besonders Familien mit Kindern wissen diese Art zu Reisen zu schätzen, denn man ist immer und überall zu Hause. (mehr …)

  • Der Bayerische Wald hat jetzt einen Bayerwald-Unimog von Carl Beutlhauser Kommunal- und Fördertechnik

     

    Der Bayerische Wald hat jetzt einen Bayerwald-Unimog. Über den Wolken bei Sonnenschein stellten die Kooperationspartner Carl Beutlhauser Kommunal- und Fördertechnik GmbH & Co. KG, Hagelstadt, und der Tourismusverband Ostbayern die “Bayerwald-Edition” des Unimog auf dem Arber vor.

    Ideengeber Claus Artmayer, Betriebsleiter der Firma Beutlhauser in Hagelstadt, ist Fan des Unimog: “Der Unimog passt zum Bayerischen Wald und mit dem Sondermodell möchte ich all meinen Partnern und Kunden im Bayerischen Wald Dank sagen.” Schließlich seien in dieser Region rund 600 Unimog im Einsatz. Viele davon als kommunales Nutzfahrzeug. Günter Reimann, Destinationsmanager Bayerischer Wald, ist stolz auf den Bayerwald-Unimog: “Der Unimog ist schon ein Hingucker mit dem neuen Bayerwald-Branding. Es ist wieder ein Beispiel dafür, dass sich die Menschen mit dem Bayerischen Wald identifizieren und dies selbstbewusst nach außen tragen.” Reimann erklärt, wie das Logo des Bayerischen Waldes auf den verfügbaren Flächen des Unimog umgesetzt wurde und den Wald, den Himmel und die Aktivitäten wie Wandern und Radfahren symbolisieren. Thomas Liebl, Betriebsleiter der Arber Bergbahn, ist ebenfalls überzeugt von der Idee, die Zusammengehörigkeit des Bayerischen Waldes auf diese besondere Weise zu demonstrieren und freut sich über die Projektvorstellung an einem besonderen Ort: “Ich freue mich sehr, dass die Präsentation hier am Arber stattfindet. Wir sind hier Schnittpunkt von Gemeinden, Landkreisen, Regierungsbezirken, ja sogar Ländern.”

    Der Bayerwald-Unimog kommt als Vorführfahrzeug und bei Messen und Verkaufsveranstaltungen der Firma Beutlhauser zum Einsatz. Die ersten Interessenten für einen Unimog im Bayerwald-Branding meldeten sich bereits auf der Veranstaltung.

    “Wir sind der Ort mit der höchsten Unimog-Dichte in Deutschland, dafür wurden wir schon vom Unimog-Hersteller, der  Daimler AG ausgezeichnet”, erzählt Josef Billig, Vorsitzender der Unimogfreunde Lohberg. Auch ihm gefällt der farbenfrohe Unimog, der schon auf dem Arbergipfel ein beliebtes Fotomotiv war.

    Mehr zum Bayerwald-Unimog gibt es hier.

  • Sensation: Höhen-Weltrekord mit Unimog in Chile auf 6.694 m geknackt

    Spektakuläre Expedition in extremen Höhen des Vulkanbergs Ojos in Chile – Daniel Müller vom Unimog-Museum ist mit dabei

    Anderthalb Jahre hat die Vorbereitung gedauert – dann startete Mitte November ein zehnköpfiges Expeditions-Team von EXTREM EVENTS – acht Männer und zwei Frauen unter Leitung von Matthias Jeschke –  nach Chile und in die Atacama-Wüste, um dort in der Umgebung des Vulkanbergs Ojos del Salado ein System von vier Notfunkeinheiten in den Höhenlagern des Berges zu installieren. Sie bestehen jeweils aus Funkgerät, leistungsstarkem Akku, Solarpowersystem, Funkrichtantenne sowie einem Außenmast mit Signallampe. Im Notfall kann später über jede der vier Einheiten eine Funkverbindung zu den drei weiteren Basislagern des Ojos del Salado hergestellt werden. Mit diesem System soll die Sicherheit sowohl für Bergsteiger als auch Wissenschaftler der Universität de Atacama, die den Vulkan und das Gletschersystem des Berges erforschen, entscheidend verbessert werden.

    Auf dem Weg zum Höhenweltrekord
    Die Herzstücke der „High Altitude Truck Expedition“ sind zwei speziell für die Expedition konfigurierte und top ausgestattete Unimog 5023, die sämtliches Expeditionsequipment: Spezialausrüstung, die vier Notfunkeinheiten, Satellitentechnik, Essensvorräte für fünf Wochen, 1.800 Liter Frischwasser, 1.500 Liter Dieselkraftstoff und 600 Liter Benzin transportieren.

    Werkstattleiter Daniel Müller
    Und hier kommt das Unimog-Museum ins Spiel. Die beiden Unimog wurden im Sommer in der Werkstatt des Museums vom Werkstattleiter Daniel Müller für die Expedition um- und ausgebaut. Und mehr noch: Daniel Müller ist als Team-Techniker bei der Expedition mit dabei.

     


    https://youtu.be/E8AZIhp-U1Y

     

    HÖHENWELTREKORD FÜR FAHRZEUGE – Unimog U 5023 klettern in Chile auf 6.694 m

    Nachdem das Expeditionsziel, die Errichtung einer Notrufeinrichtung am Ojos del Salar in Chile erreicht war, wandte sich das achtköpfige Team, zu dem auch Daniel Müller, Werkstattmeister des Unimog-Museum gehört, einem weiteren Meilenstein zu – dem Höhenweltrekord für Radfahrzeuge.

    Nach Überprüfung und Übertragung der GPS-Daten, Fotos, Videos und des Navigationsskripts sowie die Eintragung dieser Daten in Höhenkarten des Ojos del Salado, besteht kein Zweifel daran, dass es dem Team am 13.12.2019 gelungen ist, mit einem Unimog U 5023 am Ojos del Salado eine bestätigte Höhe von 6.694 m anzufahren. Das entspricht dem neuen, absoluten Höhenweltrekord für Fahrzeuge! Nie zuvor war ein Fahrzeug weltweit in größeren Höhen.

    Unmittelbar zuvor hatten beide Unimog 5023 bereits den bestehenden Truck-Höhenweltrekord auf 6.685 m verbessert. Da zuvor noch nie zwei Trucks gleichzeitig in einer solchen Höhe waren, handelt es sich dabei um einen Doppelweltrekord.

    Beide Fahrzeuge haben laut Expeditionsleiter Jeschke „die extrem steile sowie felsige Passage dank bester Technik, austariertem Schwerpunkt und genialer Reifentechnik bewältigt und das Material und  die Ausrüstung auf die enorme Höhe transportiert. Zu keinem Zeitpunkt weltweit motorisierter Höhenexpeditionen haben zwei Trucks gleichzeitig eine solche Höhe erreicht.“

    Das gesamte Team des Unimog-Museums ist stolz, aber vor allem unendlich erleichtert zu lesen und zu sehen, dass alle Teilnehmer wohlauf sind. Die Akteure werden rund um Weihnachten zurückerwartet.

    Pressemeldung des Unimog-Museums vom 13. Dezember 2019

  • Vor 50 Jahren vorgestellt: Unimog mit Lkw-Fahrerhaus

    Einen Tag vor Heiligabend 1969 wird dieser Unimog 416 mit Lastwagen-Fahrerhaus vorgestellt

    Der Versuch mit einem ganz anderen Unimog-Aussehen

    Vor 50 Jahren: Traditionsfahrzeug mit klassischem Lkw-Fahrerhaus ausgestattet

    Am 23. Dezember 1969 wurde ein ganz besonderer Unimog vorgestellt. Auf den ersten Blick sah er aus wie ein Lastwagen von Mercedes-Benz. Die Typenbezeichnung 416 war nur vom Unimog her bekannt. Über die Versuchsphase kam dieser Zwitter aber nie hinaus.

    In der Vorbereitung einer neuen Unimog-Generation waren bereits 1968 Überlegungen angestellt worden, den für Laien unvorstellbar hohen Aufwand für die Entwicklung und Legalisierung sowie die hohen Werkzeugkosten von neuen Fahrerhäusern zu vermeiden. Daher wollten die Verantwortlichen in der Entwicklung auf bereits vorhandene Fahrerhäuser aus dem Lastwagenbereich von Daimler-Benz zurückgreifen. Und somit wurden im Gaggenauer Unimog-Versuch Fahrgestelle des Unimog 416 mit dem Wörther Lkw-Fahrerhaus 314 ausgestattet. Entscheidend für die Auswahl des Lkw-Fahrerhauses 314 war dabei ursprünglich die Einschätzung, dass dieses Fahrerhaus auch eine dreisitzige Ausführung möglich machen würde. Erste Überlegungen gingen dahin, dieses Fahrerhaus als „Komfortfahrerhaus“ in die bereits vorhandene Unimog-Serie zu übernehmen, da seinerzeit die Erwartungen an den Fahrkomfort ständig gestiegen waren. Eine dreisitzige Version ließ sich jedoch bereits in der Entwicklungsphase nicht umsetzen. Aber immerhin konnten zwei komfortable Einzelsitze – auch als Schwingsitze – untergebracht werden. Ebenfalls für den Laien kaum nachvollziehbar waren die vielen Änderungen am Fahrerhaus und am Fahrgestell, die notwendig wurden, damit das Fahrzeug einen Tag vor Heiligabend 1969 der Öffentlichkeit vorgestellt werden konnte, um anschließend die Reaktion des Markts besser einschätzen zu können. Im April 1970 wurde dann ermittelt, dass für eine Serienfertigung Investitionen in Höhe von mehr als zwei Millionen D-Mark erforderlich werden und somit die Mehrkosten je Unimog 416 mit Lkw-Fahrerhaus rund 1000 DM betragen würden.

    Nur der Schriftzug UNIMOG verrät, dass es sich um ein besonderes Fahrzeug handelt

    Hans Westemeyer aus Bad Rotenfels, seinerzeit für das Thema Fahrerhäuser im Unimog-Bereich verantwortlich, erinnert sich: „Man kam nicht über das Versuchsstadium hinaus. Es zeigte sich, dass mit diesem Frontlenker-Unimog nur auf der Straße gefahren werden konnte. Ein paar Jahre lang wurde noch rumexperimentiert – eine Serienreife erreichte das Fahrzeug nicht!“ Bei der Produktionsaufnahme des Unimog im Jahr 2002 in Wörth wurden nach einer Bereinigung der Angebotspalette nur noch zwei Baureihen montiert: der Geräteträger 405 und der hochgeländegängige 437. Aufgrund der anhaltenden Nachfrage nach einem kleineren Unimog wurde dann doch ab 2007 der Leichte Geräteträger U 20 angeboten. Wegen des weiter gestiegenen Aufwands für die Entwicklung, Legalisierung und Produktion eines eigenen Fahrerhauses entschied man sich für das des in Brasilien gebauten Lkw Accelo. Nur bis 2014 war der Unimog 20 im Produktionsprogramm.

    Michael Wessel

    Badisches Tagblatt vom 23. 12. 2019

    Fotos: Daimler AG

    Ansicht der Beifahrerseite

  • Weitere Geschenktipps für den Unimog-Fan

    Zwei weitere Geschenktipps für den Unimog-Fan

    Am 27. November haben wir hier in der unimog-community bereits einige Vorschläge für Weihnachtsgeschenke für den Unimog-Fan gemacht. Hier zwei druckfrische Ergänzungen:

    101 Dinge, die man über UNIMOG wissen muss

    Das Handbuch zum UNIMOG

    Carl-Heinz Vogler

     

    Rückentext: Warum setzten die Pioniere der US-Army den deutschen Unimog ein? Wie war es möglich, den Unimog in Argentinien zu bauen? Wem ist bekannt, dass es schon vor 20 Jahren einen Unimog mit Elektro-Antrieb gab? Die technische Errungenschaft in der Entwicklung des Unimog, Rekorde, Unbekanntes, Extremes und Kuriositäten werden vorgestellt. Wagen Sie eine Reise durch die Besonderheiten und Geheimnisse aus der Geschichte der Alleskönner. Informativ und unterhaltsam erlebt man 101 Aha-Erlebnisse zum UNIMOG.

    Carl-Heinz Vogler war nach seinem Studium der Fahrzeugtechnik in Ulm ab 1974 bei der Daimler-Benz AG in Gaggenau beschäftigt. Als Konstrukteur beauftragte man ihn mit der Entwicklung des MB-trac-Fahrerhauses sowie mit Detailänderungen an den Baureihen 411, 421 und 406. Von 1993 bis 2011 war Vogler als Chefredakteur des »Unimog-Heft’l« des Unimog-Clubs Gaggenau. Er ist zudem erfolgreicher Buchautor.

    192 Seiten, ca. 120 Abbildungen, Format 12,0 x 18,5 cm, Klappenbroschur mit Fadenheftung

    14,99 €

     

    UNIMOG-Spezial des Unimog-Club Gaggenau zum

    Unimog 404.1 als Feuerlöschfahrzeug LF 8-TS

    Hans-Jürgen Schöpfer

    Werner Vögele

     

    In Zusammenarbeit zweier Unimog-Experten ist eine informative Broschüre zum Unimog 404.1 als Feuerlöschfahrzeug LF 8-TS entstanden. Und diese ist ganz sicher nicht nur für die Besitzer dieses Fahrzeugs von Interesse.

    Schöpfer befasst sich schon seit 55 Jahrzehnten mit der Feuerwehrtechnik und hat dazu mehrere Veröffentlichungen herausgebracht. Vögele interessierte sich ursprünglich auch in erster Linie für die Feuerwehrtechnik, verlagerte seinen Interessenschwerpunkt nach dem Kauf eines Unimog 404-S mit Bundeswehrkoffer aber auf das Trägerfahrzeug. Heute ist er anerkannter Fachmann für den Unimog-S.

    Im ersten Teil des Sonderheftes wird die Frage „Wie entstand der Unimog-S?“ beantworte. Dann folgt eine sehr umfangreiche Dokumentation zum Trägerfahrzeug Unimog-S. Dem sich die Beschreibung des Löschfahrzeugs LF 8-TS anschließt. Dank akribischer Kleinarbeit beider Autoren konnten die heutigen Standorte der Besitzer ausfindig gemacht und dokumentiert werden. Selbst zwei Konkurrenten und „nahe Verwandte“ mit dem Stern werden mit dem LF 8-TS verglichen. Und weil beide Autoren begeisterte Sammler von Modellen sind, ist dem Thema „Miniaturnachbildungen des LF 8-TS“ eine Seite gewidmet.

    68 Seiten, DIN A 4

    15 €

     

     

    Außerdem, wie im Newsletter Dezember bereits bekanntgemacht:

    In überarbeiteter dritter Auflage ist auch das UNIMOG-Spezial zum 411 wieder erhältlich.

    Die Links zum Bestellen sind unterstrichen.

  • Sensation zum Jahresabschluss 2019: Zwei Unimog auf dem Vulkanberg Ojos in Chile!

    Spektakuläre Expedition in extremen Höhen des Vulkanbergs Ojos in Chile – Daniel Müller vom Unimog-Museum ist mit dabei

    Anderthalb Jahre hat die Vorbereitung gedauert – dann startete Mitte November ein zehnköpfiges Expeditions-Team von EXTREM EVENTS – acht Männer und zwei Frauen unter Leitung von Matthias Jeschke –  nach Chile und in die Atacama-Wüste, um dort in der Umgebung des Vulkanbergs Ojos del Salado ein System von vier Notfunkeinheiten in den Höhenlagern des Berges zu installieren. Sie bestehen jeweils aus Funkgerät, leistungsstarkem Akku, Solarpowersystem, Funkrichtantenne sowie einem Außenmast mit Signallampe. Im Notfall kann später über jede der vier Einheiten eine Funkverbindung zu den drei weiteren Basislagern des Ojos del Salado hergestellt werden. Mit diesem System soll die Sicherheit sowohl für Bergsteiger als auch Wissenschaftler der Universität de Atacama, die den Vulkan und das Gletschersystem des Berges erforschen, entscheidend verbessert werden.

    Auf dem Weg zum Einsatzort

    Die Herzstücke der „High Altitude Truck Expedition“ sind zwei speziell für die Expedition konfigurierte und top ausgestattete Unimog 5023, die sämtliches Expeditionsequipment: Spezialausrüstung, die vier Notfunkeinheiten, Satellitentechnik, Essensvorräte für fünf Wochen, 1.800 Liter Frischwasser, 1.500 Liter Dieselkraftstoff und 600 Liter Benzin transportieren.

    Werkstattleiter Daniel Müller

    Und hier kommt das Unimog-Museum ins Spiel. Die beiden Unimog wurden im Sommer in der Werkstatt des Museums vom Werkstattleiter Daniel Müller für die Expedition um- und ausgebaut. Und mehr noch: Daniel Müller ist als Team-Techniker bei der Expedition mit dabei.

    Nach allmählicher Akklimatisation von 3.500 bis auf 6.100 Metern und Installation der ersten drei Einheiten ist es dem achtköpfigen Kernteam am 7. Dezember gelungen, das Höhenlager Amistad auf 6.100 Metern mit beiden Unimog 5023 zu erreichen und am Folgetag dort die vierte und letzte Notfunkeinheit einzurichten.

    Beide Fahrzeuge haben laut Expeditionsleiter Jeschke „die extrem steile sowie felsige Passage dank bester Technik, austariertem Schwerpunkt und genialer Reifentechnik bewältigt und das Material und  die Ausrüstung auf die enorme Höhe transportiert. Zu keinem Zeitpunkt weltweit motorisierter Höhenexpeditionen haben zwei Trucks gleichzeitig eine solche Höhe erreicht.“

    Zurzeit ist das Expeditionsteam dabei, ein Höhenlager auf 6.400 Meter direkt am Gletscherrand des Ojos del Salado zu errichten, denn ein vierköpfiges Team von Wissenschaftlern der Universität de Atacama  wird erwartet. Gemeinsam mit ihm wird man zur Entnahme von Gesteinsproben in den Hauptkrater vorstoßen.

    Das Team ist laut Matthias Jeschke „wohlauf, hochmotiviert und trotz Kälte, Sand, Eis und extrem dünner Luft voll fokussiert, denn sämtliche Technik funktioniert bisher einwandfrei, die Fahrzeuge in Kombination mit den Reifen und Aufbauten sind eine wahre Freude im extremsten möglichen off-road Einsatz.“

    Das gesamte Team des Unimog-Museums ist stolz, aber vor allem unendlich erleichtert zu lesen und zu sehen, dass alle Teilnehmer wohlauf sind. Die Akteure werden vor Weihnachten zurückerwartet.

    Pressemeldung des Unimog-Museums vom 13. Dezember 2019

  • Die Unimog-Gerätehandbücher ab 1955

    Geballte Ladung an Informationen

    Die Gerätehandbücher von 1955 geben einen hervorragenden Überblick zum Einsatz des Unimog in der Landwirtschaft sowie in der Forstwirtschaft und im Gewerbe

    Deckblatt des UNIMOG-Gerätehandbuchs Landwirtschaft von 1955

    Auf den ersten Blick sieht er unscheinbar aus, der dunkelgrüne Kunststoff-Ordner. Aber er hat immerhin eine Prägung mit dem Mercedes-Stern und den Schriftzügen UNIMOG und GERÄTEHANDBUCH. Innen wird dann schnell klar, dass es sich um ein geballtes Paket wichtiger Informationen zu den in der Mitte der 1950er Jahre für den Einsatz mit dem Unimog freigegebenen Geräte für die Landwirtschaft handelt. Jedes geprüfte und freigegebene Gerät wir auf einer Doppelseite einheitlich dokumentiert. In vielen Fällen ist noch der passende Prospekt oder die Preisliste beigegeben. Mehr als drei Kilogramm wiegt das Werk.

    Die Dokumentation der einzelnen Geräte beginnt auf der Vorderseite bei der Lieferfirma und der Gerätebezeichnung. Dann folgen die Art des Anbaus, der Lieferumfang der Normalausführung und eventueller Sonderausrüstungen, die technischen Daten und die Leistungsdaten sowie der Leistungsbedarf des Geräts bis hin zur eventuellen Betriebsdrehzahl der Zapfwelle. Auf der Rückseite ist zunächst vermerkt, für welche Unimog-Typen die Freigabe erfolgte und welche Sonderausrüstungen er haben muss. Es folgt der Anwendungsbereich und gegebenenfalls die Kombinationsmöglichkeit mir anderen Geräten. Es folgen besondere Hinweise, die insbesondere die Beleuchtung, die Transportgeschwindigkeit und andere Sicherheitsaspekte betreffen. Die Dokumentation schließt mit Hinweisen auf vorhandene Betriebsanleitungen, die Ersatzteilbeschaffung, den Kundendienst sowie eventuelle technische Rundschreiben ab. Was nach heutigen Gesichtspunkten fehlt, sind das Freigabedatum und zumindest ein Kurzzeichen des Verantwortlichen.

    Aus dem Inhaltsverzeichnis der Nachlieferungen wird deutlich, dass es parallel dazu ein Gerätehandbuch für die Forstwirtschaft und das Gewerbe gab. Es soll in einem blauen Kunststoffordner enthalten sein – ist aber dem Autor bisher nicht bekannt.

    Beispiel Mörtl-Mähwerk (zum Vergrößern anklicken):

    Freigabe Vorderseite

    Freigabe Rückseite

    Beigefügter Prospekt mit Vorder- und Rückseite:

     

    Dringende Notwendigkeit der Gerätehandbücher

    Aber was war der Auslöser für dieses außergewöhnliche Werk? Dazu befragte ich im November 2017 Unimog-Pionier Manfred Florus (1924 – 2018), der Mitte der 1950er Jahre Leiter der Unimog-Verkaufsförderung war – also hautnah mit dem Thema befasst. Florus war als Student in Hohenheim bereits bei der allerersten Vorführung mit dabei und erinnerte sich bereits im Band 1 des Buches Geschichten rund um den Unimog: „Im Wintersemester 1946 begann ich als frischgebackener Student in Hohenheim an der Landwirtschaftlichen Hochschule. Und da sah ich auch zum ersten Mal in meinem Leben einen Unimog. Das war im Jahr 1948, und von einer Liebe auf den ersten Blick konnte damals wirklich keine Rede sein. Hätte mir damals jemand prophezeit, ich würde den Rest meines beruflichen Lebens diesem Fahrzeug widmen, so hätte ich sicher laut gelacht. Denn der Unimog, der von Herrn Grass, dem landwirtschaftlichen Berater des Entwicklungsteams rund um Herrn Friedrich, in Hohenheim vorgeführt wurde, machte auf die Professoren und die anwesenden interessierten Studentenschar zunächst überhaupt keinen günstigen Eindruck. Es hätte eine Pflugvorführung werden sollen, die aber verunglückte, da der anmontierte Pflug damals der Zugleistung des Unimog nicht gewachsen war und sich verformte.

    Manfred Florus studiert das Unimog-Gerätehandbuch von 1955 Foto: Wessel

    Womit wir beim Thema wären. Florus erinnerte sich, dass es sich bei dieser Vorführung um einen Rohrgrindel-Pflug der Firma Rabe aus dem Bestand der Hochschule handelte. Besonders gute Erfahrungen hatte er dann nach seinem Eintritt bei Boehringer als Vorführer mit Pflügen der Firmen Gebrüder Eberhardt in Ulm – damals der größte Pflughersteller Europas – und der Bayerischen Pflugfabrik in Landsberg gemacht. Selbstverständlich auch mit den dann passenderen Pflügen der Rabewerke in Bad Essen.

    1949 las Manfred Florus am Werkstor von Gebrüder Boehringer in Göppingen: „Arbeitskräfte für den Unimog gesucht!“ Und dann ging alles sehr schnell. Er wurde als Hilfsarbeiter für die Montage eingestellt und begann noch am gleichen Tag mit der Arbeit. Bald wurde er Vorführer und es wurde seine Aufgabe, ein Händlernetzt mit aufzubauen.

    Das Kraftfahrzeug-Bundesamt, so Florus, verlangte Anfang der 1950er Jahre, dass alle beim Unimog zum Einsatz kommenden Geräte zuvor im Kraftfahrzeugbrief eingetragen wurden. Das widersprach dem Grundgedanken des Unimog, denn möglichst viele Wechselgeräte sollten auch spontan zum Einsatz kommen können.

    Den Kontakt von der Unimog-Konstruktion zum Kraftfahrt-Bundesamt pflegte seinerzeit Fritz Lademacher.

    Selbstverständlich mussten die Wechselgeräte der Straßenverkehrsordnung entsprechen. Es galt also, sämtliche Geräte so abzustimmen, dass sie dieser entsprachen. Das betraf insbesondere die Arbeitsbreite. Außerdem mussten sämtliche Gewichte der zulässigen Achslast des jeweiligen Unimog entsprechen.

    Viele Gerätehersteller kamen auf Daimler-Benz zu, um die erforderliche Freigabe zu erhalten. Die Prüfungen erfolgten dann beim Hersteller oder im Werk Gaggenau.

    Zuständigkeiten bei den ersten Gerätehandbüchern

    Innerhalb des Unimog-Vertriebs war Anfang der 1950er Jahre in Verantwortung von Hans Zabel für den Kontakt zu den Herstellern landwirtschaftlicher Geräte ein Herr Schäfer der Ansprechpartner. Er setzte die Ergebnisse der Prüfungen dann auch in die formellen Freigaben um. Da er aus Alzey in der Pfalz stammte, hatte er laut Manfred Florus noch das Gebiet Unimog im Weinbau unter seinen Fittichen.

    Im Entwicklungsbereich war die Verantwortung nach Gerätegruppen aufgeteilt.

    Lademacher: Pflege- und Fronthackgeräte, Bodenbearbeitung

    Planers: Pflanzenschutz

    Hobach: Düngestreuer, Säh- und Pflanzgeräte

    Schleith: Mähwerke

    War die Freigabe erfolgt, war dies ein wichtiges Werbeargument für den Gerätehersteller. Stolz wurden Anwendungen mit dem Unimog in die Prospekte aufgenommen und der Ochsenkopf oder ab 1953 der Mercedes-Stern tauchte dann in den Prospekten auf. War die Gerätefreigabe im Handbuch aufgenommen, so erleichterte sie natürlich dem Verkäufer die Übersicht und sie war somit auch eine wichtige Information im Gespräch mit den Kunden.

    Manche Beschreibungen waren relativ leicht abzufassen. Besonders interessant waren dabei immer wieder die technischen Daten und die Leistungsdaten.

    Die Freigabe bewährte sich auch im Rechtsstreit bei Garantiefällen. Dabei wurde geklärt, ob das Gerät der Beschreibung entsprochen hat und ob es richtig angebaut und genutzt wurde.

    Denn wie heißt es so schön: Erst durch die Anbaugeräte wird der Unimog zum Universal-Motorgerät.

     

    Weitere Dokumentationen der Geräte zum Unimog

    Für die schnelle Orientierung der Mitarbeiter im Unimog-Vertrieb erschien 1959 eine Zusammenstellung aller für den Unimog erprobten Geräte mit dem Titel „Fortschritt“. Darin sind auf 10 Seiten die Geräte aufgeführt, die im Werk Gaggenau erprobt und als brauchbar befunden wurden.

    Ende der 1960er Jahre erschien seitens der Unimog-Konstruktion eine Auflistung „Unimog – Landwirtschaftlicher Geräte“ mit einer beigegebenen Anhänger-Geräteliste.

     

    Die Herstellerliste in „UNIMOG Landwirtschaftliche Geräte“

    Wieder etwa zehn Jahre später erschien ebenfalls seitens der Unimog-Konstruktion ein großer Ringbinder im Querformat mit der Loseblatt-Geräteliste „MB trac Unimog Geräte“. Auch hierin sind allerdings nur die wesentlichen Daten der Geräte enthalten.

     

    Beispielseiten HIAB Ladekran 965:

     

    Sehr informativ und reich bebildert sind die gebundenen Geräte-Handbücher, die von der Unimog-Verkaufsförderung herausgegeben wurden – wie dieses für die Schwere Baureihe im Mai 1992. Es wiegt ein knappes Kilo.

    Zu den meisten Geräten sind Fotos enthalten.

    Dann folgen die wichtigsten Daten und Kontaktinformationen:

     

    Michael Wessel

    Anlage:

    Gliederung des Gerätehandbuchs Landwirtschaft von 1955

    Einteilung der landwirtschaftlichen Geräte

    Gruppe I         Bodenbearbeitung

    • Pflüge
    • Kultivatoren
    • Eggen
    • Fräsen
    • Spurlockerer

    Gruppe II        Düngerstreuer

    Gruppe III       Sämaschinen

    Gruppe IV      Pflanz- und Hackmaschinen

    Gruppe V        Pflanzenschutzgeräte

    Gruppe VI      Mähwerke

    Grünfuttersammler

    Getreide-Handablagen

    Gruppe VII     Heuwerbungsgeräte

    Gruppe VIII    Getreide-Erntemaschinen

    • Binder
    • Mähdrescher
    • Mähhäcksler

    Gruppe IX      Hackfrucht-Erntemaschinen

    Gruppe X        Ladegeräte

    Gruppe XI      Pumpen

    Beregnungsanlagen

    Gruppe XII     Weidemelkanlagen

    Gruppe XIII    Weinbaugeräte

    Gruppe XIV    Erdbohrgeräte

    Gruppe XV     Sonstige Geräte

    Gruppe XVI    Sonderausrüstungen

  • Unimog-Community Newsletter Dezember 2019

    Unimog-Community-Newsletter
    UCOM-Header

    Die schönste Unimog-Zeit des Jahres

    Die Unimog-Szene ist in Hochstimmung. Ob im Wald, beim Grünzeug-Transport oder teilweise schon beim Schnee-Schieben, der Unimog zeigt sich nun von der vielfältigsten Weise. Vielfältig war auch das UCG-Clubjahr, von dem Rainer Hildebrandt am letzten Samstag auf der UCG-Mitgliederversammlung berichtete. Der neue UCG-Club-Shop ging die Tage auch mit neuen Artikeln live. Diese Themen und viele weitere lesenswerte Artikel, Fotos und Videos haben wir wieder in diesem Newsletter für Euch zusammengestellt.

    Viel Spaß beim Lesen.

    UCOM Liska Dezember

    Unser Kalendermotiv Dezember 2019

    Dem genialen Zeichner Hans Liska (1907 – 1983) verdanken wir dieses Kalenderblatt mit dem Motiv für Dezember 1953. Unimog-Community wünscht jetzt bereits an dieser Stelle frohe Feiertage und gute Fahrt im Jahr 2020.
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    Video-Blockbuster: Unimog-Film knackt die 2 Millionen Besucher-Grenze

    „Willkommen im Unimog-Museum“ hieß es für Jean Pierre Kraemer von JP Performance GmbH und Matthias Malmedie. Karl-Josef Leib, technischer Leiter des Museum begrüßte die beiden Internet- und TV Stars in Gaggenau. Nach einer Tour durch das Museum ging es für die beiden ins Gelände. Das ganze Video gibt es bei Mercedes-Benz Deutschland auf YouTube.
    UCG 2019 Gäste - Wessel

    Mitgliederversammlung 2019 des Unimog-Club Gaggenau

    163 Mitglieder und zehn Gäste konnte der Vorsitzende Rainer Hildebrandt bei der Mitgliederversammlung des Unimog-Club Gaggenau e. V. am 23. November im Unimog-Museum Gaggenau begrüßen. Umrahmt wurden die Gäste von Unimog und MB-trac – eine schöne Kulisse. Alle Infos, Entscheidungen sowie Jahresrückblick und die Club-Highlights 2020 gibt es ganz ausführlich auf der UCOM.
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    Reisen mit dem Unimog – Mit Polygon Shelter zurück zu den Wurzeln

    Leicht, kompakt, robust und hochgeländegängig. Diesen Kerneigenschaften eines Expeditionsfahrzeugs hat sich die Fahrzeugmanufaktur Polygon Shelter aus Magdeburg verschrieben.
    Im Fokus ihres Handwerks steht dabei das Andersdenken: Die weit verbreitete Kastenform der Aufbauten sowie der Leitsatz „So groß wie möglich“ ist für das Team um Polygon Shelter unvereinbar mit den einzigartigen Fahreigenschaften eines Unimog und damit letztlich dem Anspruch, überall dort hinzugelangen, wo andere umkehren müssen.
    Die eigenen Überzeugungen und Erfahrungswerte des Teams, der stetige Austausch mit Reisenden sowie das Reflektieren traditioneller Bauweisen legten den Grundstein für ein technisches Gesamtkonzept, das effiziente Raumnutzung mit Ästhetik und Robustheit verbindet.
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    Youtube-Film des Monats – unbedingt anschauen:

    JP Kraemer und Matthias Malmedie mit 4 Sternen auf der Rennstrecke | Unimog, GLC F-CELL, GLE, CLA SB

    JP Kraemer und Matthias Malmedie verbringen einen ganzen Tag auf der Rennstrecke. Mit ordentlich Zeit im Gepäck werden der GLC F-CELL, ein CLA Shooting Brake, ein GLE und ein ganz besonderer Transformers Unimog unter die Lupe genommen. Aber ganz freie Hand haben sie nicht, denn die Fans durften auf Instagram mitbestimmen was passiert.

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    Vorstellung UCG-Jahrestreffen 2020 in Barenfleth

    Attraktive Unimog-Events bis August 2020

    – Angaben ohne Gewähr –
    12. 1.: Traditioneller Jahresauftakt der Regionalgruppe Zollernalb des Unimog-Club Gaggenau in der Höhengaststätte Nägelehaus in 72461 Albstadt-Onstmettingen
    27. 2. – 1. 3.: Oldtimermesse Retro Classics in der Messe Stuttgart mit Gemeinschaftsstand des Unimog-Museums und des Unimog-Club Gaggenau
    25. – 29. 3.: Oldtimermesse Techno-Classica in Essen mit Gemeinschaftsstand des Unimog-Museums und des Unimog-Club Gaggenau sowie einem Stand des Unimog Veteranen Club.
    26. 4.: Eröffnung der Sonderausstellung im Unimog-Museum Gaggenau: Der Unimog im Gebirge
    8. 5.: Mitgliederversammlung des Vereins Unimog-Museum e. V. in Gaggenau
    8. – 10. 5.: Oldtimermesse MOTORWORLD Classics Friedrichshafen mit Gemeinschaftsstand des Unimog-Museums und des Unimog-Club Gaggenau
    16. 5.: Unimog- und MB-trac-Teilemarkt des Unimog-Club Gaggenau auf dem Gelände des Motoball-Clubs PUMA in Kuppenheim und ab 14 Uhr Mitgliederversammlung des Clubs im Unimog-Museum Gaggenau
    7. – 9. 8.: Sommertreffen des Unimog Veteranen Club in 37697 Lauenförde-Meinbrexen
    21. – 24. 8.: Jahrestreffen des Unimog-Club Gaggenau in Bahrenfleth/Schleswig Holstein
    Vorankündigung:
    5. + 6. 9.: MB-trac- und Unimog-Treffen in 48531 Nordhorn
    Weitere Veranstaltungen des Unimog-Club Gaggenau unter www.unimog-club-gaggenau.de/veranstaltungen/
    Versichern Sie sich vor einer längeren Anreise, dass die Veranstaltung stattfindet.
    Weitere Unimog-Termine auf den Internetseiten der hier bereits genannten Unimog-Clubs.
    Insbesondere bei einer weiten Anreise sollte man sich versichern, dass der Termin auch stattfindet.

    Hier fehlen wichtige Termine? Kein Problem, wir ergänzen gerne. Auch in diesem Fall einfach eine E-Mail an info@unimog-community.de schicken.

    Neuer Buch&Bild Shop online

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    Buch&Bild bietet Ihnen eine umfangreiche und aktuelle Auswahl an Literatur für Ihren Mercedes-Benz Unimog oder MB-trac. Diese Unterlagen unterstützen Sie darin, Ihr Fahrzeug fachgerecht einzusetzen, zu warten und zu restaurieren sowie Interessantes über dessen Entwicklung und Einsatzfähigkeit zu erfahren.
    Seit Oktober ist der neue Online-Shop unter www.buchundbild.de verfügbar. Das neue responsive Design trägt dem Trend Rechnung, dass Unimogler immer mehr auf ihrem Smartphone oder Tablet recherchieren.
    Nun kann man auch unterwegs und mobil nach Fach- und Allgemein-Literatur zu den Themen Unimog und MB-trac suchen, aber auch Modelle, Filme, Kalender, Pins, ein Armbanduhr mit Unimog-Motiv sowie weitere interessante Accessoires für Unimog- und MB-trac-Fans können gefunden und ganz bequem online bestellt werden.
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    Täglich vier neue Unimog-Motive

    Unimog-Community auf Instagram

    Die Unimog-Community wächst auch auf der Foto-Plattform Instagram. Bereits mehr als 5.000 Abonnenten hat der neue Unimog-Kanal, auf dem es täglich bis zu vier neue Unimog-Motive gibt. Jetzt unbedingt abonnieren & liken.
    Unser Förderer der Unimog-Community des Monats: Baches JUNG & Fils
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    An dieser Stelle werden unsere Partner & Förderer vorgestellt, die die Arbeit der UCOM unterstützen. Eine Übersicht der Händlerprofile finden Sie hier.

     

    Partner von Unimog-Community.de

    Buch&Bild Unimog-Museum GmbH | www.BuchundBild.de
    Unimog-Club Gaggenau | www.unimog-club-gaggenau.de
    Unimog-Museum | www.unimog-museum.de

    Förderer der Unimog-Community

    Univoit e.K. Land – Forst – Kommunaltechnik | www.univoit.de
    Henne Nutzfahrzeuge GmbH | www.henne-unimog.de
    RKF – BLESES GmbH | www.rkf-bleses.de
    Nutzfahrzeuge-Kindermann | www.nutzfahrzeuge-kindermann.de
    Baches JUNG & Fils | www.bachesjung.fr
    Carl Beutlhauser Kommunal- und Fördertechnik GmbH & Co. KG | http://www.beutlhauser.de
    Schüssler Unimog GmbH | www.schuessler-unimog.de
    MEREX Autovertrieb GmbH |www.merex.de
    Unimog Sackmann | www.unimog-sackmann.de
    Metallbau Feulner | www.metallbau-feulner.de
    S&T Forstservice GbR | www.fronthubwerke.de
    Land & Bau Kommunalgeräte GmbH | www.landundbau.de
    Unimog-Huber GbR| www.unimog-huber.de
    HP Holster | www.hp-holster.de
    Schömann Unimog-Versicherung | www.unimogversicherung.de
    MogParts | www.mogparts.de
    Beck Metallbau | www.beck-metallbau.de
    Baldeweg Unimog-Sitze | www.unimogsitze.de
    Dieselkontor | www.dieselkontor.de
    Vamog Restaurationen & Teileservice | www.vamog.de
    Sascha Fritz Mechatronik | www.sfmt.eu
    Schmidt Restauration & Service | www.restauration-service.de
    Maschinen Knappitsch | www.maschinen-knappitsch.at
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    Im neuen UCG-Shop: 3. Auflage

    Spezial U 411,

    • 64 Seiten DIN A 4, Broschüre, Highlights:
    • Historische Fotos, Strich- und Konstruktionszeichnungen
    • bei der Feuerwehr
    • Zweiwege-U 411 in Paris
    • Triebkopf – mit 65 PS
    • Restaurierungsberichte
    Ein Bild von ...

    Eure Anregungen sind gefragt.

    Für den nächsten Newsletter und die folgenden hoffen wir wieder auf viele Anregungen und Tipps. Wir würden uns über Unterstützung freuen. Hierzu bitte einfach eine E-Mail an info@unimog-community.de schicken.
    Unimog-Community
    c/o Thilo Wessel
    Rosenapfelweg 30
    70437 Stuttgart
    info@unimog-community.de
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