Category Archives: Allgemein

  • Announcement: Herzlich willkommen in der Unimog-Community

    Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln – vom U 2010 über den U 411/U 421 über den U 404 und U 406 bis zu den aktuelle Mogs wie U 5000.

    Du möchtest einen Unimog kaufen? Dann suche deinen Unimog oder ein passendes Ersatzteil in unserem Kleinanzeigenmarkt für gebrauchte Unimog, Original-Ersatzteile oder Zubehör. Infos zu Anbaugeräte wie Kran, Frontlader oder Schneepflug gibt es in unseren diversen Foren. Fans von Expeditionsfahrzeugen oder Bundeswehrausführung haben ihre eigene Foren – genauso die Fans und Mitglieder des Unimog-Clubs und des Museums.

    Du suchst einen Unimog-Händler, eine Unimog-Generalvertretung oder einfach nur eine Service-Station? In unsere Händlerübersicht wirst Du bestimmt fündig.

    Viel Spaß auf unserer 4×4-Plattform wünschen Andre & Thilo

    Unsere Premium-Partner

    Buch&Bild – Literatur und Accessoires für Ihre Unimog & MBtrac
    Unimog-Museum – den Unimog-Mythos live erleben
    Unimog-Club Gaggenau – offizieller Mercedes-Benz Markenclub

    Buch und Bild Unimog Literatur
  • Unimog-Pionier Otto Pfeifer mit 96 Jahren gestorben

    Unimog-Pionier Otto Pfeifer 2005 mit Pokal für seinen Unimog 421 beim Traktor-, Unimog- und Motorrad-Treffen auf dem Dobel, Schwarzwald – Unimog pioneer Otto Pfeifer 2005 with trophy for his Unimog 421 at the tractor, Unimog and motorbike meeting at Dobel, Black Forest – Photo Michael Wessel

    See English text below

    Otto Pfeifer: „Mein Leben war Unimog!“

    Unimog-Pionier mit 96 Jahren in Bernbach gestorben

    Mit 96 Jahren ist am 2. Januar 2023 der Ur-Bernbacher und Unimog-Pionier Otto Pfeifer nach wenigen Krankheitstagen gestorben. Er gehörte bereits zu einer Gruppe von sechs Kfz-Spezialisten, die 1951 vom Benzwerk Gaggenau aus nach Göppingen zur Maschinenfabrik Gebrüder Boehringer beordert wurden. Dort sollten sie die Montage des Unimog und das Fahren mit ihm im Gelände kennenlernen. Bei Boehringer waren bekanntlich ab 1949 die ersten 602 Unimog gebaut worden. Diese Abordnung war sicher eine besondere Auszeichnung für den damals 25-jährigen Ur-Bernbacher, wie er sich gerne bezeichnete.

    In dem Buch „Geschichten rund um den Unimog“ hatte Otto Pfeifer dazu geschrieben: „ Im Frühjahr 1951 rief mich Herr Groß vom Personalbüro zu sich und sagte sinngemäß: ‚Wir beabsichtigen, das neue landwirtschaftliche Fahrzeug, das bisher in Göppingen gebaut wurde, in Gaggenau zu produzieren. Sie verstehen doch etwas von der Landwirtschaft und haben eine Lehre als Kraftfahrzeugschlosser absolviert. Probieren Sie mal was Neues! Hätten Sie nicht Lust, bei dem neuen Team mitzuarbeiten?’” – Und er hatte Lust – sein ganzes weiteres berufliche Leben und darüber hinaus.

    Etwas Besseres hätte ihm auch kaum passieren können, denn er bewies weiter viel technisches Geschick und wurde daher als Vorführer und Kundendienst-Fachmann für den Unimog in ganz Europa eingesetzt. So nahm er bereits 1951 an einer mehrwöchigen Vorführung in Jugoslawien teil – somit hinter dem sogenannten „Eisernen Vorhang“.

    Pfeifer erinnerte sich weiter: „Ich wurde öfter rausgeschickt und habe mich immer mehr auf Forsteinsätze spezialisiert. Ich hatte wohl den richtigen Blick für die Arbeiten im Wald, denn nur mit dem Anbinden des Seils war es nicht getan. Wir hatten damals wenig PS und nicht die richtige Seilwinde und sollten trotzdem riesige ‚Kaventzmänner‘ aus dem Forst holen. Oftmals mussten wir mit unseren 25 oder 32 PS gegen Konkurrenten mit 60 bis 70 PS antreten. Tricks und Geschicklichkeit waren da gefragt. Im Laufe der Zeit hatten wir uns schließlich zu Experten entwickelt.“

    Auf vielen Unimog-Werbefotos ist Otto Pfeifer zu sehen. So hier rechts mit seinem Kollegen Hirth. Otto Pfeifer can be seen in many Unimog advertising photos. Here on the right with his colleague Hirth.  Photo Mercedes-Benz AG

    Gerne dachte Otto Pfeifer auch an einen besonderen Einsatz in Island Anfang der 1960er Jahre zurück, um dort ein Filmteam bei den Dreharbeiten für „Snorry und seine wilden Pferde“ zu unterstützen. Das weite Land mit seien heißen Geysiren und wilden Pferden beeindruckte ihn sehr. „Ich hatte eine sehr abwechslungsreiche und interessante Tätigkeit in vielen Ländern dank des Unimog!“ erinnerte er sich später.

    Bevor Otto Pfeifer 1987 mit 45 Dienstjahren in Rente ging, kaufte er sich noch einen gebrauchten Unimog 421 aus den Beständen der Bundeswehr. Damit war er die nächsten Monate beschäftigt, denn er zerlegte dieses Fahrzeug in alle Einzelteile und restaurierte es komplett. Beim Holzmachen, beim Mähen und beim Winterdienst in seinem über 500 Meter hoch gelegenen Heimatort leistete der 421er ihm fortan wertvolle Dienste. Als Mitglied im Unimog-Club Gaggenau nahm Otto Pfeifer auch gerne an Ausfahrten teil. Und bei den jährlichen Traktor-, Unimog- und Motorrad-Treffen auf dem Dobel war er nicht nur Stammgast sondern durfte auch immer wieder Ehrenpokale mit nach Hause nehmen. Dort war er aber auch stets ein geschätzter Fachmann und Gesprächspartner – nicht nur in Sachen Unimog-Oldtimer.

    Otto Pfeifer erfreute sich einer guten Gesundheit und deutete dennoch kürzlich seinen Familienmitgliedern sehr zu deren Freude an, dass er in nächster Zeit das Fahren mit dem Pkw aufgeben werde. Auf die Fahrten mit dem Unimog wolle er aber noch nicht verzichten. An Heiligabend holte er sich jedoch einen Infekt, der zu einer tödlichen Lungenentzündung führte.  

    Die Trauerfeier und Beerdigung für Otto Pfeifer fand am 10. Januar 2023 in seiner Heimatgemeinde Herrenalb-Bernbach unter großer Anteilnahme der Bevölkerung statt. Dass der Unimog eine ganz besondere Bedeutung im Leben des Verstorbenen hatte, wurde der Trauergemeinde bereits dadurch im wahrsten Sinne des Wortes vor Augen geführt, dass neben dem Sarg ein großes Bild des Unimog 421 von Otto Pfeifer aufgestellt war. Der Unimog fand dann auch immer wieder Erwähnung in den sehr einfühlsamen Worten von Pfarrer Florian Lampadius. Es wurde aber auch deutlich, dass das Familienleben für Otto Pfeifer sehr wichtig war. Zumal er sehr früh seine Frau verloren hatte. Er war ein stets hilfsbereiter Nachbar – natürlich auch immer wieder mit seinem Unimog. Egal ob beim Holzholen, Mähen oder beim Winterdienst in der immerhin 365 Meter hoch gelegenen Gemeinde. Vertreter örtlicher Vereine würdigten zudem sein Engagement in der Dorfgemeinschaft. Aus den abschließenden Worten des Pfarrers klingt nach: „Seien wir alle dankbar, dass wir Otto Pfeifer kennen lernen durften!“

    Wir werden Otto Pfeifer in guter Erinnerung behalten und ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

    Michael Wessel

    Ehrenvorsitzender des Unimog-Club Gaggenau e. V.

    Januar 2023

    Die Begeisterung für den Unimog konnte Otto Pfeifer an seinen Enkel Arno Appenzeller weitergeben, der den Unimog 421 seines Opas in Ehren halten wird. Foto von Carl-Heinz Vogler aus 2015 bei einem Treffen der Regionalgruppe Mittelbaden des Unimog-Club Gaggenau – Otto Pfeifer was able to pass on his enthusiasm for the Unimog to his grandson Arno Appenzeller, who will cherish his grandfather’s Unimog 421. Photo by Carl-Heinz Vogler at a meeting of the Central Baden Regional Group of the Unimog Club Gaggenau

     

    Otto Pfeifer: “My life was Unimog!”
    Unimog pioneer dies in Bernbach at the age of 96

    At the age of 96, the original Bernbach resident and Unimog pioneer Otto Pfeifer died on 2 January 2023. He was already one of a group of six motor vehicle specialists who were ordered from the Benzwerk Gaggenau to the Gebrüder Boehringer machine factory in Göppingen in 1951 to learn how to assemble the Unimog and drive it off-road. As is well known, the first 602 Unimogs were built at Boehringer from 1949 onwards. This delegation was certainly a special honour for the then 25-year-old Ur-Bernbacher, as he liked to call himself.

    In the book “Geschichten rund um den Unimog” (Stories about the Unimog), Otto Pfeifer wrote: “In the spring of 1951, Mr Groß from the personnel office called me and said: ‘We intend to produce the new agricultural vehicle, which was previously built in Göppingen, in Gaggenau. You know something about agriculture and have completed an apprenticeship as a motor vehicle mechanic. Try something new! Wouldn’t you like to join the new team?'” – And he did – for the rest of his professional life and beyond.

    Something better could hardly have happened to him, because he continued to demonstrate a great deal of technical skill and was therefore employed as a demonstrator and customer service specialist for the Unimog throughout Europe. In 1951, for example, he took part in a demonstration lasting several weeks in Yugoslavia – thus behind the so-called “Iron Curtain”.

    Pfeifer recalled further: “I was sent out more often and specialised more and more in forestry operations. I must have had the right eye for the work in the forest, because just tying the rope was not enough. At that time we had little horsepower and not the right winch, and yet we were supposed to get huge ‘kaventzmen’ out of the forest. Often we had to compete with our 25 or 32 horsepower against competitors with 60 to 70 horsepower. Tricks and skill were in demand. In the course of time, we had finally developed into experts.”

    Otto Pfeifer also liked to think back to a special assignment in Iceland at the beginning of the 1960s to support a film crew there during the shooting of “Snorry and his Wild Horses”. The vast country with its hot geysers and wild horses impressed him very much. “I had a very varied and interesting job in many countries thanks to the Unimog!” he later recalled.

    Before Otto Pfeifer retired in 1987 with 45 years of service, he bought a second-hand Unimog 421 from the stocks of the Bundeswehr. This kept him busy for the next few months, as he dismantled this vehicle into all its individual parts and completely restored it. From then on, the 421 provided him with valuable services for woodcutting, mowing and winter maintenance in his hometown at an altitude of over 500 metres. As a member of the Gaggenau Unimog Club, Otto Pfeifer also enjoyed taking part in outings. And at the annual tractor, Unimog and motorbike meetings on the Dobel, he was not only a regular guest but was also always allowed to take home trophies. But he was also always a valued expert and discussion partner – not only in the field of Unimog vintage cars.

    Otto Pfeifer was in good health and yet recently indicated to his family members, much to their delight, that he would be giving up driving a car in the near future. However, he does not want to give up driving the Unimog yet. On Christmas Eve, however, he caught an infection that led to a fatal case of pneumonia.

    The funeral service and burial for Otto Pfeifer took place on 10 January 2023 in his home town of Herrenalb-Bernbach with great participation from the local population. The fact that the Unimog had a very special meaning in the life of the deceased was already made clear to the mourners in the truest sense of the word by the fact that a large picture of Otto Pfeifer’s Unimog 421 was set up next to the coffin. The Unimog was also mentioned again and again in the very sensitive words of Pastor Florian Lampadius. It also became clear that family life was very important to Otto Pfeifer. Especially as he had lost his wife very early. He was an ever-helpful neighbour – of course always with his Unimog. No matter whether he was fetching wood, mowing or doing winter maintenance in the community, which is situated at an altitude of 365 metres. Representatives of local associations also paid tribute to his commitment to the village community. The closing words of the pastor resonate: “Let us all be grateful that we were allowed to get to know Otto Pfeifer!”

    Otto Pfeifer was able to pass on his enthusiasm for the Unimog to his grandson Arno Appenzeller, who will cherish his grandfather’s Unimog 421.

    We will keep Otto Pfeifer in good memory and honour his memory.

    Michael Wessel
    Honorary President of the Unimog Club Gaggenau e. V.
    January 2023

    Translated with www.DeepL.com/Translator (free version)

    Schüssler Unimog
  • Mit den Genen von Sprinter & Co.: Der Daimler Motor-Geschäftswagen von 1899

    Schon gewußt? Als Mitglied des Unimog-Club Gaggenau kommt man mit dem Mitgliedsausweis „Mercedes-Benz ClubCard“ kostenlos ins Unimog-Museum in Gaggenau – und in das Mercedes-Benz Museum in Stuttgart. Das Stuttgarter Museum zeigt die Geschichte der Lastkraftwagen von den Anfängen an – daher diesmal im Blick: der Daimler Motor-Geschäftswagen.

    Der Daimler Motor-Geschäftswagen

    Leistungssteigerung: Welche Funktion hat das kreisrunde Bauteil mit dem Lochmuster an der Front des Daimler Motor-Geschäftswagens aus dem Jahr 1899? Die Einlässe hinter der siebartigen Platte sind Luftkanäle eines Röhrchenkühlers, den der Mobilitätspionier Wilhelm Maybach erfand. Mit dieser Innovation verbessert Maybach die Motorkühlung und damit die Leistungsfähigkeit der von Daimler gebauten Automobile erheblich. Der Röhrchenkühler wird erstmals vor 125 Jahren im Phönix-Wagen verwendet, der Gebrauchsmusterschutz wird am 24. Dezember 1897 eingetragen. Im Dezember desselben Jahres kommen die Motor-Geschäftswagen der Daimler-Motoren-Gesellschaft (DMG) auf den Markt.

    Evolution: Die DMG entwickelt ihre Transporter laufend weiter. Das Exponat im Raum Mythos 1: Pioniere – Die Erfindung des Automobils des Mercedes-Benz Museums wird 1899 gebaut, zwei Jahre nach der Premiere der Typenfamilie. Dieser Motor-Geschäftswagen ist für 500 Kilogramm Nutzlast ausgelegt. Er wird von einem 4,1 kW (5,6 PS) starken Zweizylindermotor mit 1.527 Kubikzentimeter Hubraum angetrieben. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 16 km/h. Zum Vergleich: Für das Jahr 1900 nennt die Verkaufsliste Geschäftswagen mit 800 bis 3.200 Kilogramm Nutzlast, die Leistung liegt bei 2,9 kW (4 PS) bis 5,9 kW (8 PS) mit Zweizylindermotor und 4,4 kW (6 PS) bis 8,8 kW (12 PS) mit Vierzylindermotor.

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    Kindermann Unimog
  • 1951 war der Unimog der Messestar in Bozen

    Roland Feix fährt unermüdlich die Treppe hoch und runter. Ein Kollege demonstriert das Spritzen mit HOLDER-Technik

     Roland Feix, Jahrgang 1928, kam als 21jähriger junger Mann zu Gebrüder Boehringer in Göppingen, als der Unimog Nr. 24 montiert wurde. Nach einer kurzen Mitarbeit in der Montage wurde er Vorführer – der Beginn einer jahrzehntelangen erfolgreichen beruflichen Karriere, die er als Referent für Lateinamerika abschloss. Er erinnert sich gerne an die Anfangsjahre:

    “Von den vielen Messen, die ich im Laufe meiner über vierzigjährigen Tätigkeit für den Unimog miterlebte, sind mir die beiden ersten großen in Frankfurt und Bozen in besonders guter Erinnerung.

    1950 auf der Messe der DLG in Frankfurt durfte ich unseren Unimog vor mehreren Tausend Besuchern in einem Korso vorstellen. Der Unimog war die Attraktion der Messe und so war ich natürlich besonders stolz, in präsentieren zu dürfen.

    Es folgten viele kleine Messen in Deutschland. Die nächste herausragende Messe war dann im Folgejahr die Internationale Mustermesse in Bozen.

    Nach dem Zweiten Weltkrieg war es nicht so einfach, an einer Messe in Italien teilzunehmen. Ich erinnere mich gut, dass die Grenzübertritte unserer Fahrzeuge samt Anbaugeräte im Vorfeld viele Abstimmungen erforderlich machten.

    Auf eigener Achse fuhr ich dann im September 1951 mit einem Anhänger, beladen mit zwei Pflügen und einer Holder-Spritzanlage, von Gaggenau aus über München nach  Innsbruck und über den Brenner nach Bozen. Ab der italienischen Grenze begleitete mich sogar eine Zollbeamter bis ins Freigelände der Messe, damit unterwegs nichts wegkommt.

    Autopomezia, Rom, war Unimog-Generalvertreter für Italien

    Auf der Bozener Mustermesse wurde alles gezeigt, was für die Landwirtschaft – und da insbesondere für den Obst- und Weinanbau – von Bedeutung war. Selbst das bayrische Handwerk oder das „westdeutsche Wirtschaftsministerium“ waren mit großen Informationsständen vertreten.

    Sechs Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges präsentierte Daimler-Benz 1951 den Unimog auf der Mustermesse in Bozen

    Das Interesse des Fachpublikums war groß.

     

    Vor lauter Menschen musste man den Unimog suchen. In der Bildmitte Roland Feix mit hellem Hemd

    Seine Eminenz Kardinal Ruffini, Erbischof von Palermo, besucht den Unimog-Messestand

    Es lachte einem das Herz, wenn man die Menschentrauben um unseren Unimog beobachten konnte. Das Interesse stieg noch, wenn ich mit dem Unimog die große Treppe vor der Messehalle rauf und runter fuhr. Dabei stand auf der Pritsche ein Verkäufer unserer neuen Vertretung Autopomezia und bewies, dass man selbst in dieser Situation noch mit einer Holder-Spritze arbeiten oder ein Tablett halten kann. Viel Prominenz besuchte unseren Stand. So der Herzog von Pistoia, der Bayrische Wirtschaftsminister, Dr. Hans Seidel und selbst seine Eminenz Kardinal Ruffini, Erzbischof von Palermo. Überwältigt war ich von der Gastfreundschaft der Südtiroler.

    Mit einem gefüllten Tablett in der Hand ging die Fahrt die Treppe hoch. Am Kühlergrill hatte der Unimog noch keinen Stern. Diese waren aber auf den Fähnchen und Flaggen.

     

    Die Tagepresse schrieb am 22. September 1951:

    „Der Wettergott ist der Bozener Messe in diesen Tagen sichtlich gut gesinnt, auch gestern war wieder ein herrlicher Sonnentag, der geradezu zum Besuch der Messe lockte und im besonderen Maße dem Freigelände zustatten kam. Hier herrschte den ganzen Tag über ein reges Treiben, die heuer besonders reiche Beschickung des Sektors für landwirtschaftliche Maschinen entspricht, wie man bereits in diesen ersten beiden Tagen feststellen konnte, einem tatsächlichen Bedürfnis unserer Wirtschaft und wird von Laien nicht minder bewundert als vom Fachmann; besonders die Traktoren und die geländegängigen Fahrzeuge erwecken lebhaftes Interesse, so zum Beispiel ein solches Wunderfahrzeug, ein kleiner Titan an gebändigter Kraft – das spielend die steile Treppe vor dem Messegelände auf und ab fährt, als befände es sich auf einer Autobahn; ein Sonderlob galt dem jungen Fahrer, der das schwere Fahrzeug so geschickt handhabt.“

    Aufgrund der positiven Resonanz wurde der Unimog auch 1952 auf der Messe in Bozen ausgestellt.

    Diese Unimog waren 1952 offensichtlich nicht auf eigener Achse nach Bozen gefahren. Sie haben noch die “Schwarzwaldbereifung” für den Transport.

    Fotos: Sammlung Roland Feix

    Aus Band 3 der „Geschichten rund um den Unimog“. Dieses Buch mit 154 Seiten ist zum Sonderpreis von 10 Euro im Unimog-Museum Gaggenau oder über www.buchundbild.de (dann zuzüglich Versandkosten) erhältlich. Ein nettes Geschenk für einen Unimog-Fan.

    Univoit Unimog
  • So bereiten Sie Ihren Roadtrip mit dem Unimog vor

    Unimog liegen voll im Trend. Viele Fans der Mercedes-Benz Baureihe bauen ihren Unimog zum Camper um und reisen am Wochenende herum. Einige machen ganze Rundreisen im Unimog. Egal ob Sie von einem kleinen Kurztrip im Unimog träumen oder eine längere Reise planen: Wir geben Ihnen ein paar hilfreiche Tipps an die Hand, damit ihr Roadtrip im Unimog zu einem unvergesslichen Erlebnis wird.  

    Unterwegs bei Laune bleiben

    Ein Roadtrip ist spannend, kann aber auch ganz schön anstrengend sein. Damit Sie auf Reisen nicht Ihre gute Laune verlieren, sollten Sie sich einige “Überlebensstrategien” überlegen. Sie und Ihr Unimog wollen schließlich sicher und mit Spaß unterwegs sein. 

    Planen Sie unbedingt regelmäßige Pausen ein. Dies ist nicht nur wichtig, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten, sondern hilft auch, bei Laune zu bleiben. Schlafen Sie ausreichend und halten Sie an Raststätten, um Luft zu schnappen und sich einen Kaffee zu holen. Vielleicht ist Ihnen auch nach einer Runde spielen an einem NetBet Spielautomatenum auf andere Gedanken zu kommen. 

    Gehen Sie alleine auf Ihren Roadtrip oder haben Sie Ihren Partner mit dabei? Bedenken Sie, dass Leben im Unimog auch Leben auf engem Raum bedeutet. Sorgen Sie dafür, dass Sie sich auch mal aus dem Weg gehen können und jeder ausreichend Zeit für sich hat. Falls Sie Kinder dabei haben, nehmen Sie Spiele mit und planen Sie genug Pausen ein, damit sich diese bewegen können und bei Laune bleiben. 

    Denken Sie auch daran, sich nach Möglichkeit beim Fahren in regelmäßigen Abständen abzuwechseln. Bedenken Sie die Gefahr, die ein Sekundenschlaf mit sich bringen kann. 

    Natürlich wollen Sie nicht nur fahren und die Strecke aus dem Fenster anschauen, sondern auch die Umgebung erkunden. Planen Sie daher ausreichend Zeit ein, um die Stopps auf Ihrem Roadtrip zu genießen. Dank Ihres mobilen Unimog sind Sie sehr flexibel und können so lange an einem Ort bleiben, wie Sie wollen. 

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    Univoit Unimog
  • Referenzschreiben für Boehringer-Unimog – Letter of reference for Boehringer Unimog

    Heinrich Walter, Mitarbeiter von Bernhard Damann, mit dem Vorserien-Unimog Nr. 39

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    Einige Monate nach Auslieferung der ersten Unimog schrieb die Maschinenbaufabrik Gebrüder Boehringer einige Kunden an und bat sie um ein Referenzschreiben. Dazu gehörte auch der Landwirt Bernhard Damann in Astrup. Er hatte über die Vertretung Hoeser im August 1949 den Boehringer Nummer 39 ausgeliefert bekommen. Hier das Schreiben des offensichtlich sehr zufriedenen Kunden:

     

    Astrup, 12.1.50

    Die Landwirtschaft ist bekanntlich ein Transportgewerbe wider Willen. Das trifft besonders zu für unsere vielseitigen Betriebe mit Veredelungswirtschaft, Gemüse- und Obstbau. Seit August 1949 bin ich im Besitz eines UNIMOG. Er ist nicht mein erster Schlepper. Nachdem ich 1945 nähere Einzelheiten erfuhr, habe ich mich gleich entschlossen, diesen neuzeitlichen Schlepper anzuschaffen. Meine Begeisterung über ihn ist noch genau so gross wie am ersten Tag, ja noch grösser.

    Der UNIMOG hat einen neuen Rhythmus in meinen Betrieb gebracht. Vom Standpunkt des Schlepperfahrers ist der UNIMOG komfortabel eingerichtet. Selbst bei schlechtem Wetter kann ich den ganzen Tag hinter dem Steuer sitzen, ohne dass mir  Regen, Wind oder Kälte etwas anhaben können. Was das bedeutet, kann der am besten beurteilen, der im November oder Dezember tagelang bei nasskaltem Herbstwetter gepflügt hat.

    Ausserordentlich ist auch die Ladefläche. Man stösst jeden Tag auf neue Anwendungsmöglichkeiten. Ich habe einen besonderen Aufsatz für den Schweinetransport und einen anderen, der aus dem UNIMOG einen Lieferwagen macht. Wenn ich mit angebauter Pflanzmaschine arbeite, dient die Ladefläche zur Aufnahme der Pflanzen. Für die Schädlingsbekämpfung kommt auf die Ladefläche ein 1000 Ltr. grosser Behälter und die Pumpe wird von der Zapfwelle angetrieben.

    Sehr angenehm ist das flüssige Fahren von 1 km bis hinauf zu 50 km/Std. Das bedeutet etwas im Zeitalter des Tempos.

    Der UNIMOG bringt Leben in jeden Betrieb. Durch seine UNIVERSALITÄT reizt er direkt zum Einsatz.

    Bernhard Damann

    Bauer ein Astrup

    über Vechta/Oldenburg

    Heinrich Walter, Mitarbeiter von Bernhard Damann, mit dem Vorserien-Unimog Nr. 39 – schon mit neuem Kennzeichen für den Landkreis Vechta

    Gerne hätte Damann seinerzeit voller Begeisterung eine Unimog-Vertretung aufgebaut. Diese erhielt jedoch Hoes in Oldenburg, erinnerte sich Bernhard Walter, dessen Vater Heinrich als Schlosser und als Fahrer für den Unimog zunächst auf dem Hof arbeitete. 

    Bernhard Damann und Heinrich Walter waren ideenreiche Tüftler. Nächtelang experimentierten sie und so entstanden sehr viele Geräte. Ursprünglich für den Eigenbedarf, bald auch für Dritte. So beispielsweise Apfel-Sortiermaschinen oder eine patentierte Musmühle für Rüben. Für die selbstgebauten Pflanzmaschinen war der Unimog wegen seines Kriechgangs als Zugfahrzeug besonders gut geeignet.  –  Anfang der 50er Jahre beschäftigte Damann in der Landtechnik und auf seinem Hof insgesamt etwa 20 Mitarbeiter.

    Aus Band 3 der „Geschichten rund um den Unimog“. Dieses Buch mit 154 Seiten ist zum Sonderpreis von 10 Euro im Unimog-Museum Gaggenau oder über www.buchundbild.de (dann zuzüglich Versandkosten) erhältlich. Ein nettes Geschenk für einen Unimog-Fan

    Letter of reference for Boehringer Unimog

    A few months after delivery of the first Unimog, the engineering company Gebrüder Boehringer wrote to a number of customers asking for a letter of reference. Among them was the farmer Bernhard Damann in Astrup. He had taken delivery of the Boehringer number 39 in August 1949 via the Hoeser agency. Here is the letter from the obviously very satisfied customer:

    Astrup, 12.1.50

    As is well known, agriculture is a transport industry against its will. This is especially true for our versatile farms with processing, vegetable and fruit growing. I have owned a UNIMOG since August 1949. It is not my first tractor. After I learned more details in 1945, I immediately decided to buy this modern tractor. My enthusiasm for it is still as great as it was on the first day, even greater.
    The UNIMOG has brought a new rhythm to my farm. From the tractor driver’s point of view, the UNIMOG is comfortable. Even in bad weather I can sit behind the wheel all day without rain, wind or cold affecting me. What this means is best judged by someone who has ploughed for days in November or December in wet, cold autumn weather.
    The loading area is also extraordinary. You come across new applications every day. I have a special attachment for transporting pigs and another that turns the UNIMOG into a delivery truck. When I work with a planter attached, the loading area is used to hold the plants. For pest control, a 1000-litre tank is placed on the loading area and the pump is driven by the power take-off shaft.
    Very pleasant is the smooth driving from 1 km up to 50 km/hour. That means something in this age of speed.
    The UNIMOG brings life to any farm. Due to its UNIVERSALITY, it is immediately appealing for use.

    Bernhard Damann
    Farmer an Astrup
    via Vechta/Oldenburg

    At the time, Damann would have been delighted to set up a Unimog dealership. However, this was given to Hoes in Oldenburg, remembers Bernhard Walter, whose father Heinrich initially worked on the farm as a locksmith and as a driver for the Unimog.
    Bernhard Damann and Heinrich Walter were inventive tinkerers. They experimented all night long, and that’s how a lot of equipment came into being. Originally for their own use, but soon also for third parties. For example, apple sorting machines or a patented mush mill for beets. The Unimog was particularly well suited as a towing vehicle for the self-built planting machines because of its crawling gear.
    In the early 1950s, Damann employed a total of about 20 people in agricultural engineering and on his farm.

    From Volume 3 of the “Stories about the Unimog”. This 154-page book is available at a special price of 10 euros from the Unimog Museum in Gaggenau or from www.buchundbild.de (plus postage). German language.

    Buch und Bild Unimog Literatur
  • Mercedes-Benz Adventskalender Gewinnspiel 2022 – jetzt mitmachen & gewinnen

     

     

    Zusammen mit dem Verlag FRANZIS verlosen wir vier Mercedes-Benz Adventskalender:

    1 Ex. Mercedes-Benz Unimog Adventskalender # 55406
    https://www.franzis.de/adventskalender/auto-adventskalender/mercedes-benz-unimog-adventskalender-kalender

    sowie

     

    1 Ex. Mercedes-AMG GT Adventskalender # 67103
    https://www.franzis.de/adventskalender/auto-adventskalender/mercedes-amg-gt-adventskalender-kalender

    1 Ex. Mercedes-Benz 300 SL Adventskalender # 67129
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    1 Ex. Feuerwehr Adventskalender # 67206
    https://www.franzis.de/adventskalender/auto-adventskalender/adventskalender-feuerwehr-kalender

     

    Jetzt mitmachen & gewinnen!

    Uns so kann man gewinnen: Einfach eine eMail mit dem Stichwort und Betreff “ADVENTSKALENDER Gewinnspiel” mit Lieferadresse bis zum 27.11.2022 an info@unimog-community.de schicken. Die Kalender sind dann hoffentlich pünktlich zum 1.12.2022 bei Euch zuhause.

    Gewinnspiel-Teilnehmer müssen mindestens 18 Jahre alt sein. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

    Tipp: Den Unimog-Adventskalender und viele weitere tolle Weihnachtsgeschenkideen gibt es im Buch&Bild Onlineshop: https://www.buchundbild.de/de/adventskalender-mercedes-benz-unimog

    Mehr zu den FRANZIS Mercedes-Benz Adventskalender gibt es hier
    https://www.franzis.de/adventskalender
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    Buch und Bild Unimog Literatur
  • Niedrige Monatsraten beim Autokredit: Ballonfinanzierung macht es möglich

     

    Viele Menschen sind in ihrem Alltag dringend auf ein Auto angewiesen und brauchen schnellstmöglich Ersatz, wenn dieses einmal ausfällt. Ob das Fahrzeug gestohlen wurde, ob es zu einem schweren Unfallschaden kam oder ob die fällige nächste TÜV-Plakette nur nach teuren Reparaturen zu erhalten wäre, spielt dabei keine Rolle. Entscheidend ist vielmehr, dass schnell Ersatz bereitsteht. Das ist stets auch mit einer größeren Ausgabe verbunden. Wenn diese dann die Rücklagen und das verfügbare Haushaltsbudget übersteigt, sind entsprechende Finanzierungsmöglichkeiten gefragt. Besonders beliebt ist in dieser Situation eine sogenannte Ballonfinanzierung. Sie ermöglicht den Autokauf auf Kredit, sorgt aber zugleich für besonders niedrige laufende Belastungen.

    Wie funktioniert eine Ballonfinanzierung?

    Im Grunde genommen handelt es sich bei einer Ballonfinanzierung um eine Autofinanzierung mittels Ratenkredit, bei der jedoch außer den laufenden Raten noch eine deutlich höhere Schlussrate anfällt. Die Vorteile von einem Ballonkredit oder einer Ballonfinanzierung bestehen vor allem darin, dass die aus Zins und Tilgung bestehende laufende Rate relativ gering ist. Damit wird die Finanzierung des Autokaufs auch dann möglich, wenn vielleicht erst noch ein anderer Kredit abzuzahlen ist oder erst zu einem späteren Zeitpunkt mit dem Eingang einer größeren Summe Geld gerechnet wird, die für den Autokauf verwendet werden soll. Ebenso wie potenzielle Käufer einen Gebrauchtwagen gründlich auf Herz und Nieren prüfen sollten, bevor sie ihre Unterschrift unter den Kaufvertrag setzen, sollte auch ein Kreditangebot vor dem Vertragsabschluss genau geprüft werden. Im Falle einer Ballonfinanzierung bedeutet das vor allem, genau zu klären, wann und in welcher Höhe die Schlussrate fällig wird und welche Alternativen zum sofortigen Begleichen der Schlussrate eventuell angeboten werden. Einige Autohändler bieten beispielsweise in Kooperation mit einer Partnerbank sogenannte Drei-Wege-Finanzierungen an. Wie bei jeder Ballonfinanzierung kann der Kunde dabei am Ende der Laufzeit die komplette Schlussrate bezahlen und wird damit Eigentümer des Fahrzeugs. Alternativ kann das Fahrzeug jedoch auch – ähnlich wie beim Leasing – an den Händler zurückgegeben und stattdessen eine neue Finanzierung für ein neues Fahrzeug abgeschlossen werden. Die dritte Option besteht darin, einen neuen Kredit abzuschließen, mit dem dann die noch offene Schlussrate in kleineren monatlichen Raten abgezahlt wird.

    Wann ist eine Ballonfinanzierung zu empfehlen – und wann eher nicht?

    Grundsätzlich kann ein Autokauf auf unterschiedliche Weise finanziert werden. Die Finanzierungsvariante der Ballonfinanzierung kommt am ehesten dann infrage, wenn es darum geht, die laufenden Kreditraten möglichst niedrig zu halten und somit finanziell flexibel zu bleiben. Parallel zu den niedrigen laufenden Raten sollte jedoch unbedingt auch Geld für die Begleichung der Schlussrate angespart werden. Denn wenn diese nicht als Einmalzahlung beglichen werden kann, sondern durch eine weitere Finanzierung zurückgeführt werden muss, fallen insgesamt vergleichsweise hohe Zinskosten an. Wer zu einem späteren Zeitpunkt relativ sicher mit einem größeren Zahlungseingang – etwa aus einem Immobilienverkauf – rechnen darf, kann sich ebenfalls für eine Ballonfinanzierung entscheiden. Ist es dagegen fraglich, ob die Schlussrate zum vereinbarten Zeitpunkt in einer Summe beglichen werden kann, wäre es in den meisten Fällen sinnvoller, eine Finanzierung mit gleichbleibenden Raten bis zur vollständigen Bezahlung zu wählen oder statt eines Kaufvertrages einen Leasingvertrag abzuschließen. Dieser sollte dann allerdings auch so gestaltet sein, dass er keine hohen Einmalzahlungen beziehungsweise Leasingsonderzahlungen am Anfang oder am Ende der Laufzeit vorsieht.

     

    Merex Unimog
  • Unimog-Ausfahrt durch den Nordschwarzwald

    Zwei kleine Unimog zwischen ihren großen Brüdern vor Gebäuden der Lebenshilfe in Gaggenau-Ottenau. Two small Unimogs between their big brothers in front of Lebenshilfe buildings in Gaggenau-Ottenau. Foto Michael Wessel

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    Nach wie vor gilt: „Gaggenau isch Unimog und Unimog isch Gaggenau“ obwohl der Unimog seit 20 Jahren im Werk Wörth von Daimler Trucks gebaut wird. Und so überrascht es nicht, dass Katrin Leicht, Leiterin der Offenen Hilfe bei der Lebenshilfe für Menschen mit Einschränkungen, die Idee hatte, eine Unimog-Ausfahrt von ihren Werkstätten in Gaggenau aus anzubieten. Sie war überrascht, wie schnell und unkompliziert sich diese umsetzten ließ: „Als ich das Unimog-Museum und den Unimog-Club Gaggenau ansprach, hatte ich das Gefühl, offene Türen einzurennen“.Der stellvertretende Regionalbeauftragte Mittelbaden des Unimog-Club Gaggenau, Paul Westermann, begeisterte schnell einige Clubmitglieder für das Vorhaben und so fuhren dann am Morgen des 30. Oktober 2022 zehn Unimog vom Unimog-Museum in Bad Rotenfels zu den Werkstätten der Lebenshilfe in Gaggenau-Ottenau. Dort wurden sie von 19 erwartungsvollen Fahrgästen und deren Betreuerinnen und Betreuern begrüßt. Und die Sonntagsausfahrt konnte beginnen, die über Gernsbach zum Schloss Eberstein führte. Vorbei am weiteren Ausflugsziel „Nachtigall“ ging die Fahrt zurück.

    Auch den Betreuerinnen und Betreuern hat die Ausfahrt sehr gut gefallen, und so kam der Wunsch auf, diese in den nächsten Jahren regelmäßig zu wiederholen. Dem steht wohl nichts entgegen, denn der Regionalbeauftragte des Unimog-Club Gaggenau, Joachim Westermann, der mit seinem Unimog 427 mit dabei war, schwärmte: „Es vermittelt ein gutes Gefühl, wenn man mit einer solchen Unimog-Ausfahrt so viel Freude bereiten kann.“

    Das Foto entstand nach der Ausfahrt.  

    Michael Wessel

    Gaggenau is still very much associated with the Unimog, even though the Unimog has been built at the Daimler Trucks plant in Wörth for 20 years. And so it comes as no surprise that Katrin Leicht, Head of Open Help at Lebenshilfe for people with disabilities, had the idea of offering a Unimog outing from her workshops in Gaggenau. She was surprised at how quickly and straightforwardly it could be implemented: “When I approached the Unimog Museum and the Unimog Club Gaggenau, I had the feeling I was knocking down open doors”. The deputy regional representative for Central Baden of the Unimog Club Gaggenau, Paul Westermann, quickly got some club members enthusiastic about the project and so on the morning of 30 October 2022, ten Unimogs drove from the Unimog Museum in Bad Rotenfels to the Lebenshilfe workshops in Gaggenau-Ottenau. There they were greeted by 19 expectant passengers and their carers. And the Sunday excursion could begin, which led via Gernsbach to Eberstein Castle. The journey continued past the “Nachtigall” (Nightingale), another excursion destination, and back.

    The carers also enjoyed the trip very much and wanted to repeat it regularly in the coming years. Nothing stands in the way of this, because the regional representative of the Unimog Club Gaggenau, Joachim Westermann, who was there with his Unimog 427, enthused: “It gives a good feeling when you can give so much pleasure with such a Unimog excursion”.

    Aufstellung vor der Ausfahrt vor dem Unimog-Museum. Line-up before the exit in front of the Unimog Museum – Foto Beatrice Ehrlich

    Buch und Bild Unimog Literatur
  • Erste Wörther Unimog vor 20 Jahren

    Hier sind noch die letzten in Gaggenau montierten Unimog zu sehen. Here you can still see the last Unimog assembled in Gaggenau.    Foto Carl-Heinz Vogler

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    Nach 51 Jahren der Produktion des Unimog im Mercedes-Benz Werk Gaggenau wurde er im August 2002 in das Lkw-Werk Wörth verlagert. Am 26. August 2002 – also vor 20 Jahren – liefen die dort deren erste Unimog vom Band. Zuvor war am 2. August der letzte Gaggenauer Unimog montiert worden.

    1951 kam der Unimog von Boehringer in Göppingen, wo die ersten 602 Unimog gebaut worden waren, in das Murgtal. Mit dabei auch einige Mitarbeiter. „Unimog isch Gaggenau und Gaggenau isch Unimog“ wurde immer wieder mal gesagt, denn neben Luxusküchen mit gleichem Namen wurde Gaggenau so in aller Welt bekannt. Der Unimog entwickelte sich zum Kultfahrzeug und brachte es im besten Jahr auf über 10.000 Einheiten. Geringere Nachfrage des Militärs, veränderte Anforderungen in der Landwirtschaft und Zurückhaltungen kommunaler Auftraggeber führten aber zu geringen Jahresproduktionen. Die Suche nach einem Kooperations- oder gar Übernahmeunternehmen war erfolglos.

    In einem beispielhaften Beteiligungsprozess wurden 2001 die Mitarbeiter zur beabsichtigten Verlagerung des Unimog in das Schwesterwerk Wörth befragt. Die Vorteile waren so eindeutig, dass 92,2 % der Belegschaft dieses Vorhaben für richtig einstuften. Das sollte sich in den Folgejahren zusätzlich bestätigen, denn die Jahresproduktion fiel weiter. Niemand hätte eine Fortsetzung der Produktion ernsthaft fordern können. Doch da wurde im Schweizer Saurer-Werk in Arbon die weitere Montage des Econic kurzfristig eingestellt. Es gelang, diese zusätzlich auf das Unimog-Montageband zu legen. Der Unimog überlebte dadurch.

    Im Werk Gaggenau wurden durch die Verlagerung des Unimog dringend benötigte wertvolle Flächen für die Erweiterung der Wandler- und Getriebefertigung frei. Auch das erwies sich in der Folgezeit als vorteilhaft.

    Heute erinnert das 2006 eingeweihte Unimog-Museum an die Erfolgsgeschichte des Unimog in Gaggenau. Es ist aufgrund der Besucherzahlen und des Engagements vieler ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer auch selbst eine Erfolgsgeschichte, und so wird Ende diesen Jahres der Erweiterungsbau in Betrieb genommen werden können. Damit verdoppelt sich die Ausstellungsfläche und es können auf einer Sonderfläche auch einige Exponate aus der über 125jährigen Gaggenauer Automobilgeschichte gezeigt werden. Schließlich ist das Werk Gaggenau das älteste Automobilwerk der Welt am gleichen Standort. Gelegentlich wird entgegengehalten, dass doch die von Gottlieb Daimler und Karl Benz gegründeten Werke älter sein müssten. Doch diese Werke zogen kurz nach ihrer Gründung um.

    Michael Wessel – 26. August 2022

    20 years ago the first Wörth Unimog was built

    After 51 years of production of the Unimog at the Mercedes-Benz plant in Gaggenau, it was transferred to the Wörth truck plant in August 2002. On 26 August 2002 – 20 years ago – the first Unimogs rolled off the production line there. Before that, the last Gaggenau Unimog had been assembled on 2 August.

    In 1951, the Unimog came to the Murg valley from Boehringer in Göppingen, where the first 602 Unimogs had been built. Along with them were some of the employees. “Unimog isch Gaggenau und Gaggenau isch Unimog” was said time and again, because alongside luxury kitchens with the same name, this is how Gaggenau became known all over the world. The Unimog developed into a cult vehicle and in its best year produced over 10,000 units. However, lower demand from the military, changing requirements in agriculture and restraint on the part of municipal clients led to low annual production. The search for a cooperation or even a takeover company was unsuccessful.

    In 2001, in an exemplary participation process, the employees were asked about the intended relocation of the Unimog to the sister plant in Wörth. The advantages were so clear that 92.2 % of the workforce thought this was the right thing to do. This was to be further confirmed in the following years, as annual production continued to fall. No one could have seriously demanded a continuation of production. But then, at the Swiss Saurer plant in Arbon, further assembly of the Econic was stopped at short notice. It was possible to put it on the Unimog assembly line in addition. As a result, the Unimog survived.

    At the Gaggenau plant, the relocation of the Unimog freed up urgently needed valuable space for the expansion of converter and transmission production. This, too, proved to be advantageous in the period that followed.

    Today, the Unimog Museum, inaugurated in 2006, is a reminder of the Unimog’s success story in Gaggenau. It is also a success story in its own right, thanks to the number of visitors and the commitment of many volunteers, and the extension building will be ready for use at the end of this year. This will double the exhibition space and a special area will also be able to display some exhibits from Gaggenau’s more than 125 years of automotive history. After all, the Gaggenau plant is the world’s oldest car factory at the same location. Occasionally it is argued that the factories founded by Gottlieb Daimler and Karl Benz must be older. But these plants moved shortly after they were founded.

    Sackmann Unimog